[Fingerfood] Geräucherte Forelle auf zweierlei Linsen

Fisch mit Linsen geht immer

Daher hatte ich auch für unser kleines Fingerfood-Kochtreffen ein solches Häppchen eingeplant, das sich auch einfach und schnell zubereiten lässt. Gut vorbereiten lässt es sich zudem. Und sicher eignen sich die zweierlei Linsen mit der Räucherforelle gut als hübsche Vorspeise.

[Fingerfood] Geräucherte Forelle auf zweierlei Linsen

Die fein säuerlichen Linsen harmonieren sehr gut mit der geräucherten Forelle, die wie immer bei unseren Treffen von Kerstins Vater selbst geangelt und geräuchert wurden. Hier nochmal ein Dank für die erstklassigen Fische.
Natürlich kann man auch gekaufte Räucherforelle verwenden, da ziehe ich aber auch die geräucherten ganzen Forellen dem Industrieprodukt vor. Sie haben wirklich mehr Aroma.

Auch andere Linsensorten sind kein Problem – wir hatten hier statt der grünen Puy-Linsen braune Berglinsen. Schmeckt!

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Zander auf Kartoffel-Queller-Püree

Mhm, da hatte ich mich besonders drauf gefreut beim niederländischen Kochevent am letzten Samstag und wurde nicht enttäuscht.

Wirklich superfrischer köstlicher Zander mit erdig-salzigem Kartoffel-Queller-Püree hatte ich ausgesucht und die Meute hat es auch prima gekocht. War jetzt auch nicht so schwer ;-) Der Zander hätte ein bisschen knuspriger sein können, aber ansonsten war es ein schöner Zwischengang.

Und passt prima zu Peggys Süsswasserfisch-Event auf multikulinaria



Queller - auch Salicornes genannt – kommt ab jetzt öfter auf den Tisch!

Snoekbars met aardappel-zeekraal-puree

Zander auf Kartoffel-Queller-Püree

Zutaten für 10 als Vorspeise oder für 4 als Hauptgang:

  • 10 Zanderfilets mit Haut, je etwa 150 g
  • 1 kg etwas mehlig kochende Kartoffeln
  • 250 g Queller
  • 250 ml Milch
  • 50 g Butter
  • 6 EL Öl
  • Salz
  • Pfeffer

 Zubereitung:

Die Haut der Fisch mit einem scharfen Messer rautenförmig einschneiden, salzen und ruhen lassen. 
Währenddessen die Kartoffeln in 20 bis 25 Minuten gar kochen. Queller in grobe Stücke schneiden.
Die noch warmen Kartoffeln pellen und stampfen, sodass ein grobes Püree entsteht. Zurück in den Topf geben und mit Milch und Butter verrühren, bis eine glatte Masse entsteht. Den Queller zugeben und das Püree warm halten. (Tina – nach Bedarf salzen)
 
Eine Pfanne erhitzen, das Öl hineingeben und die Fischfilets mit der Hautseite nach unten hineinlegen. Die Filets ein paar Sekunden lang andrücken, sodass sie sich nicht krumm ziehen.
Die Temperatur etwas reduzieren und den Zander in etwa 4 Minuten kross braten. Umdrehen und die Fleischseite noch etwa eine Minute garen. (Tina – nach Bedarf salzen und pfeffern)
 
Das Püree auf vorgewärmte Teller verteilen und je ein Fischfilet darauflegen.
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Groninger Krabbensuppe

Der zweite Gang beim niederländischen Kochtreffen war diese Groninger Garnelensuppe mit kleinen Nordseekrabben und Fischbällchen.

Die Suppe wurde leicht gebunden und mit viel Gemüse darin serviert, dazu dann feine Omelettstreifen, Nocken (danke, Harm) aus Schellfisch und den leckersten kleinen Krabben, die das Frischeparadies auftreiben konnte. Ich freu mich schon auf den nächsten Delft-Urlaub, dann esse ich die kleinen Schatzis wieder in superfrisch.

Nicht einer der grossen Stars des Tages, aber eine solide Suppe, die man sicher auch mal als Hauptgericht auftischen kann.

Groningse garnalensoep

Groninger Krabbensuppe

Zutaten für 10 als Vorspeise, für 4 als Hauptgericht:

  • 2 kleine Schellfische, filiert (Kopf und Gräten verwahren, Kiemen entfernen) (Tina – einer reichte)
  • 100 g Nordseegarnelen
  • 1 Scheibe Zwieback, zerkrümelt
  • 3 Eier, verkleppert
  • 80 g Butter
  • 1/2 Porreestange, in dünnen Ringen
  • 2 EL Stärkemehl
  • 4 TL Groninger Senf (Tina – Dijonsenf)
  • 4 EL Staudensellerie, fein gehackt
  • Salz
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 100 g Nordseegarnelen zum Garnieren

Für die Suppe:

  • 1 Porreestange
  • 4 Möhren
  • 4 Kartoffeln
  • 16 Sellerieblätter
  • 2 Lorbeerblätter
  • Salz

Zubereitung:

In einem Topf 1,5 l Wasser erhitzen und Fischkopf, -gräten und das Suppengemüse sowie Salz zufügen, aufkochen und für 30 Minuten köcheln lassen.
 
Wenn nötig, die Haut vom Schellfisch enfernen, dann den Fisch in der Küchenmaschine pürieren. Mit Garnelen, Zwieback, Salz und Pfeffer in einer Schüssel gut vermischen mit soviel Ei, wie nötig ist, um eine feste Masse zu erhalten. Bällchen formen und beiseite stellen.
Butter in einer beschichteten Pfanne schmelzen und die Bällchen sowie Lauchringe darin für 10 Minuten braten, bis die Bällchen rundherum leicht braun sind. Mit einem Schaumlöffel aus der Pfanne nehmen und beiseite stellen. 
 
Das über gebliebene Ei in die Pfanne geben, etwas Salz zugeben und stocken lassen. Aus der Pfanne nehmen und in Streifen schneiden.
 
Brühe durch ein Sieb schütten und in einen Topf geben. Kartoffeln und Möhren fein würfeln und zur Brühe zurückgeben, Restgemüse entsorgen.
 
Stärkemehl mit etwas Wasser verrühren und die Suppe damit binden. Senf, Staudensellerie, Fischbällchen, Porreeringe und Eierstreifen zugeben und mir Nordseegarnelen garniert servieren.

Wasserkresse-Salat mit Yorkshire Pudding und Räucherforellencreme

Vorab in eigener Sache für die Feedleser: Ich habe den Feed umgestellt, er wird jetzt in der nächsten Woche verkürzt ausgeliefert. Eigentlich will ich nur was ausprobieren und hoffe, Ihr bleibt mir treu in der Zeit.

Da musste schon dieses Kochevent kommen, dass ich hier ein Jamie-Rezept veröffentliche. Hier ist nämlich Jamie-freie Zone, trotz zweier Freundinnen, die imho alle Bücher von ihm haben.

Das Rezept für die leckeren Yorkies mit der wahnsinnig tollen Räucherforellencreme ist aus Jamie Olivers Buch “Zu Gast bei Jamie: Die besten Rezepte aus dem Königreich, den WasserBrunnenkressesalat haben wir in dem wunderschönen Kochbuch “A Year at Avoca: Cooking for Ireland” gefunden, das Kerstin von einem Irland-Trip mitgebracht hat.
Das war eine feine Vorspeise, die nahezu alle Teilnehmer begeisterte. Und wie einfach solche Yorkies zuzubereiten sind, hat mich sehr verwundert. Bisher habe ich die Aktion mit dem heissen Fett gescheut. Lustig ist auch, wenn man noch schnell ein paar andere Rezepte zu Rate zieht, weil irgendwie muss da doch Backpulver rein, die müssen doch aufgehen, und dann erstaunt festzustellen “Nö, kommt kein Treibmittel dran”. Noch erstaunter hockten wir dann abwechselnd vor der Backofentür, um den Yorkies beim Explodieren Aufgehen zuzuschauen.

Die Verwirrung über Wasserkresse oder Brunnenkresse im Vorfeld war auch lustig. Ich bestellt beim Gemüsemann m.V. Brunnenkresse, die dann anscheinend doch zu grossblättrig war. Aber so richtig haben wir die Unterschiede wohl nicht recherchieren können, wollen, müssen, weil egal – war lecker ;-)

Das säuerliche Dressing vom Salat kommt übrigens sehr gut gegen die fettigen Yorkies mit der fettigen Creme an, ähnlich wie die senfige Note der Brunnenkresse.

Die Forelle kam frisch von Kerstins Vater geräuchert ins Haus und war ein Traum, mal abgesehen davon, dass sie mir erstmal die Bude vollstank. Die Forelle ist eh einer meiner liebsten Süsswasserfische, erinnere ich mich doch gerne an die Forellen aus der Fischzucht in der Eifel, die meine Mutter briet und die wir dann nur mit Zitrone beträufelt aßen. Leider habe ich sie so schon lange nicht mehr gegessen. Aber meine neue Liebe sind eh die Räucherforellen von Kerstins Vater, die in frisch einfach der Hammer sind. Ich glaube aber nicht, dass er uns das Rezept verrät ;-)

Gut, dass mir gestern noch eingefallen ist, dass die liebe Peggy in diesem Jahr ein Süsswasserfisch-Event ausgerufen hat. Da reiche ich die traumhafte Forelle doch direkt ein.


 

Zur Forelle zitiere ich mal die Wikipedia:

Die Forelle (Salmo trutta) ist eine Fischart aus der Gattung Salmo in der Familie der Lachsfische (Salmonidae). Sie kommt im Atlantik, in der Nord- und Ostsee, von Spanien bis Island und Westrussland vor, sowie in vielen angrenzenden Flüssen und Seen Europas. Vom Menschen wurde die Art zudem im Rest Europas, in Nord- und Südamerika, Afrika, Südasien und Australien eingeführt. Nach der Lebensweise werden drei Formen unterschieden: die anadrom wandernde Meerforelle sowie die zeitlebens im Süßwasser verbleibenden Formen der Seeforelle und Bachforelle. Forellen sind beliebte Sportfische, Meerforellen werden auch mit Treibnetzen bejagt oder als Beifang wirtschaftlich genutzt.

Es lohnt sich wirklich, mal nach einer Forellenzucht in der Nähe Ausschau zu halten und wirklich frisch geräucherte oder auch fangfrische Exemplare zum Braten zu kaufen. Es muss nicht immer Fisch aus dem Meer sein, der unter fragwürdigen Bedingungen gefischt wurde.

Und so sieht eine herrliche frisch geräucherte Forelle aus, kein Vergleich – auch geschmacklich – mit der Supermarktware. Lecker, sehr lecker!

Wasserkresse-Salat mit Yorkshire Pudding und Räucherforellencreme nach Jamie Oliver und Avoca (Mengen für 10 Personen als Vorspeise)

Für die Räucherforellencreme:

  • 200 g Creme Fraiche
  • Meerrettich
  • 1 Zitrone
  • 1 Bund Schnittlauch, in Röllchen geschnitten
  • Salz und Pfeffer
  • 2 geräucherte Forellen

Frischkäse, Meerrettich, die abgeriebene Schale einer Zitrone, den Saft der halben Zitrone und den Großteil des Schnittlauchs verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken
Forelle in Filets lösen und grob zerpflücken. Mit einem Spatel vorsichtig unter die Creme rühren.

 Für die Yorkshire Pudding:

  • Pflanzenöl
  • 3 Eier
  • 150g Mehl
  • 150ml Milch
  • Salz, Pfeffer

Backofen auf 240 Grad vorheizen. Öl in flache Muffinformen – hier ein Muffinblech mit 12 Mulden -  füllen, so dass der Boden leicht bedeckt ist. Form für 10-15 Minuten in den Ofen stellen bis das Öl raucht.
Teig aus Eiern, Mehl und Milch anmischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Teig zügig fast bis zum Rand in das heiße Fett füllen und 12 Minuten backen bis die Yorkies  goldbraun und aufgegangen sind.

Wasserkresse-Salat:

  • 250g Wasserkresse
  • 100ml Olivenöl
  • 30ml Cidre Essig
  • 1,5 EL körniger Senf
  • etwas Honig oder Zucker, Salz und Pfeffer

 Aus den Zutaten ein Dressing rühren und über der Wasserkresse verteilen.