Es gibt noch freie Plätze beim Fingerfood-Kochevent am 12.04. hier in Ratingen!

Wenn du Lust hast, mit ein paar geselligen Kochverrückten den Nachmittag zu verbringen und feine Leckereien mit guten Zutaten zu kochen, meld dich doch einfach bei mir im Kommentar oder per Mail.

Wir beissen nicht und du musst auch kein Kochprofi sein, um mitkochen zu können. ;-)

Gestartet wird um 14 Uhr, Kosten werden sich auf 30/35 Euro belaufen.

Das steht auf dem Plan:

  • Jakobsmuschel / Grapefruit / Koriander
  • Melone mit Schafskäse, Estragon und Limone – Lolly
  • Salat von Avocados und Perlhuhn mit Himbeergelee
  • Rote-Bete-Bouillon fest-flüssig mit Wasabi
  • Gerollte Petersilienfrittatine mit Olivenricotta
  • Champignon mit Kräuterbutter, Estragon und Chili – Lolly
  • Mini-Paprika mit Orzo, Rucola und Pinienkernen – Lolly
  • Ora King Lachs, Erbsen, Pilze, Beurre Blanc
  • Wan Tan mit Koriander, Minze und Bergamotte – Lolly
  • Krebs-Papaya-Röllchen mit Chilidip

Dessert

  • Kiwi-Maracuja-Meringen
  • Kristalllutscher mit Berberitzen, Pistazien und Sesam – Lolly

 

 

 

Ha, mein erster selbstgemachter Tofu! Aufgrund einiger Schwierigkeiten bei der Zubereitung möchte ich dir aber noch nicht mehr dazu erzählen. Aber ich werde weiter experimentieren und bald berichten.

Für meine Premiere hatte ich mir ein feines, einfaches Tofu-Gericht aus Sichuan, einer chinesischen Provinz ausgesucht – den Fischduft-Tofu. Es heisst nicht etwa so, weil es nach Fisch riecht, sondern eher, weil es mit Zutaten gekocht wird, die für eine bestimmte Fischzubereitung verwendet werden.

Hier hatte ich ein solches Gericht schon mal mit Auberginen verbloggt. Wir mögen diese Aromen sehr gerne, sodass die Entscheidung für diese aromatische Zubereitung leicht fiel. Und ein Rezept aus Fuchsia DunlopsLand of Plenty“* ist eigentlich auch schon ein Garant für’s Gelingen.

Die Speise vereinigt salzig mit süss, dazu kommen knackige Gemüse wie reichlich Frühlingszwiebel, Ingwer und Knoblauch sowie der frittierte Tofu, aussen etwas crunchy und innen wunderbar zart. Dazu eine grosszügige (asiatische) Portion Duftreis und man is(s)t im Himmel.
Das ist eine schnelle Zubereitung, der Tofu ist ruckzuck frittiert und mit den anderen Zutaten in den Wok geworfen. Laut Fuchsia Dunlop gibt es auch schon frittierten Tofu zu kaufen, habe ich aber in Deutschland noch nicht gesehen.

Yu Xiang Dou Fu

Fischduft-Tofu

Zutaten für 2:

  •  Erdnussöl
  • 3 TL Ingwer, fein gehackt
  • 3 TL Knoblauch, fein gehackt
  • 3 Frühlingszwiebeln, weisse Enden nur, in steilem Winkel zu “Pferdeohren” geschnitten
  • 2 EL eingelegte Chilipaste, alternativ Sambal Oelek* (Tina – Chili-Bohnen-Paste*)
  • 250 g frittierter Tofu, alternativ festen Tofu in 1 x 2,5 cm grossen Stücken selbst frittieren, bis er aussen goldbraun und innen noch weich und hell ist
  • 180 ml Geflügelbrühe, alternativ Gemüsebrühe für fleischlose Zubereitung
  • 2 TL leichte Sojasauce (Asialaden oder bei Amazon kaufen*)
  • 1 TL Zucker
  • 1/4 TL Salz

Zubereitung:

Etwas 3 EL Erdnussöl in einem Wok auf grosser Hitze erhitzen, bis es raucht. Dann Ingwer, Knoblauch, Frühlingszwiebel und Chilipaste zugeben und für 1 Minuten unter Rühren braten, bis das Öl rot und sehr duftend ist. Aufpassen, dass man die Gemüse nicht verbrennt,´und die Hitze notfalls runterschalten.

Tofu und Brühe zugeben, zum Kochen bringen und mit Sojasauce, Zucker und Salz würzen. Gut vermischen und und Hitze runterschalten. Für 10 Minuten unter gelegentlichem Rühren kochen, bis die meiste Flüssigkeit verdunstet ist.

Die Tofustücke auf eine Servierplatte geben und das Gemüse darüber geben. Kalt oder warm servieren.

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Der Rest des gekauften Paneers fand seine endgültige Bestimmung in diesem Rezept. Ab jetzt wird Paneer selbstgemacht! Ich werde berichten.

Das Rezept mit den drei P – Paneer, Pilze und Paprika – aus dem Awadh im Norden Indiens fand ich in meiner Bibel für indisches Essen “India: The Cookbook“* von Pushpesh Pant. Fruchtig und eher mild in der Schärfe schmeckt es fast unindisch. Sicher liegt das an den verwendeten Paprika, wir entschieden uns für ein oranges Exemplar. Pushpesh Pant nimmt in seinem Rezept rote, grüne und gelbe. Die grüne Paprika bringt sicher eine etwas herbere Note mit, aber da eine Person in diesem Haushalt (meinereiner) mit grünen Paprika auf Kriegsfuss steht und die orangen Paprika uns (den Mann) auf dem Wochenmarkt so anlachte, musste die halt mit.

Die Gewürze sind fein abgestimmt, die leichte, eher spitze Chilischärfe harmoniert wunderbar mit den wärmenden Pfeffer. Ein Hauch Kardamom und Nelke, der aromatische schwarze Kreuzkümmel – nicht zu verwechseln mit Schwarzkümmel – und eine gute Menge Ingwer machen die Speise schön rund.

Und wenn du den Paneer mit festem Tofu ersetzt, ist das Dhingri Dulma sogar vegan. Leicht ist es auf jeden Fall!

Dazu aßen wir türkisches Fladenbrot, weil’s da war und weg musste. Du kannst sicher auch Basmatireis oder indisches Fladenbrot dazu geniessen.

Dhingri Dulma

Paneer mit Paprika und Pilzen

Zutaten für 2:

  • 2 EL Pflanzenöl
  • 1/2 TL schwarze Kreuzkümmelsaat (indisches Geschäft oder bei Amazon kaufen*)
  • 2 Frühlingszwiebeln, in feinen Ringen
  • 2 TL Ingwerpaste oder entsprechende Menge selber pürieren
  • 2 TL Knoblauchpaste oder entsprechende Menge selber pürieren
  • 1/2TL Chilipulver (Kashmirchili ist am besten – indischer Lebensmittelhandel oder bei Amazon kaufen*)
  • 250 g Tomaten, gehackt
  • 100 g weisse Champignons, in Scheiben
  • 1/2 grüne Paprika, entkernt und in feinen Scheiben (Tina – 1 orange Paprika)
  • 1/2 rote Paprika, entkernt und in feinen Scheiben (Tina – weggelassen)
  • 1/2 gelbe Paprika, entkernt und in feinen Scheiben (Tina – weggelassen)
  • 225 g Paneer, in 1 cm Würfeln (indischer Käse – erhältlich im indischen Lebensmittelgeschäft)
  • 1/2 TL schwarzer Pfeffer, geröstet und gemahlen
  • 1 grosszügige Prise Kardamom, gemahlen
  • 1 grosszügige Prise Nelken, gemahlen
  • 1 grosszügige Prise Bockshornkleesaat, gemahlen (Reformhaus, Bioladen, Indialaden oder bei Amazon kaufen*)
  • 1 grosszügige Prise Kala Namak (schwarzes Salz – indischer Lebensmittelhandel oder bei Amazon kaufen* – oder ersetzen durch normales Salz, dann aber weniger)
  • 1,5 cm Ingwer, in Julienne geschnitten
  • Salz
  • Koriandergrün zum Servieren

Zubereitung:

Öl in einer schweren Pfanne erhitzen, schwarze Kreuzkümmelsaat zugeben und unter Rühren anbraten, bis sie zu springen beginnen. Dann Frühlingszwiebeln zugeben und für 1-2 Minuten unter Rühren anbraten. Knoblauch- und Ingwerpaste zugeben und für 10 Sekunden rührend anbraten, dann Chilipulver unterrühren. Tomaten zugeben und für 2-3 Minuten rührbraten.

Champignons zugeben und für 3-4 Minuten unter Rühren anbraten. Paprika zugeben und für 1 Minute rührbraten. Paneer zugeben und salzen, für 1 Minuten rühren braten, dann den Pfeffer und die anderen Gewürze zugeben sowie die Ingwerstreifen. Gut unterrühren, von der Platte nehmen, abschmecken und mit Koriandergrün bestreut servieren.

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Magst du Möhren? So in geschmort und süss? Ja…? Gut… Ich mag die nämlich nicht. ;-)

Schon als Kind konntest du mich mit dem guten rheinischen Möhrengemüse jagen. Manchmal konnte ich noch nicht mal den Geruch ertragen. Rohe Möhren dagegen knabber ich wirklich gerne, Möhrensalat geht auch gut, aber bei Möhrensaft hört’s schon wieder auf.

Daher bin ich über jeder nicht-süsse Zubereitung von Möhren echt dankbar und genau so eine habe ich in Stevan Pauls und Katharina SeisersDeutschland vegetarisch“* gefunden. Hier werden die Möhren nicht allzu süss und dürfen sogar noch Biss behalten, der Sternanis bringt zwar ein bisschen Süsse mit, aber eine, die mir gefällt. Lakritznote halt, geht immer ;-)
Die Bärlauchsauce schmeckt wunderbar frisch, auch wenn ich die Sahne durch eine leichtere Kaffeesahne ersetzt habe. Und die Zwiebeln, Kinners, die Zwiebeln sind einfach ein Träumchen dazu.

Ich bin quasi spontanverliebt in dieses Gericht, es schmeckt so sehr nach Frühling, Sonne, Vogelgezwitscher und frischem Grün. Stell dir jetzt bitte Herzchen in meinen Augen vor, so wie im Comic ;-)

Stevan Paul empfiehlt dazu Kartoffeln und Spiegelei, genau so hab ich es gemacht. Der Mann aß dazu mariniertes Putensteak aus der Grillpfanne. Passte wohl auch gut.


Geschmorte Bundmöhren mit Bärlauchsauce und Schmorzwiebeln

Zutaten für 2:

Für die Schmorzwiebeln:

  • 1 kleine Zwiebel (Tina – grosse Bananenschalotte)
  • 1/2 EL Öl
  • Salz
  • Prise Zucker
  • 25 ml trockener Weisswein
  • schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Für das Möhrengemüse:

  • 375 g feine Bundmöhren
  • 10 g Butter
  • 1 EL Sonnenblumenöl (Tina – Rapsöl)
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer aus der Mühle
  • 1/2 Sternanis
  • 125-175 ml Gemüsebrühe

Für die Bärlauchsauce:

  • Möhrenkochsud vom Gemüse
  • 1/2-1 EL Honig
  • 100 ml Sahne (Tina – Kaffeesahne)
  • 20 g Bärlauch
  • 1 Spritzer Weissweinessig
  • Salz

Zubereitung:

Schmorzwiebeln – Die Zwiebeln in Ringe schneiden, Öl in einer grossen Pfanne erhitzen, Zwiebelringe hineingeben, salzen und bei mittlerer Hitze unter Rühren 15-20 Minuten weich und goldbraun schmoren. Zucker unterrühren, mit Weisswein ablöschen und aufkochen. Mit Pfeffer würzen, eventuell nachsalzen. Warm stellen.

Möhrengemüse – Die Möhren putzen, schälen und in einer grossen Pfanne oder Bräter bei mittlerer Hitze in der Butter-Öl-Mischung 3 Minuten sanft braten. Mit Salz und Pfeffer würzen, Sternanis zugeben, dann Brühe angiessen, bis die Möhren knapp bedeckt sind. Aufkochen und je nach Dicke der Möhren offen 7-10 Minuten schmoren (die Möhren dürfen noch Biss haben!).

Bärlauchsauce – Die Möhren aus dem Sud nehmen und auf eine vorgewärmte Platte warm stellen. Honig und Sahne zur Brühe geben und in 1-2 Minuten dicklich einkochen. Bärlauch gründlich waschen, 1 Blatt in feine Streifen schneiden.

Sauce aus der Pfanne in einen Topf geben und mit den übrigen Bärlauchblättern pürieren. Sauce salzen und mit Essig abschmecken. Sauce mit Möhren und Schmorzwiebeln anrichten. Mit Bärlauchstreifen bestreut servieren und eventuell noch mit ganzen Bärlauchblättern dekoriert servieren.

 

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