[indisch crossover] Gewürz-Halloumi mit Rucola-Kartoffelstampf und Chutney


Einblicke oder auch ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt

Wie viele von euch wissen, übe ich seit einem Jahr Yoga. Zuerst war es vor allen Dingen als sportliche Betätigung gedacht, um “was zu tun” und den Rücken zu stärken. Yoga wird aber immer mehr für mich auch der Weg, um meinen inneren Rücken zu stärken, mein Leben und das meiner Mitmenschen zu verbessern. Denn du fängst immer erst bei dir an, anders wird es nicht oder halt nicht gut gehen.

Zuerst kam die bessere Körperhaltung, auch ausserhalb meiner Zeiten, wo ich Yoga übe, und mit der Zeit verändert sich auch die innere Haltung, wenn man sich mehr damit auseinandersetzt, was Yoga eigentlich bedeutet. Angefixt von den ersten Erfolgen – ich erzählte dir davon – geht der Weg nun weiter. Ein erster grosser Teil des Weges ist ahimsa, die Gewaltlosigkeit, die mich grade sehr beschäftigt.

Keine Angst, das wird jetzt keine Abhandlung über Eso-Gedöns, aber du kannst auch ganz einfach zum Rezept herunterscrollen. :-)

[indisch crossover] Gewürz-Halloumi mit Rucola-Kartoffelstampf und Chutney

Gewaltlosigkeit – dabei geht es nicht nur um körperliche Gewalt, sondern auch um geistige und verbale Gewalt, dir gegenüber, aber auch gegenüber anderen. Schlecht über andere zu reden und zu denken ähnlich wie über dich schlecht zu denken. Das funktioniert nicht von heute auf morgen und ist anscheinend ein langer Weg, aber es lohnt sich, ihn zu gehen. Diese Welt ist es wert, bei sich anzufangen und die Welt für sich ein bisschen besser zu machen. Wenn das alle täten oder auch viel mehr, als es jetzt tun, wäre unsere Welt eine bessere. Und das ist kein irres Eso-Gedöns, sondern einfach Fakt. Selbst unsere Grosseltern sprachen schon davon, dass man zuerst vor seiner eigenen Haustüre kehren soll. Und genau das übe ich, jeden Tag und werde vielleicht auch besser darin.

Schlecht über andere zu reden, zu lästern, tut vielleicht in dem Moment gut, bleibt aber in dir haften und haftet auch an dem, über den du schlecht geredet hast. Das ist nicht schön, für keinen, und du weisst bestimmt auch, wie das ist, Opfer von Spott und Lästereien zu sein. Wem tut das gut, dauerhaft? Ähnlich wie schlechtes Denken über sich selbst. Dir tut das am wenigsten gut und deinem direkten Umfeld auch nicht. Und das darfst du mir glauben, ich weiss sehr genau, wovon ich da spreche.

Wenn wir bei uns anfangen und Gewaltlosigkeit immer mehr in unserem Inneren verankern, kann diese Welt im kleinen für uns selbst, aber auch im grossen besser werden.

Und damit meine ich nicht, jeden Tag wie ein Honigkuchenpferd grinsend durch die Gegend zu laufen und rosa Wolken zu atmen, bis die Jungs mit dem Habmichlieb-Jäckchen kommen. Aber vielleicht schon freundlich sein zur mürrischen Verkäuferin, die vielleicht einen schlechten Tag hat, böse Träume hatte, Ärger mit dem Mann oder was auch immer. Vielleicht hat sie Schmerzen, wer weiss. Macht es dir das Leben leichter, wenn du sie anranzt? Ihr macht es das Leben bestimmt nicht leichter. Vielleicht ist sie beim nächsten Mal wieder mürrisch zu dir, aber irgendwann wirst du Erfolg haben und sie wird dir ein Lächeln schenken, weil sie gelernt hat, dass du nett bist. Ist das nicht grossartig? Sie hat dann wahrscheinlich etwas bessere Laune und du sicher auch. Ich habe das ausprobiert bei einer ziemlich zähen Wochenmarktverkäuferin. Mittlerweile kommt sie schon strahlend auf mich zu und bedient mich sehr gerne. Was ein paar nette Worte dann und wann auslösen können – Wahnsinn!

Jetzt aber genug geschwafelt, ab zum Rezept :-)

Hab einen schönen Tag!

How-to-Anleitung in Bildern

Heute mal kein genaues Rezept, sondern eine einfache Anleitung für dich. Die Mengen kannst du dir nach Gusto anpassen bei diesem köstlichen und sehr schnell zu kochenden indischen Fusiongericht mit dem würzigen Halloumi, Rucola mit seiner feinen Schärfe, buttrigen Kartoffeln und süss-pikantem Chutney.… [read more]

[indisch] Kartoffel-Tomaten-Curry – Aloo Tamatar

Da sehne ich mich letztens noch nach dem Frühling…

…und schon ist er fast da! Die ersten Erdbeeren aus heimischem Anbau – ja, ich weiss, ist Treibhausware – habe ich gesichtet, die ersten frischen Erbsen aus Frankreich sind eingetroffen und mein Stammhändler auf dem Wochenmarkt sprach auch davon, dass wir bald den ersten Spargel aus Walbeck geniessen dürfen. Die Sonne lässt sich auch blicken und treibt die Menschen nach draussen.
Bei mir aktiviert sie momentan auch ein Aktivitätsgen, dass mich aber nicht nach draussen treibt, sondern unter’s Dach, wo ich mir einen schönen Arbeitsplatz, eine Yoga- und Meditationsecke und ganz viele Regale für Kochbücher baue. Angefangen hatte ich damit schon im letzten Sommer, aber meine Erkrankung und dann auch der Winter hielten mich eine Weile davon ab, da weiter zu machen. Und es war soviel noch zu tun.[indisch] Kartoffel-Tomaten-Curry - Aloo Tamatar

Du kennst das? Ein Speicher oder auch Kellerraum, wo man alles hin trägt, was im Wohnbereich stört. So über Jahre… Dazu noch unausgepackte Kisten vom letzten Umzug, bei mir sogar aus einem anderen Leben, denn für mich gibt es ein vor 2006 und ein danach, das grob unterschiedlich ist. Ich weiss nicht, wie viele Müllsäcke ich mit dem Zeug der letzten Jahre und auch Zeug aus meinem alten Leben gefüllt habe, es sind zu viele. Aber es tut gut, sich von dem ganzen Kram zu trennen. Weg damit!

2006 – ein Sommermärchen, das mich innerlich kotzen lässt. Für mich war es ein Sommeralptraum, wo ich alles verlor. Nach und nach bekam ich ein paar Dinge wieder, nicht viel und auch mein Leben und Freunde von davor waren weg. Aber es ging weiter und ich bekam so viel geschenkt von meinem neuen Leben, auch wenn ich länger brauchte, um mich zu orientieren und einzufinden. Das Leben hat mir den Mann geschenkt und ein paar neue Freunde, die mir alle sehr am Herzen liegen. Viele neue und tolle Erfahrungen durfte ich machen und ohne diesen Sommeralptraum 2006 wäre ich nicht die, die ich jetzt bin.

Die drei Tage, die damals alles veränderten, jähren sich also dieses Jahr zum zehnten Mal. Ich habe überlegt, wie ich dieses Tage im Juli gestalten soll und ich sehe es als Fügung des Schicksals, das mir einen wunderbaren Termin für einen dieser Tage zuspielte. Bald werde ich dir mehr darüber verraten. Ich freue mich auf jeden Fall sehr, dass ich diese Tage mit dem verbringen darf, was mir Spass macht und mit lieben Menschen, die mir gut tun. 2016 hole ich mein ganz persönliches Sommermärchen nach!

Auf geht’s zum Rezept mit bebilderter Anleitung und Nährwerten

Aber jetzt endlich das Rezept für Aloo (Kartoffel) Tamatar (Tomate), wie immer in letzter Zeit mit einer Schritt-für-Schritt-Anleitung, Tipps und Tricks und Nährwerten. Lott jonn! :-)

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[indisch] Erbsen in Rahm mit Bockshornklee – Methi Matar Malai

So langsam wünsche ich mir Frühlingsgemüse herbei

Kennt ihr, ne? Irgendwann ist man es leid, Wurzelgemüse, Kohl, Lagerkartoffeln, Lageräpfel und vieles mehr zu essen, wenn man versucht, möglichst saisonal zu kochen. Ich bin gerade an diesem Punkt. Keine Lust mehr auf das alles. Irgendwie mag mir beim Gang auf den Wochenmarkt nichts mehr gefallen. Über Spargel aus Peru und Spanien, Erdbeeren aus Marokko sehe ich hinweg, das kommt mir nicht in den Einkaufskorb… Es kribbelt in mir und ich scanne den Stand meines Bauern auf neue Gemüse. Leider muss ich da wohl noch etwas Geduld haben, aber die Vorfreude ist gross.[indisch] Erbsen in Rahm mit Bockshornklee - Methi Matar Malai

Und daher habe ich dieser Tage ein Erbsencurry gekocht, natürlich mit TK-Erbsen, denn frische, die ich gerne meditativ aus ihren Schoten puhle, gibt es ja noch nicht. *seufz*

Erbsen heissen auf Hindi Matar, Malai heisst Sahne bzw. eine dicke, fette Creme, der Clotted Cream ähnlich, und Methi steht für Bockshornklee. Hier verwendet ich das getrocknete Grün namens Kasuri Methi. Es riecht aromatisch nach Liebstöckel und Maggi, schmeckt aber nicht unbedingt so. Es gibt Gerichten eine feine, tiefe Würze. Die Inder verwenden Bockshornklee gerne frisch als Gemüsezubereitung, aber auch getrocknet findet es in viele Gerichte. Das bekannteste wird wohl das Butterchicken – Murgh Makhani – sein, ansonsten wird es gerne in Sahnesaucen verwendet. Methi Malai Zubereitung gibt es wie Sand am Meer ;-) Mehr zum Bockshornklee, auch als Samen, findest du bei Gernot Katzer, den Link gibt’s unten im Infoteil, ähnlich wie Bezugsquellen und weitere Rezepte damit.

 

Bebilderte Anleitung, Rezept und mehr

Dieses cremige Curry mit den leuchtend grünen Erbsen macht noch mehr Lust auf Frühling und Sommer, erinnert aber mit den tiefen Aromen das getrockneten Bockshornklees auch an wohlige Winterabende. In dieser Variante ist es recht scharf. Entferne die Kerne und weissen Häutchen aus der Chili oder nimm eine grössere und mildere Sorte, wenn du es nicht so scharf magst. Auch die Menge Chilipulver kannst du reduzieren.… [read more]

[indisch] Eier-Spinat-Curry – Baida Palak Curry

Zeit für Geständnisse

Ist mir ja tatsächlich ein bisschen peinlich – ich kann keine Eier kochen! Ich mach dir Spiegelei, Rührei in der weichen Variante und in der harten, die ich bevorzuge, Omelette, Tortilla und was auch immer. Mich kannst du nachts wecken und ich koche dir ein astreines Curry noch bevor ich meine Sprache gefunden habe oder auch Omas Grünkohlgemüse. Aber Eierkochen kann ich nicht. OK, steinhart geht vielleicht, aber zu was anderem bin ich nicht in der Lage. Der Mann übrigens auch nicht.[indisch] Eier-Spinat-Curry - Baida Palak Curry

Daher gibt’s hier immer gekaufte “Party-Eier”, möglichst bio, aber notfalls kaufe ich auch die konventionelle Ware, wenn auch schweren Herzens. Aber bevor ich mir den Stress antue… Dazu kommt, dass ich mir gerne ein hartgekochtes Ei auf Brot schneide, schön mit gesalzener Butter. Für ein Ei Wasser aufkochen – och nö… Jetzt kommst du bestimmt mit dem Eierkocher um die Ecke, aber ich kann dir sagen, hier im Haushalt gibt es so viele Stehrümchen, da brauche ich sowas nicht auch noch.

Sach ma, was ist denn dein Manko in der Küche?

Saisonkalender für März

Wie du sicher schon entdeckt hast, habe ich jetzt jeden Monat einen Saisonkalender für dich mit vielen Rezeptempfehlungen. Dazu passt dieses Eier-Spinat-Curry ganz hervorragend, gibt es doch jetzt im März den ersten zarten Spinat von heimischen Bauern. Damit du nicht suchen musst, kommst du über diesen Link zum Saisonkalender und den Rezepten.

Und nun zum Rezept mit bebilderter Anleitung

Eiercurries sind recht beliebt in Indien. Es gibt sie in einfachen Varianten so wie hier, aber auch in komplizierten Zubereitungen, wobei die Eier dann noch eine Sonderbehandlung in Form von Frittieren beispielsweise erfahren. Dieses hier wie gesagt recht simpel und kommt auch ohne viele Zutaten aus. Schnell gemacht ist es ausserdem, besonders wenn du wie ich schon hartgekochte Eier kaufst.

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