[Mein Advent] Garnelencocktail mit Ouzo-Mayonnaise am 03.12.2015

Ein Klassiker modernisiert

Wer kennt diese Speise nicht von früher – Garnelen, ertränkt in Mayonnaise aus dem Glas auf labbrigem Salat… Für das modern-griechische Kochtreffen habe ich mir diesen Klassiker als kleine Vorspeise ausgesucht, schon alleine weil mich die Ouzo-Mayonnaise in “Smashing Plates: Greek Flavors Redefined” von Maria Elia sehr anmachte. 

Ein schönes, erfrischendes Gericht und ein idealer Happen vorweg. Die cremige Avocado harmoniert wunderbar mit den Anisnoten von Fenchel und Estragon, der Ouzo tut sein übriges dazu. Die fein süsslichen Garnelen passen perfekt und mit Mayonnaise kann man bei den meisten Menschen eh nichts falsch machen. Man muss sogar aufpassen, dass anwesende Mayonnaisen-Junkies nicht einen grossen Teil der Mayonnaise vor dem Servieren weglöffeln. Ich habe die Mayonnaise auf jeden Fall vor gierigen Löffeln beschützt ;-)

Ich denke schon darüber nach, ob ich den Garnelencocktail nicht auch Weihnachten serviere. Vielleicht ist das ja auch was für euch und eure Lieben.


Meine Tipps für Garnelencocktail mit Ouzo-Mayonnaise

Ich kaufe für solche Gerichte immer vorgegarte Partygarnelen, aber du kannst auch frische kaufen und sie selbst putzen und kochen. Die Ouzomayonnaise musst du nicht komplett selbst machen. Eine fertige Mayo aus dem Glas verfeinert mit Ouzo nach deinem Gusto geht auch gut.

Falls du jemand am Tisch hast, der keine Garnelen mag, verwahrst du etwas Mayonnaise, bevor du die Garnelen darunter hebst und verwendest die Mayo als Dressing für den Salat, davon natürlich etwas mehr für den Garnelenverweigerer. Das hat bei meinem Kochtreffen sehr gut geklappt, denn wir hatten zwei davon am Tisch sitzen.

Die Menge reicht für zehn Personen als kleine Vorspeise oder Amuse, ansonsten bei einem Dreigänger für vier hungrige Esser.

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[Mein Advent] Ein Rückblick auf viele Kochtreffen am 02.12.2015

So ging’s los

Ich rief einfach hier, als der Administrator einer neu gegründeten Kochgruppe in einem grossen deutschen Kochforum fragte, ob jemand seine Küche anbieten könne, um darin mit mehreren Leuten gemeinsam zu kochen. Sieben Jahre ist das jetzt her und mittlerweile 41 Kochtreffen, die ich bis heute ausrichten durfte – als Gastgeberin, aber auch durch Zurverfügungstellen der Räumlichkeiten und Assistentin der Ausrichter, die zum Beispiel Pasta viel besser herstellen als ich es jemals könnte oder einfach in einer bestimmten Länderküche besonders kundig sind. Und bei so einigen war ich einfach nur Gast.

Sehr dankbar bin ich den vielen Gästen, die die Kochtreffen so rege besuchten und zu gelungenen Abenden machten. Freundschaften haben sich daraus ergeben, auch lose, aber herzliche Kontakte. Und ich hoffe, meine Teilnehmer konnten davon so viel mitnehmen und lernen wie ich. Natürlich gab es auch Pleiten, Pech und Pannen, die immer noch gerne erzählt werden und die ein bisschen die Würze darstellen. Ich glaube, solche Aktionen wie “das legendäre Thai-Treffen” werden immer wieder für Lacher sorgen, auch wenn mir grade dieses Treffen damals den letzten Nerv geraubt hat.

Viel Arbeit steckt hinter einem solchen Kochtreffen. Das fängt bei der Themensuche und der daraus resultierenden Rezeptauswahl an. Wenn du zehn Leute in deine Küche lässt, die gemeinsam ein paar Gerichte kochen sollen, muss einiges beachtet werden. Sei es die Backofenbelegung, die Reihenfolge der herzustellenden Kompenenten der einzelnen Gerichte. Und die Kochkenntnisse der Teilnehmer sollte man auch noch berücksichtigen. Einkaufslisten müssen geschrieben werden, Zutaten bei Händlern bestellt werden, Rezepte in eine verständliche Form gebracht werden und umgerechnet werden. Dann Einkaufen bei diversen Händlern, die Küche muss geputzt werden und zwar mehr, als wenn man einfach nur Gäste hat, die am Tisch sitzen bleiben. Arbeitsplätze müssen geschaffen werden – mit der Zeit habe ich wahrscheinlich ähnlich viele Schneidbretter, Messer, Töpfe, Pfannen und anderes Zubehör wie eine Gastroküche. ;-)
Und dann fallen sie Samstagnachmittag hier ein, meine lieben Gäste, und wuseln ein paar Stunden in der Küche, lachen und haben Spass. Ich freue mich daran, wenn sie alle glücklich sind und mit Begeisterung in der Küche stehen. An selbst zu kochen ist dann nicht mehr zu denken, denn ich bin die Dirigentin, die alles steuert und für Fragen und Tipps zur Verfügung steht. Ich liebe es, dieses Gewusel, die kreativen Prozesse, die Gespräche an Herd und Schnippelbrett.

Ich habe mal alle Kochtreffen aufgelistet, natürlich mit Links zu den Fotos und Rezepten. Schaut einfach mal rein!

Pläne für die Zukunft

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[Mein Advent] Dankbarkeit am 01.12.2015

Der Versuch, täglich zu schreiben

Meine Facebook-Leser wissen schon seit letzter Woche, dass es gesundheitlich gerade nicht so gut um mich bestellt ist. Die Schmerzen, die mich seit ein paar Wochen beuteln und gegen die momentan anscheinend kein Kraut gewachsen zu sein scheint, machen mich mürbe und fördern nicht gerade meine kulinarische Neugier, so dass es hier eher einfache, schnelle Küche gibt und ich auch gerne auf Seelenfutter a la Oma zurückgreife. So gab es schon einige Saisongemüse wie Rosenkohl und Schwarzwurzeln in “Milchsösschen”, wie meine Oma es nennen würde. Viel Kartoffelpüree, auch befeuert von Astrids Beitrag über eben dieses Seele wärmende Gericht.

Aber ich möchte versuchen, euch in den nächsten 24 Tagen ein bisschen an meinem Leben und meinen Gedanken teilhaben zu lassen. Gerade von letzterem habe ich durch die körperlichen Einschränkungen einen grossen Haufen. Seid mir nicht böse, wenn es nicht jeden Tag klappt, Arzttermine und Schmerzschübe können aktuell jeden guten Plan zunichte machen.

Ein Rückblick auf den November – grosse Dankbarkeit

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[indisch] Buntes Bohnencurry

Passend zu adventlichen Fastenzeit, die jetzt beginnt

Auch vor Weihnachten gab es früher eine Fastenzeit und ich finde das einen schönen Brauch, den ich gerne für mich aufgreife. Dabei bin ich nicht sonderlich gläubig, nutze nur gerne diese alten Termine für meine Auszeit vom Fleisch. Auch wenn wir eh schon wenig Fleisch essen, ist diese Zeit für mich etwas besonderes, wo ich besonders auf mich und meinen Konsum generell achte. Und dazu gehört der bewusste Verzicht auf Fleisch. Es fühlt sich gut für mich an und es tut mir gut. Ich freue mich drauf, wieder verstärkt in vegetarischen Kochbüchern zu blättern und mir keinen Gedanken um Fleisch zu machen.

Mal sehen, vielleicht mache ich in der Zeit, die so besinnlich sein kann, etwas mehr Yoga oder fange wieder mit dem Laufen an. Die letzten paar Pfunde müssen auch noch runter.

Passend dazu habe ich euch heute ein Bohnencurry aus Südindien mitgebracht, das so lecker und vegan ist, dass man eh kein Fleisch vermissen wird. Bohnen machen es meiner Meinung nach immer leicht, auf Fleisch zu verzichten. Du hast nicht das Gefühl, nur “Grünzeug” zu essen und der Körper schreit auch nicht nach seiner Eiweissration. Vor allen Dingen nicht, wenn es zudem noch in einer köstlich würzigen Kokosmilchsauce daher kommt.

[indisch] Buntes Bohnencurry mit bebilderter Anleitung

Und so geht’s

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