Es war an der Zeit für einen frühlingshaften Risotto. Dafür kaufte ich frösche Erbsen – aus Italien *schäm* – und nutzte Reste von Fröschkäse und Daikonkresse. Mhm, das passte richtig gut zusammen.

Komischerweise fiel mir der Verzicht auf Spargel bis zur hiesigen Ernte nicht so schwer, bei den Erbsen kann ich mich aber kaum zurückhalten und sehne auch schon die ersten Dicken Bohnen herbei. So schleiche ich tagelang um das Erbsenangebot beim Gemüsemann m.V., bis ich dann voller Jieper zuschlage. Am Mittwoch war das wieder der Fall, aber ich habe es nur kurz bereut, so köstlich kam dieser Risotto daher.

Die Senfschärfe der Daikonkresse, die Süsse der frischen Erbsen und eine gehörige Portion Pfeffer – hier Wayanad-Pfeffer, der sehr rund daher kommt und der beste Pfeffer der Welt sein soll (Nuja!) – harmonieren prima miteinander und der Frischkäse bringt eine leichte Cremigkeit mit… Du siehst mich immer noch gut begeistert!

Für die Punkte-, Kalorien-, wasauchimmer-Zähler unter euch lohnt sich dieser Risotto auch, denn ich habe Parmesan sowie die Butter zum Schluss durch den Frischkäse ersetzt. Glyxianer und Dukanfans müssen aber leider draussen bleiben, böse Kohlehydrate! ;-)

 

Risotto mit Erbsen, Frischkäse und Daikonkresse
Frisches Frühlingsrisotto

Autor:
Kueche: europäisch
Rezepttyp: Hauptgerichte
Portionen: 2

Vorbereitungszeit: 
Kochzeit: 
Gesamtzeit: 

Zutaten
  • 150 g Risottoreis, hier Vialone Nano
  • 600 ml Gemüsebrühe, heiss
  • 1 Schalotte, fein gehackt
  • Butter
  • Olivenöl
  • 500 g frische Erbsen, aus der Schote gepuhlt oder 150 g TK-Erbsen
  • 1 Schuss Weisswein
  • 2 grosszügige EL Frischkäse
  • Salz
  • Wayanadpfeffer, frisch gemahlen, alternativ anderen Pfeffer
  • Daikonkresse

Zubereitung
  1. Olivenöl mit Butter in einem Topf erhitzen, dann Schalotten darin anschwitzen. Reis zugeben und auch kurz anschwitzen.
  2. Mit Weisswein ablöschen und diesen nahezu vollständig einkochen lassen.
  3. Nun auf mittlerer Hitze schöpfkellenweise die Brühe zugeben und immer wieder rühren. Nach der Hälfte der Brühe die Erbsen unterrühren. Immer wenn die Brühe vom Reis aufgesogen wurde, wieder eine Schöpfkelle Brühe zugeben, bis nichts mehr vom Brühe da und der Reis gar ist.
  4. Mit Pfeffer würzen, Frischkäse unterrühren, mit Salz abschmecken und mit Daikonkresse bestreut servieren.

Weitere frühlingshafte Risotto-Rezepte:

 

Ostermontag kochte ich für uns und des Mannes Eltern ein kleines Menue, das möglichst stressfrei zuzubereiten sollte, da ich etwas malad bin. Ausserdem durfte es nicht zuviel sein, denn die älteren Herrschaften essen ja nicht mehr soviel. Mehr als 3 kleine Gänge waren da nicht drin. Passte also alles ;-)

Und das gab’s (Rezepte folgen unten):

  • Erbsen-Minz-Süppchen mit Sugarsnaps
  • Spanferkelfilets mit Ras el Hanout, Sauce mit Lampong-Pfeffer und schwarzem Kardamom, Möhren mit Kreuzkümmel und Zitrone, dazu Kartoffelstampf mit Büffelbutter
  • Malabi, ein Pudding mit Rosenwasser, und darauf selbstgekaufter Maracuja-Sirup

Die Suppe war schön frühlingshaft, vegetarisch und aus meinem neuen Kochbuch von Rose Elliot “Vegetarisch auf die Schnelle“. Ich geb’s ja zu, ich war zuallerst von den Cover-Farben angefixt, aber der Inhalt ist wirklich toll. Die Zuckerschoten/Sugarsnaps habe ich letztens im Asialaden entdeckt und liebe sie heiss und innig. So viel besser als der – auch importierte – Kram, den unsere Gemüsehändler sonst so haben. Sie wurden von uns einfach in Salzwasser für 5 Minuten blanchiert und auf die Suppe gelegt.
Ich habe die Suppe nicht, wie im Rezept verlangt, durch ein Sieb gestrichen, sondern sie so rustikal gelassen. Uns gefiel das diesmal sehr gut.

 

Erbsensuppe mit Minze
Leichte, frühlingshafte Erbsensuppe

Autor:
Kueche: europäisch
Rezepttyp: Suppe
Portionen: 4-6 als Vorspeise

Vorbereitungszeit: 
Kochzeit: 
Gesamtzeit: 

Zutaten
  • 15 g Butter (Tina – Öl)
  • 1 Zwiebel, gehackt (Tina – Schalotte)
  • 125 g mehligkochende Kartoffel, gewürfelt (Tina – vf)
  • 450 g TK-Erbsen, aufgetaut
  • 4-5 Stängel Minze, abgezupft
  • 1 l Gemüsebrühe
  • Salz
  • frisch gepresster Zitronensaft

Zubereitung
  1. Die Butter in einem grossen Topf schmelzen und die Zwiebel und die Kartoffelwürfel darin für ca. 10 Minuten leicht anbraten.
  2. Die Erbsen, Minze und die Brühe zugeben. Alles zum Kochen bringen und 10-15 Minuten köcheln lassen, bis die Kartoffeln und Zwiebeln weich sind.
  3. Die Suppe mit einem Küchenmixer oder mit einem Stabmixer pürieren und durch ein Sieb zurück in den Topf streichen. Nach Belieben mit etwas Wasser verdünnen und nochmals langsam erhitzen. Mit Salz und ein bisschen Zitronensaft abschmecken und servieren.

 

Für den Hauptgang haben wir Spanferkelfilets mit rotem Ras el Hanout aus dem arabischen Supermarkt eingerieben, auf dem Teppanyaki angebraten und dann im Ofen bei 80 Grad gar ziehen lassen, während die Kartoffeln für den Stampf mit Büffelbutter kochten.
Die Sauce wurde mit Kalbsfond, schwarzen, rauchigen Kardamomkapseln (Bezug – indischer Supermarkt) und zitronig-frischen, leicht bitteren Lampongpfeffer-Körnern (Bezug über Ingo Holland) gekocht, Nachdem ich Schalottenwürfel in Butter angebraten und mit Pinot Grigio abgelöscht hatte. Reduziert um zwei Drittel habe ich sie püriert und mit eiskalter Butter montiert. Ein wirklich feines Sösschen…

Die Möhren habe ich nach einem weiteren Rezept von Rose Elliot zubereitet. Wieder ein feines erfrischendes Gericht, vor allen Dingen für jemanden wie mich, der warme süsse Möhren so gar nicht mag. Hier kommen sie würzig und leicht zitronig daher. Sehr schön…

Geschmorte Möhren mit Kreuzkümmel

Zutaten:

  • 750 g junge Möhren, gründlich abgerieben (Tina – 1 Bund)
  • 4 EL Olivenöl
  • 4 Knoblauchzehen, in Scheiben
  • 1 TL Kreuzkümmel, gemahlen
  • 1 TL Kreuzkümmel, ganz
  • 1/2 Zitrone, der Saft davon
  • Salz
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 2 EL Blattpetersilie, gehackt

Zubereitung:

Die Möhren mit dem Olivenöl, dem Knoblauch, dem gemahlenen und ganzen Kreuzkümmel, dem Zitronensaft und 150 ml Wasser sowie etwas Salz und Pfeffer in einen Topf (Tina – Kupferpfanne) geben. Zum Kochen bringen und die Möhren zugedeckt etwa 30 Minuten köcheln lassen, dabei aufpassen, dass sie nicht anbrennen. (Tina – nach Bedarf weiteres Wasser zugeben)

Die Möhren sind gar, wenn sie sich mit der Messerspitze eingestochen sehr weich anfühlen und das Wasser zu einer zähflüssigen, schimmernden Glasur eingekocht ist. Mit frisch gehackter Blattpetersilie bestreut servieren.

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Da ich momentan faste und nur sonntags Fleisch esse, kommt es hier natürlich zu einer Anhäufung von immer mehr vegetarischen Rezepten, bevorzugt von Yotam Ottolenghi, aber auch Tim Mälzers “Greenbox” , aus dem auch dieses Rezept stammt, kommt nicht zu kurz.

Das Linsengemüse wurde von mir gewünscht, weil ich eigentlich jede Woche Linsen essen könnte, der Mann sie aber nur bedingt beziehungsweise nicht so häufig mag. Der Mann hat sich zu diesem Gericht auch noch ein Nackenstück vom Duroc-Schwein mit “Sieben” von Ingo Holland (Danke, liebe Julia) eingerieben und auf den neuen Teppan Yaki (zu meiner Grilltomate) geworfen.
Ich habe zu dem süss-säuerlichen, aromatischen Linsengemüse mit den Petersilienwurzeln und dem untergerührten Babyspinat – statt Rauke – kein Fleisch vermisst. Mir fällt der Verzicht auf Fleisch momentan sowieso sehr leicht und ich werde wohl auch nach Ostern nicht mehr soviel Fleisch essen wollen, auch wenn wir den Konsum in den letzten Jahren immer weiter runtergefahren und auch meist auf eine gute Herkunft geachtet haben.
Nur in den hiesigen Gaststätten habe ich mit den Speisekarten das eine oder andere Mal Probleme, der x-te Salat oder Folienkartoffel mit Kräuterquark macht irgendwann kein Spass mehr

 

Linsengemüse mit geschmorten Petersilienwurzeln
Aromatisches Linsengemüse mit Spinat und krossen Petersilienwurzeln

Autor:
Kueche: vegetarisch
Rezepttyp: Hauptgericht
Portionen: 2

Vorbereitungszeit: 
Kochzeit: 
Gesamtzeit: 

Zutaten
  • 150 g Beluga-Linsen
  • ½ EL Fenchelsaat
  • 1 kleine rote Zwiebel, fein gehackt
  • 20 g Ingwer, fein gehackt
  • 1 Stängel Majoran. gehackt (Tina: 1 TL getrockneten Majoran)
  • 1,5 EL Sherryessig (Tina: Champagneressig)
  • 3 EL Öl
  • Zucker
  • Salz
  • 150 g Petersilienwurzel, längs geviertelt
  • 30 g Butter
  • ¼ Bund Petersilie, gehackt
  • schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
  • ½ Bund Rauke (Tina: 75 g Babyspinat)

Zubereitung
  1. Linsen in ungesalzenem Wasser 15 Minuten kochen. Fenchelsaat in einer Pfanne ohne Fett rösten, abkühlen lassen und im Mörser grob zerreiben.
  2. Majoran mit Essig, Öl und 3 EL Wasser zu einer Vinaigrette verrühren. Mit Zucker und Salz würzen. Die Linsen abgiessen und noch heiss mit der Vinaigrette mischen.
  3. Petersileinwurzeln in einer Pfanne in der schäumenden Butter bei milder Hitze 10 Minuten braten. Petersilie unterrühren. Mit Salz, einer Prise Zucker und Pfeffer würzen.
  4. Rauke (Tina: Spinat) unter die Linsen heben.
  5. Mit den Petersilienwurzeln servieren.

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Auf speziellen Wunsch von Frau Tochter und Frau Speisekammer  gibt’s hier und heute im Blog unser gestriges Abendessen.
Wir hatten uns für mein Fastenbrechen auf Bulgur mit Kichererbsen (Burghol m’Jibin) und
Lamm mit Zitrone und Oliven (Lah’meh Zetoon b’Limoneh) verständigt, Gerichte aus der syrisch-jüdischen Küche und aus dem bezaubernden Kochbuch “A Fistful of Lentils” von Jennifer Felicia Abadi, die Rezepte ihrer Oma Fritzie gesammelt hat. Und wir waren überrascht, wie man mit wirklich wenigen und nicht wirklich fremdartigen Zutaten einen orientalischen Geschmack zaubern kann.

Das Lamm mit den Zitronen und Oliven kann ich mir auch sehr gut im Sommer vorstellen, es hat etwas schön erfrischendes. Der Lammgeschmack – wir haben ausgelöste Keule verwendet – kommt auch nicht zu kurz. Dem Mann war es nur ein bisschen zu zitronig, daher würden wir beim nächsten Mal bessere, süssere Zitronen verwenden. Im Rezept wurden schwarze Kalamata-Oliven und griechische grüne Naphlion-Oliven empfohlen. Wir haben uns für spanische schwarze Oliven, das waren die einzigen, die wir schon entsteint bekamen. Zum selber Entsteinen hatte ich nicht wirklich Lust.
Ein bisschen grüne Kräuter wie Petersilie kann ich mir sehr gut darauf vorstellen, wird beim nächsten Mal ausprobiert


4.0 from 1 reviews

Burghol m’Jibin und Lah’meh Zetoon b’Limoneh
Bulgur mit Kichererbsen und Lamm mit Zitrone und Oliven

Autor:
Kueche: syrisch
Rezepttyp: Hauptgericht
Portionen: 3

Vorbereitungszeit: 
Kochzeit: 
Gesamtzeit: 

Zutaten
  • –Für den Bulgur:
  • 60 g getrocknete Kichererbsen, über Nacht eingeweicht oder 180 g Dosen-Kichererbsen
  • 30 ml Olivenöl
  • 200 g grober Bulgur
  • 1 Schalotte, in Halbringen
  • 1 TL Knoblauchzehen, gehackt
  • 400 ml heisses Wasser
  • ½ TL Salz
  • schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
  • –Für das Lamm:
  • 30 ml Olivenöl
  • ⅛ TL Ingwer, gemahlen
  • ¼ TL Koriandersaat, gemahlen
  • 2 grosse Schalotten, in Halbringen
  • ½ TL Salz
  • ½ TL Knoblauchzehen, gehackt
  • 500 g ausgelöste Lammkeule, von Fett und Sehnen befreit und in 1,5 cm grossen Stücken
  • 240 ml kaltes Wasser
  • 1 Zitrone, längs geachtelt
  • 50 g schwarze Oliven, entsteint

Zubereitung
  1. BULGUR – Kichererbsen für ca. 1 Stunde kochen, bis sie gar sind (bei Dosenware entfällt dieser Schritt). Etwas Öl in einem Topf erhitzen und den Bulgur für 5 Minuten anbraten, bis er leicht gebräunt ist, dann beiseite stellen. In einem Topf das restliche Öl erhitzen, die Schalotten und den Knoblauch darin goldbraun anschwitzen, mit dem Wasser ablöschen und Salz und Pfeffer zugeben. Zum Kochen bringen, den Bulgur zugeben und für 5 Minuten kochen. Dann zugedeckt für ca. 30 Minuten auf mittlerer Hitze sanft simmern lassen, dabei darauf achten, dass er nicht anbrennt. Wenn er gar ist,mit den Kichererbsens servieren.
  2. LAMM – Das Olivenöl in einem schweren Topf auf mittlerer Stufe erhitzen. Darin Ingwer, Koriander, Knoblauch und Schalotte mit dem Salz anschwitzen, bis die Schalotten goldbraun sind.
  3. Lamm zugeben und auf hoher Hitze leicht braun anbraten. Mit Wasser ablöschen und zum Kochen bringen. Zitronenspalten einlegen und zugedeckt für 1,5 Stunden simmern lassen, bis das Lammfleisch weich und zart ist.
  4. Zitronenspalten entfernen, Oliven zugeben und für 2 Minuten kochen. Abschmecken und 1-2 TL Olivenöl einrühren, dann über den Bulgur geben und servieren

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