[indisch] Cheesy Gobi Bake – Blumenkohlgratin

Mhm, irgendwie indisch und doch ohne den ganzen exotischen Schnickschnack zu kochen! Das Richtige für euch da draussen, die gerne mal indisch kochen ohne sich eine Menge an Gewürzen kaufen zu müssen.

Als ich Vidhu MittalsEcht Indien vegetarisch“* durchblätterte, fiel mir dieses Rezept direkt auf. Blumenkohl mag ich gerne, erinnert er mich doch beim Kochen mit seinem Duft an meine Oma, wo ich schon wusste, was es gibt, wenn ich nach der Schule zu ihr kam und die Haustür öffnete. Gratiniertes geht bei mir eh immer und Erdnüsse im Essen mag ich auch sehr gerne, anders als der Mann, aber er kann damit leben, wenn es nicht zu oft vorkommt. Die frische Note kommt vom Koriander. Wunderbar und gar nicht schwer, passt toll in den Sommer, der momentan leider eher ein Herbst ist.

Cheesy Gobi Bake - Blumenkohlgratin

Dazu empfiehlt Vidhu Mittal Weissbrot, das mit Koriander und Käse überbacken ist. Ich hab’s mir ganz einfach gemacht und Koriander und geriebenen Käse nach Gusto auf Toastecken gegeben und überbacken. Lecker!

Cheesy Gobi Bake - Blumenkohlgratin
Mhm, irgendwie indisch und doch ohne den ganzen exotischen Schnickschnack zu kochen! Das Richtige für euch da draussen, die gerne mal indisch kochen ohne sich eine Menge an Gewürzen kaufen zu müssen.
Autor:
Kueche: indisch
Rezepttyp: Hauptgericht
Portionen: 2
Vorbereitungszeit: 
Kochzeit: 
Gesamtzeit: 
Zutaten
  • 500 g Blumenkohl
  • 1,5 EL Butter
  • ¼ TL Knoblauch, gehackt
  • 1 EL Mehl
  • 400 ml Milch
  • Salz
  • Pfeffer aus der Mühle
  • ¼ TL Zucker
  • 25 g Käse, gerieben (Tina - eine Mischung aus Emmentaler und Gouda)
  • 2 EL Koriandergrün, gehackt
  • 2 EL Erdnüsse, grob gehackt
  • 1 TL grüne Chilipaste (Tina - eine grüne Chili, fein gehackt)
  • 50 g Cheddar, gerieben (Tina - siehe Käse oben)
  • 1 Salzkräcker, fein zerbröselt
Zubereitung
  1. Den Blumenkohl putzen und in kleine Röschen teilen. Die Blumenkohlröschen in einem Topf mit 1 L kochendem Wasser 2 Minuten garen. In ein Sieb abgiessen und abtropfen lassen. (Tina - grössere Röschen für 8 Minuten gekocht)
  2. Im Wok 1 EL butter erhitzen. Den Knoblauch und das Mehl dazugeben und bei mittlerer Hitze unter Rühren 20 Sekunden dünsten.
  3. Den Wok vom Herd nehmen und die Milch hinzufügen. Mit Salz und Pfeffer würzen.
  4. Den Zucker und Käse unterrühren. Den Wok wieder auf den Herd stellen und alles unter Rühren zum Kochen bringen.
  5. Dann den Herd ausstellen. Blumenkohlröschen, Koriander, Erdnüsse und Chilipaste unterrühren.
  6. Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Eine Auflaufform mit der restlichen Butter einfetten. Die Gemüsemischung darin verteilen und mit Cheddar und Kräckerbröseln bestreuen.
  7. Den Auflauf im Ofen 15-25 Minuten goldbraun backen. Herausnehmen und sofort servieren.

Cheesy Gobi Bake - Blumenkohlgratin

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Rauchige Frittata nach Yotam Ottolenghi

Nach langer Zeit habe ich noch einmal Yotam Ottolenghis “Genussvoll vegetarisch“* rausgekramt und der Frittata mit Blumenkohl und geräuchertem Scamorza noch eine Chance gegeben.

Ich habe schon viele Rezepte aus den Ottolenghi-Kochbüchern gekocht (die verbloggten Rezepte findest du dort), aber mit der Frittata wurde ich nicht so recht warm. Mittlerweile denke ich, dass es an dem Käse lag, der einfach über den Punkt geräuchert war.

Für dieses Mal habe ich beim italienischen Grosshandel m.V. wunderbaren Scamorza Affumicata, so nennt man die geräucherte Variante des Brühkäses, der verwandt ist mit Mozzarella und Provolone, gekauft. Und diesmal hat die rauchige Frittata auch wunderbar geschmeckt.

Die Frittata ist schnell zubereitet und macht sich auch fast von selbst, prima für Blumenkohlreste, man steckt ja nicht immer drin, wie die Grösse der angebotenen Kohlköpfe ist. Da lohnt es sich, einen grossen zu kaufen und am zweiten Tag diese Frittata in den Ofen zu schieben.

Yotam meint, dass diese Rezeptmenge für 4-6 Personen reicht. Ich meine, dass zwei gute Esser damit satt werden. Wir haben allerdings noch ein Viertel als Rest gehabt, die ich mir am nächsten Mittag aufgewärmt habe. Wir hatten allerdings auch den empfohlenen pfeffrig angemachten Salat, den Ottolenghi dazu empfiehlt, vergessen.

 

Rauchige Frittata

Zutaten für 2-3 (nach Tina) oder 4-6 (nach Ottolenghi):

  • 1 kleiner Blumenkohl, in mittelgroßen Röschen
  • 6 Eier
  • 4 EL Crème Fraîche
  • 2 EL Dijonsenf
  • 2 TL mildes geräuchertes Paprikapulver – Pimenton de la vera dulce (Gewürzhändler, gut sortierter Supermarkt oder bei Amazon kaufen*)
  • 150g geräucherter Scamorza, mit Rinde gerieben (Käsehändler, italienisches Feinkostgeschäft oder bei Amazon kaufen*)
  • 50g gereifter Cheddar, gerieben (Käsehändler, gut sortierter Supermarkt oder bei Amazon kaufen*)
  • Pfeffer, Salz
  • 2 EL Olivenöl

Zubereitung:

Den Blumenkohl in einem grossen Topf mit kochendem Salzwasser 4-5 Minuten garen, bis er fast weich ist. Abgiessen und abtropfen lassen.

Den Backofen auf 190 Grad vorheizen.

Eier, Crème fraîche, Senf und Paprikapulver gut miteinander verquirlen, anschliessend den Schnittlauch und 2/3 des Käses untermischen. Kräftig mit Pfeffer und Salz würzen.

Das Olivenöl in einer ofenfesten Bratpfanne erhitzen. Darin den Blumenkohl etwa 5 Minuten anbraten, bis er auf einer Seite eine goldbraune Färbung angenommen hat. Mit der Eiermasse übergießen, dann die Röschen mit Hilfe einer Gabel gleichmäßig in der Pfanne verteilen. Etwa 5 Minuten bei mittlerer Hitze garen.

Mit dem restlichen Käse bestreuen, dann die Pfanne in den Backofen stellen. 12–15 Minuten backen, bis die Frittata vollständig gestockt ist.

Aus dem Ofen nehmen und 2–3 Minuten ruhen lassen. Danach in Tortenstücke schneiden und sofort zusammen mit einem pfeffrig angemachten Blattsalat servieren.

 

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Quelle – Yotam Ottolenghis “Genussvoll vegetarisch” (bei Amazon kaufen*)
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Alles in Gobi…

Wutt..? Gobi? Grobi…? Ne… äh… Gorbi….? Oder doch Obi…?

Gobi ist das indische Wort für Kohl, meist wird Blumenkohl, ich habe aber auch schon Gobi-Rezepte mit anderen Kohlsorten gefunden. Und da ich diesen leckeren Blumenkohl in einer Sauce aus Kokosmilch und einer Nuss-Gewürzpaste gekocht habe, wird ein solches Gericht dann Gobi Korma genannt.
Ein Korma ist ein meist nordindisches Curry, das oft mit Nüssen und Milchprodukten wie Sahne oder Joghurt gekocht werden. Die Kokosmilch ist hier neben der Chili und den Kokosflocken die Brücke zu Südindien, weil dort eher Kokosprodukte verwendet werden. Korma ist Hindi und bedeutet “schmoren”, meist wird dazu Fleisch am Knochen verwendet, hier haben wir die vegane Variante mit Blumenkohl.

Kormas sind meist recht mild. Ich habe allerdings ein bisschen mehr Chili verwendet und so hat es eine angenehme Schärfe und wärmt nachhaltig durch die verwendeten Gewürze. Das Richtige für Herbst und Winter oder auch für Dreckswettertage.

Für dieses südindische Gobi Korma wird zuerst eine Gewürzpaste, eine Masala, angefertigt, die nicht sehr aufwendig ist. Ich liebe den Duft und auch Geschmack dieser Paste mit Kokos, Knoblauch und Zwiebel sehr, auch wenn ich sonst nicht so der Kokosfreund bin.
Für die Masala weicht man Cashews ein, damit man sie besser verarbeiten kann. Wirf das Wasser nicht weg, vielleicht brauchst du noch was davon, um die Paste geschmeidiger zu machen.
Beim Anrösten der Kokosflocken solltest du vorsichtig sein, der Grad zwischen fein gebräunt und schwarz ist sehr schmal. Statt der Cashews kannst du auch Mandeln verwenden.

Ich habe das mal für dich “ge-instagrammt”

Masala

  • 1 kleine Zimtstange, hier Cassia
  • 1 Nelke
  • 6 getrocknete rote Chilis
  • 1 TL Koriandersaat
  • 1 TL weisser Mohn (weglassen, wenn nicht vorhanden)
  • 1 Schalotte, gehackt
  • 1 grüne Chili, gehackt
  • 4 Knoblauchzehen, gehackt
  • 1 TL Ingwer, gehackt
  • 3 EL Kokosflocken
  • 3 EL Cashew, in Wasser eingeweicht
  • 2 TL Pflanzenöl
Öl in einer Pfanne erhitzen und Zimt, Nelke, rote Chilis, Koriandersaat, Mohn und die Schalotten anschwitzen, bis die Schalotten glasig sind, dann grüne Chili, Ingwer, Knoblauch und Kokosflocken zugeben. Für 2 Minuten anschwitzen, dann abkühlen lassen.
Mit den Cashews im Mixer zu einer geschmeidigen Paste verarbeiten.
Gobi Korma
  • 1 mittlerer Blumenkohl, in Röschen
  • 3 Schalotten, fein gehackt
  • 2 Tomaten, fein gehackt
  • 2 Lorbeerblätter, indische, wenn verfügbar
  • 250 ml Kokosmilch
  • 50 g Erbsen, hier TK
  • 1 EL Pflanzenöl
  • Salz
  • 2 EL Koriandergrün, gehackt
  • Masala
Blumenkohl in Salzwasser für 5 Minuten blanchieren.
Öl in einer Pfanne erhitzen, Lorbeer und Schalotten zugeben, etwas salzen und anschwitzen, bis die Schalotten glasig sind.
Gehackte Tomaten zugeben und für zwei Minuten anschwitzen, dann Masala unterrühren und für 5 Minuten braten, bis es aromatisch riecht. Ein bisschen Wasser (am besten Masala-Gefäss damit ausspülen) zugeben, falls nötig.
Blumenkohl und Erbsen zugeben und nach Bedarf ein bisschen Wasser zugeben. Für 10 Minuten köcheln, dann Kokosmilch unterrühren und weitere 10 Minuten sanft köcheln.
Mit Salz abschmecken und mit Koriandergrün bestreut servieren.

Kochduell… Für das Abenteuer!

Letztens wurde in einem Forum, wo ich mich tummle, gefragt, ob man Lust hätte auf ein Kochduell. Und wie ich Lust hatte!

Für das Abteneuer ist bei uns zum Running Gag geworden seit ein holländischer Skipper das sagte, nachdem er gefragt wurde, warum er uns eine wirkliche Höllentour über das tosende Wattenmeer antat. Er sagte nur “Für das Abenteuer!” und ich hatte in diesem Moment echte Mordgelüste ;-)
Seitdem wechselt sich der Spruch mit “Weil’s geht” ab, wenn jemand fragt, warum das und dies getan wurde

Folgende Bedingungen: Es kochen immer 2 Personen gegeneinander, die 5 feste Zutaten mitgeteilt bekommen. Zwei weitere dürfen sie dazu kaufen und ausserdem sich aus einem Pool an Grundzutaten bedienen. Man schickt seine Fotos und Rezepte an die Organisatorin und diese stellt die Gerichte anonym vor, damit darüber abgestimmt werden kann.

Was hättest du mit den Zutaten gekocht?

Hier erstmal die Liste der Grundzutaten:

- Öl
– Butter, Margarine, sonstige Fette (nein, kein Speck zum Auslassen)
– Sahne/Schmand/Creme f., Quark
– Joghurt
– Milch/Sojamilch
– Gewürze
– Kräuter (frisch oder trocken)
– Sojasauce
– Senf
– Tomatenmark
– Knoblauch
– Zucker bzw. Austauschstoff
– Salz
– Backpulver
– Essig
– Zitrone (Limette,auch dieser “Saft” aus den Plastikbehältnissen)
– Brühe (ob Würfel oder sonst was ist egal)
– Eier
– Hefe
– Gelatine/Agar-Agar
– Speisestärke
– Zwiebeln/Lauchzwiebeln
– Honig
– Alk

Als ich die Zutaten für mein Kochduell bekam, wusste ich sofort, was ich damit machen wollte.

Ich sollte folgende Zutaten verwenden:
Blumenkohl
Beeren Deiner Wahl
Hackfleisch
Kokoszwieback
Makkaroni

Zugekauft habe ich milde Chilis und Parmesan.

Dass die Makkaroni mit dem Hack kombiniert werden würden, war mir sofort klar. Ausserdem wollte ich auf gar keinen Fall die Beeren mit dem Kokoszwieback verwenden, das war mir schlicht zu naheliegend ;-)

Daraus geworden ist Blumenkohl mit indischen Aromen geröstet und Kokosbröselbutter sowie einer Raita. Rezeptinspiration kam von dort

Die kurzen Makkaroni habe ich mit einer weissen Bolognese und Salbei serviert.

Als Dessert sah ich Erdbeeren mit Liebstöckel vor, auch wenn Beeren eigentlich gar keine Beeren sind ;-) Herzlichen Dank an Robert von Lamiacucina für ein Posting zur rechten Zeit!

Leider gibt es wenig Zubereitungs- und Zutatenfotos, da ich das schlichtweg nicht gewohnt bin und es einfach verdasselt habe. Und Fotos von einer köchelnden Bolo sind auch nicht grade aufregend.

Für den Blumenkohl habe ich Sahne mit Tomatenmark, Chilipulver, Garam Masala, Salz und Limettensaft verschlagen und den ganzen Kohl (ohne Blätter natürlich) damit eingepinselt und ihn bei 200 Grad für eine Stunde in den Ofen gesteckt.

Währenddessen habe ich, um eine Raita herzustellen, Joghurt mit etwas Limettensaft, Kreuzkümmelsaat, Kala Namak und Koriandergrün vermischt.

Den Kokoszwieback habe ich im Blender zerkleinert, dann mit Butter und einer in Ringe geschnittenen grossen Chili in einer Pfanne angeröstet.

Zum Servieren habe ich die Kokosbröselbutter und die Raita über den Blumenkohl gegeben.

Jeder durfte sich dann ein Scheibchen abschneiden ;-)

Für die Bolognese habe ich fein gehackte Schalotte mit Rinderhack in einem Butter-Olivenöl-Gemisch krümelig angeschwitzt, dann mit ordentlich Weisswein abgelöscht, kurz einkochen lassen und dann Rinderbrühe angegossen. Das Ganze habe ich 2 Stunden simmern lassen. Als Finish gab’s einen grosszügigen Schuss Sahne dran. Den Salbei habe ich kurz durch heisse Butter gezogen, die Butter dann auch zur Bolognese gegeben.
Makkaroni nach Packungsanweisung gekocht und dann mit der Bolo, Salbei und reichlich frisch gemahlenem Parmesan serviert.

Die Erdbeeren habe ich mit etwas Zucker, Limettensaft und klein geschnittenem Liebstöckel vermischt und direkt serviert.

Und wenn du bis hierhin tatsächlich weiter gelesen hast - na, hab ich damit gewonnen?