Moah, war das lecker… Und so einfach…

Inspiriert von Tim Raue gab es gestern Szechuan-Spanferkelfilets mit Grünspargel, Miso-Mayo, marinierten Radieschen und Estragon. Das Ferkelfilet hatten wir nur auf 60 Grad Kerntemperatur erhitzt, es hatte noch einen rosa Kern. Ich denke, dass es auch mit ein paar Grad mehr immer noch phantastisch ist.
Der Spargel mit den anderen Komponenten zusammen genossen, ist eine echt geniale Komposition. Die säuerlich-pikanten Radieschen, die salzig-würzige Note der Miso-Mayo und der süss-herbe Spargel passen wunderbar zusammen und bilden in Mund eine kleine Aromenbombe. Und Estragon zu Spargel passt einfach immer ;-)

Wenn du grünen Spargel magst und auch asiatischen Aromen nicht abgeneigt bist, solltest du das ausprobieren. Ich habe auch aus Lust und Laune heraus unsere zwei Teller unterschiedlich angerichtet. Entscheiden könnte ich mich aber für keine Version, wenn du mich fragst, welche mir besser gefällt. Wahrscheinlich würde ich eher noch eine dritte Variante basteln, denn irgendwie regte mich das Gericht sehr zum Basteln an ;-)

Die verwendete Szechuanpfefferpaste habe ich bisher nur im Ladengeschäft von Dae Yang gefunden, als Ersatz mörserst du etwas Szechuanpfeffer und vermischst ihn mit den anderen Zutaten für das Spanferkel.

 

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Grünspargel, Miso, Radieschen, Estragon, Spanferkel
Säuerlich-pikante Radieschen, salzig-würzige Miso-Mayo, süss-herber Spargel, rosa Schweinefilet

Autor:
Kueche: Fusion
Rezepttyp: Hauptgericht
Portionen: 4 im Rahmen eines Menues

Vorbereitungszeit: 
Kochzeit: 
Gesamtzeit: 

Zutaten
  • —Spargel
  • 500 g grüner Spargel, im unteren Drittel geschält und geviertelt
  • —Spargelwasser
  • 2 l Wasser
  • 10 g Salz
  • 40 g Rohrzucker
  • —Spargelmarinade
  • 100 ml Spargelsud
  • 60 ml Reisessig
  • 60 ml Speiseöl, hier Reisöl
  • —Sauce
  • 40 g helle Misopaste
  • 40 g Mayonnaise, hier japanische Mayonnaise
  • 100 g Radieschen, in Scheiben gehobelt
  • 2 EL Reisessig
  • 4 g frische Estragonblätter, das ist ca. ein halber Bund
  • —Spanferkel
  • 400 g Spanferkelfilets
  • 1,5 TL Szechuanpfefferpaste, alternativ ein bisschen Szechuanpfeffer, gemörsert
  • 2 EL Premium Sojasauce, hell
  • Shaoxing-Reiswein
  • etwas Öl

Zubereitung
  1. Szechuanpfefferpaste mit Sojasauce und Reiswein zu einer geschmeidigen, nicht zu flüssigen Mischung verrühren. Die Spanferkelfilets damit einreiben und dann in einer Pfanne oder auf einer Grillplatte mit wenig Öl rundherum anbraten, dann im Ofen bei 95 Grad garziehen lassen (Kerntemperatur 60 Grad +, ca. 20 Minuten ja nach Dicke)
  2. Helle Misopaste mit der Mayonnaise zur Sauce verrühren.
  3. Radieschen für 1 Minute in kochendem Wasser blanchieren, mit Reisessig marinieren und kalt stellen.
  4. Spargel im erhitzten Spargelwasser für 5 Minuten kochen, zum Schluss 100 ml des Suds abschöpfen und mit Reisessig und Speiseöl mischen, damit den gegarten, abgetropften grünen Spargel marinieren.
  5. Mit Estragonblättern anrichten. (Siehe Anrichtebilder)

 

Eine weitere, einfache Variante von “Man nehme ein Huhn und ein Beil” (Episode 1 und Nr. 2) habe ich mit diesem Murg Rezhala bei Pushpesh Pant (englische und imho bessere Ausgabe und deutsche Übersetzung) gefunden. Er wiederum hat das Rezept aus Bengalen im Nordosten Indiens mitgebracht.

Eine sehr grüne und frische Abwandlung dieses Gerichtes haben wir schon vor längerem hier gekocht und vorgestellt. Es unterscheidet sich doch stark von Pushpesh Pants Version, ich vermute, dass wir hier die Alltagsversion vorliegen haben.

Es kommt mit wenigen Zutaten aus und ich bin immer wieder verblüfft, wie schnell man beim Zubereiten auch bei so wenig speziellen Zutaten schon in der Küche steht und schnuppert und genau weiss, dass da was indisches auf dem Herd steht. Der Mann vermutete, dass es hier die Verbindung von unseren süss assoziierten Weihnachtsgewürzen wie Kardamom und Zimt und anderen herzhaften Zutaten ist, die uns sofort an indisches Essen denken lässt.

Hier ist die Kombination von säuerlichem, konzentriertem Joghurt mit einem Hauch Zucker und Kardamom sowie Zimt – für herzhafte Gerichte verwende ich gerne den Cassiazimt – zum gehackten Hähnchenfleisch, die mich sehr begeistert hat. Der aromatische Safran rundet das alles wunderbar ab und die kleinen, gemeinen grünen Chilis sorgen für die Schärfekicks zwischendurch. Wir haben sie ausnahmsweise gemäss Rezept entkernt, denn 6 grüne Chilis mit Kernen in der Schärfe, die du beim indischen Laden kaufen kannst, sind selbst uns zuviel ;-)

Dazu hatten wir einfachen Basmatireis (Tilda, nichts anderes) mit Ghee und Salz… So mag ich ihn am liebsten!

Murg Rezhala
Huhn in Safran-Joghurtsauce mit Chili

Autor:
Kueche: indisch
Rezepttyp: Hauptgericht
Portionen: 2

Vorbereitungszeit: 
Kochzeit: 
Gesamtzeit: 

Zutaten
  • 1 grosse Prise Safranfäden
  • 125 ml lauwarme Milch
  • 200 g Hühnerfleisch, gehackt
  • 1 EL Ingwerpaste, alternativ selbe Menge frisch pürierter Ingwer
  • 2 TL Knoblauchpaste, alternativ selbe Menge frisch pürierter Knoblauch
  • 5 grüne Kardamomkapseln, angestossen
  • 1 Stück (Cassia-)Zimt, ca. 5 cm lang
  • 250 ml Joghurt (KEIN Lightprodukt)
  • 100 ml Pflanzenöl (Tina – wesentlich weniger, ca. 30-40 ml)
  • 6 grüne Chilis, halbiert und entkernt
  • 1 TL Zucker
  • Salz

Zubereitung
  1. Safran in eine Schüssel geben und mit der warmen Milch einweichen.
  2. Eine grosse schwere Pfanne auf mittlere Hitze stellen und alle Zutaten mit Ausnahme der Chilis und der Safranmilch hineingeben. Gut vermischen, dann die Hitze reduzieren und zugedeckt für 15 Minuten kochen.
  3. Dann unbedeckt bei grösserer Hitze köcheln, bis nahezu alle Flüssigkeit fort ist und das Öl sich an der Oberfläche absetzt.
  4. Safranmilch und Chilis zugeben und zugedeckt weitere 2 Minuten köcheln, dann heiss servieren.

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.. geht anders, aber lecker, schnell und einfach nicht ;-)

Der Plan war, den Fenchel wie Schmorzwiebeln zuzubereiten und dann auf die frische, grobe Bratwurst – hier vom Demeter-Rind – zu drappieren. Dazu kam Resteverwertungstomate und Kartoffeln, übrigens auch Reste. Morgen muss ich neue kaufen.

Und so sah’s dann aus, unser tomatisierter Kartoffelstampf mit Rindswurst und Fenchel mit rotem Kampotpfeffer (den habe ich übrigens von Hennes Finest, die Jungs sind echt töfte):

Ich habe zwar für die Fotos vom Gericht bei Facebook einige Likes eingesammelt, kann das aber nicht ganz nachvollziehen. Eigentlich wollte ich es auch gar nicht bloggen, aber es war so köstlich und einfach, dass ich es festhalten muss ;-)

Wenn du Gas gibst, hast du es in einer halben Stunde auf dem Tisch, wenn du trödelst, brauchst vielleicht 45 Minuten.

Du kochst die geschälten Kartoffeln (500 g) in reichlich Salzwasser, halbierst den Fenchel (einen grösseren), entfernst den Strunk und schneidest ihn dann in dünne Streifen, legst aber das Grün beiseite. Die eher kleineren Tomaten (4!) entsaftest du kalt (ca. 100 ml) und stellst den Saft auch beseite. Ohne Entsafter pürierst du die Tomaten einfach fein oder nimmst gekauften Tomatensaft.
Während die Kartoffeln kochen, gibst du die Wurst (2!) in eine Pfanne mit reichlich Fett und brätst sie ordentlich (Röstaromen!) und den Fenchel schwitzt du in Olivenöl an, löschst ihn dann mit Gemüsebrühe (150 ml) ab und schmorst ihn bis alles andere gar ist. Abschmecken mit Salz und frisch gemahlenem roten Kampotpfeffer (oder so)
Die Kartoffeln stampfst du dann mit einem grosszügigen Stück Butter und dem Tomatensaft. Fenchelgrün hackst du und beim Anrichten (Wurstbratfett nicht vergessen) hast du hoffentlich bessere Ideen als ich ;-)

Durch die Tomate bekommt der Kartoffelstampf eine gehörige Portion Umami, der Fenchel kommt aromatisch daher und die Wurst, wenn du eine gute Quelle hast, schmeckt auch entfernt von fad ;-)

 

 

Es war an der Zeit für einen frühlingshaften Risotto. Dafür kaufte ich frösche Erbsen – aus Italien *schäm* – und nutzte Reste von Fröschkäse und Daikonkresse. Mhm, das passte richtig gut zusammen.

Komischerweise fiel mir der Verzicht auf Spargel bis zur hiesigen Ernte nicht so schwer, bei den Erbsen kann ich mich aber kaum zurückhalten und sehne auch schon die ersten Dicken Bohnen herbei. So schleiche ich tagelang um das Erbsenangebot beim Gemüsemann m.V., bis ich dann voller Jieper zuschlage. Am Mittwoch war das wieder der Fall, aber ich habe es nur kurz bereut, so köstlich kam dieser Risotto daher.

Die Senfschärfe der Daikonkresse, die Süsse der frischen Erbsen und eine gehörige Portion Pfeffer – hier Wayanad-Pfeffer, der sehr rund daher kommt und der beste Pfeffer der Welt sein soll (Nuja!) – harmonieren prima miteinander und der Frischkäse bringt eine leichte Cremigkeit mit… Du siehst mich immer noch gut begeistert!

Für die Punkte-, Kalorien-, wasauchimmer-Zähler unter euch lohnt sich dieser Risotto auch, denn ich habe Parmesan sowie die Butter zum Schluss durch den Frischkäse ersetzt. Glyxianer und Dukanfans müssen aber leider draussen bleiben, böse Kohlehydrate! ;-)

 

Risotto mit Erbsen, Frischkäse und Daikonkresse
Frisches Frühlingsrisotto

Autor:
Kueche: europäisch
Rezepttyp: Hauptgerichte
Portionen: 2

Vorbereitungszeit: 
Kochzeit: 
Gesamtzeit: 

Zutaten
  • 150 g Risottoreis, hier Vialone Nano
  • 600 ml Gemüsebrühe, heiss
  • 1 Schalotte, fein gehackt
  • Butter
  • Olivenöl
  • 500 g frische Erbsen, aus der Schote gepuhlt oder 150 g TK-Erbsen
  • 1 Schuss Weisswein
  • 2 grosszügige EL Frischkäse
  • Salz
  • Wayanadpfeffer, frisch gemahlen, alternativ anderen Pfeffer
  • Daikonkresse

Zubereitung
  1. Olivenöl mit Butter in einem Topf erhitzen, dann Schalotten darin anschwitzen. Reis zugeben und auch kurz anschwitzen.
  2. Mit Weisswein ablöschen und diesen nahezu vollständig einkochen lassen.
  3. Nun auf mittlerer Hitze schöpfkellenweise die Brühe zugeben und immer wieder rühren. Nach der Hälfte der Brühe die Erbsen unterrühren. Immer wenn die Brühe vom Reis aufgesogen wurde, wieder eine Schöpfkelle Brühe zugeben, bis nichts mehr vom Brühe da und der Reis gar ist.
  4. Mit Pfeffer würzen, Frischkäse unterrühren, mit Salz abschmecken und mit Daikonkresse bestreut servieren.

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