[thailändisch] Pad Prig Daeng – scharfes rotes Curry mit Huhn

Kennst du das auch? Du siehst ein Rezept….

.. und bist sofort angefixt, weil es sich so strange liest, dass du es ausprobieren musst. So ging es mir mit dem Pad (gebraten) Prig (Chili) Daeng (rot) aus Saiphin Moores Rosa’s Thai Cafe: The Cookbook*, das letztens bei mir einziehen durfte und schon mit zig Klebezetteln versehen auf meinem Couchplatz liegt. Dieses Curry ist nicht mit Kokosmilch zubereitet, auch wenn es so aussieht. Ne, in Rosa’s Thai Cafe wird dieses Gericht mit Kondensmilch zubereitet. Und da ich gerne Kondensmilch und Kaffeesahne zum Kochen verwende, musste das Rezept gekocht werden. Schön scharf zum Vertreiben meiner letzten Grippe-Geister, die ich mir aus Brüssel mitgebracht habe. Ein Mitbringsel, das echt nicht nötig gewesen wäre.

Pad Prig Daeng – scharfes rotes Curry mit Huhn

So simpel und schnell zubereitet! Huhn in Streifen schneiden, Currypaste anbraten, Huhn dazu, Kondensmilch, Fischsauce und Palmzucker dran, Thai-Basilikum druntergerührt und fertig. Jetzt noch ein paar Chilis drüber und ab auf den Tisch mit einer guten Portion Jasminreis. Den brauchst du auch, denn es ist wirklich ganz schön scharf!

Ein bisschen habe ich das Rezept verändert – da mir das Huhn und die Paste zu verbrennen drohten, habe ich schon früher etwas mehr Kondensmilch als gefragt zugegeben, ausserdem ca. 100 ml Wasser. Das Thai-Basilkum hatte ich im Sommer selbst gezogen und in Öl eingelegt, daher sieht es nicht ganz so hübsch aus, schmeckte aber fantastisch.
Ausserdem habe ich für uns die Menge an Hühnerfleisch reduziert, ein halbes Kilo sind uns mittlerweile selbst für 3 Portionen zuviel. Meine Menge reichte, um uns am Abend satt zu machen und dass der Mann noch etwas ins Büro mitnehmen konnte.
Das Curry soll scharf, süss und salzig schmecken, eine Kombination, die ich sehr verehre!

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[immer schon vegan] Rishta bi adds – Linsen mit Nudeln und karamellisierten Zwiebeln

Ich mag Gerichte, die vom Ursprung her vegan sind

Und genau solche Gerichte findet man in Katharina Seisers Immer schon vegan*, ein Kochbuch, über das ich mich bannig gefreut habe und das direkt bei Erscheinen im Januar hier einziehen musste. Denn, wie ihr bestimmt wisst, stehe ich Ersatzprodukten wie Tofuwürstchen und co sehr skeptisch gegenüber. Mir schmeckt das einfach nicht und passt auch nicht zu meiner sonstigen Ernährung, wo ich hochverarbeitete Lebensmittel wie eben auch diese Fleischersatzprodukte zu vermeiden versuche.

Aber ich liebe die Gerichte aus aller Herren Länder, die schon seit Generationen vegan zubereitet werden, entweder aus religiösen Gründen wie bei vielen Indern wie den Jain oder einfach, weil nicht genug Fleisch da ist und es auch keine Tradition gibt, Milchprodukte zu essen. Auch wenn aus mir in diesem Leben kein Veganer mehr wird, esse ich gerne fleischlos und ersetze auch gerne Milchprodukte durch pflanzliche Alternativen. Ganz ohne Sahne, Butter und Eier geht es bei mir trotzdem nicht. Und auch auf Fleisch möchte ich nicht ganz verzichten, reduziere aber schon seit ein paar Jahren den Konsum, nicht nur die Anzahl an Mahlzeiten mit Fleisch, sondern auch die Fleischmenge pro Mahlzeit, was sicher auch mit meiner Gewichtsabnahme und den damit verbundenen kleineren Portionen zusammenhängt.

Katharina Seisers neues Kochbuch, dass sich ganz undogmatisch und ohne Gesundheitsaposteltum mit veganer Küche vor allen Dingen auf der Genussebene beschäftigt, passt natürlich wunderbar zu dieser Entwicklung und meiner Vorliebe für authentische Länderküche. Wer ähnlich tickt wie ich sollte sich unbedingt dieses Kochbuch zulegen!

[immer schon vegan] Linsen mit Nudeln und karamellisierten Zwiebeln

Rishta bi adds – Linsen mit Nudeln und karamellisierten Zwiebeln

Aus dem Libanon und aus Syrien stammt diese Speise, wo die Nudeln zusammen mit den Linsen gegart werden. So simpel, so gut, ähnlich wie die karamellisierten Zwiebeln, die in einer Pfanne parallel dazu geschmort werden, bis sie schön dunkel und fein süss sind. Dann musst du nur noch ein paar Kräuter hacken und alles mit ein paar Gewürzen und einem grosszügigen Spritzer Zitronensaft zusammenmischen. Ein wärmendes Wintergericht mit den süssen Zwiebeln und den erdigen Linsen, aber nicht zu schwer und auch leicht erfrischend durch Kräuter und Zitronensaft. Perfekt!

Die Bandnudeln habe ich übrigens durch Rumfort-Nudeln ersetzt, denn da lag noch eine angebrochene Packung Ppura-Nudeln mit genau der richtigen Menge für dieses Gericht. Und statt Zwiebeln wanderten Schalotten in die Pfanne, einfach weil sie da waren ;-)

Natürlich wandert auch dieses Rezept zum Tierfreitag, Kathas Sammelstelle für vegane Gerichte ohne Ersatzprodukte!

tierfreitag

Linsen mit Nudeln und karamellisierten Zwiebeln
Autor:
Küche: libanesisch, syrisch
Art: Hauptgericht
Portionen: 2
Vorbereitungszeit: 
Kochzeit: 
Gesamtzeit: 
Zutaten
  • 100 g grüne Linsen, Puy- oder Alblinsen
  • 1 grosse Zwiebel, halbiert und in Streifeng geschnitten
  • ca. 6 EL Olivenöl
  • Salz
  • 100 g Tagliatelle oder andere Bandnudeln, in lange Stücke gebrochen
  • 1 Knoblauchzehe, fein gehackt
  • 1 Bund Blattpetersilie, grob gehackt
  • ½ Tl Koriandersaat, gemahlen
  • schwarzer Pfeffer
  • Chiliflocken
  • ½ Zitrone, Saft davon
Zubereitung
  1. Linsen in ca. 2 l Wasser aufkochen und 20-25 Minuten bissfest garen.
  2. Währenddessen 3 EL Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebeln darin anschwitzen, salzen und auf kleiner Hitze ca. 15 Minuten unter häufigem Rühren langsam weich schmoren, bis sie braun sind.
  3. Kochwasser salzen, wenn die Linsen bissfest sind, dann Nudeln zugeben und al dente kochen.
  4. Knoblauch und Koriander unter die Zwiebeln rühren.
  5. Linsen und Nudeln abschütten, mit Zwiebeln, Petersilie und 2-3 EL Olivenöl mischen. Mit Salz, Pfeffer und Chiliflocken pikant abschmecken.
  6. Anrichten und Zitronensaft darüberträufeln.

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[indisch] Chicken Cafreal – grünes Hühnercurry

Wie immer gilt – keine Bedenken bei längeren Zutatenlisten ;-)

Eigentlich ist es nämlich ganz einfach! Und meist ist es wesentlich einfacher, als die lange Liste vermuten lässt. Vor allen Dingen, wenn es keine allzu exotischen Zutaten sind, die viele im Küchenschrank haben. Zum Rantrauen habe ich aus Kumar & Suba Mahadevans From India* (deutsch – Die indische Küche) dieses Chicken Cafreal, ein portugiesisch angehauchtes grünes Curry aus Goa mitgebracht, das seinen besonderen Geschmack vom verwendeten Rum bekommt. Richtig schön grün und leicht kräuterig wird es durch Koriander und Minze, die es auch schön erfrischend werden lassen.

[indisch] Chicken Cafreal - grünes Hühnercurry

Chicken Cafreal – grünes Hühnercurry

Kein Hexenwerk und auch für Ungeübte in der indischen Küche gut zu kochen! Du schneidest die Hähnchenbrust der Länge nach in dicke Streifen, vermischst die Zutaten für die Marinade und reibst die Hähnchenstreifen damit ein. Dann lässt du sie eine Weile im Kühlschrank schlafen. Das kannst du auch schon morgens vor der Arbeit machen, wenn du es abends zubereiten willst. Dann packst du alle Zutaten für die Masalapaste in einen Mixer. Ich schreddere immer die trockenen Bestandteile zuerst, bevor ich die feuchten Zutaten zugebe. Das stellt sicher, dass die trockenen Zutaten auch tatsächlich geschreddert sind. Du brätst das Hähnchen an, gibt’s die Masalapaste hinzu und lässt das Ganze zugedeckt eine Weile köcheln, dann nimmst du den Deckel ab und reduzierst die Sauce ein bisschen. Schon bist du fertig!

Ganz einfach eigentlich, oder?

5.0 from 1 reviews
Chicken Cafreal - grünes Hühnercurry
Autor:
Küche: indisch
Art: Hauptgericht
Portionen: 2-3
Vorbereitungszeit: 
Kochzeit: 
Gesamtzeit: 
Zutaten
  • 1 TL Curcuma, gemahlen
  • ½ EL Ingwer, fein gehackt
  • 1 TL Knoblauch, fein gehackt
  • ½ EL Malzessig
  • 400 g Hähnchenbrust, in dicke Streifen geschnitten
  • 40 ml Pflanzenöl
  • Chili-Öl zum Garnieren
Für die Masala-Paste:
  • ½ Bund Koriandergrün, gehackt
  • ¼ Bund Minze, gehackt
  • ½ Zwiebel, gehackt
  • 2 kleine grüne Chilis, gehackt
  • 2,5 cm Ingwer, gehackt
  • ½ EL weisser Zucker
  • 3 Knoblauchzehen
  • 2,5 cm Zimtstange (Tina - Cassia)
  • 6 schwarze Pfefferkörner
  • 3 Gewürznelken
  • 1 TL Kreuzkümmelsaat
  • 1,5 EL dunkler Rum
  • 1 EL Malzessig
Zubereitung
  1. Curcuma, Ingwer, Knoblauch, Essig und ¼ TL Salz vermischen, dann das Huhn damit einreiben. Eine Stunde im Kühlschrank marinieren.
  2. Für die Masalapaste alle Zutaten in einem Mixer zu einer feinen Paste verarbeiten, dabei zuerst die trockenen Zutaten zerkleinern und dann erst die feuchten Zutaten zugeben.
  3. Öl in einer schweren Pfanne auf mittlerer Hitze erwärmen, Hähnchen zugeben und unter Wenden braten, bis es von allen Seite goldbraun ist.
  4. Masalapaste unterrühren und für 15-20 Minuten auf kleiner Hitze zugedeckt köcheln, bis das Huhn gar ist. Dann 3 Minuten offen köcheln lassen, um die Sauce etwas zu reduzieren.
  5. Mit etwas Chili-Öl beträufelt servieren.

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