[Saisonkalender] Mai mit vielen neuen Gemüsen und Rezepten

Woah, so viele neue Sachen auf dem Markt

Der Frühlings kommt mit seiner ganzen neu schaffenden Macht und bringt viele regional frische Gemüse, Salate und Obst mit. Wunderbar! so langsam bin ich den ganzen Lagerkram nämlich wirklich leid und schwanke schon seit Wochen zwischen Grummeln über die wenigen frischen Sachen aus der Region, die es schon gibt und dem Grummeln darüber, dass ich doch schwach wurde und Spargel aus dem Folientunnel, Gewächshauserdbeeren oder sogar Zucchin – ja, ich geh mich schämen – gekauft habe. Du siehst mich also mit der Gesamtsituation ein bisschen unzufrieden. Aber bald haben wir das volle Angebot frischer Gemüse, Salate und Obst, die wir alle so lieben. Die Wochenmarktstände werden sich biegen unter dem Angebot und auch das Gedrängel auf dem Wochenmarkt wird grösser, denn die Sonne zieht auch mehr Menschen dorthin. Wo kaufen die eigentlich ein, wenn es regnet oder sogar schneit?

05 Mai neu

Man merkt, dass die Sonne jetzt schon die Marktbeschicker beflügelt. Momentan brauche ich dreimal so lange für meinen Einkauf auf dem Wochenmarkt, weil ich bei meinen Stammhändlern einen Plausch halte. Wenn es kalt ist, ist die Muße nicht so gross, stehen zu bleiben um einen kurzen Schnack zu halten. Man will sich bewegen um nicht einzufrieren. Auf Käuferseite wie bei den Verkäufern auch.

Ich liebe diese Zeit, wenn die Natur erwacht und auch das Einkaufen auf dem Wochenmarkt angenehmer, wuseliger und einfach spannender macht. Du auch?

Neu auf dem Wochenmarkt sind im Mai: Blumenkohl, Kohlrabi (hach, wunderbar zarte Knollen, wovon ich immer mehr kaufen muss, weil ein Teil direkt beim Schnippeln in meinem Mund landet), feine Lauchzwiebeln, die herrlich frisch nach Frühling schmecken, Mangold, Radieschen (noch ein hach), junger Spitzkohl und Wirsing, Erdbeeren, die so langsam Schwung aufnehmen, um bald schön süss zu sein, dazu noch ein paar Salate wie Eichblatt, Endivie, Kopfsalat und Lollo Rosso. Die Salatsaison kann also beginnen.

Natürlich habe ich HIER wieder ein PDF für dich zum Herunterladen und Ausdrucken bereitgestellt.

 

Rezepte, Rezepte!

Zum Rezept kommst du immer, wenn du den Titel anklickst.

Vorab nochmal meine liebsten Spargelrezepte und nun folgen die Rezeptempfehlungen für die saisonal neuen Gemüse und Obst. Ich wünsche dir viel Spass und Genuss damit!

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[anglo-indisch] Das anglo-indische Gericht Nr. 1 – Chicken Tikka Masala

Die Gelegenheit war da und das Huhn willig

Schon lange steht das Chicken Tikka Masala, die Fusion von indischer und englischer Küche, auf meiner Probierliste. Da traf es sich gut, dass sich meine Kochmeute ein anglo-indisches Kochtreffen von mir wünschte. Neben der Mulligatawny war das Hähnchengericht aus Grossbritannien direkt gesetzt.

Chicken Tikka MasalaKein hübsches Foto, bei Kochtreffen muss es schnell gehen

Ähnlich wie das Currypulver, das die Briten für sich und ihre Bedürfnisse entwickelten, weil sie den Geschmack Indiens gerne in komprimierter, leicht zu transportierender und vor allen Dingen haltbarer Form mit auf ihre Insel nehmen wollten, stellt das Chicken Tikka Masala eine ähnliche Verbindung zwischen den beiden Landesküchen her. Indische Köche in England servierten damals Chicken Tikka, Hähnchenspiesse, die mit Joghurt und Gewürzen mariniert wurden und dann im Tandoor oder auf dem Grill gebraten wurden. Den Engländern war das aber zu trocken, denn ähnlich wie wir Deutschen mögen sie viel Sauce. Also machten die Inder aus der Not eine Tugend und fertigten zu dem “trockenen” Hähnchenfleisch aus einer indischen Tomatensuppe und Sahne. Chicken Tikka Masala war geboren und die Ähnlichkeiten mit dem in Delhi erfundenen Butter Chicken sehe hoffentlich nicht nur ich :-)

Chicken Tikka Masala – so cremig, würzig und tomatig

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[anglo-indisch] Mulligatawny – eine Version der legendären Suppe aus Dinner for one

Tschüss, kleiner Prince…

Eigentlich thematisiere ich die Tode irgendwelcher Promis hier nicht, aber Prince war ein zu grosser Teil meines Lebens bzw. meiner Jugend, als dass ich da einfach drüber weg gehen könnte. Ausserdem sitzt der Schock noch tief, dass er einfach weg ist, auch wenn ich seine aktuelle Musik nicht mehr kannte. Spotify und Youtube geben da ja nicht so viel her und CDs habe ich schon lange nicht mehr gekauft. (Edit – ich sehe grade, dass so vieles neu bei Youtube hochgeladen wird *seufz*)

[anglo-indisch] Mulligatawny - eine Version der legendären Suppe aus Dinner for one

Gestern abend kam ich grade vom Grillen rein, als die Eilmeldung im Fernsehen kam und war sofort sehr angefasst. Dieser Moment wird mir wohl immer in Erinnerung bleiben, ähnlich wie 9/11, die Wahl von Papst Benedikt, der Rücktritt desselben und auch die Wahl von Papst Franziskus sowie auch die Todesmeldung von Michael Jackson.
Ich suchte sofort nach Musik von ihm bei den üblichen Verdächtigen im Netz und fand nichts… Das macht mich traurig, denn viele seiner Stücke gehören zum Soundtrack meines Lebens. Kiss z.B. war und ist ein Garant dafür, mich auf eine Tanzfläche zu bekommen, bei Purple Rain bin ich immer ganz nah am Wasser und es gibt noch so einige mehr, mit denen ich etwas verbinde.

Sometimes it snows in April
Sometimes I feel so bad, so bad
Sometimes I wish life was never ending,
and all good things, they say, never last

So begnüge ich mich, das im Netz verfügbare zu hören, das aus seine Feder kam oder von ihm inspiriert wurde, wie z.B. Sheila E., Wendy und Lisa oder auch – wer kennt es nicht – Nothing compares 2 U, das Lied meiner ersten grossen Liebe im Jahr 1990.
Letzten Endes sehe ich es positiv, denn Prince Tod kitzelt gerade Gefühle aus mir heraus, die die letzten Wochen sanft in mir schwelten. Das tut weh, aber es ist gut, dem Raum zu geben, daran zu arbeiten und es dann zu überwinden.

Aber ich werfe jetzt Lolly Lolly von Wendy und Lisa ein und gebe mir danach die volle Dröhung Sheila E. und dir gebe ich jetzt das Rezept für eine köstliche anglo-indische Suppe.

Ein anglo-indisches Kochtreffen

Das hatten sich meine Gäste gewünscht. Gerichte, wie sie heute in indischen Restaurants in Grossbritannien gekocht werden oder auch wie sie ein Teil der britischen Esskultur wurden.

anglo-indisches Kochtreffen

So kochten die Jungs und Mädels eine hervorragende Mulligatawny, natürlich ein Chicken Tikka Masala (die Hochzeit von englischer und indischer Küche), Balti Gosht – ein Lammcurry nach pakistansich-englischer Art und als süssen Abschluss Cranachan auf Punjabi-Art.

Aber erstmal zur Mulligatawny – von dieser Suppe gibt es wahrscheinlich so viele Varianten, wie es Köche gibt. Nur hat die Mulligatawny, wie sie heute in Grossbritannien gekocht wird, nicht mehr viel mit den “Pfefferwasser” aus Tamil Nadu zu tun. Dort findest du weitere Informationen dazu und auch ein Rezept für eine moderne Version des südindischen Klassikers.

Die Mulligatawny (fein, nach dem x-ten mal schreiben, geht auch eine Mulligatawny flüssig aus der Tastatur), die wir hier beim Kochtreffen gekocht haben, ist eine feine, leicht fruchtig-würzige Variante mit kleingewürfeltem, knackigem Gemüse und einem Hauch Kokosmilch. Die Curryblätter bringen einen Hauch Südindien mit, aber unter’m Strich ist sie wohl eher anglo als indisch, auch wenn sie vom  Zweisterner Atul Kochhar im Londoner Restaurant Benares wohl so oder in Abwandlungen gekocht wird.

Die Rezeptmenge ist für 8 Personen als wirklich kleine Vorspeise gedacht und für 4 als grosse Vorspeise oder sogar kleines Hauptgericht. Wenn du den Lammfond durch Gemüsebrühe ersetzt, wird die Suppe sogar vegetarisch bzw. vegan.… [read more]

[Saisonkalender] April mit Rezepten

Saisonkalender April – was geht und was kommt

Nachdem euch der Saisonkalender für den März so gut gefallen hat, mache ich nun weiter mit dem April – wie immer mit saisonalen und regionalen Gemüsen, Obst und Salaten. Vergesst dabei bitte nicht, dass es auch in Deutschland verschiedene Regionen gibt, wo manches einfach schneller auf dem Markt ist und andererorts noch Reste von Lagerware oder frischen Erzeugnissen vorhanden sind, die ich nicht mehr in meiner Liste führe. Als Beispiel – ich bekomme hier auf dem Wochenmarkt noch bis September/Oktober frische Erdbeeren aus der Region, die meisten Saisonkalender führen die dann schon nicht mehr.

Wovon wir uns verabschieden dürfen oder auch schon mussten, sind Steckrüben, Pastinaken, Rote Bete, Weisskohl, Chicoree, Feldsalat und Portulak. Wenn du also nochmal eins dieser Gemüse auf dem Tisch haben möchtest, ist es höchste Eisenbahn ;-) 04 April

Dafür dürfen wir uns auf den ersten Spargel, Rhabarber und Rucola aus deutschen Landen freuen. Zumindest bei erstem ist meine Freude gross, bei Rhabarber und Rucola bin ich nicht ganz so überschwänglich.

Gesichtet habe ich aber auch schon die ersten Erdbeeren hier aus der Region, Erbsen aus Frankreich und Spargel aus Walbeck durfte auch schon auf den Tisch, wenn auch als Luxusgut zu einem Schweinepreis :-) Die Erdbeeren kommen von meinem Stammhändler und aktuell noch aus dem Gewächshaus, der Spargel wurde in einem Folienzelt gezogen und schmeckt schon sehr gut.

Den Saisonkalender für April habe ich hier als PDF zum Herunterladen für dich hinterlegt!

Bevor ich zu den Rezepten komme, habe ich hier noch ein kleines Special für die Bärlauchfans unter euch, der steht nämlich nicht im Saisonkalender, auch wenn er grade dran ist ;-)

Dazu noch Rezepte für Kartoffeln, Möhren und Rotkohl, die uns ja schon eine Weile als Lagerware begleiten.

Rezepte für das, was kommt – Spargel, Rhabarber und Rucola

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