Kofta b’siniyah nach Ottolenghi

Da haben mich Yotam Ottolenghi und Sami Tamimi wieder gekriegt. Und natürlich wieder mit Hackbällchen…

Mir irgendwas mit Hack vorzusetzen und wirklich eine sichere Bank, ob Bolognese oder indische Kofta, Frikadellen oder grobe frische Bratwurst, griechische Keftedes oder indisches Hack mit Erbsen (wenn du schon länger hier mitleist, weisst du, wie gerne ich Erbsen mag), in Mapo doufo oder griechischer Hacksauce und als Auflauf mit Kohl und Kartoffeln.

Und nach den Lammhackbällchen letztens aus dem Ottolenghischen Jerusalem mussten es gestern diese Lamm-Rind-Bällchen mit Tahini-Sauce sein.

So köstlich sie auch waren, so mächtig waren sie auch, besonders die Sauce sättigt wirklich nachhaltig. Wenn du auch noch die dazu empfohlene geschmolzene Butter darüber gibst, geht das bestimmt direkt auf die Hüften.
Wirklich toll sind die Pinienkerne darin, die ein bisschen Knack in das Ganze bringen. Dazu sind sie sehr schnell gemacht und die Küche riecht phantastisch danach. Ich kann mir auch gut eine Mezze-Platte, eine Vorspeise oder auch ein Amuse damit vorstellen. Wir haben die Koftas auch einfach nur mit Brot – der Biobäcker hat so leckeres mit Olivenöl im Teig – gegessen.
Ottolenghis Menge für 6 Personen habe ich für uns zwei einfach halbiert, das geht erfahrungsgemäss ja ganz gut.



Kofta b'siniyah nach Ottolenghi
Würzige Hackbällchen mit Tahini-Sauce
Autor:
Kueche: levantinisch
Rezepttyp: Hauptgericht
Portionen: 2
Vorbereitungszeit: 
Kochzeit: 
Gesamtzeit: 
Zutaten
  • 75 g Tahini-Paste
  • 1,5 EL Zitronensaft
  • 60 ml Wasser
  • 1 kleine Knoblauchzehe, zerdrückt
  • 1 EL Pflanzenöl
  • 15 g Butter, zerlassen (optional, Tina - weggelassen)
  • mildes Paprikapulver
  • Salz
  • ---FÜR DIE KOFTA:
  • 200 g Lammhack
  • 200 g Rinderhack
  • 1 Schalotte, fein gehackt
  • 1 Knoblauchzehe, fein gehackt
  • 25 g geröstete Pinienkern, grob gehackt + ganze extra zum Garnieren
  • 15 g Blattpetersilie, fein gehackt + extra zum Garnieren
  • 1 kleine milde Pepperoni, fein gehackt (Tina - weggelassen)
  • ¾ TL Zimt, gemahlen
  • ¼ TL Muskatnuss, gemahlen
  • ¾ TL Piment, gemahlen
  • ¾ TL schwarzer Pfeffer, gemahlen
  • ¾ TL Salz
Zubereitung
  1. Alle Zutaten für die Kofta in einer grossen Schüssel gut miteinander vermischen. Dann kleine torpedoförmige Bällchen a ca. 60 g jeweils formen und beiseite stellen.
  2. Ofen auf 200 Grad vorheizen.
  3. In einer Schüssel die Tahini-Paste mit Zitronensaft, Wasser, Knoblauch und ⅛ TL Salz vermischen. Die Konsistenz soll etwas flüssiger als Honig sein.
  4. Pflanzenöl in einer Pfanne erhitzen und die Kofta auf hoher Hitze von allen Seiten für ca. 6 Minuten anbraten, bis sie goldbraun sind. Immer nur soviel Bällchen in die Pfanne geben, dass sie bequem nebeneinander liegen können.
  5. Herausnehmen, auf eine ofenfeste Platte geben und für 2-4 Minuten in den Ofen geben.
  6. Dann die Sauce um die Kofta geben, sodass der Boden bedeckt ist und erneut für 1-2 Minuten in den Ofen geben, damit die Sauce etwas erwärmt wird.
  7. Butter in einer Pfanne schmelzen lassen, dann über die Kofta geben (Tina - weggelassen)
  8. Mit Pinienkernen, Petersilie und etwas Paprikapulver bestreut servieren.

 

Lammbällchen mit Berberitze und Feigen nach Ottolenghi

Nuja, Yotam Ottolenghi nennt dieses Gericht in seinen neuen Buch “JerusalemLammbällchen mit Berberitze, Joghurt und Kräutern. Kann man machen… Muss man aber nicht… ;-)

Es war das erste Rezept, dass ich aus Jerusalem gekocht habe und war sofort so verliebt, dass ich mich am liebsten unverzüglich durch das ganze Buch gekocht hätte.
Diese Lammbällchen mit ihren sauren Berberitzen-Note und den süssen Feigen schmecken so wahnsinnig köstlich, dass mir beim Schreiben und beim Gedanken daran das Wasser im Mund zusammenläuft (was allerdings auch daran liegen mag, dass ich momentan ein bisschen auf meine Ernährung achte und so besonders im Hinblick auf Süsses auf Sparflamme laufe)
Der Joghurt und die Kräuter geben dem Ganzen eine wunderbar leichte, frische Note.

Das Lammhack habe ich mir beim türkischen Metzger an der hiesigen Moschee frisch durchdrehen lassen, was ein Unterschied zu der TK-Ware, zu der wir sonst aus Bequemlichkeit greifen. Aber nach dieser Erfahrung gelobe ich Besserung und fahre lieber zur Moschee. Liegt eh meist auf dem Weg.. irgendwie…

Ich habe das Rezept geringfügig verändert – ein bisschen mehr Lamm, weniger Berberitze und habe Ziegenjoghurt verwendet. Die Menge soll nach Ottolenghi für drei sein. Wir sind zu zweit mit ein bisschen Brot gut satt geworden

Was für tolle Rezepte noch in Jerusalem zu finden sind, kannst du im Rezepte-Index erfahren (auch die anderen Ottolenghi-Bücher sind dort zu finden und viele andere mehr)


Lammbällchen mit Berberitze und Feigen nach Ottolenghi
Säuerliche Lammbällchen und süsser Sauce mit Joghurt und frischen Kräutern
Autor:
Kueche: mediterran
Rezepttyp: Hauptgericht
Portionen: 2
Vorbereitungszeit: 
Kochzeit: 
Gesamtzeit: 
Zutaten
  • 375 g Lammhack (Tina - 400 g)
  • 1 mittlere Zwiebel, fein gehackt
  • 10 g glatte Petersilie, fein gehackt
  • 1,5 Knoblauchzehen, angedrückt
  • ⅜ TL Piment, gemahlen
  • ⅜ TL Zimt, gemahlen
  • 30 g Berberitze (Tina - weniger)
  • 1 kleines Ei, verkleppert
  • 50 ml Pflanzenöl
  • 350 g Bananenschalotten, geschält
  • 100 ml Weisswein
  • 250 ml Hühnerbrühe (Tina - selbstgemacht)
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 Thymianzweig (Tina - 1 TL getrockneter Thymian)
  • 1 TL Zucker
  • 75 g getrocknete Feigen
  • 100 g griechischer Joghurt (Tina - Ziegenjoghurt)
  • 1,5 EL frische Kräuter- Minze, Koriander, Estragon und Dill, grob gehackt (Tina - Minze und Koriander)
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
Zubereitung
  1. Lammhack mit Zwiebel, Petersilie, Knoblauch, Piment, Zimt, Berberitze, Ei und ½ TL Salz sowie ¼ TL Pfeffer in einer Schüssel mit den Händen ordentlich verkneten. Dann in golfballgrosse Bälle formen.
  2. Ein Drittel des Öl in einem breiten Topf erhitzen. Die Fleischbällchen darin rundherum anbraten, bis sie etwas Farbe haben. Bei Bedarf in mehreren Etappen braten. Dann die Bällchen herausnehmen und das Fett aus dem Topf wischen.
  3. Das restliche Öl in diesem Topf erhitzen, Schalotten zugeben und für 10 Minuten unter rühren köcheln, bis sie goldbraun sind.
  4. Mit Weisswein ablöschen, dann Brühe, Lorbeer, Thymian, Zucker, Salz und Pfeffer zugeben.
  5. Lammbällchen und Feigen zwischen und auf den Schalotten platzieren. Die Bällchen sollten möglichst nahezu mit Flüssigkeit bedeckt sein.
  6. Zum Kochen bringen, dann abdecken und auf kleiner Hitze für 30 Minuten sanft köcheln lassen. Dann eine Stunde ohne Deckel sanft köcheln lassen, bis die Sauce reduziert und intensiviert ist.
  7. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit Joghurt und Kräutern bestreut servieren.

 

Schmand-Lasagne

Manchmal ist mir eine Lasagne mit Bechamelsauce einfach zu schwer und auch zuviel Arbeit.
Die Bolognese
habe ich meist schon in Portionen eingefroren, schon alleine damit sich die stundenlange Köchelei auch in der Menge rentiert. Geschmacklich ist diese lange und sanft geköchelte Bolognesesauce einfach nicht zu toppen für uns.

Damit das Essen schnell auf dem Tisch ich, habe ich diesmal ein Schmand-Sahne-Gemisch verwendet und war sehr begeistert von der Frische und Leichtigkeit, die die Lasagne durch den Schmand bekommt. Statt Käse frisch zu reiben, legte ich einfach Scheibenkäse auf die fertig geschichtete Lasagne. So waren die Vorarbeiten für die Lasagne schnell gemacht und nach 20 Minuten im Ofen war sie auch schon fertig.
Perfektes Seelenfutter – schnell gemacht, so man
die Bolo schon im TK hatte.

Die Idee pürierte Tomaten zum Abschluss noch dazu zu giessen habe ich von unserem Stammitaliener, das schmeckte mir so gut, dass ich es für mich übernommen habe. Das Bolognese-Rezept ist angelehnt an die “DIN-Bolognese” aus dem CK.


Schmand-Lasagne
Frische und leichte Lasagnevariation
Autor:
Kueche: europäisch
Rezepttyp: Hauptgericht
Portionen: 2-3
Vorbereitungszeit: 
Kochzeit: 
Gesamtzeit: 
Zutaten
  • Für die Bolognese:
  • 300 g Rinderhack
  • 150 g Schinken, fein gewürfelt
  • 50 g Möhren, fein gewürfelt
  • 50 g Staudensellerie, fein gewürfelt
  • 50 g Schalotte, fein gewürfelt
  • 5 EL Tomatenpüree
  • 100 ml Weisswein
  • 200 ml Fleischbrühe
  • 50 ml Milch
  • Olivenöl
  • Butter
  • Für die Lasagne:
  • 100 g Schmand
  • 100 g Sahne
  • 100 g Käsescheiben, hier Burlander von Milram
  • 150 g Lasagneplatten ohne Vorkochen
  • 200 ml Tomatenpüree
Zubereitung
  1. Olivenöl mit Butter erhitzen und den Schinken anschwitzen, das gewürfelte Gemüse zugeben und ebenfalls anschwitzen.
  2. Dann das Hack zugeben und bröselig anbraten.
  3. Mit dem Weisswein ablöschen und Tomatenpüree sowie Fleischbrühe einrühren und leise ca. 3 Stunden – gerne länger – köcheln lassen. Kurz vor Ende die Milch hinzugeben.
  4. Ofen auf 200 Grad vorheizen. Schmand mit der Sahne verkleppern.
  5. Jetzt die Lasagne in eine ofenfeste Form schichten. Zuerst ein Lasagneblatt, dann ein bisschen Bolognese, dann 1-2 EL Schmand-Sahne, dann wieder eine Lasagneplatte usw.
  6. Mit einer Lasagneplatte abschliessen, Tomatenpüree darüber giessen, Käse auflegen und für mindestens 20 Minuten in den Ofen.

 

Kochtreffen in Bad Honnef – Bhuna Keema

Wahnsinn, wieviele Leckereien beim Bad-Honnef-Kochtreffen auf den Tisch kamen. Ich konnte wirklich rezepttechnisch aus dem Vollen schöpfen.

Also habe ich auch ein Gericht mit Lammhack (Keema) ausgesucht – im speziellen dieses intensive Bhuna Keema. Bhuna bezeichnet eine Garmethode, wo Fleisch in Flüssigkeit solange gegart wird, bis sie nahezu reduziert ist. Das macht dieses Gericht sehr würzig-intensiv und auch scharf. Ich glaube, eine Raita passt perfekt dazu, auch um die Schärfe vielleicht ein bisschen abzumildern.
Lamm mit Limette und Minze ist eine tolle Kombination und auch die Zwiebeln passen perfekt und geben dem Gericht etwas Süsse.

Vor allen Dingen ist das ein Gericht, das du ganz einfach nachkochen kannst, denn es kommen keine abenteuerlichen Zutaten darin vor ;-)

Bild vom Kochtreffen

Bhuna Keema
geröstetes Lammhack mit Zwiebeln
Autor:
Rezepttyp: Hauptgericht
Portionen: 2
Vorbereitungszeit: 
Kochzeit: 
Gesamtzeit: 
Zutaten
  • 60 ml Pflanzenöl
  • 3 Schalotten, in dünnen Spalten
  • 1 TL Ingwerpaste, alternativ selbe Menge pürierter frischer Ingwer
  • 1 TL Knoblauchpaste, alternativ selbe Menge pürierter frischer Knoblauch
  • ¼ TL Curcuma, gemahlen
  • ¾ TL Chilipulver
  • Koriandergrün, gehackt
  • ein paar Minzblätter, gehackt
  • 5 grüne Chilis, gehackt und NICHT entkernt
  • 500 g gehacktes Lammfleisch
  • 1 EL Limettensaft
  • Salz
Zubereitung
  1. Das Öl in einem Topf auf mittlerer Stufe erhitzen, Schalotten zugeben und für 5 Minuten rührbraten, bis sie goldbraun sind.
  2. Ingwer- und Knoblauchpaste zugeben und für weitere 2 Minuten rührbraten, bis die Pasten die Farbe ändern.
  3. Salzen, dann Curcuma, Chilipulver und dreiviertel des gehackten Korianders (bevorzugt die Stiele), Minze und Chilis zugeben, dann auf mittlerer Hitze für 5 Minuten braten.
  4. Lammhack zugeben und für 10 Minuten krümelig braten, bis es trocken ist.
  5. Ca. 125 ml Wasser zugeben und zugedeckt für ca. 20 Minuten köcheln lassen, dann offen auf hoher Hitze die Flüssigkeit wegkochen.
  6. Limettensaft darüber geben, mit Koriander, Minze und Chilis bestreut servieren.

Bild vom Probekochen