[chinesisch] Pfannengerührtes Schweinefleisch mit Aubergine

Schon wieder Auberginen! So langsam freunde ich mich mit dem Gemüse richtig an. Diesmal ergab es sich, dass noch ein kleines Stück Schweinehüfte hier rumlag, das dringend verzehrt werden wollte.
Schnell war die Richtung klar – es sollte wieder chinesisch gekocht werden. Einfach weil es schnell geht und die Küche bei dem warmen Wetter nicht übermässig aufheizt.

Ein Blick in Neil PerrysAsia Food“* brachte dann dieses pfannengerührte Schweinefleisch zum Vorschein. OK, er verwendet Schweinebauch, der dann gewolft wird. Da haben wir es uns einfach gemacht, das grosse chinesische Hackebeil von der Wand genommen und es der Schweinehüfte eindrücklich vorgestellt. So wurde das Schweinefleisch zwar etwas gröber als in gewolfter Form, aber auch fettärmer. Gut so!

Durch die verwendeten Zutaten wie Würzsaucen und Knoblauch, Ingwer sowie Frühlingszwiebeln erreichten wir den typischen Sichuan-Geschmack, den wir so lieben – etwas süsslich, leicht scharf und eher auf der salzigen Seite. Perfekt!

Pfannengerührtes Schweinefleisch mit AubergineDie Auberginen nehmen toll den Geschmack an, das Fleisch ist zart-würzig und die weiteren Gemüse geben einen schönen Knack. Der Szechuanpfeffer bringt noch zitronige Aromen mit und sorgt dafür, dass man das Gericht als nicht so scharf empfindet.

Pfannengerührtes Schweinefleisch mit Aubergine
Die Auberginen nehmen toll den Geschmack an, das Fleisch ist zart-würzig und die weiteren Gemüse geben einen schönen Knack. Der Szechuanpfeffer bringt noch zitronige Aromen mit und sorgt dafür, dass man das Gericht als nicht so scharf empfindet.
Autor:
Küche: chinesisch
Art: Hauptgericht
Portionen: 2
Vorbereitungszeit: 
Kochzeit: 
Gesamtzeit: 
Zutaten
  • 150 g Schweinebauch, durch den Fleischwolf gedreht (Tina - 200 g Schweinehüfte, fein gehackt)
  • 1 Aubergine, in 2 cm grosse Würfel geschnitten
  • neutrales Pflanzenöl zum Frittieren
  • 2 Frühlingszwiebeln, in Ringe geschnitten
  • 1 Stück Ingwer, fein gehackt
  • 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 1 EL scharfe Bohnenpaste (siehe Hinweise unten)
  • 2 TL Shao Xing (siehe Hinweise unten)
  • 2 EL helle Sojasauce (siehe Hinweise unten)
  • 2 TL Zucker
  • 4 EL Hühnerbrühe
  • 2 Frühlingszwiebeln, in feine Streifen geschnitten
  • 1 Prise Sichuanpfeffer
Zubereitung
  1. Öl in einem Wok oder in einer Fritteuse auf 180 Grad erhitzen.Auberginen im heissen Fett portionsweise goldbraun frittieren, anschliessend auf Küchenpapier abtropfen lassen. Öl vorsichtig aus dem Wok abgiessen und Wok auswischen.
  2. Im Wok 3 EL Pflanzenöl erhitzen, Hackfleisch hinzufügen und unter Rühren anbräunen. Frühlingszwiebel, Ingwer, Knoblauch und scharfe Bohnenpaste dazugeben und unter Rühren braten, bis sie duften. Alles mit Shao Xing ablöschen, Sojasauce, Zucker und Hühnerbrühe hinzufügen und Aubergine in den Wok geben. Köcheln lassen, bis die Sauce etwas eingedickt ist. Aubergine auf einer Servierplatte anrichten, mit Zwiebelstreifen garnieren und mit Sichuanpfeffer bestreuen.

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[chinesisch] Jia Chang Dou Fu – Bärentatzen-Tofu

Schon wieder ein Gericht mit Tofu… Das liegt wohl vor allen Dingen daran, dass wir uns bei unserem letzten Besuch beim chinesischen Lebensmittelgeschäft in Düsseldorf mit ein paar Sorten Tofu eingedeckt haben, um sie zu probieren. Diesmal war ein Tofu dran, der von der selben Firma hergestellt wird, die auch den ganz frischen Tofu in den grossen Wannen produziert. Er war von ähnlicher Qualität, was ich natürlich gut finde, da ich mir so den Tofu auch auf Vorrat kaufen kann. Er ist haltbarer als der frische Tofu, der halt bald nach dem Kauf verbraucht werden muss.

Jia Chang Dou Fu - Bärentatzen-Tofu

Ein Rezept dafür fand ich in Fuchsia Dunlops Bibel der Sechuan-Küche “Land of Plenty: A Treasury of Authentic Sichuan Cooking“*. Sie nennt das Gericht dort Hausmacher-Tofu und man kann es mit Fleisch oder ohne zubereiten. Wir haben die Abwandlung, den Bärentatzen-Tofu zubereitet, wo die Tofustücke nicht frittiert, sondern langsam in wenig Öl gebraten werden. Ihr Aussehen soll so an Bärentatzen erinnern, die in China aus Tierschutz-Gründen nicht mehr zubereitet werden dürfen.

Dieses Sichuan-Gericht mit Tofu schmeckt salzig-würzig und leicht scharf mit einer feinen Süsse. Es ist schnell gemacht und perfekt, um nach einem langen Arbeitstag bald etwas auf dem Tisch zu haben.

Jia Chang Dou Fu - Bärentatzen-Tofu
Dieses Sichuan-Gericht mit Tofu schmeckt salzig-würzig und leicht scharf mit einer feinen Süsse.
Autor:
Küche: chinesisch
Art: Hauptgericht
Portionen: 2-3
Vorbereitungszeit: 
Kochzeit: 
Gesamtzeit: 
Zutaten
  • 400 g fester Tofu, in Stücken a 1 x 5 cm
  • 100 magerer Speck, in Streifen (optional)
  • Pflanzenöl
  • 2 EL Chili-Bohnenpaste (siehe Hinweise unten)
  • 3 Knoblauchzehen, in feinen Scheiben
  • 1 cm Ingwer, in feinen Streifen
  • 3 Frühlingszwiebeln, schräg zu Pferdeohren geschnitten
  • 300 ml Geflügelbrühe
  • ½ TL Zucker
  • ½ - 1 TL helle Sojasauce (siehe Hinweise unten)
  • ¾ TL Speisestärke mit 1,5 TL Wasser vermischt
Zubereitung
  1. Öl in einer Pfanne erhitzen und den Tofu darin langsam anbraten, bis er kross und goldgefleckt ist. Aus der Pfanne nehmen und beiseite stellen.
  2. EL Öl in einem Wok erhitzen, Speck darin unter Rühren anbraten, bis er zart duftet. Chili-Bohnenpaste zugeben und unter Rühren anschwitzen, bis das Öl rot ist. Knoblauch und Ingwer zugeben und anschwitzen. Brühe und Tofu zugeben und zum Kochen bringen. Hitze herunterdrehen, Zucker und Sojasauce unterrühren und für 3-4 Minuten köcheln, bis die Flüssigkeit reduziert ist und der Tofu die Aromen aufgesaugt hat.
  3. Frühlingszwiebeln zugeben und kurz unter Rühren köcheln, dann die Speisestärke zugeben und rühren, bis die Sauce gedickt ist, dann servieren.

Jia Chang Dou Fu - Bärentatzen-Tofu

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[chinesisch] Ji Ding Dou Fu – Tofu mit Hühnerfleisch in dunkler Sauce

Ich mag Tofu! Nur nicht als Fleischersatz, sondern im eigentlich asiatischen Sinn, wo er oft mit Fleisch und Geflügel kombiniert wird oder einfach als köstliche Eiweissquelle genossen wird.

Diesmal habe ich ein feines Rezept in dem zauberhaften, kleinen Kochbuch “Der Duft meiner Heimat. Die wunderbaren Rezepte meiner chinesischen Familie“* gefunden, das uns vollends begeisterte und sicher bald wieder auf unserem Tisch landen wird. Das sag ich zwar immer bei spannenden Speisen, aber meist kommt es doch nicht dazu, weil es doch auch noch sooooo viele andere Köstlichkeiten zu probieren gilt. Da bin ich ein Opfer meiner Neugierde ;-)

Ji Ding Dou Fu - Tofu mit Hühnerfleisch in dunkler SauceZartes Hähnchenfleisch (Ji Ding) mit köstlichem Tofu (Dou Fu) in einer würzigen, nicht allzu scharfen Sauce erwartet dich hier. Zwar brauchst du ein paar besondere Zutaten dafür, aber die Anschaffung lohnt sich auf jeden Fall, wenn du gerne öfter chinesisch fernab von Hühnchen süss-sauer kochen möchtest. Die Marinade verhindert, dass das Hähnchenfleisch zu trocken, sondern schön zart wird. Die süssen, knackigen Erbsen harmonieren perfekt mit dem weichen Tofu und der aromatischen Sauce. Dazu noch ein bisschen Duftreis, wunderbar.

Ji Ding Dou Fu - Tofu mit Hühnerfleisch in dunkler Sauce
Zartes Hähnchenfleisch mit köstlichem Tofu in einer würzigen, nicht allzu scharfen Sauce
Autor:
Küche: chinesisch
Art: Hauptgericht
Portionen: 2-3
Vorbereitungszeit: 
Kochzeit: 
Gesamtzeit: 
Zutaten
  • 200 g Hühnerbrust, in 1,5 cm grosse Würfel geschnitten
  • 5 EL Pflanzenöl
  • 400 g Tofu, in mundgerechten Stücken
  • 100 g Erbsen (hier TK)
  • 1 Frühlingszwiebel, in feinen Ringen
  • 1 cm Ingwer, fein gehackt
  • 2 Knoblauchzehenm fein gehackt
  • 2 EL scharfe Bohnenpaste (siehe Hinweise unten)
  • 1 TL Speisestärke
Für die Marinade:
  • 1 TL dunkle Sojasauce (siehe Hinweise unten)
  • 1 EL Reiswein (siehe Hinweise unten)
  • 1 TL Zucker
  • 1 EL Speisestärke
  • Salz
Für die Sauce:
  • 1 EL brauner Reisessig (siehe Hinweise unten)
  • 1 EL helle Sojasauce (siehe Hinweise unten)
  • 5 EL Hühnerbrühe
  • 1 TL Zucker
Zubereitung
  1. Alle Zutaten für die Marinade vermischen und die gewürfelte Hühnerbrust 20 Minuten darin marinieren lassen.
  2. Den Wok erwärmen. Hühnerfleisch in 2 EL Öl bei starker Hitze kurz pfannenrühren, bis es Farbe nimmt. Herausnehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen-
  3. EL Öl in den Wok geben und die Tofuwürfel dazugeben. Von beiden Seiten goldbraun anbraten. Herausnehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen.
  4. Restliches Öl in den Wok geben und Lauchzwiebel, Ingwer, Knoblauch und die scharfe Bohnenpaste kurz braten, bis sich die Aromen entfalten.
  5. Gebratenen Tofu, Erbsen und alle Zutaten für die Sauce dazugeben. Aufkochen lassen. Hitze reduzieren, Deckel auflegen und 2 Minuten schmoren-
  6. Gebratenes Hühnerfleisch zufügen. Die Speisestärke mit 1 EL kaltem Wasser verrühren, dazugeben und rühren, bis die Sauce eindickt.
  7. Heiss mit gekochtem Reis servieren.

Wo bekommst du die Zutaten:

 

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[chinesisch] Pfannengerührtes Lamm mit Kreuzkümmel

Schnelle und köstliche chinesische Küche war dieser Tage angesagt im Hause Foodina. Ausgewählt hatte ich dieses aromatische Lammgericht, das ich erfreulicherweise in Neil Perrys “Asia Food“* gefunden habe. Ein Abgleich mit meinen anderen chinesischen Kochbüchern zeigte, dass diese Zubereitung aus Sichuan nicht so häufig in Rezeptform vorliegt – zumindest nicht mit Lammfleisch.

Wir haben ein solches intensiv nach Kreuzkümmel schmeckendes Gericht schon einmal in einem Sichuan-Restaurant in der Version mit Schweinerippen und Kartoffeln genossen und fühlten uns leicht an Indien erinnert. Lag sicher am Kreuzkümmel, der auch in der indischen Küche gerne verwendet wird.

Für Fans von würzigem Lammfleisch mit asiatischen Aromen und einer gehörigen Portion Kreuzkümmel ist diese Speise perfekt. Dadurch, dass das Lamm nur kurz den Wok küsst und auch vorab leicht mariniert wird, ist es unglaublich zart. Du musst es auch nicht solange marinieren, wie im Rezept angegeben. Ich habe das Lamm in die Marinade gelegt und dann alles andere geschnippelt und Sauce bereit gestellt, dann den Wok angeheizt und das Lammfleisch zugegeben. Etwa 15 Minuten hatte das Lamm Zeit, sich in der Marinade zu suhlen und es reichte vollkommen.

 

Pfannengerührtes Lamm mit Kreuzkümmel

Zutaten für 3-4:

  • 350 g Lammlachse, quer zur Faser in schmale Streifen geschnitten
  • 1 TL Knoblauch, fein gehackt
  • 1 EL Ingwer, fein gehackt
  • 2 lange rote Chilischoten, Samen entfernt und in Ringe geschnitten (Tina – mit Samen)
  • 1 TL getrocknete Chiliflocken
  • 2 TL geröstete Kreuzkümmelsamen oder gemahlene Kreuzkümmelsaat
  • 1 TL helle Sojasauce (Asialaden, gut sortierter Supermarkt oder bei Amazon kaufen*)
  • 1 Frühlingszwiebel, in feine Ringe geschnitten
  • 10 Tropfen Chiliöl (Asialaden, Feinkostladen oder bei Amazon kaufen*)
  • 1 TL Sesamöl (Asialaden, gut sortierter Supermarkt oder bei Amazon kaufen*)

Für die Marinade:

Zubereitung:

Shao Xing, Salz und Sojasaucen mischen, Lammfleisch darin wenden und 1 Stunde (Tina – 15 Minuten) marinieren.

Wok erhitzen, bis er raucht. 3 EL Erdnussöl hineingeben und Lammfleisch portionsweise im heissen Fett bräunen, dabei umrühren, damit es nicht ansetzt. Fleisch herausnehmen und in eine Schüssel geben.

Weitere 3 EL Erdnussöl in den Wok geben und auf 180 Grad erhitzen. Knoblauch, Ingwer, frische Chilischoten, Chiliflocken und Kreuzkümmelsamen im heissen Fett unter rühren braten, bis sie duften. Lammfleisch wieder in den Wok geben, alles umrühren und mit Sojasauce würzen. Frühlingszwiebel, Chili- und Sesamöl hinzufügen und Wok vom Herd nehmen. Lammfleisch auf einem Teller anrichten und servieren.

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