[indisch] Palak Paneer

Dadurch, dass ich mich momentan fleischlos ernähre – bis auf die Sonntagsausnahmen, die ich aber auch zu vermeiden versuche – kommen hier oft indische, vegetarische Gerichte auf den Tisch. Meist mit Paneer, dem indischen Käse, weil davon noch einiges im Kühlschrank schlummerte. Muss sich ja auch lohnen, wenn ich extra für die indischen und asiatischen Einkäufe nach Düsseldorf fahre.

Jetzt ist er bald aufgebraucht und dann werde ich nochmal versuchen ihn selber zu machen. Hab ich ja Noemi versprochen ;-) Ihr werdet’s erfahren.

Natürlich muss auch bei den Paneergerichten ein Klassiker wie diese Spinatspeise dabei sein. Sehr schnell zubereitet, kann dieses Palak (Spinat) Paneer (indischer Käse) in einer halben Stunde auf dem Tisch stehen. Ein bisschen erinnerte der Spinat an das Tiefkühlprodukt mit dem Blubb, nur besser und würziger. Der Mann hätte es aber gerne tomatiger gehabt. Mal sehen, ob ich mit dem letzten Rest gekauftem Paneer ein Tamatar (Tomate) Palak Paneer bastele.

Dazu passt einfach weisser Basmati-Reis oder auch indische Fladenbrote.

Dieses Rezept hier ist aus Camellia Panjabis wunderbarem Kochbuch “Indische Currys. Die 50 besten Originalrezepte aus allen Teilen des Landes“*, woraus schon einige Rezepte Einzug hier in Blog genommen haben – guckstu da.

Palak Paneer

Spinat mit indischem Käse

Zutaten für 2:

  • 150 g Paneer (erhältlich im indischen Lebensmittelgeschäft)
  • 250 g frischer Spinat
  • 2 grüne Chilis, keingehackt
  • 1/2 TL Ingwer, fein gehackt
  • 2 EL Öl
  • 1 Prise Bockshornkleesamen (Reformhaus, Bioladen, Indialaden oder bei Amazon kaufen*)
  • 1 Zwiebel, gehackt
  • 1 Knoblauchzehe, gehackt
  • 1/4 TL Kreuzkümmelsaat
  • 2 Tomaten, püriert (Tina – grob gehackt)
  • (Tina -Salz)

Zubereitung:

Den Spinat mit Chilies, Ingwer und einer Prise Salz – bei frischem Spinat einige Tropfen Wasser zufügen – ohne Deckel garen, damit er nicht seine schöne Farbe verliert (Salz trägt ebenso dazu bei, dass er seine Farbe erhält). Den Spinat abkühlen lassen und im Mixer pürieren.

Das Öl in einer Pfanne erhitzen und die Bockshornkleesamen darin 30 Sekunden anbraten. Die Zwiebel zugeben und mit leichter Farbe anschwitzen. Knoblauch und Kreuzkümmel unterrühren, nach 30 Sekunden
die Tomaten zufügen und etwa 5 Minuten schmoren lassen.

Wenn die Flüssigkeit vollständig verkocht ist, vorsichtig den Quark unterrühren. Den pürierten Spinat zugeben, einige Minuten köcheln lassen und servieren.

___

* = Affiliatelink

Kartoffeln mit Bockshornkleegrün – Aloo Methi

Diese Saison haben wir wieder die Gelegenheit genutzt, ein paar Bockshornkleesamen in die Erde zu stecken, um frisches Bockshornkleegrün zu erhalten. Das kriegen auch Leute wie ich hin, deren Daumen farbenblind ist. Allerdings stehen die Pflänzchen diesmal beim Vater des Mannes im Garten, es ist ein bisschen mehr ;-)

Dieses Aloo (Kartoffel) Methi (Bockshornkleegrün) habe ich vor Jahren schon mit getrockneten Blätter, die man im Asialaden bekommt (Kasuri Methi), zubereitet. Jetzt gönne ich ihm die frischen Blätter und superscharfe, aber auch voll aromatische Naga Jolokia, die schärfste Chili der Welt. Und wenn wir schon nur eine halbe Chili verwenden und auch noch die Kerne rauskratzen, will das was heissen.
Wir haben sie statt der grünen Chili verwendet, die Camellia Panjabi in ihrem Rezept im Kochbuch “Indische Currys” verlangt.

Das Bockshornkleegrün hat was von Liebstöckel, riecht ein bisschen nach Maggi, nur süsslicher. Schmeckt ein bisschen herber und natürlich nur so salzig, wie du es magst. Es ist eins meiner Lieblingskräuter, ich liebe den Duft im meiner Küche. Zum Glück verfliegt er auch nicht soooo schnell, was aber auch an den räumlichen Gegebenheit liegen mag.

Entgegen dem Rezept habe ich die Bockshornkleeblätter in Etappen in die Pfanne gegeben. Zuerst die kleingehackten Stiele, dann einen Teil der Blätter und eine kleine Handvoll Blätter erst kurz vor dem Servieren. Das scheint mir effektiver, als direkt alles tot zu braten.

Dazu gab’s Basmati mit Ghee und eine Raita, die ich aus Joghurt, gehackter Minze und Koriander, etwas gemahlenem Kreuzkümmel und Kala Namak hergestellt habe.


Kartoffeln mit Bockshornkleegrün - Aloo Methi
Würziges Kartoffelgericht
Autor:
Kueche: indisch
Portionen: 2
Vorbereitungszeit: 
Kochzeit: 
Gesamtzeit: 
Zutaten
  • 250 g Kartoffeln, in kleinen Würfeln (Tina - 400 g)
  • 50 g Bockshornkleegrün (Tina - 40 g)
  • Salz
  • 3 EL Öl
  • 2 Knoblauchzehen, gehackt
  • 1 grüne Chilischote, gehackt (Tina - ½ Naga Jolokia, entkernt und gehackt)
  • 1 MSP Curcuma, gemahlen
  • 4 Zweige frischer Dill, gehackt
  • 1 EL Koriandergrün, gehackt
  • (Tina - ½ TL Kreuzkümmelsaat)
Zubereitung
  1. Die Bockshornkleeblätter mit einer Prise Salz in einer Schale Wasser ½ Stunde einweichen, damit sie ihren leicht bitteren Geschmack verlieren. Die Blätter abtropfen lassen und hacken, Stiele fein gehackt, Blätter gröber.
  2. Das Öl in einer grossen Pfanne erhitzen. Knoblauch und Chilischote darin anbraten, nach einigen Sekunden die Bockshornkleeblätter (Tina - nur die Stiele) zufügen und 1 Minute mitbraten.
  3. Kartoffeln, Curcuma und Salz in die Pfanne geben und unter ständigem Wenden 2 Minuten braten. Dill und Koriandergrün (Tina - einen Teil davon sowie einen weiteren Teil Bockshornkleeblätter) untermischen.
  4. Die Kartoffeln zugedeckt bei sehr niedriger Temperatur in etwas 15 Minuten fertigbraten, eventuell zwischendurch mit etwas Wasser beträufeln. (Tina - restliches Koriandergrün sowie Bockshornkleeblätter unterrühren und sofort servieren)

Cauliflower Gashi – Blumenkohl-Kartoffel-Curry

Eigentlich habe ich dieses Cauliflower Gashi von Camellia Panjabi schon dort verbloggt, mich aber immer wieder über die schlechten Fotos geärgert. Daher und weil ich ein bisschen am Rezept geschraubt habe, gibt’s das jetzt hier in neu ;-) Richtig hübsch ist es immer noch nicht, aber indisches Essen gewinnt meist keine Schönheitspreise.

Das Curry stammt aus Mangalore und ist vegan/vegetarisch. Es passt gut zu trockenen Fleischgerichten oder einfach zu Reis oder indischen Broten. Ich habe ein bisschen an den Flüssigkeitsmengen geschraubt, sodass es nicht mehr so suppig ist. Richtig lecker ist es aber auf jeden Fall.

Zutaten-Tipps

Getrocknete Chilis, Koriandersamen, Senfkörner, Bockshornkleesamen, Kreuzkümmelsamen, Zimtstangen und Curcuma gibt’s im India-/Asia-Shop oder im gut sortierten Bio-Supermarkt. Tamarindenpaste findest du im Asia-Laden (hier aufpassen – es gibt auch Extrakt, das viel intensiver ist und verdünnt werden sollte). Alternativ nimmst du etwas Zitronensaft. Solltest du die ganzen trockenen Zutaten im Rezept nicht haben oder besorgen wollen, vermische gutes Currypulver mit etwas Chilipulver nach Geschmack und lasse den Arbeitsschritt des Gewürze-Anrösten aus. Kokosmilch bekommst du bei oben genannten oder im gut sortierten Supermarkt. Achte darauf, dass der Kokosanteil über 50 % liegt. Kokosraspel findest du bei allen genannten ;-)


Cauliflower Gashi - Blumenkohl-Kartoffel-Curry
würziges, vegan/vegetarisches Curry
Autor:
Rezepttyp: Hauptgericht
Portionen: 2-3
Vorbereitungszeit: 
Kochzeit: 
Gesamtzeit: 
Zutaten
  • 40 g Kokosraspeln
  • 160 ml Kokosmilch
  • 7-8 EL Öl
  • 300 g Zwiebeln, fein gehackt
  • 5 getrocknete rote Chilis
  • 2 TL Koriandersamen
  • ¼ TL Senfkörner
  • ¼ TL Bockshornkleesamen
  • ¼ TL Kreuzkümmelsamen
  • 1 Zimtstange
  • 4 Pfefferkörner
  • 2 Nelken
  • ½ TL Curcuma
  • ½ TL Paprikapulver
  • 1 gehäufter TL Tamarinde
  • 2 cm frischer Ingwer, fein gehackt
  • 4 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 200 g Kartoffeln, geschäft und grob gewürfelt
  • Salz
  • 400 g Blumenkohl, in kleine Röschen zerteilt
Zubereitung
  1. In einer beschichteten Pfanne 1 EL Öl erhitzen und die Kokosraspel darin 2–3 Minuten rösten. Aus der Pfanne nehmen und beiseite stellen.
  2. Einen weiteren EL Öl in die Pfanne geben und die Hälfte der Zwiebeln darin 2–3 Minuten anschwitzen. Herausnehmen und ebenfalls beiseite stellen.
  3. Nochmals einen EL Öl in die Pfanne geben und Chilis, Koriandersamen, Senfkörner, Bockshornkleesamen, Kreuzkümmelsamen, Zimtstange, Pfefferkörner und Nelken darin 30 Sekunden anbraten. Aus der Pfanne nehmen.
  4. Geröstete Kokosraspel, Zwiebeln und die angebratenen Gewürze zusammen mit Curcuma, Paprikapulver und Tamarinde in den Mixer geben, 125 ml Wasser dazugiessen und zu einer glatten Paste verarbeiten.
  5. Das restliche Öl in einem Topf erhitzen, Ingwer und Knoblauch 15 Sekunden darin anbraten. Die restlichen Zwiebeln zugeben und in 7–8 Minuten glasig anschwitzen. Die Gewürzpaste unterrühren und 2 Minuten mitschwitzen. Etwas Wasser und die Kartoffeln zugeben und 5 Minuten schmoren lassen. Etwa 1 TL Salz einstreuen, 125 ml Wasser zugiessen und das Ganze zugedeckt 6–7 Minuten köcheln lassen.
  6. Die Blumenkohlröschen und die Kokosmilch zugeben, vermischen und köcheln lassen, bis das Gemüse gar ist.
Notizen
Zutaten-Tipps Getrocknete Chilis, Koriandersamen, Senfkörner, Bockshornkleesamen, Kreuzkümmelsamen, Zimtstangen und Curcuma gibt's im India-/Asia-Shop oder im gut sortierten Bio-Supermarkt. Tamarindenpaste findest du im Asia-Laden (hier aufpassen - es gibt auch Extrakt, das viel intensiver ist und verdünnt werden sollte). Alternativ nimmst du etwas Zitronensaft. Solltest du die ganzen trockenen Zutaten im Rezept nicht haben oder besorgen wollen, vermische gutes Currypulver mit etwas Chilipulver nach Geschmack und lasse den Arbeitsschritt des Gewürze-Anrösten aus. Kokosmilch bekommst du bei oben genannten oder im gut sortierten Supermarkt. Achte darauf, dass der Kokosanteil über 50 % liegt. Kokosraspel findest du bei allen genannten ;-)


Hühnercurry mit Pistazien – Pista Murgh

Ich habe da nochmal was indisches für euch. Hier wird immer noch regelmässig indisch gekocht, auch wenn die Rezepte im Blog eher in andere Richtungen gehen. Aber viele schon gekochte indische Gerichte sind sooo gut, dass sie öfter auf unseren Tellern landen.

Hier haben wir nochmal was neues ausprobiert aus Camellia Panjabis “Indische Currys”, das schon oft herhalten musste ;-) Ganze 13 Rezepte findest du hier im Blog von ihr, ab heute dann 14 Stück ;-9

Dieses Pista (Pistazie) Murgh (Huhn) kommt aus Delhi, hat einen milden Geschmack und eine wirklich tolle grüne Farbe. Da wird man richtig für die Fisselei mit den Pistazien belohnt.

Wir haben dazu Safran-Basmatireis gegessen.

Zutatentipps (ab heute auch nochmal am Ende Rezepts):

Schärfeintolerante entfernen die Kern der Chilis. Ingwer bekommt man auf dem Wochenmarkt und im Supermarkt. Garam Masala kaufst du im Asialaden oder machst es nach diesem Rezept selbst. Curcuma bekommst dort auch, aber hier kannst du es auch einfach weglassen. Wir verwenden indische Lorbeerblätter, die bekommst du im India-Laden, kannst sie aber auch durch europäischen Lorbeer ersetzen. Fenchel und Kardamom gibt’s auch im Asia- oder India-Shop. Koriandergrün findest du auf dem Wochenmarkt oder auch im Asia-Laden, Reste lassen sich einfrieren und prima in Gerichte einrühren, hübsch ist er dann nämlich nicht mehr. Den Joghurt sollte man vorher verrühren und möglichst keine fettarmen Sorten verwenden, sonst flockt er wie auf den Fotos. Wir haben das Verkleppern des Joghurts nämlich vergessen. Ungesalzene, geschälte Pistazien bekommst im gut sortierten Supermarkt, um die Haut zu entfernen, übergiesst du sie mit heissem Wasser und lässt sie 10 Minuten ziehen, dann kannst du die Haut gut ablösen.


Hühnercurry mit Pistazien - Pista Murgh
Mildes Hühnercurry aus Delhi
Autor:
Rezepttyp: Hauptgericht
Portionen: 2
Vorbereitungszeit: 
Kochzeit: 
Gesamtzeit: 
Zutaten
  • 400-500 g Hähnchenbrustfilet, in mundgerechten Stücken
  • 50 g geschälte, ungesalzene Pistazien
  • 250 ml Geflügelbrühe
  • 4 grüne Chilis, gehackt
  • 3 EL sahne
  • 2 EL Joghurt, verschlagen
  • 2 EL Pflanzenöl
  • 2 cm Ingwer, fein gehackt
  • 1 Zwiebel, fein gehackt
  • 3 grosse Knoblauchzehen, fein gehackt
  • ½ TL Garam Masala
  • 1 MSP Curcuma, gemahlen
  • 1 Lorbeerblatt
  • ½ TL weisser Pfeffer, gemahlen
  • ¾ TL Fenchelsamen
  • Salz
  • ½ TL Kardamom, gemahlen
  • Koriandergrün, gehackt
Zubereitung
  1. Gehäutete Pistatzien mit 2 Chilis und der Sahne in einem Mixer/Blender zu einer Paste verarbeiten.
  2. Öl in einem Topf erhitzen und die Zwiebeln darin anschwitzen, bis sie leicht Farbe nehmen.Ingwer, Knoblauch, Garam Masala, Curcuma, Lorbeer, Pfeffer und Fenchel zugeben und für 2 Minuten mitschwitzen. Pistazien-Sahne-Paste einrühren und weitere 2 Minuten mitschwitzen.
  3. Hühnerfleisch zu geben und unter Rühren für 5 Minuten leicht köcheln.
  4. Dann Joghurt, restliche Chilis und Salz zugeben.
  5. Mit der Geflügelbrühe ablöschen und für 20 Minuten köcheln, bis sie gar sind.
  6. Kardamom und Koriandergrün druntermischen und servieren.
Notizen
Zutatentipps: Schärfeintolerante entfernen die Kern der Chilis. Ingwer bekommt man auf dem Wochenmarkt und im Supermarkt. Garam Masala kaufst du im Asialaden oder machst es nach diesem Rezept selbst. Curcuma bekommst dort auch, aber hier kannst du es auch einfach weglassen. Wir verwenden indische Lorbeerblätter, die bekommst du im India-Laden, kannst sie aber auch durch europäischen Lorbeer ersetzen. Fenchel und Kardamom gibt's auch im Asia- oder India-Shop. Koriandergrün findest du auf dem Wochenmarkt oder auch im Asia-Laden, Reste lassen sich einfrieren und prima in Gerichte einrühren, hübsch ist er dann nämlich nicht mehr. Den Joghurt sollte man vorher verrühren und möglichst keine fettarmen Sorten verwenden, sonst flockt er wie auf den Fotos. Wir haben das Verkleppern des Joghurts nämlich vergessen. Ungesalzene, geschälte Pistazien bekommst im gut sortierten Supermarkt, um die Haut zu entfernen, übergiesst du sie mit heissem Wasser und lässt sie 10 Minuten ziehen, dann kannst du die Haut gut ablösen.