Da ich momentan faste und nur sonntags Fleisch esse, kommt es hier natürlich zu einer Anhäufung von immer mehr vegetarischen Rezepten, bevorzugt von Yotam Ottolenghi, aber auch Tim Mälzers “Greenbox” , aus dem auch dieses Rezept stammt, kommt nicht zu kurz.

Das Linsengemüse wurde von mir gewünscht, weil ich eigentlich jede Woche Linsen essen könnte, der Mann sie aber nur bedingt beziehungsweise nicht so häufig mag. Der Mann hat sich zu diesem Gericht auch noch ein Nackenstück vom Duroc-Schwein mit “Sieben” von Ingo Holland (Danke, liebe Julia) eingerieben und auf den neuen Teppan Yaki (zu meiner Grilltomate) geworfen.
Ich habe zu dem süss-säuerlichen, aromatischen Linsengemüse mit den Petersilienwurzeln und dem untergerührten Babyspinat – statt Rauke – kein Fleisch vermisst. Mir fällt der Verzicht auf Fleisch momentan sowieso sehr leicht und ich werde wohl auch nach Ostern nicht mehr soviel Fleisch essen wollen, auch wenn wir den Konsum in den letzten Jahren immer weiter runtergefahren und auch meist auf eine gute Herkunft geachtet haben.
Nur in den hiesigen Gaststätten habe ich mit den Speisekarten das eine oder andere Mal Probleme, der x-te Salat oder Folienkartoffel mit Kräuterquark macht irgendwann kein Spass mehr

 

Linsengemüse mit geschmorten Petersilienwurzeln
Aromatisches Linsengemüse mit Spinat und krossen Petersilienwurzeln

Autor:
Kueche: vegetarisch
Rezepttyp: Hauptgericht
Portionen: 2

Vorbereitungszeit: 
Kochzeit: 
Gesamtzeit: 

Zutaten
  • 150 g Beluga-Linsen
  • ½ EL Fenchelsaat
  • 1 kleine rote Zwiebel, fein gehackt
  • 20 g Ingwer, fein gehackt
  • 1 Stängel Majoran. gehackt (Tina: 1 TL getrockneten Majoran)
  • 1,5 EL Sherryessig (Tina: Champagneressig)
  • 3 EL Öl
  • Zucker
  • Salz
  • 150 g Petersilienwurzel, längs geviertelt
  • 30 g Butter
  • ¼ Bund Petersilie, gehackt
  • schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
  • ½ Bund Rauke (Tina: 75 g Babyspinat)

Zubereitung
  1. Linsen in ungesalzenem Wasser 15 Minuten kochen. Fenchelsaat in einer Pfanne ohne Fett rösten, abkühlen lassen und im Mörser grob zerreiben.
  2. Majoran mit Essig, Öl und 3 EL Wasser zu einer Vinaigrette verrühren. Mit Zucker und Salz würzen. Die Linsen abgiessen und noch heiss mit der Vinaigrette mischen.
  3. Petersileinwurzeln in einer Pfanne in der schäumenden Butter bei milder Hitze 10 Minuten braten. Petersilie unterrühren. Mit Salz, einer Prise Zucker und Pfeffer würzen.
  4. Rauke (Tina: Spinat) unter die Linsen heben.
  5. Mit den Petersilienwurzeln servieren.

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Als dritten Gang beim Kochevent “Winterküchestanden die selbstgeangelten und selbstgeräucherten Forellen einer Teilnehmerin auf dem Plan, dazu Linsen nach Art des Alten, die ich bei Frau Neudecker fand. Das Rezept ist von Stevan Paul aus seinem Buch “Schlaraffenland“, das es leider noch nicht in meinen Haushalt geschafft hat – warum eigentlich nicht?

Die Mitköche waren sehr angetan von den Linsen, auch wenn der ein oder andere der Meinung war, dass es viel Arbeit war. Nichtsdestotrotz wird es bestimmt bei dem ein oder anderen in vereinfachter Version nachgekocht werden. Ich würde es jederzeit wieder so machen, aber ich bin auch von der indischen Küche teilweise schlimmeres gewohnt ;-)
Die frisch geräucherte Forelle war der Hammer, nie wieder anders. Zum Glück haben wir Freunde direkt an der Quelle.
Wenn du mal
Gelegenheit hast, so frisch geräucherten Fisch zu bekommen, nutze sie. Es sind Wel.ten zwischen dem und dem Kram aus dem Supermarkt…

 

Räucherforelle auf Linsen nach Art des Alten
Sauerliches Linsengemüse mit Räucherfisch

Autor:
Kueche: deutsch
Rezepttyp: Zwischengang
Portionen: 12 als Zwischengang

Vorbereitungszeit: 
Kochzeit: 
Gesamtzeit: 

Zutaten
  • 500 g Puylinsen
  • 200 g Möhren, fein gewürfelt
  • 200 g Stangensellerie, fein gewürfelt
  • 200 g Zwiebeln, fein gewürfelt
  • 100 g Butter
  • 40 g brauner Zucker
  • 30 g Tomatenmark
  • 300 ml trockener Rotwein
  • 1 unbehandelte Zitrone
  • 1 Knoblauchzehe, grob gehackt
  • 20 schwarze Pfefferkörner
  • 10 Pimentkörner
  • 4 Zweige Majoran (oder 1 TL getrockneter)
  • 2 Zweige Bohnenkraut (oder ½ TL getrocknetes)
  • 1 EL Paprikapulver edelsüß
  • 1 TL Kartoffelmehl
  • 1 Liter Gemüsebrühe
  • 150 g Porree
  • Salz
  • 1–3 EL Rotweinessig, bzw. Apfel- oder Weißweinessig
  • 10 g Kapern
  • 2 Sardellenfilets
  • 3 Räucherforellen, filetiert

Zubereitung
  1. Die Linsen in 1,5 Liter (ungesalzenem!) Wasser 25 Minuten kochen.
  2. So 80 g Butter in einem großen Topf schmelzen, die Gemüse darin glasig dünsten. Mit braunem Zucker bestreuen und schmelzen lassen. Tomatenmark unterrühren und 1 Minute mitdünsten. Mit Rotwein auffüllen und offen 10 Minuten leise einkochen.
  3. Für die Gewürzbutter von der Zitrone 1 EL Schale fein abreiben. Knoblauch grob würfeln und beides mit den Pfefferkörnern und dem Piment in einem Mörser zerdrücken und mit 20 g Butter fein zerreiben. Majoran und Bohnenkraut fein hacken und mit dem Paprikapulver und dem Kartoffelmehl unter die Butter rühren.
  4. Die vorgegarten Linsen abgießen und mit der Gemüsebrühe zur Gemüse-Rotwein-Reduktion geben und 10 Minuten offen kochen.
  5. Die Gewürzbutter unterrühren und weitere 10 Minuten offen kochen. Mit Salz würzen und mit Rotweinessig leicht säuerlich abschmecken. Kapern und Sardellen hacken und unter das Linsengericht rühren
  6. Auf Tellern anrichten und jeweils ein halbes Filet auf das Gemüse legen

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Woah, und wieder ein simples indisches Gericht vom Kochtreffen, was auch du kochen kannst, wenn du einen dm und einen Wochenmarkt oder gut sortierten Supermarkt in der Nähe hast. Soll mal einer sagen, wir könnten nur kompliziert und mit exotischen Zutaten.

Dal ist der indische Oberbegriff für Hülsenfrüchte, aber auch Name für ein Gericht mit ebensolchen. Hier wurden rote Linsen (Masoor Dal) verwendet, die keine Einweichzeit benötigen. Als Tarka bezeichnet man ein gewürztes Öl/Fett, dass kurz vor dem Servieren darüber gegeben oder untergerührt wird. Hier geben die knackigen Tomaten dem Linsenbrei ein bisschen Biss und einen frischen Hauch. Veganertauglich ist dieses Dal zudem auch.

Das Dal kannst du prima zu einem indischen Gericht mit Reis dazu essen, Reste frierst dann ein und hast für das nächste Mal einen Happen Dal eingefroren, um ihn wieder irgendwo dazu zu essen.

Foto vom Kochtreffen – leider mit zermatschten Tomaten

Tarka Dal
Linsen mit Tomaten

Autor:
Rezepttyp: Linsengericht
Portionen: 2

Vorbereitungszeit: 
Kochzeit: 
Gesamtzeit: 

Zutaten
  • 170 g rote Linsen
  • 1 TL Salz
  • 2 EL Pflanzenöl
  • 1 TL Senfsaat
  • 1 TL Kreuzkümmelsaat
  • 3 Schalotten, fein gehackt
  • 2 grüne Chilis, gehackt und NICHT entkernt
  • 1 TL Curcuma, gemahlen
  • 1 TL Kreuzkümmelsaat, gemahlen
  • 2 Tomaten, gewürfelt
  • Koriandergrün, gehackt

Zubereitung
  1. Linsen solange unter kaltem, fliessendem Wasser abspülen, bis es klar bleibt.
  2. In einem Topf mit Wasser bedecken und aufkochen, dabei den Schaum abschöpfen. Ohne Deckel 10 Minuten köcheln lassen, dann zugedeckt für ca. 45 Minuten unter gelegentlichem Rühren weich und fast musig kochen, dann salzen.
  3. Währenddessen Öl in einem kleinen Topf erhitzen, Kreuzkümmelsaat und Senfsaat zugeben und braten, bis sie aromatische riechen zu springen beginnen.
  4. Schalotten und Chilis zugeben und für 3 Minuten dünsten, dann Curcuma und den gemahlenen Kreuzkümmel zugeben.
  5. Tomate zugeben zugeben und rührenderweise kurz für eine Minute mitdünsten.
  6. Die Gewürzmischung unter die Linsen heben, Koriandergrün zugeben und mit ein bisschen Koriandergrün bestreut servieren.

Foto vom Probekochen

 

Gestern haben wir unseren wöchentlichen Veggie-Tag abgefeiert und das erste Mal ein Rezept von lecker.de nachgekocht. Ich glaube, das ist eine wesentlich bessere Quelle als Europas grösste Kochcommunity, auch wenn man den exotischen Rezepten auch nicht wirklich trauen kann, aber dafür habe ich zum Glück meine festen und verlässlichen Quellen.

Daher sträubt sich auch alles in mir, dieses Gericht Curry zu nennen, denn nicht alles, wo jemand Currypulver reingibt, ist ein Curry… ;-) Aber da mag ich auch etwas erbsenzählerisch sein. Seht es mir nach, ich bin auch nur eine arme Irre ;-)

Wir haben unser selbstgeklöppeltes Currypulver verwendet, selbst gekauftes geht aber bestimmt ähnlich gut. Statt saurer Sahne haben wir etwas Creme Fraiche dazugegeben und die doppelte Menge Feta verwendet, Petersilie durf Koriandergrün aus dem TK-Vorrat und Porree durch Staudensellerie (auch TK-Vorrat) ersetzt. Die Reste liessen sich eben hervorragend pingen und verzehren.

Kartoffeln/Linsen/Curry/Feta
rtoffeln/Linsen/Curry/Feta

Autor:
Rezepttyp: Hauptgericht
Portionen: 2-3

Vorbereitungszeit: 
Kochzeit: 
Gesamtzeit: 

Zutaten
  • 600 g Kartoffeln, in Würfeln
  • 1 Schalotte, fein gehackt
  • Traubenkern- oder anderes Pflanzenöl
  • 2-3 TL Currypulver
  • Salz
  • 500 ml Gemüsebrühe
  • 150 g rote Linsen
  • 1 kleine Stange Staudensellerie, in feinen Würfeln
  • 200 g Feta, in 2 grossen Stücken
  • ca. 2 EL Mehl zum Wenden
  • 4 TL Creme Fraiche
  • Koriandergrün zum Garnieren

Zubereitung
  1. Etwas Öl in einem Topf erhitzen. Schalotte darin andünsten, mit Curry bestäuben. Kartoffeln zufügen und andünsten. Mit Gemüsebrühe ablöschen, aufkochen, zugedeckt ca. 15 Minuten garen. Linsen nach 5 Minuten zufügen.
  2. Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen, Staudensellereie darin andünsten, dann herausnehmen und in den Kartoffel-Linsen-Topf geben. Mit Salz und Curry abschmecken.
  3. Feta in Mehl wälzen etwas Öl in die Pfanne geben, dann Feta darin anbraten.
  4. Zum Servieren die Kartoffel-Linsen-Mischung auf einen Teller geben, jeweils ein Stück Feta darauf legen, etwas Creme Fraiche dazugeben und mit Koriandergrün bestreuen.

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