[Mein Advent] Tahini-Schokoladenkuchen mit Creme fraiche am 09.12.2015

Ich gebe mich geschlagen…

Das mit dem täglichem Beitrag wird dieses Jahr wohl nichts mehr. Vor lauter Leben und Besinnlichkeit, wenig Stress und viel Reflektion sowie einiger Gedankenwälzerei bezüglich meiner Pläne für’s nächste Jahr kommt die Schreiberei ein bisschen zu kurz. Da es mir inzwischen ein bisschen besser geht, auch wenn man immer noch nicht weiss, was ich habe, und anscheinend das Interesse daran nur einseitig vorhanden ist, nutze ich die Zeit auch, um Versäumtes nachzuholen.

Als kleine Entschädigung für euch gibt’s heute was Süsses. Desserts und Gebäck kommt hier im Blog ja nicht so oft vor. Nicht, dass ich nicht gerne auch mal Süsskram oder Dessert essen würde, aber ich bevorzuge es, wenn andere die Arbeit damit hatten. ;-) Daher finden Desserts meist nur bei Kochtreffen wie dem letzten modern-griechischen statt. Ich suche das Rezept aus und andere bereiten es zu. Perfekt!

Diese Schoko-Küchlein sind aber so simpel und dabei so köstlich, dass ich sie wohl noch einmal backen werden. Das Besondere daran ist wohl das kletschige Innere und das soll auch so. Stäbchenprobe kannst du also gepflegt vergessen. Der Geschmack ist wunderbar schokoladig mit einer eindeutigen Kakao-Note, hinter der ganz zart die Tahini versteckt. Ein bisschen Frische bekommt das Küchlein durch Creme fraiche und Limettenabrieb. Vergiss Schokolade mit Orange, mit Limette wird sie erst recht zum Star.

Tahini-Schokoladenkuchen mit Creme fraiche

Meine Tipps für Tahini-Schokoladenkuchen mit Creme fraiche

Wir haben die Küchlein in grossen Muffinblechen gebacken, da braucht’s ein bisschen länger Zeit im Ofen. Beim nächsten Mal würde ich kleinere Formen nehmen, denn die kleinen Schätze sind wirklich mächtig. Dann reicht wohl auch die halbe Menge für zehn Personen. Im Rezept von Maria Elia in “Smashing Plates: Greek Flavors Redefined wird 70-%ige Schokolade verwendet. Ich vermischte 250 g Schokolade mit 75 % Kakao und 50 g Schokolade mit 99 % Kakao, weil letztere noch da war. Wenn du die Schokolade wie im Originalrezept verwendest, wird das Küchlein schokoladiger und der Kakao kommt weniger durch.
Maria Elia hat leider nicht angegeben, wie gross die Eier sein sollen. Da unsere Masse recht fest war, empfehle ich dir, eher Eier der Grösse L zu nehmen.
Du kannst den Teig schon ein paar Stunden vor dem Backen fertigstellen und kurz bevor das Dessert serviert werden soll, in Muffinformen umfüllen und backen. Sie brauchen ja nur kurze Zeit im Ofen.

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[Kochtreffen] Crostoli mit Cheesecake-Eis und Erdbeersauce

Fettgebäck und Eis gehen immer

Daher gab’s als süsses Hintendrauf diese köstlichen Crostoli aus Nino Zoccalis Pasta. Von einfach bis extravagant* (bei Langer & Blomqvist übrigens für € 12,95), dazu das schon mehrfach erprobte Cheesecake-Eis von Herrn Lebovitz – das Rezept findest du bei Moey’s Kitchen – und eine feine Erdbeersauce aus dem Teubner Handbuch: Desserts*.

Das passte wirklich ganz wunderbar und war auch kein Hexenwerk. Mit den Erdbeeren haben wir endgültig den Winter verabschiedet. Zum Glück bekomme ich hier Treibhaus-Erdbeeren aus der Region. Ökologisch korrekt ist anders, bleibt aber eine Ausnahme. Auf viele andere Frühlingsgemüse und -früchte warte ich brav, bis sie Saison haben. Nur bei Erdbeeren treibt mich schonmal die Gier, aber auch da verzichte ich auf die Importware aus Spanien und co. Seht’s mir nach, ich bin auch nicht perfekt ;-)

[Kochtreffen] Crostoli mit Cheesecake-Eis und Erdbeersauce

Crostoli mit Cheesecake-Eis und Erdbeersauce

Ein sehr einfaches Dessert – die Masse für das Eis wird nur zusammengerührt und darf dann in der Eismaschine (falls du noch keine hast, empfehle ich dir die Unold Cortina*, die mir und vielen anderen Bloggern gute Dienste leistet) ihre Runden drehen. Die Erdbeersauce ist auch schnell hergestellt und kann vorbereitet werden:

Zutaten:

  • 500 g Erdbeeren
  • 120 g Zucker
  • 1 Orange, Saft und Zesten davon
  • 4 EL brauner Rum

Zubereitung:

  1. Erdbeeren putzen und im Mixer pürieren. Anschliessend durch ein feines Sieb streichen.
  2. Den Zucker mit 120 ml Wasser in einem Topf aufkochen. Den Orangensaft und die Zesten untermischen und die Flüssigkeit etwa 2 Minuten einkochen. Den Rum zum Sirup giessen und alles erkalten lassen.
  3. Den Sirup mit dem Erdbeerpüree mischen und mit dem Dessert servieren.

Für die Crostoli musst du nur einen Teig herstellen, ausrollen und in Streifen schneiden. Dann ab ins heisse Fett und schön aufgehen lassen. Abtropfen lassen, dann mit Puderzucker bestreuen und gerne auch noch warm geniessen. Aber du kannst sie auch gut vorbereiten und abgekühlt zum Dessert oder Kaffee reichen. Das ist kein Problem.

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[altdeutsche Küche] Schwarzweisser Pudding

Was süsses hintendrauf

Beim altdeutschen Kochtreffen durfte natürlich eine Süssspeise nicht fehlen. Wir entschieden uns für den Schwarzweissen Pudding einer Dresdener Hausfrau aus “Allgemeines illustriertes Kochbuch für die deutsche Küche von deutschen Hausfrauen unter Mitwirkung hervorragender Autoritäten d. Koch- und Backkunst” aus dem Jahr 1904.

Mit schwarz-weiss ist sicher die helle Füllung im Kontrast zur doch recht dunklen Decke aus eingeweichtem Zwieback gemeint, der doch kräftig im Ofen bräunt. Ich fand das Rezept sehr urig und spannend aufgrund der Pflaumenmus-Quarkmasse und dem Zwiebackmantel. Kerstin kannte das Rezept tatsächlich so ähnlich aus ihrer Familie. Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass man das in den letzten Jahrzehnten tatsächlich noch so zubereitet hat.

[altdeutsche Küche] Schwarzweisser Pudding

Der schwarzweisse Pudding

Sicher kann man die Dessert auch als süsse Hauptspeise geniessen, so war es wohl damals auch gedacht und die Mengen passen wirklich auch für 10 Personen als Hauptgang. Du kannst eine Frucht- oder Vanillesauce dazu servieren, das macht das Gericht bestimmt noch besser. Der “Pudding” schmeckt schön fluffig und nicht allzu süss, mächtig ist er aber trotzdem.

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[italienisch] Crema ai marroni – Maronencreme mit Preiselbeersirup

Der süsse Abschluss

Ausnahmsweise gab’s hier dann auch mal ein Dessert. Wir sind alle keine grossen Nachtisch-Fans, aber bei dem italienischen Menue mit Freunden mit Rezepten aus dem “Silberlöffel“* sollte es auf jeden Fall einen süssen Abschluss geben. Die Wahl fiel auf eine simple Maronencreme, die wir dann noch mit etwas Preiselbeersirup obendrauf verfeinert haben. Eine gute Idee!

[italienisch] Crema ai marroni - Maronencreme mit Preiselbeersirup

Köstliche Maronencreme

Eine feine süssliche Note hat die Crema ai marroni, die mit wenigen Zutaten auskommt. Wir verwendeten blanchierte Maronen aus dem Frischepack in derselben Menge, wie im Rezept für frische Maronen angegeben war. Dadurch wurde die Creme etwas fester, aber auch intensiver im Geschmack. Wenn du wie wir auch diese vorgekochten Maronen verwendest und lieber eine cremigere Masse magst, reduziere die Menge um ca. ein Drittel.

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