Kochen mit Freunden
Diesmal hatte ich mir für ein gemeinsames Kochen im Freundeskreis thailändische Leckereien ausgesucht, die ich für uns zwei nicht zubereiten würde. Bei den Snacks wie Garnelentoasts und Goldbeutelchen lohnt es sich einfach nicht, die nur für uns beide herzustellen und die thailändische Laksa nach Herrn Thompson ist so umfangreich, dass mir da die Motivation fehlte und sie eh nur in grösserer Menge hergestellt werden kann. Wir würden tagelang daran essen und darauf haben wir wenig Lust.
Also lud ich zum geselligen Schnippeln, Frittieren und Kochen ein und das gab’s:
- Khanom Bang Na Kung – Sesamgarnelen auf Toast
- Kra Pao Tong – Goldbeutelchen
- Khai Luk Koei – Schwiegersohn-Eier
- Guay Tio Kaek – thailändische Laksa
Als erstes habe ich nun die Garnelentoasts für euch, zusammen mit einem Gurkenrelish, das in Thailand Ajad genannt wird. Diese Toasts gab es lange Zeit bei einem thailändischen Restaurant auf der „fies-und-fettig-Vorspeisenplatte“, die ich mir früher schonmal gönnte. Damals, so vor ca. 40 kg, als ich danach noch ein Thaicurry essen konnte. Heute würde ich wohl nicht mal mehr eben diese Vorspeisenplatte auf bekommen.
Ich mag diese Toasts wirklich gerne. Böse Zungen behaupten, dass frittiertes bei mir immer geht 😉 Aber sie schmecken einfach lecker – zarter Garnelengeschmack, knuspriger Toast und ein Hauch von Sesam, dazu als Geschmacksverstärker jede Menge Fett 😉 Egal, man isst ja nur 1-2 Stück davon und das süss-saure Relish hilft beim Runterspülen und Verdauen.
Meine Tipps für Khanom Bang Na Kung – Sesamgarnelen auf Toast
Den Dip kannst du auch mit anderem milden Essig machen, falls du keinen Reisessig besorgen kannst. Auch altbackenes Brot, das unter den Grill kommt, muss nicht sein. Ich verwende frischen Toast, den ich durch den Toaster jage. Die Korianderwurzeln bekommst du beim Asialaden in der Frischetheke. Du kannst Reste davon gut einfrieren. Lass sie weg, wenn du sie nicht besorgen kannst, und ersetze sie durch ein paar fein gehackte Korianderstengel.
Wir haben die bestrichenen Toastdreiecke auch nicht kalt gestellt, weil da jemand das Rezept nicht richtig gelesen hat 😉 Und es klappt auch so, wie du siehst.
Ob das Frittierfett heiss genug ist, stellst du am besten mit einem Küchenthermometer fest. Ansonsten nimmst du einen Holzlöffel und hältst ihn in das Fett. Wenn sich Bläschen um den Stiel bilden, ist es heiss genug. Eine dritte Möglichkeit wäre ein Stück Brot, dass du ins heisse Fett wirfst. Wenn es sofort bräunt und zischt, hat das Fett die richtige Temperatur.
- 280 g rohe Garnelen, geschält und geputzt
- 2 TL helle Sojasauce
- 1 Ei
- 4 Knoblauchzehen, grob gehackt
- 8 Korianderwurzeln, grob gehackt
- ¼ TL weisser Pfeffer, frisch gemahlen
- ½ TL Salz
- 7 Scheiben altbackenes Toastbrot, schräg in Dreiecke geteilt
- 3 EL Sesam
- Erdnussöl zum Frittieren
- 4 EL Reisessig
- 125 g Zucker
- 1 rote Chili, gehackt
- 1 TL Fischsauce
- 80 g Erdnüsse, leicht geröstet
- 1 Gurke, entkernt und fein gewürfelt
- Für den Dip Essig und Zucker in einem Topf mit 125 ml Wasser zum Kochen bringen und 5 Minuten bei schwacher Hitze köcheln lassen. Abkühlen lassen, dann Chili, Fischsauce, Erdnüsse und Gurke unterrühren.
- Für die Toasts die Garnelen im Mixer zu einer glatten Paste verarbeiten. In eine Schüssel geben, die helle Sojasauce und das Ei zufügen und gut mischen. In etwa 30 Minuten fest werden lassen.
- Im Mörser Knoblauch, Koriander, Pfeffer und Salz zu einer glatten Paste verarbeiten und zu den Garnelen geben.
- Den Elektrogrill auf mittlere Hitze vorheizen. Das Brot auf ein Backblech geben und in 4 minuten grillen, bis es trocken und leicht knusprig ist. Die Brotdreiecke auf einer Seite dick mit Garnelenpaste bestreichen. Mit Sesam bestreichen und fest andrücken. Für 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.
- Das Öl in einem Topf auf 180 Grad erhitzen. Dann die Brote portionsweise mit der bestrichenen Seite nach unten in 3 Minuten goldbraun frittieren. Mit dem Schaumlöffel wenden. Mit der bestrichenen Seite nach oben auf Küchenpapier abtropfen lassen.
- Mit dem Dip servieren.
Quelle: Kulinarisch entdecken: Thailand*
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Susanne says
…..wenn ich bloß nicht so weit weg wohnen würde…..
Foodina says
😉