Beim Kochen mit Freunden am Samstag gab es nach langer Zeit nochmal Gaeng (Curry bzw. Suppe) Panang (Panangstyle) Gai (Huhn), ein eher mildes cremiges Curry. Man kann es auch mit Rindfleisch oder Lamm zubereiten. Wir entschieden uns – wie so oft bei Curries – für Huhn.

Ein Panang-Curry ist nicht so scharf wie zum Beispiel ein rotes oder grünes Curry. Es ist eher süsslich, die vielen Kaffirlimettenblätter (TK-Schrank im Asiamarkt) geben einen schönen zitronigen Kontrast. Ich mag es sehr, schon alleine weil ich da ungestraft ganze Erdnüsse hineinwerfen darf, die der Mann nicht so gerne in seinem Essen mag. Herzhaft-scharfe Zubereitungen mit Erdnüssen konnten mich immer schon begeistern, ähnlich wie klitsch-süsser Kram damit. Über die erste Schokolade mit Erdnüssen bin ich damals wirklich hergefallen, ähnlich ging es mit den ersten Erdnüssen, die ohne Fett geröstet wurden und mit einer Würzmischung statt Salz verkauft wurden. Was habe ich dieses Zeug als Teenie geliebt.

Wenn dir das Curry zu scharf ist, nimm lieber weniger Chilis bzw. entferne aus den Chilis die Kerne und weissen Häutchen. Damit sparst du schon einiges an Schärfe ein. Du kannst auch grössere, mildere Chilis nehmen. Die kleinen Chilis, die wir verwenden, sind schon ziemlich biestig.
Wenn du weniger Paste nimmst, bekommst du natürlich auch weniger Geschmack an das Curry, daher bleib ruhig bei der Menge und nimm lieber zum Abmildern mehr Kokosmilch. Fett schluckt einiges an Schärfe.

 

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Gaeng Panang Gai
Cremiges Thai-Curry mit Huhn

Autor:
Kueche: Thai
Rezepttyp: Curry
Portionen: 5-6

Vorbereitungszeit: 
Kochzeit: 
Gesamtzeit: 

Zutaten
  • 600 g Hähnchenbrustfilet, in dünnen Streifen
  • 400 ml Kokosmilch – NICHT schütteln – die Creme, die sich oben absetzt, wird zuerst benötigt
  • 100 ml Geflügelbrühe
  • 6 EL Panang-Paste
  • 3 EL Palmzucker, alternativ brauner Zucker
  • 3 EL Fischsauce
  • 3 EL Erdnüsse
  • 10 Kaffirlimettenblätter, die Hälfte davon in feinen Streifen, die andere Hälfte gehackt
  • 6 Chilis, teils gehackt, teils in Streifen

Zubereitung
  1. Die feste Creme von der Kokosmilch abheben und im Wok auf hoher Temperatur erhitzen, bis sich Öl absetzt. Currypaste zufügen und unter Rühren braten, bis es riecht und sich rotes Öl oben absetzt.
  2. Die restliche Kokosmilch, Brühe, Palmzucker, Fischsauce, Erdnüsse, gehackte Kaffirlimettenblätter und Chilis zufügen. Kurz aufkochen, dann die Hähnchenstreifen zufügen und kurz gar ziehen lassen.
  3. Mit den Kaffirlimettenblatt- und Chilistreifen garnieren und servieren.

 

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Endlich nochmal ein Thaicurry!
Und eigentlich kochen wir hier viel zu wenig thailändisch und auch indisch ist momentan nicht so dran, aber die Phase kommt bestimmt bald wieder. Thaifood ist bei uns eh mehr eine Sommernummer, mal abgesehen von den Kokosmilchcurries, die auch im Winter gut gehen für mich.

Hier haben wir nun ein Curry (Gaeng), das grün (Keow) und süsslich (Wan) ist und mit Huhn (Gai) zubereitet wurde. Mit Rind (Nuea) sowie Thai-Auberginen und ein bisschen anders gab es das vor zwei Jahren schonmal. Ich finde, dieses chön charfe Thaicurry geht auch gut mit Lamm und Fisch, mit Ente kann ich es mit nicht so gut vorstellen, aber vegetarisch würde es bestimmt auch köstlich schmecken.

Wenn du auch mal ein Thaicurry kochen willst, tu dir nur einen Gefallen und kauf nicht diese nachgemachte Supermarktware, sondern kauf gutes thailändisches Zeug, das womöglich sogar günstiger ist als die Nachmacherprodukte im Glas, die sich oft nur in Farbe, aber nicht in Geschmack unterscheiden. Und ohne Zusatzstoffe kommt das Thaizeug in den Plastikeimerchen oder Tüten meist auch daher.
Und ja, es gibt einen Riesenunterschied im Geschmack bei den einzelnen Pasten. Nur solltest du aufpassen, die grüne Paste ist mitnichten mild, sondern die Schärfste, die du bekommen kannst. Wenn du nicht so scharf magst, nimm lieber weniger Paste, als einen Kompromiss mit einer für den deutschen Markt produzierten Paste zu machen.
Kauf sie am besten im Asialaden und stell sie angebrochen in den Kühlschrank, sie hält ewig.

 

Gaeng Keow Wan Gai
grünes Thaicurry mit Huhn

Autor:
Kueche: Thai
Rezepttyp: Curry
Portionen: 2

Vorbereitungszeit: 
Kochzeit: 
Gesamtzeit: 

Zutaten
  • 200 g Hähnchenbrustfilet – in dünnen Streifen
  • 1 EL Öl
  • 2 EL grüne Currypaste
  • 160 ml Kokosmilch – nicht schütteln
  • 200 ml Hühnerbrühe
  • 4 Kaffirlimettenblätter, in Streifen
  • ½ rote Paprika, in Stücken
  • 1 Handvoll grüne Bohnen, TK und blanchiert
  • 3 rote Chilis, schräg geschnitten
  • 1 EL Fischsauce
  • 1½ EL Palmzucker

Zubereitung
  1. Öl in einem Wok erhitzen, die Currypaste zugeben und braten, bis sie duftet.
  2. Nun die Kokoscreme, die man von der Kokosmilch abheben kann, zugeben sowie verrühren und kochen, bis sich das Öl absetzt. Dann die Hälfte der Kaffirlimettenblätter unterrühren und kurz ziehen lassen.
  3. Nun die restliche dünne Kokosmilch und Brühe sowie Fischsauce und Palmzucker zufügen und wieder zum Kochen bringen.
  4. Paprika, Bohnen und Hühnerstreifen zugeben, Hitze reduzieren und das Huhn sanft im Curry gar ziehen lassen.
  5. Übrige Kaffirlimettenblätter und Chilis darüber geben und servieren.

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Zum Wochenende habe ich hier noch ein köstliches Thaicurry für euch. Ein rotes Thaicurry mit Huhn (Gai) hatte ich ja schon vorgestellt, hier kommt nun eine abgewandelte Version mit Rind (Nua).

Im Gegensatz zu Curries mit Huhn, braten wir das Fleisch bei thailändischen Rinder- und Lammcurries vorher am liebsten an und stellen es dann warm. Ausserdem haben wir uns angewöhnt, weniger Kokosmilch zu verwenden und sie teilweise durch Brühe zu ersetzen. Das macht das Ganze leichter und schmeckt ähnlich gut.

Ausserdem habe ich euch einen Rezeptindex für meine thailändischen Rezepte gebastelt. Ihr findet ihn rechts in der Sidebar bei dem A-Z-Index ;-) Wenn ihr also mal schauen mögt – Rezeptindex Thailändische Küche

Zutaten-Tipps
Rote Currypaste
kann man im Supermarkt kaufen. Meist sind die aus dem Asialaden aber besser und authentischer. Schau nach Plastedosen mit Beuteln drin. Sie halten sich auch angebrochen ewig im Kühlschrank, wenn du immer mit einem sauberen Löffel arbeitest. Selbermachen geht natürlich auch – guckstu
Kokosmilch findest du in jedem Supermarkt oder auch im Asialaden und sogar im Biomarkt. Achte darauf, dass der Kokosanteil mehr als 50 % beträgt. Sie schmeckt nicht deutlich nach Kokos, kann also auch prima verwendet werden, wenn man sonst Kokos eher nicht mag.
Fischsauce findest du zwar auch im gut sortierten Supermarkt in der Exotenabteilung, aber da würde ich auch schauen, dass du keine pseudo-thailändisches Zeug kaufst. Ein Blick auf Hersteller und co. machen da meist schon schlauer. Wir bevorzugen die Fischsauce von Squid, aber auch Tiparos ist super.
Schlangenbohnen bekommst du im thailändischen Asiamarkt. Du kannst sie notfalls durch Keniabohnen ersetzen, diese würde ich aber vorher blanchieren. Schlangenbohnen kann man auch roh essen, sie schmecken lecker knackig. Einfrieren kannst du sie auch.
Wenn du schärfetechnisch eher ein Mürbchen bist, solltest du grössere Chilis verwenden und diese auch entkernen. Wir verwenden gerne die kleinen, scharfen Thaichilis im Curry, für die Deko nehmen wir allerdings auch grössere. Sieht einfach hübscher aus (hoffe ich)
Für Kaffirlimettenblätter tauchst du am besten in der Tiefkühltruhe des Asialaden. Diese Kaffirlimettenblätter sind toll und sehr aromatisch, ganz im Gegenteil zu ihren getrockneten Freunden, die man schonmal bei Gewürzhändlern sieht. Der Weg zum Asialaden lohnt sich hier wirklich, denn du holst dir den Duft Thailand damit nach Hause. Du kannst die Blätter in deinem TK parken und entnehmen, wie du sie brauchst. Sie halten sich auch ewig.

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Gaeng Ped Nua – rotes Thaicurry mit Rind
rotes Thaicurry mit Rind

Autor:
Rezepttyp: Hauptgericht
Portionen: 2-3

Vorbereitungszeit: 
Kochzeit: 
Gesamtzeit: 

Zutaten
  • Erdnussöl oder anderes neutrales Pflanzenöl
  • 3 EL rote Currypaste
  • 400 g Rinderhüfte, in dünnen Streifen
  • 160 ml Kokosmilch, ungeschüttelt (das ist eine kleine Dose)
  • 200 ml Rinderbrühe
  • 3 Kaffirlimettenblätter, in Streifen
  • 100 g Schlangenbohnen, in 4 cm langen Stücken
  • ½ Paprika, entkernt und in 1 cm breiten Stücken
  • 1 EL Fischsauce
  • 1 EL Limettensaft
  • 1 EL brauner Zucker
  • 3 rote Chilis, in Ringe geschnitten

Zubereitung
  1. Öl im Wok erhitzen, Rindfleischstreifen kurz scharf anbraten, dann warm stellen
  2. Die Currypaste im Wok bei mittlerer Hitze unter Rühren für ca. 1 Minute braten. Dann die Kokoscreme von der Milch abheben und gut mit der Paste vermischen. Einen Teil der Kaffirlimettenblätter und Chilis zugeben und paar Minuten köcheln lassen.
  3. Restliche Kokosmilch, Brühe, Zucker, Fischsauce und Limettensaft unterrühren.
  4. Schlangenbohnen und Paprika zugeben.
  5. Fleisch dazu geben und weitere 10 Minuten leicht köcheln lassen, bis das Fleisch gar ist.
  6. Mit den restlichen Kaffirlimettenblättern sowie Chilis bestreut servieren.

Notizen
Zutaten-Tipps Rote Currypaste kann man im Supermarkt kaufen. Meist sind die aus dem Asialaden aber besser und authentischer. Schau nach Plastedosen mit Beuteln drin. Sie halten sich auch angebrochen ewig im Kühlschrank, wenn du immer mit einem sauberen Löffel arbeitest. Selbermachen geht natürlich auch – guckstu Kokosmilch findest du in jedem Supermarkt oder auch im Asialaden und sogar im Biomarkt. Achte darauf, dass der Kokosanteil mehr als 50 % beträgt. Sie schmeckt nicht deutlich nach Kokos, kann also auch prima verwendet werden, wenn man sonst Kokos eher nicht mag. Fischsauce findest du zwar auch im gut sortierten Supermarkt in der Exotenabteilung, aber da würde ich auch schauen, dass du keine pseudo-thailändisches Zeug kaufst. Ein Blick auf Hersteller und co. machen da meist schon schlauer. Wir bevorzugen die Fischsauce von Squid, aber auch Tiparos ist super. Schlangenbohnen bekommst du im thailändischen Asiamarkt. Du kannst sie notfalls durch Keniabohnen ersetzen, diese würde ich aber vorher blanchieren. Schlangenbohnen kann man auch roh essen, sie schmecken lecker knackig. Einfrieren kannst du sie auch. Wenn du schärfetechnisch eher ein Mürbchen bist, solltest du grössere Chilis verwenden und diese auch entkernen. Wir verwenden gerne die kleinen, scharfen Thaichilis im Curry, für die Deko nehmen wir allerdings auch grössere. Sieht einfach hübscher aus (hoffe ich) Für Kaffirlimettenblätter tauchst du am besten in der Tiefkühltruhe des Asialaden. Diese Kaffirlimettenblätter sind toll und sehr aromatisch, ganz im Gegenteil zu ihren getrockneten Freunden, die man schonmal bei Gewürzhändlern sieht. Der Weg zum Asialaden lohnt sich hier wirklich, denn du holst dir den Duft Thailand damit nach Hause. Du kannst die Blätter in deinem TK parken und entnehmen, wie du sie brauchst. Sie halten sich auch ewig.

 

 

Das passt natürlich auf super zum wochenendlichen Kochrezepte-Basar von Tobias. Werft doch mal einen Blick rein ;-)

 

Kochrezepte Basar -teilen,inspirieren,stöbern,entdecken- immer Freitag bis Sonntag - tobias kocht!

 

In meinem Currypasten-Reigen fehlte neben der grünen Paste noch eine gelbe, die ich nach längerer Zeit endlich aufschreiben will. Irgendwie bin ich immer noch auf der Suche nach der Bloglust, aber da sich sonst viel zu viel an blogbaren Rezepten hier stapelt, muss ich mich heute mal dazu nötigen… Tut auch gar nicht weh. ;-)
Wir haben die Paste verwendet, um dieses Gaeng Kari Gai zu kochen, dazu gab’s als Ausgleich der Aromen einen thailändischen Gurkensalat.

Zutaten-Tipps:

Für die Paste benötigst du Currypulver, möglichst thailändisches. Wir haben dafür unser selbstgemachtes Pulver verwendet, aber ein gute Qualität aus dem Asialaden tut es sicher auch. Zitronengras und Ingwer bekommst du im gut sortierten Supermarkt, für Galgant, getrocknete Chilis, Curcuma und Gapi (Shrimppaste) musst du wohl zum Asialaden. Galgant, Zitronengras und Ingwer lässt sich gut einfrieren, falls du davon etwas über haben solltest. Angebrochene Shrimppaste hält sich ewigst im Kühlschrank.

Gelbe Currypaste
gelbe Currypaste

Autor:
Rezepttyp: Currypaste
Portionen: 1

Vorbereitungszeit: 
Kochzeit: 
Gesamtzeit: 

Zutaten
  • 7 getrocknete rote Chilis, eingeweicht und abgetropft
  • 3 EL Schalotten, grob gehackt
  • 2 EL Knoblauch, grob gehackt
  • 1 EL Zitronengras, grob gehackt
  • 1 EL Koriandersaat
  • 1 TL Galgant. grob gehackt
  • 1 TL Ingwer, grob gehackt
  • 1 TL Kreuzkümmelsaat
  • 1 TL Curcuma, gemahlen
  • 1 TL Currypulver, siehe Zutaten-Tipps
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Gapi (Shrimppaste)

Zubereitung
  1. Zuerst die trockenen Zutaten im Mörser oder Blender zerkleinern, dann nach und nach die feuchten Zutaten zugeben und auch zerkleinern, bis eine Paste entsteht. Nach Bedarf etwas Wasser zugeben, falls die Masse zu fest wird.


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