Kochtreffen – Erbsenravioli mit Zitronen-Kapern-Sauce

Kochtreffen erweitern schon den Horizont und lassen so manchen Dinge ausprobieren, an die er sich vorher nicht ran gewagt hat.

Ich habe das erste Mal Ravioli selber gemacht bzw. bin beim Selbermachen zugegen gewesen. ;-) Ich glaube, demnächst im Grossmarkt wandert eine Nudelmaschine in den Einkaufswagen.

Ein wirklich feines, frühlingshaft-frisches Gericht und die Mengen passten auch super als kleine Vorspeise für 6 Personen. Zitrophilen Nudelbastlern empfehle ich das Nachkochen dieses Rezeptes, welches ein Teilnehmer des Kochtreffens dort gefunden hat.

Ich würde beim nächsten Mal eher grünen Spargel statt der Zuckerschoten dazu machen. Das ist aber mein ganz persönlicher Geschmack, denn Zuckerschoten gehören nicht grade zu meinen Lieblingsgemüsen.

Wir haben statt des Hartweizenmehls normales 405er Weizenmehl genommen, die Geflügelfond-Menge etwas erhöht und an der Zubereitung auch etwas verändert. Der Teig war ein bisschen zuviel, eine Teilnehmerin fand das gar nicht schlimm und kann wohl noch ein paar Ravioli zuhause daraus basteln, falls der erdbeersüchtige Kochhund nicht auch Gefallen an Pasta-Teig findet ;-)

Zutaten

Nudelteig

  • 400 g Mehl
  • 4 Eier
  • 2 EL Olivenöl
  • Salz

Erbsenpüree

  • 200  g  Erbsen, TK
  • 1 grosse  Schalotte, gewürfelt
  • 60  g  Butter
  • Salz
  • Muskat
  • Zucker

Zitronen-Kapern-Sauce

  • 1  Schalott, gewürfelt
  • 50  g  Butter
  • 2  EL  Zitronensaft
  • 250  ml  Geflügelfond
  • 100  g  Sahne
  • 2    Zitronen
  • 2  EL  Kapern
  • 1  EL  Petersilie, gehackt
  • 1  EL  Crème fraîche
  • 1  EL  geschlagene Sahne

Erbsenravioli

  • 1    Ei
  • 100  g  Zuckerschoten, gedämpft
Zubereitung

Hartweizenmehl, Eier, Olivenöl und Salz zu einem glatten, geschmeidigen Teig verkneten. Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und ca. 1 Stunde kühl stellen.

Die grosse Schalotte in der Butter so lange braten, bis die Butter eine nussbraune Farbe hat. Die Erbsen in einem Küchentuch gut auspressen, damit die Füllung nicht zu feucht wird. Mit den Schalotten und der Butter im Mixer pürieren, mit Salz, Muskat und Zucker abschmecken. Das Erbsenpüree kühl stellen.

Die andere Schalotte in der Butter glasig dünsten. Mit Zitronensaft und Gefügelfond ablöschen. Die Sahne zugeben und die Sauce auf die Hälfte einkochen lassen.

Die Zitronen sorgfältig schälen und die Filets aus den Trennhäuten herausschneiden. Die Filets mit den Kapern, der Petersilie, Crème fraîche und geschlagener Sahne in die Sauce geben und diese zugedeckt warm halten.

Die Hälfte des Nudelteigs mit der Nudelmaschine zu einer dünnen Teigplatte ausrollen. Das Erbsenpüree mit einem Teelöffel in kleinen Portionen im Abstand von ca. 5 cm auf die Teigplatte setzen. Das Ei verquirlen und den Teig zwischen den Häufchen damit bestreichen. Die zweite Hälfte des Nudelteigs ebenfalls dünn ausrollen, auf die vorbereitete Teigplatte legen und leicht andrücken. Mit einem Messer oder einem Teigrad Ravioli (mit 5 cm Kantenlänge) ausschneiden und die Ränder gut festdrücken. Die Ravioli in reichlich kochendes Salzwasser geben, die Hitze reduzieren und die Nudeln im leicht siedenden Wasser offen ca. 4 Minuten garen.

Die Ravioli herausnehmen, gut abtropfen lassen und mit den Zuckerschoten und der Zitronen-Kapern-Sauce servieren.



Frühlings-Kochtreffen 2011

Am Samstag fand bei uns das zweite Frühlingstreffen unserer NRW-Kochgruppe statt. Es war das beste Treffen, was wir bisher ausgerichtet haben und gegen halb eins haben wir unsere vier Mitköche und leider auch unseren Special Guest aka Erdbeer-Vernichtungsmaschine – dazu später mehr – gut gesättigt in die Nacht verabschiedet.

Wir haben tolle Rezepte gekocht, viel gelacht und Spökes gemacht sowie vier! Flaschen Wein, Wasser und doch den einen oder anderen Grappa und Genever getrunken.

Hier erstmal die Fotos zu den einzelnen Gängen. Die Rezepte folgen in den nächsten Tagen, so ich sie nicht schon hier im Blog verlinken kann…

Erbsenravioli mit Zitronen-Kapern-Sauce – eigentlich der zweite Gang, den wir vorgezogen haben, weil der erste Gang noch ein bisschen brauchte.

Ceviche – für mich die Überraschung des Tages. Sehr lecker mit Koriander, Avocado und Chili..

Lackierte Taubenbrust, Spargelmousse und Tomaten-Concassée – die Taubenbrust ist ja schon ein Klassiker in unserer Küche, die Spargelmousse war toll und wird sicher nochmal gebastelt…

Tomatengranite – wie schon vor ein paar Monaten waren auch dieses Mal die Meinungen gespalten. Wir waren uns aber einig, dass nur ein Löffelchen davon sicher gut in z.B. eine Trilogie von der Tomate passen könnte. Ansonsten ist das einfach zu intensiv.

Der Hauptgang – Bürgermeisterstück ganz langsam auf Niedertemperatur von 80 Grad zubereitet, Langpfeffer-Sauce, Spargelragout mit Estragonsauce, Kartoffelstampf mit Olivenöl – der Bürgermeister wie immer toll, Spargelragout bewährt lecker (vielleicht einen Tacken zu weit, um noch knackig zu sein), Sauce fein und den Olivenöl-Kartoffelstampf könnt ich täglich essen und nur verschiedene Olivenöle verwenden ;-)

Den essenstechnischen Abschluss (danach wurden die Spirituosen ausgepackt und es ging flüssig weiter) bilden diese Erdbeeren in “Blubber-Glibber” – ein einfaches und nichtsüsses Dessert… Spannend…

Hach, ich könnte das meiste davon jetzt nochmal essen… Yummie…

Und die oben erwähnte Erdbeer-Vernichtungsmaschine war eine angenehme Unterhaltung neben der Kocherei. Darf gerne wieder kommen..

mit Frauchen.. ;-)

Ich hatte ja schon Katzen, die Nutella und Tetrapack-Hollandaise schleckten, aber ein Erdbeer-süchtiger Hund war mir neu ;-)


Noch’n Lebenszeichen

Vielen lieben Dank für eure Genesungswünsche per Email, Twitter, Facebook, hier und sonstwo. Ich habe mich sehr darüber gefreut und anscheinend haben sie auch was genützt.. ;-)

Gestern war ich beim niedergelassenen Lungenarzt und dieser sah das alles optimistischer als die Jungs im Krankenhaus. Nächsten Mittwoch stehen ein paar Kontrolluntersuchungen an und wir hoffen, dass die Abszesse im rechten Lungenflügel sich dann wesentlich verkleinert haben.

Momentan bin ich viel mit dem Haushalt beschäftigt, in den letzten 2-3 Wochen ist doch so einiges liegen geblieben und ich bin im Endspurt für ein Kochtreffen bei uns am Samstag. Ausserdem bin ich euch noch ein paar Fotos aus Travemünde schuldig; die müssen teilweise noch bearbeitet werden.

Gekocht wird hier natürlich trotzdem und seit dem Krankenhaus-Food freue ich mich jeden Tag noch mehr über unser gutes, frisches, schmackhaftes Essen. Wie gestern zum Beispiel diese Piccata vom spanischen Sauenfilet und Orecchiette mit weisser Tomatensahne, die wir letzten Sommer schonmal mit Pute gemacht hatten. Diesmal war vor allen Dingen die Tomatensahne eine Umami-Bombe… Sooo lecker…

Ich hoffe, dass ab nächster Woche wieder der Alltag einkehrt und ich wieder mehr Zeit zum Bloggen habe.

Ein kurzes Lebenszeichen

Hier wird es auch die nächsten Tage stiller sein, denn mein Doc meinte, ich bräuchte mal ein bisschen Vollpension im Krankenhaus. So liege ich nun auf der Pneumologie und hoffe, dass es nichts schlimmeres als eine Lungenentzündung ist. Morgen weiss ich hoffentlich mehr.

Hier ist allerdings das UMTS-Netz zum Heulen, mal sehen, ob es in den nächsten Tagen besser wird – mit dem UMTS und mir ;-)