Wutt..? Gobi? Grobi…? Ne… äh… Gorbi….? Oder doch Obi…?

Gobi ist das indische Wort für Kohl, meist wird Blumenkohl, ich habe aber auch schon Gobi-Rezepte mit anderen Kohlsorten gefunden. Und da ich diesen leckeren Blumenkohl in einer Sauce aus Kokosmilch und einer Nuss-Gewürzpaste gekocht habe, wird ein solches Gericht dann Gobi Korma genannt.
Ein Korma ist ein meist nordindisches Curry, das oft mit Nüssen und Milchprodukten wie Sahne oder Joghurt gekocht werden. Die Kokosmilch ist hier neben der Chili und den Kokosflocken die Brücke zu Südindien, weil dort eher Kokosprodukte verwendet werden. Korma ist Hindi und bedeutet “schmoren”, meist wird dazu Fleisch am Knochen verwendet, hier haben wir die vegane Variante mit Blumenkohl.

Kormas sind meist recht mild. Ich habe allerdings ein bisschen mehr Chili verwendet und so hat es eine angenehme Schärfe und wärmt nachhaltig durch die verwendeten Gewürze. Das Richtige für Herbst und Winter oder auch für Dreckswettertage.

Für dieses südindische Gobi Korma wird zuerst eine Gewürzpaste, eine Masala, angefertigt, die nicht sehr aufwendig ist. Ich liebe den Duft und auch Geschmack dieser Paste mit Kokos, Knoblauch und Zwiebel sehr, auch wenn ich sonst nicht so der Kokosfreund bin.
Für die Masala weicht man Cashews ein, damit man sie besser verarbeiten kann. Wirf das Wasser nicht weg, vielleicht brauchst du noch was davon, um die Paste geschmeidiger zu machen.
Beim Anrösten der Kokosflocken solltest du vorsichtig sein, der Grad zwischen fein gebräunt und schwarz ist sehr schmal. Statt der Cashews kannst du auch Mandeln verwenden.

Ich habe das mal für dich “ge-instagrammt”

Masala

  • 1 kleine Zimtstange, hier Cassia
  • 1 Nelke
  • 6 getrocknete rote Chilis
  • 1 TL Koriandersaat
  • 1 TL weisser Mohn (weglassen, wenn nicht vorhanden)
  • 1 Schalotte, gehackt
  • 1 grüne Chili, gehackt
  • 4 Knoblauchzehen, gehackt
  • 1 TL Ingwer, gehackt
  • 3 EL Kokosflocken
  • 3 EL Cashew, in Wasser eingeweicht
  • 2 TL Pflanzenöl
Öl in einer Pfanne erhitzen und Zimt, Nelke, rote Chilis, Koriandersaat, Mohn und die Schalotten anschwitzen, bis die Schalotten glasig sind, dann grüne Chili, Ingwer, Knoblauch und Kokosflocken zugeben. Für 2 Minuten anschwitzen, dann abkühlen lassen.
Mit den Cashews im Mixer zu einer geschmeidigen Paste verarbeiten.
Gobi Korma
  • 1 mittlerer Blumenkohl, in Röschen
  • 3 Schalotten, fein gehackt
  • 2 Tomaten, fein gehackt
  • 2 Lorbeerblätter, indische, wenn verfügbar
  • 250 ml Kokosmilch
  • 50 g Erbsen, hier TK
  • 1 EL Pflanzenöl
  • Salz
  • 2 EL Koriandergrün, gehackt
  • Masala
Blumenkohl in Salzwasser für 5 Minuten blanchieren.
Öl in einer Pfanne erhitzen, Lorbeer und Schalotten zugeben, etwas salzen und anschwitzen, bis die Schalotten glasig sind.
Gehackte Tomaten zugeben und für zwei Minuten anschwitzen, dann Masala unterrühren und für 5 Minuten braten, bis es aromatisch riecht. Ein bisschen Wasser (am besten Masala-Gefäss damit ausspülen) zugeben, falls nötig.
Blumenkohl und Erbsen zugeben und nach Bedarf ein bisschen Wasser zugeben. Für 10 Minuten köcheln, dann Kokosmilch unterrühren und weitere 10 Minuten sanft köcheln.
Mit Salz abschmecken und mit Koriandergrün bestreut servieren.
 

Natürlich ist die Idee, ein Risotto mit Thai-Aromen zu kochen, nicht neu, aber auch nicht wirklich alltäglich. Es reiht sich ein mit anderen Fusion-Risotti, die ich schon gekocht habe, wie diesem MISOtto oder dem indisch angehauchten RisIndia.

Hier habe ich nun etwas Kokosmilch verwendet und grüne Currypaste, sodass der Risotto schön würzig und leicht pikant daherkommt. Die Garnelen habe ich mit etwas Sojasauce, grosszügig Reiswein und Sweet&Spicy-Sauce abgelöscht. Dadurch bekamen sie eine tolle Farbe und ein eher süsses Aroma, was perfekt mit dem Risotto harmonierte. Ich überlegte, ob ich noch etwas klein gehacktes Zitronengras darübergebe, aber ich glaube, es wäre hier ein bisschen zuviel gewesen.
Die Cremigkeit kommt von der Kokosmilch und einem guten Stich Butter, den ich zum Schluss dazugab – auch wenn das nicht wirklich zur Thaiküche passt ;-)
Ansonsten habe ich mich mit Zutaten zurückgehalten, es war halt schnelle Feierabendküche ohne noch gross Kram zu besorgen…

 

Grüner Thaisotto mit Erbsen und Garnelen
Würziger Risotto mit Erbsen und Garnelen

Autor:
Kueche: Fusion
Rezepttyp: Hauptgericht
Portionen: 2

Vorbereitungszeit: 
Kochzeit: 
Gesamtzeit: 

Zutaten
  • 150 g Risottoreis, hier Vialone Nano
  • 440 ml Gemüsebrühe
  • 160 ml Kokosmilch, das ist eine kleine Dose
  • Reisöl oder anderes Pflanzenöl
  • 4 Frühlingszwiebeln, in feinen Ringen
  • 1 EL grüne Currypaste
  • 75 ml Weisswein
  • 500 g frische Erbsen, gepuhlt, oder 200 g TK-Erbsen
  • Fischsauce
  • 1 guter Stich Butter
  • 100 g Garnelen, vorgekocht, ohne Schale
  • helle Sojasauce
  • Reiswein
  • Sweet&Spicy-Sauce

Zubereitung
  1. Kokosmilch mit Gemüsebrühe erhitzen.
  2. Reisöl in einem Topf erhitzen, Frühlingszwiebel zugeben und anschwitzen. Currypaste zugeben und kurz angehen lassen, dann Reis zugeben, diesen auch kurz angehen lassen. Mit Weisswein ablöschen und diesen reduzieren.
  3. Erbsen zugeben.
  4. Dann schöpfkellenweise unter Rühren die Kokosmilch-Brühe zugeben, bis keine Brühe mehr da ist und de Reis gar ist. Mit ein paar Spritzern Fischsauce abschmecken.
  5. Einen guten Stich Butter unterrühren und beiseite stellen.
  6. Die Garnelen in ein bisschen Reisöl anbraten und mit ein paar Spritzern Sojasauce, einem guten Schuss Reiswein und ein bisschen Sweet&Spicy-Sauce ablöschen, dann auf dem Risotto servieren.

 

 

Es war an der Zeit für einen frühlingshaften Risotto. Dafür kaufte ich frösche Erbsen – aus Italien *schäm* – und nutzte Reste von Fröschkäse und Daikonkresse. Mhm, das passte richtig gut zusammen.

Komischerweise fiel mir der Verzicht auf Spargel bis zur hiesigen Ernte nicht so schwer, bei den Erbsen kann ich mich aber kaum zurückhalten und sehne auch schon die ersten Dicken Bohnen herbei. So schleiche ich tagelang um das Erbsenangebot beim Gemüsemann m.V., bis ich dann voller Jieper zuschlage. Am Mittwoch war das wieder der Fall, aber ich habe es nur kurz bereut, so köstlich kam dieser Risotto daher.

Die Senfschärfe der Daikonkresse, die Süsse der frischen Erbsen und eine gehörige Portion Pfeffer – hier Wayanad-Pfeffer, der sehr rund daher kommt und der beste Pfeffer der Welt sein soll (Nuja!) – harmonieren prima miteinander und der Frischkäse bringt eine leichte Cremigkeit mit… Du siehst mich immer noch gut begeistert!

Für die Punkte-, Kalorien-, wasauchimmer-Zähler unter euch lohnt sich dieser Risotto auch, denn ich habe Parmesan sowie die Butter zum Schluss durch den Frischkäse ersetzt. Glyxianer und Dukanfans müssen aber leider draussen bleiben, böse Kohlehydrate! ;-)

 

Risotto mit Erbsen, Frischkäse und Daikonkresse
Frisches Frühlingsrisotto

Autor:
Kueche: europäisch
Rezepttyp: Hauptgerichte
Portionen: 2

Vorbereitungszeit: 
Kochzeit: 
Gesamtzeit: 

Zutaten
  • 150 g Risottoreis, hier Vialone Nano
  • 600 ml Gemüsebrühe, heiss
  • 1 Schalotte, fein gehackt
  • Butter
  • Olivenöl
  • 500 g frische Erbsen, aus der Schote gepuhlt oder 150 g TK-Erbsen
  • 1 Schuss Weisswein
  • 2 grosszügige EL Frischkäse
  • Salz
  • Wayanadpfeffer, frisch gemahlen, alternativ anderen Pfeffer
  • Daikonkresse

Zubereitung
  1. Olivenöl mit Butter in einem Topf erhitzen, dann Schalotten darin anschwitzen. Reis zugeben und auch kurz anschwitzen.
  2. Mit Weisswein ablöschen und diesen nahezu vollständig einkochen lassen.
  3. Nun auf mittlerer Hitze schöpfkellenweise die Brühe zugeben und immer wieder rühren. Nach der Hälfte der Brühe die Erbsen unterrühren. Immer wenn die Brühe vom Reis aufgesogen wurde, wieder eine Schöpfkelle Brühe zugeben, bis nichts mehr vom Brühe da und der Reis gar ist.
  4. Mit Pfeffer würzen, Frischkäse unterrühren, mit Salz abschmecken und mit Daikonkresse bestreut servieren.

Weitere frühlingshafte Risotto-Rezepte:

 

Ostermontag kochte ich für uns und des Mannes Eltern ein kleines Menue, das möglichst stressfrei zuzubereiten sollte, da ich etwas malad bin. Ausserdem durfte es nicht zuviel sein, denn die älteren Herrschaften essen ja nicht mehr soviel. Mehr als 3 kleine Gänge waren da nicht drin. Passte also alles ;-)

Und das gab’s (Rezepte folgen unten):

  • Erbsen-Minz-Süppchen mit Sugarsnaps
  • Spanferkelfilets mit Ras el Hanout, Sauce mit Lampong-Pfeffer und schwarzem Kardamom, Möhren mit Kreuzkümmel und Zitrone, dazu Kartoffelstampf mit Büffelbutter
  • Malabi, ein Pudding mit Rosenwasser, und darauf selbstgekaufter Maracuja-Sirup

Die Suppe war schön frühlingshaft, vegetarisch und aus meinem neuen Kochbuch von Rose Elliot “Vegetarisch auf die Schnelle“. Ich geb’s ja zu, ich war zuallerst von den Cover-Farben angefixt, aber der Inhalt ist wirklich toll. Die Zuckerschoten/Sugarsnaps habe ich letztens im Asialaden entdeckt und liebe sie heiss und innig. So viel besser als der – auch importierte – Kram, den unsere Gemüsehändler sonst so haben. Sie wurden von uns einfach in Salzwasser für 5 Minuten blanchiert und auf die Suppe gelegt.
Ich habe die Suppe nicht, wie im Rezept verlangt, durch ein Sieb gestrichen, sondern sie so rustikal gelassen. Uns gefiel das diesmal sehr gut.

 

Erbsensuppe mit Minze
Leichte, frühlingshafte Erbsensuppe

Autor:
Kueche: europäisch
Rezepttyp: Suppe
Portionen: 4-6 als Vorspeise

Vorbereitungszeit: 
Kochzeit: 
Gesamtzeit: 

Zutaten
  • 15 g Butter (Tina – Öl)
  • 1 Zwiebel, gehackt (Tina – Schalotte)
  • 125 g mehligkochende Kartoffel, gewürfelt (Tina – vf)
  • 450 g TK-Erbsen, aufgetaut
  • 4-5 Stängel Minze, abgezupft
  • 1 l Gemüsebrühe
  • Salz
  • frisch gepresster Zitronensaft

Zubereitung
  1. Die Butter in einem grossen Topf schmelzen und die Zwiebel und die Kartoffelwürfel darin für ca. 10 Minuten leicht anbraten.
  2. Die Erbsen, Minze und die Brühe zugeben. Alles zum Kochen bringen und 10-15 Minuten köcheln lassen, bis die Kartoffeln und Zwiebeln weich sind.
  3. Die Suppe mit einem Küchenmixer oder mit einem Stabmixer pürieren und durch ein Sieb zurück in den Topf streichen. Nach Belieben mit etwas Wasser verdünnen und nochmals langsam erhitzen. Mit Salz und ein bisschen Zitronensaft abschmecken und servieren.

 

Für den Hauptgang haben wir Spanferkelfilets mit rotem Ras el Hanout aus dem arabischen Supermarkt eingerieben, auf dem Teppanyaki angebraten und dann im Ofen bei 80 Grad gar ziehen lassen, während die Kartoffeln für den Stampf mit Büffelbutter kochten.
Die Sauce wurde mit Kalbsfond, schwarzen, rauchigen Kardamomkapseln (Bezug – indischer Supermarkt) und zitronig-frischen, leicht bitteren Lampongpfeffer-Körnern (Bezug über Ingo Holland) gekocht, Nachdem ich Schalottenwürfel in Butter angebraten und mit Pinot Grigio abgelöscht hatte. Reduziert um zwei Drittel habe ich sie püriert und mit eiskalter Butter montiert. Ein wirklich feines Sösschen…

Die Möhren habe ich nach einem weiteren Rezept von Rose Elliot zubereitet. Wieder ein feines erfrischendes Gericht, vor allen Dingen für jemanden wie mich, der warme süsse Möhren so gar nicht mag. Hier kommen sie würzig und leicht zitronig daher. Sehr schön…

Geschmorte Möhren mit Kreuzkümmel

Zutaten:

  • 750 g junge Möhren, gründlich abgerieben (Tina – 1 Bund)
  • 4 EL Olivenöl
  • 4 Knoblauchzehen, in Scheiben
  • 1 TL Kreuzkümmel, gemahlen
  • 1 TL Kreuzkümmel, ganz
  • 1/2 Zitrone, der Saft davon
  • Salz
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 2 EL Blattpetersilie, gehackt

Zubereitung:

Die Möhren mit dem Olivenöl, dem Knoblauch, dem gemahlenen und ganzen Kreuzkümmel, dem Zitronensaft und 150 ml Wasser sowie etwas Salz und Pfeffer in einen Topf (Tina – Kupferpfanne) geben. Zum Kochen bringen und die Möhren zugedeckt etwa 30 Minuten köcheln lassen, dabei aufpassen, dass sie nicht anbrennen. (Tina – nach Bedarf weiteres Wasser zugeben)

Die Möhren sind gar, wenn sie sich mit der Messerspitze eingestochen sehr weich anfühlen und das Wasser zu einer zähflüssigen, schimmernden Glasur eingekocht ist. Mit frisch gehackter Blattpetersilie bestreut servieren.

 

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