[indisch] Buntes Bohnencurry

Passend zu adventlichen Fastenzeit, die jetzt beginnt

Auch vor Weihnachten gab es früher eine Fastenzeit und ich finde das einen schönen Brauch, den ich gerne für mich aufgreife. Dabei bin ich nicht sonderlich gläubig, nutze nur gerne diese alten Termine für meine Auszeit vom Fleisch. Auch wenn wir eh schon wenig Fleisch essen, ist diese Zeit für mich etwas besonderes, wo ich besonders auf mich und meinen Konsum generell achte. Und dazu gehört der bewusste Verzicht auf Fleisch. Es fühlt sich gut für mich an und es tut mir gut. Ich freue mich drauf, wieder verstärkt in vegetarischen Kochbüchern zu blättern und mir keinen Gedanken um Fleisch zu machen.

Mal sehen, vielleicht mache ich in der Zeit, die so besinnlich sein kann, etwas mehr Yoga oder fange wieder mit dem Laufen an. Die letzten paar Pfunde müssen auch noch runter.

Passend dazu habe ich euch heute ein Bohnencurry aus Südindien mitgebracht, das so lecker und vegan ist, dass man eh kein Fleisch vermissen wird. Bohnen machen es meiner Meinung nach immer leicht, auf Fleisch zu verzichten. Du hast nicht das Gefühl, nur “Grünzeug” zu essen und der Körper schreit auch nicht nach seiner Eiweissration. Vor allen Dingen nicht, wenn es zudem noch in einer köstlich würzigen Kokosmilchsauce daher kommt.

[indisch] Buntes Bohnencurry mit bebilderter Anleitung

Und so geht’s

[read more]

[japanisch] Tomaten-Zucchini-Donburi

“Wie? Du bist doch nicht so für japanisch?”

Das war direkt die Frage eines guten Freundes, als ich das Foto vom Donburi bei Facebook hochgeladen hatte. Joah, ich wäre nicht ich, wenn ich nicht irgendwann von der nächsten asiatischen Länderküche angefixt würde. Zuerst indisch und thailändisch, dann kam China um die Ecke, gefolgt von Indonesien. Jedes Mal ausgelöst von guter Restaurantküche, ausser bei der indischen Küche, da war’s der Mann schuld, der längere Zeit in Indien gearbeitet hat und Sehnsucht nach dem dortigen Essen hatte.

Nun also japanisch… Kimiko Barbers “Schlank mit Stäbchen: 110 leichte Rezepte“* liegt schon länger hier, damals günstig auf der Düsseldorfer Büchermeile geschnappt und dann doch wieder im heimischen Regal vergessen. Nach zwei Besuchen bei einem japanischen Restaurant war ich aber so begeistert, dass ich Kimiko Barber wieder hervorholte und schon mit dem nächsten japanischen Kochbuch liebäugele.

Das erste Rezept aus Kimikos Kochbuch war dann dieses Donburi hier. Ein japanisches Reisgericht, wo diverse Zutaten auf dem Reis in einer Schüssel serviert werden. Ein bisschen europäisch angehaucht mit Zucchini und Tomate passte es mir gut ins Konzept, da ich noch mehr Gemüse in meinen Speiseplan einbauen will und mir auch schon einen Turbomixer für Smoothies zugelegt habe. Läuft….! ;-)


Meine Tipps zu Tomaten-Zucchini-Donburi

Kimiko gart die Zucchini (ohne Schale, ich liess sie dran) sehr kurz und damit viel zu kurz für mich. Ich habe sie nicht totgegart, aber ein bisschen mehr Hitze dürfen die Zucchini schon vertragen. Ausserdem habe ich wesentlich mehr Tomatensaft bzw. -püree zugegeben, weil ich mehr Sauce haben wollte. Kimiko gibt’s noch 2 gehackte Sardellen zu, die ich weggelassen habe, denn mir war nach veganer Kost.

Den von Kimiko verwendeten Naturreis habe ich durch Jasminreis eresetzt, da man mich mit Naturreis ziemlich weit jagen kann.

Der Mann mochte die Petersilie nicht dazu und ersetzte sie durch Koriandergrün, mir schmeckte es gut.

Da im Rezept keine Misosorte angegeben war und ich auch keine andere im Haus hatte, nahm ich rotes aka miso.

[read more]

[indisch] Farasbean Bhaji – Grüne Bohnen in Tomatencurry

Die Bohnensaison ausnutzen

Auf dem Wochenmarkt biegen sich die Stände unter den vielen Sorten Bohnen, die im Angebot sind. Freunde haben ein paar Sträucher im Garten und brachten uns ein paar selbstgezogene grüne und gelbe Bohnen mit. Die gelben wurden zu einem klassischen Wachsbohnensalat wie bei Oma, die grünen Bohnen durften die grosse weite Welt kennenlernen, zumindest auf dem Teller.

Ab nach Indien ging es für sie, die Reise war vegetarisch und sogar vegan. Begleitet wurden sie von einer guten Portion Basmatireis, quasi als Fremdenführer.

Ein feines Gericht – knackige Bohnen in einer aromatischen Tomatensauce mit einer angenehmen Würze. Die angerösteten Senfsamen geben hier den besonderen Kick. Du merkst sie nicht, wenn du drauf beisst, aber sie geben einen ganz leichten Senfhauch an das Curry. Sicher kaum wahrnehmbar, aber ein wichtiger Beitrag zum Gesamtaroma.

[indisch] Farasbean Bhaji - Grüne Bohnen in Tomatencurry

Meine Tipps zu Farasbean Bhaji – Grüne Bohnen in Tomatencurry

Laut Rezept soll man Dosentomaten verwenden. Ich habe eine Mischung aus selbst eingemachtem Tomatenpüree und frischen Tomaten verwendet. Mengen kann ich nicht beziffern, aber unterm Strich läuft es wohl auf die selbe Menge wie im Rezept hinaus. Nur mit frischen Tomaten funktioniert es sicher auch, muss dann aber länger gekocht werden und bringt auch weniger Sauce.
Wenn du Asafoetida (Hingpulver, Teufelsdreck, Asant) nicht bekommen kannst, lass es einfach weg. Die Inder verwenden es gerne, um Hülsenfrüchte bekömmlicher zu machen. Geschmacklich trägt es sehr wenig zum Gesamtergebnis bei.
Beim Rösten der Senfsaat solltest du einen Deckel griffbereit haben, denn sie springen gerne aus dem Kochgeschirr und sind dann heiss. Die weiteren Gewürze kannst du durch ein gutes Currypulver ersetzen. Wie immer gilt da – schmeckt anders, aber bestimmt nicht schlechter.

[read more]

[chinesisch] Ma Po Dou Fu in einer veganen Version

Tofu, wie er sein soll

Wie ihr wisst, bin ich kein grosser Fan von Fleischersatzprodukten. Aber Tofu in seiner ursprünglichen Form, nämlich eben nicht als Ersatzprodukt, mag ich wirklich gerne. Ich denke, dass eine solche Zubereitung auch Tofu-Hassern – die das aus genau diesem Grund sind – auch schmecken wird.

Ich bekomme immer die Krise, wenn ich lese, Tofu müsse nur ordentlich mariniert werden, damit man Geschmack dran kriegt. Bullshit! Es mariniert auch kaum einer seine geschmackarme Antibiotika-Pute aus dem Discounter, die wahrscheinlich auch noch mit Wasser aufgespritzt wurde, nur damit sie schwerer ist. Ne, das ist ja gesund und leicht, kalorien- und fettarm. Da raufe ich mir schon während des Schreibens die Haare.

Nein, Tofu muss nicht mariniert werden. Es reicht, wenn man ihn so zubereitet, wie es andernorts seit langer Zeit getan wird.

Hier habe ich nun Tofu nach Art der pockennarbigen Alten mitgebracht, so heisst diese Zubereitung übersetzt. Eine wirklich alte Zubereitungsart, die eigentlich mit gehacktem Fleisch zubereitet wird und somit mitnichten vegetarisch ist. Fuchsia Dunlops Version aus “Every Grain of Rice“* kommt allerdings ohne Fleisch aus. Die Zutat, die hier das Hackfleisch ersetzt, sind die von mir sehr geliebten fermentierten schwarzen Bohnen, die du in einem gut sortierten Asiamarkt findest. Meist wird in den Rezepten angegeben, dass man sie abspülen soll. Das habe ich allerdings noch nie getan und finde auch, dass es ihnen einen wichtigen Teil ihres Aromas nimmt.

Zum Szechuanpfeffer, der eine leicht betäubende Wirkung auf die Zunge hat, sagte uns mal ein Sichuan-Chinese, dass man gerne den bitzelnden Pfeffer an Gerichte mit viel Chili gibt, um mehr Chili essen zu können. Sicher auch wegen seiner antibakteriellen Wirkung. Wer mal die Fleischstände in Asien gesehen hat, weiss auch warum ;-) Hygienisch ist anders..

[chinesisch] Ma Po Dou Fu in einer veganen Version

Ma Po Dou Fu in einer veganen Version

Zarter Tofu, dazu der Biss der schwarzen Bohnen und die sehr würzige Sauce machen das Gericht zu einem echten Erlebnis. Schön scharf ist es und das Bitzeln des Sichuanpfeffers auf der Zunge macht – zumindest mir – einfach Spass. Ein schlichtes, aber effektvolles Essen, das schnell und leicht zuzubereiten ist. Guten Szechuanpfeffer zu bekommen, ist deutlich schwerer ;-)

 

[read more]