..rief der Mann aus dem Auto an. Er hätte grade Radio gehört, Deutschlandfunk, und da wäre ein Beitrag gewesen über Armenküche in Griechenland und orthodoxe Kirche. Dass es dort auch mal Spinat mit Reis gibt im Advent, weil das ja irgendwie auch eine Fastenzeit wäre.
Spinat mit Reis wäre doch mal toll
und griechisch hatten wir in letzter Zeit ja eh nur aushäusig. Advent war zudem und ein bisschen Fasten tut ja auch ganz gut ;-)

Ich witterte meine Chance, etwas vegetarisches auf den Tisch zu bringen und habe direkt mal Vefa’s Kitchen, unsere Bibel der griechischen Küche, befragt. Fündig geworden bin ich auch. Spanakorizo heisst das Gericht und Susa von Monambelles hat es auch schon gekocht.

So köstlich kann vegetarisches Essen sein, würzig, spinatig, lecker…

Ich habe das Rezept etwas abgeändert. Statt normalem Spinat, den ich eh nicht so mag, habe ich Babyspinat verwendet und die Menge auch halbiert. Sonst wäre mir das echt zuviel Spinat gewesen. Den Mittelkornreis habe ich durch etwas mehr Basmati ersetzt und brauchte so mehr Flüssigkeit und auch längere Garzeit.

 

Spanakorizo
würziger Spinat mit Reis

Autor:
Kueche: griechisch
Rezepttyp: Hauptgericht
Portionen: 2

Vorbereitungszeit: 
Kochzeit: 
Gesamtzeit: 

Zutaten
  • 750 g Spinat, dicke Stengel entfernt und grob gehackt (Tina – 300 g Babyspinat)
  • 60 ml Olivenöl
  • 1 Schalotte, fein gehackt
  • 2 Frühlingszwiebeln, in feinen Ringen
  • 125 ml Tomatenpüree
  • 2 EL Dill, fein gehackt
  • Salz
  • Pfeffer
  • 60 g Mittelkornreis (Tina – 100 g Basmati-Reis)
  • Zitronenspalten zum Garnieren (Tina – vergessen)
  • Fetakäse, grob gebröselt

Zubereitung
  1. Spinat in einem Topf auf mittlerer Hitze unter Rühren zusammenfallen lassen. Abtropfen lassen und beiseite stellen.
  2. Öl in einer schweren grossen Pfanne erhitzen, Schalotte und Frühlingszwiebel darin auf kleiner Hitze anschwitzen, bis sie glasig sind.
  3. Tomatenpüree zugeben, dann Spinat und Dill einrühren und mit Salz/Pfeffer würzen.
  4. Gut vermischen, dann kleine Dellen mit einem Löffelrücken in den Spinat machen und den Reis hineingeben und mit ein bisschen Spinat bedecken. (Tina – etwas Wasser zugeben)
  5. Zugedeckt für 20 Minuten auf kleiner Hitze köcheln lassen, bis der Reis gar und die Flüssigkeit nahezu aufgenommen ist.
  6. Dann ein Küchentuch zwischen Deckel und Pfanne legen und für 10 Minuten ruhen lassen.
  7. Dann mit Pfeffer bestreuen und mit Zitronenspalten (Tina – vergessen) und Feta servieren.

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… für das arme frierende Demeter-Rind, das in kleinen Gulaschstücken noch in unserem Tiefkühlschrank schlummerte. Wir haben es mit einem tollen Rezept aus Vefa’s Kitchen von seinen Frostbeulen erlöst und ihm einen Umzug in einen kuschlig warmen Bräter ermöglicht.

Zu diesem Beef Stew empfiehlt Vefa Maccaroni oder Ziti und da ich diese kurzen Maccaroni schon ewig nicht mehr gegessen habe, mussten diese wohl auch dran glauben.

Ich bin überrascht, wie schön würzig die griechischen Gerichte aus Vefa’s Kitchen werden. Wir sollten das Kochbuch doch viel öfter in die Hand nehmen. Natürlich haben wir das Rezept wieder ein bisschen verändert, aber wirklich nur ein kleines bisschen ;-)

Mir hat dazu noch ein Salat oder so gefehlt, wird beim nächsten Mal sicher drin gedacht *hoff*

5.0 from 1 reviews

Pastitsada kerkiraiki
Schmorfleisch mit Pasta

Autor:
Rezepttyp: Hauptgericht
Portionen: 2-3

Vorbereitungszeit: 
Kochzeit: 
Gesamtzeit: 

Zutaten
  • 50 ml Olivenöl, griechisches
  • 500 g Rindfleisch für Gulasch, in mundgerechten Stücken
  • 1 rote Zwiebel, fein gehackt
  • 400 g gehackte Tomaten, Dose (alternativ frische Tomaten, entkernt und fein gehackt)
  • 1 EL Tomatenmark
  • ½ EL Rotweinessig
  • ½ EL Zucker
  • 1 kleine Zimtstange – wir haben Cassiazimt verwendet
  • 2 Nelken
  • 1 EL frisch gehackter Basilikum
  • Salz
  • Pfeffer
  • 125 g Maccaroni oder Ziti
  • frisch geriebener Mizithra, Kefalotiri oder Parmesan zum Garnieren – hier Kefalotiri

Zubereitung
  1. Olivenöl in einem Bräter/Schmortopf erhitzen.
  2. Fleischwürfel zugeben und unter Rühren für ca. 8 Minuten anbraten, bis sie rundum gebräunt sind.
  3. Zwiebel zugeben und Hitze reduzieren. Für 5 Minuten anschwitzen, bis die Zwiebeln weich sind.
  4. Tomatenmark zugeben und kurz anrösten.
  5. Tomaten, Essig, Zucker, Zimt, Nelken und Basilikum zugeben und mit Salz und Pfeffer würzen.
  6. Zugedeckt köcheln lassen für ca. 1,5 Stunden, bis das Fleisch weich und die Sauce eingedickt ist.
  7. In der Zwischenzeit die Nudeln nach Packungsanweisung kochen.
  8. Zum Servieren das Fleisch auf die Nudeln geben und mit geriebenem Käse garnieren und Pfeffer frisch drüber mahlen.

 

Das Wetter ist so herbstlich, dass es sicher nichts ausmacht, wenn ich ein Schmorgericht poste.

Gekocht und gegessen wurde dieses Stifado schon im Juni. Wir hatten leckere Hasenkeulen bekommen und dieses Rezept aus Vefa’s Kitchen lachte uns schon länger an. Auf den passenden Tag für solch ein Schmorgericht brauchen wir in diesem Sommer ja zum Glück nicht lange warten, so dass die Hasis bald auf unseren Tellern landeten.

Im Winter hatten wir schon mal ein Stifado, damals mit Kaninchen und die Zubereitungsweise unterscheidet sich doch stark. Geschmacklich ist dieses Hasen-Stifado wesentlich intensiver als das mit Kaninchen. Logisch, marinierten die Hasenkeulen doch zwei Tage vor sich hin.

Ein klasse Rezept, wenn dir im Sommer Herbst ein paar Hasen über die Füsse hoppeln in die Einkaufstasche springen.

Und wenn du dir noch mehr langweiliges Zeuch von mir durchlesen willst, schau dir mal mein neues About an. Ich feil auch nur noch xmal daran rum ;-)

Jetzt zum spannenden Teil, dem Rezept

Zutaten

  • 750 g Hasenkeulen
  • 75 ml Olivenöl
  • 400 g Perlzwiebeln oder kleine Schalotten
  • 2 Knoblauchzehen
  • Salz
  • Pfeffer
  • 400 ml pürierte Tomaten

Marinade

  • 3 EL Olivenöl
  • 125 ml trockener Rotwein
  • 1 EL Rotweinessig
  • 2 Lorbeerblätter
  • 10 schwarze Pfefferkörner
  • 5 Pimentbeeren
  • 2 Knoblauchzehen, in Scheibchen

Zubereitung

Alle Zutaten für die Marinade miteinander verrühren, dann die Hasenkeulen zugeben und mit der Marinade bedecken. Zugedeckt im Kühlschrank für 2 Tage marinieren, dabei 3-4 mal umrühren.

Dann die Hasenkeulen aus der Marinade nehmen und abtupfen. Die Marinade durch ein Sieb streichen, um sie von den ganzen Gewürzen zu trennen. Beides aufbewahren.

Öl in einer schweren Pfanne erhitzen. Zwiebelchen darin auf kleiner Hitze für 5 Minuten kochen, bis sie weich sind. Mit einer Schaumkelle aus dem Öl entfernen und beiseite stellen.

Hasenkeulen in dieses Öl geben und für 10 Minuten kochen, bis sie leicht gebräunt sind. Die Marinade zugeben sowie salzen, pfeffern. Dann von den zurückbehaltenen Gewürzen 1 Lorbeerblatt, 3 Pfefferkörner und 3 Pimentbeeren zugeben.

Zugedeckt zum Kochen bringen und für 30 Minuten simmern lassen. Dann die Zwiebelchen und Knoblauchzehen zugeben und zugedeckt für 1,5 Stunden simmern lassen, bis das Fleisch weich und die Sauce eingedickt ist. Heiss mit Brot servieren.




 

Manche Zutaten lassen mich wirklich schier verzweifeln und rauben mir den letzten Nerv. Anscheinend bin ich einfach plöd, um Filoteig anders als gerollt zu verwenden.

Gut geklappt hatten ja diese Kartoffelrouladen, leichte Verzweiflung machte sich aber schon bei der Kreatopita breit und dieses Kleftiko war der Super-Gau. Da bin ich echt die Spezialistin zum Zerfetzen. Ich weiss nicht, ob ich mich einfach zu blöde anstelle oder meine Motorik bei solchen Sachen eine Pause macht.

Geschmeckt hat uns dieser Unfall trotzdem. ;-) Ich habe dann den Filoteig nur gut über das Fleisch geschlagen und an den Seiten auch unter die Füllung gedrückt, anstatt Beutelchen zu füllen, denn sonst wäre ich imho heute noch am basteln. Beim nächsten Mal packe ich das alles in Alufolie wie unser Grieche umme Ecke, denn lecker ist es allemal ;-)

Im Rezept steht dann, wie es sein sollte, wenn man ein Händchen für Filoteig hat.

Kleftiko bedeutet übrigens “gestohlenes Fleisch” oder auch Fleisch nach Diebesart. Während des Unabhängigkeitskampfes gegen die osmanische Herrschaft Anfang der 1920er Jahre machten Räuberbanden, die von Viehdiebstahl lebten, die Berge Zyperns unsicher. Diese „Kleftes“ bereiteten Ziegen oder Lämmer in eingegrabenen Lehmöfen zu, so blieb ihr Versteck geheim, denn man konnte den Rauch nicht entdecken.

Zutaten

  • 7 EL Olivenöl, plus Öl zum Bestreichen
  • 1 Knoblauchzehe, in feinen Scheiben
  • 600 g Lammhüfte, in mundgerechten Stücken
  • Salz
  • Pfeffer
  • Prise Oregano, getrocknet
  • 12 EL Zitronensaft
  • 150 g Erbsen, hier TK
  • 3 Möhren, in Würfeln
  • 2 grosse Kartoffeln, in Würfeln
  • 8 dicke Tomatenscheiben
  • 8 Filoteigblätter, hier 3 runde türkische Yufka-Blätter
  • 150 g Kefalotiri, in Würfeln, alternativ Pecorino

Zubereitung

Eine Pfanne mit 3 EL Öl erhitzen und den Knoblauch zugeben. Kurz anbraten, dann das Lamm zugeben und für 8 Minuten braten, bis es leicht gebräunt ist. Salzen und pfeffern, Oregano sowie Zitronensaft zugeben und zur Seite stellen.

Erbsen und Möhren in Salzwasser für 5 Minuten blanchieren.

Das verbleibende Öl in einer weiteren Pfanne erhitzen, Kartoffeln zufügen und für 8 Minuten braten, bis sie leicht gebräunt sind. Aus der Pfanne heben und mit einem Küchentuch abtupfen. Tomatenscheiben in die Pfanne geben und für 3 Minuten pro Seite braten, dann von der Platte nehmen.

Ofen auf 180 Grad vorheizen. Auflaufform mit Öl auspinseln.

Filoblätter in 30 cm grosse Quadrate schneiden, um 4 gleich grosse Stapel damit zu machen. (Verzweifeln, weil man nur 3 grosse runde Blätter hat. BTW – 8 Stück wären mehr als 1 kg Filo, das ist doch irre, oder..?)

Jedes Blatt mit Öl einstreichen.

Lammwürfel, Kartoffeln, Erbsen, Möhren und Käse zu gleichen Teilen auf den 4 Stapeln mittig verteilen. Auf jedes jeweils 2 Tomatenscheiben legen und mit Oregano sowie Pfeffer bestreuen.

Ränder der Filoteigblätter zusammennehmen, so dass die Füllung bedeckt ist (Verzweifeln, sehr) und locker mit Küchengarn zubinden, mit Öl bepinseln (Edngültig verzweifeln, Filoteig zerfetzen, Geduld verlieren, Füllung in Auflaufform kippen, Teig darüber ausbreiten und soweit einklappen wie geht, 1-2 Schlückchen Rotwein zum Beruhigen schlürfen)

In die Auflaufform setzen, leicht mit Alufolie bedecken und für 40 Minuten backen, bis es leicht gebräunt ist.

(Froh sein, dass es doch noch gut und lecker geworden ist. Darauf noch einen Rotwein und nach dem Essen einen Ouzo.. Jammas..!)

Rezeptquelle - Vefa’s Kitchen

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