Hot! Hot! HOT!!!

Zum Abschluss meiner kleinen indischen Woche gibt’s was echt scharfes!

Ein Chili Chicken, von chinesischen Einwanderern nach Indien mitgebracht und modifiziert, ist es ein indisches Gericht geworden, ähnlich wie Chicken Tikka Masala ziemlich britisch ist. Auf jeden Fall ist das nix für Mürbchen und Schärfeintolerante.
Aber es schmeckt wirklich toll, indisch mit einem chinesischen Einschlag. Macht Laune und “desinfiziert” ordentlich ;-) Kommt bestimmt wieder auf meinen Tisch und vielleicht auch auf deinen?

Nach längerem ist das auch wieder ein Rezept aus Pushpesh Pants “India: The Cookbook“* (deutsche Version hier*), meiner Bibel der indischen Küche.

Chili Chicken

Scharfes Hühnerfleisch

Zutaten für 2:

  • 350 g Hähnchenfleisch ohne Haut und Knochen, in mundgerechten Stücken
  • 2 EL Pflanzenöl
  • 100 g Frühlingszwiebeln, in Ringen
  • 35 g grüne Chilis, entkernt und gehackt
  • 1/2 EL Knoblauch, gehackt
  • 1/2 TL Mushroom Sojasauce (Asialaden oder bei Amazon kaufen*)
  • 1 EL Chilisauce (Sriracha – Asialaden oder bei Amazon kaufen*)
  • 2,5 EL Koriandergrün, gehackt
  • Stärkemehl

Für die Marinade

  • 1/2 EL Knoblauch, gehackt
  • 1 EL Mushroom Sojasauce
  • 1 TL chinesischer Reiswein (Asialaden oder bei Amazon kaufen*)
  • 1 EL Schwarze-Bohnen-Knoblauch-Sauce (Asialaden oder bei Amazon kaufen*)

Zubereitung

Für die Marinade alle Zutaten vermischen  und das Hühnerfleisch hineingeben. Gut mischen, damit alle Hühnerteile bedeckt sind und zugedeckt über Nacht im Kühlschrank marinieren. Vordem Braten im Stärke wälzen.

Einen Esslöffel Öl in einer schweren Pfanne erhitzen, Hähnchen dazugeben und für ca. 10 Minuten braten, bis es goldbraun ist. Aus der Pfanne nehmen.

Das überbleibende Öl in einer Pfanne erhitzen, Frühlingszwiebel, Chilis und Knoblauch zugeben und für 2 Minuten unter Rühren braten. Dann das Hühnerfleisch mit Sojasauce und Chilipaste zugeben und 5 Minuten zugedeckt köcheln.

Koriandergrün zugeben und servieren.

 

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Oft findet man dieses Gericht mit Lamm- oder Ziegenfleisch, daher war ich positiv überrascht, ein Hühnergericht mit Kardamomsauce in “Kulinarisch entdecken: Indien”* (dort noch bis Sonntag zu gewinnen)  zu finden.

Und es war wirklich köstlich, fein aromatisch, dazu noch handwerklich keine grosse Herausforderung und sogar einsteigertauglich, da es mit wenigen und nicht allzu exotischen Zutaten auskommt. Man bekommt alles im Supermarkt oder auf dem Wochenmarkt, völlig problemlos.
Die Sauce wird schön cremig durch den Joghurt und Kokosmilch. Wichtig ist hier, dass du keine Leicht-Produkte verwendest. Es muss ja nicht der vollfette griechische Joghurt sein, aber generell gilt – je fetter, desto besser ;-)

Wenn du dich auch für die Lammgerichte interessierst, findest du hier und hier feine Rezepte dafür.

Elaichi Murgh

Kardamom-Huhn

Zutaten für 2:

  • 500 g Hähnchenkeulen, Haut entfernt, ausgelöst und in mundgerechten Stücken
  • 13 Kardamomschoten
  • 2 Knoblauchzehen, zerdrückt
  • 1,5 cm Ingwer, gerieben
  • 150 ml dicker Naturjoghurt
  • 3/4 TL schwarzer Pfeffer, gemahlen
  • Schale von 1/2 Zitrone
  • 1 EL Ghee oder Öl
  • 200 ml Kokosmilch
  • 3 grüne Chilis, überall eingestochen
  • 1 EL Koriandergrün, gehackt
  • 1,5 EL Zitronensaft

Zubereitung:

Die Samen aus den Kardamomschoten in einer Gewürzmühle oder im Mörser zermahlen. Im Mixer Knoblauch und Ingwer mit genügend Joghurt zu einer Paste verarbeiten oder sie mit einem Löffel mischen. Kardamom, Pfeffer und Zitronenschale hinzugeben. Über die Hähnchenteile verteilen und über Nacht im Kühlschrank marinieren.

Das Ghee in einer schweren Pfanne auf kleiner Hitze erwärmen und die Hähnchenteile rundherum anbräunen. Mit dem restlichen Joghurt und der Kokosmilch ablöschen und zum Kochen bringen, Chilis und Koriandergrün hinzufügen und 20  bis 30 Minuten köcheln lassen, bis das Huhn gar ist. Mit Salz abschmecken und den Zitronensaft einrühren.

 

 

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Mhm, Butter Chicken oder auch Murgh Makhani ist eins der Lieblingsgerichte in indischen Restaurants in der ganzen Welt. Und auch ich mag es sehr gerne. So gerne, dass es hier im Blog schon zwei Rezepte gibt.

Aber heute habe ich etwas Besonderes für euch – das Originalrezept aus dem Moti Mahal Restaurant. Somit ist auch der Palast der Perlen leicht erklärt ;-)

Ein Punjabi namens Kundan Lal Gujral eröffnete in den 1920er Jahren ein Restaurant in Peshawar, das im heutigen Pakistan liegt. Nach der Teilung Indiens zog er mit seinem “Moti Mahal” nach Delhi und gilt als der Erfinder des Tandoorihuhns, eine Zubereitung mit speziellen Gewürzen in einem Tonofen, und als quasi Resteverwertung das Butter Chicken, wo er die gegrillten Hühnerteile in einer Sauce mit Tomaten, Bockshornkleegrün und Butter sowie etwas Sahne servierte. Dieses Gericht verbreitete sich über die ganze Welt und wird auch überall geliebt. Übrigens ist es ein Vorgänger, die Mutter des Chicken Tikka Masala, das eins der Leibgerichte der Briten ist.

Moti Mahal wird mittlerweile vom Enkel Monish Gujral geführt und zu einem Franchiseunternehmen ausgebaut, das Restaurants in ganz Indien sowie in arabischen Ländern betreibt. Wenn es in deiner Stadt ein Moti Mahal Restaurant gibt, wird es mit allergrösster Wahrscheinlichkeit nicht dazu gehören.

Monish Gujral legte bisher drei Kochbücher mit Rezepten aus den Moti Mahal Restaurants auf und im hier vorliegenden “On the Butter Chicken Trail“* findet man das Originalrezept für das Murgh Makhani, das ich dir heute mitbringe. Und noch viel mehr habe ich für dich, denn nach dem Rezept gibt’s was zu gewinnen. Schliesslich ist dieses Butter Chicken Rezept die Nr. 150 bei den indischen Gerichten in diesem Blog und der Beginn einer indischen Woche. Ich habe Salate, vegetarisches und veganes für euch und das ein oder andere Hühnchengericht ;-) Ihr dürft gespannt sein!

Das Butterhuhn ist keine besonders scharfe Speise, aber bringt doch eine milde Schärfe mit, die eigentlich jeder verträgt. Die Sauce wird durch die Tomaten schön fruchtig, ihre Cremigkeit bekommt sie durch Zugabe von Butter und Sahne und die Gewürze machen sie rund und aromatisch. Das Hühnerfleisch wird schön zart und schmackhaft durch die zwei Marinaden, die erste macht das Fleisch ein bisschen mürbe, bricht es auf bildlich gesprochen, damit sich die Zutaten der zweiten Marinade perfekt damit verbinden.

Ich habe in meinem Leben noch kein besseres Butter Chicken gegessen und das waren schon einige. Ein grossartiges Rezept!

Butter Chicken

Murgh Makhani

Zutaten für 8 im Menue oder für 4 als einzige Speise:

Für das Tandoorihuhn

  • 1 Huhn a 600/700 g (Tina – 600 g Hähnchenbrust)
  • Öl zum Bestreichen

Erste Marinade für das Huhn

  • 1 1/2 EL Limettensaft
  • 1 TL intensiv rotes Chilipulver (Kashmirchili ist am besten – indischer Lebensmittelhandel oder bei Amazon kaufen*)
  • 1 EL Salz
Zweite Marinade für das Huhn
  • 120 ml Joghurt
  • 1 EL Knoblauchpaste oder entsprechende Menge selber pürieren
  • 1 EL Ingwerpaste oder entsprechende Menge selber pürieren
  • 1/2 TL Kala Namak (schwarzes Salz – indischer Lebensmittelhandel oder bei Amazon kaufen* – oder ersetzen durch normales Salz, dann aber weniger)
  • 1 TL Garam Masala
  • 1/2 TL Kasuri Methi (getrocknetes Bockshornkleegrün – indischer Lebensmittelhandel oder bei Amazon kaufen* – oder weglassen)
Für das Butter Chicken
  • 1 Portion Tandoorihuhn s.o.
Sauce für das Butter Chicken
  • 2 EL Öl
  • 1 mittelgrosse Zwiebel, fein gehackt
  • 4 mittelgrosse, reife Tomaten, fein gehackt (Tina – 400 ml Tomatenpüree)
  • 1 TL Salz
  • 1/2 EL Ingwerpaste oder entsprechende Menge selber pürieren
  • 1/2 EL Knoblauchpaste oder entsprechende Menge selber pürieren
  • 1 EL rotes Chilipulver (s.o.)
  • 1 EL Garam Masala
  • 1 TL Kreuzkümmelsaat, gemahlen
  • 2 EL Butter
  • 120 ml Sahne
Garnitur für das Butter Chicken
  • 2 grüne Chilis, entkernt und gehackt
  • 1 EL Koriandergrün, gehackt
  • 1 EL Sahne

Zubereitung

Tandoorihuhn - Das Huhn innen und aussen waschen und trocknen, dann tiefe Einschnitte in das Fleisch an Brust und Keulen machen. (Tina – Hähnchenbrust putzen und in Stücke schneiden)
Alle Zutaten für die erste Marinade vermischen und das Hähnchen damit einreiben. Für eine Stunde marinieren.
Alle Zutaten für die zweite Marinade vermischen und das Hähnchen damit einreiben. Für drei Stunden marinieren.
Huhn auf einem Spiess (Tina – Hähnchenstücke ohne Spiess) in einem vorgeheizten Tandoor, Ofen oder Grill (Tina – Grillpfanne) für 6 Minuten Farbe nehmen lassen, dann mit Öl bepinseln und weitere 4 Minuten grillen, bis es gar ist.
Huhn vom Spiess nehmen und zerteilen. Mit Zwiebelringen und Zitronenspalten servieren (Tina – weiter mit der Butter Chicken-Zubereitung)
Butter Chicken - Öl in einer grossen Pfanne erhitzen und Zwiebel auf mittlerer Hitze anschwitzen, bis sie weich sind.
Tomaten (Tina – Tomatenpüree) und Salz zugeben und köcheln, bis sich Öl absetzt. Sauce durch ein Sieb in einen Topf streichen (Tina – brauchten wir nicht, weil wir pürierte Tomaten verwendeten) und Knoblauch- und Ingwerpaste sowie Gewürze zugeben.
Hähnchenteile zugeben, gut vermischen, sodass das Hähnchen von der Sauce bedeckt ist und für 4 Minuten köcheln lassen.
Butter zugeben und rühren, bis sie schmilzt. Sahne unterrühren und den Topf sofort vom Herd nehmen.
Mit grünen Chilis, Koriandergrün und eingerührter Sahne servieren.

So, und was ist jetzt dein indisches Lieblingsgericht?

Gib mir die Antwort in den Kommentaren, am liebsten natürlich mit einer Geschichte oder Erklärung dazu, ist aber kein Muss ;-)

Zu gewinnen gibt’s dieses Kochbuch

Kulinarisch entdecken: Indien” ist ein schönes Einsteigerkochbuch, aber auch alte Hasen werden noch neues finden.
Und damit das kochen der Rezepte richtig gelingt, leg ich noch ein paar spezielle Zutaten obendrauf.

Ich freu mich riesig auf eure Antworten!

Bedingungen:

  • Zeitraum: 10.03.2014 12.00 Uhr – 16.03. 23.59 Uhr
  • Der Gewinner werden per Random.org ausgelost und dann per Email benachrichtigt. Ich benötige dann die Adresse des Gewinners, damit ich den Gewinn zuschicken kann.
  • Teilnahme ausschließlich per Kommentar
  • Rechtsweg ausgeschlossen
  • Keine Gewähr
  • Keine Barauszahlung des Gewinns

Und jetzt bin ich wirklich gespannt auf eure Antworten!

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Wie gestern schon in der Rezension zu “Asiatisch gut gekocht!“* versprochen, habe ich heute das Rezept für die Hähnchenbrust mit Ingwersauce nach Thai-Art für euch.

Hier bekommt man wirklich einen “Mundvoll” Thai-Aromen, die Sauce ist sehr intensiv und kann auch wunderbar zum Jasminreis gegessen werden, den man am besten dazu kocht. Durch das kurze Pochieren bleibt die Hähnchenbrust schön saftig und wird wirklich superzart. Ich bin auf jeden Fall sehr verliebt in diese Speise und dem Mann geht’s ähnlich. Das wird sicher noch öfter auf dem Tisch stehen, vielleicht auch im Sommer auf Salat, statt auf Reis. Die Sauce ist auf jeden Fall reichlich und würzig genug für ein Salätche ;-)

Zarte Hähnchenbrust mit Ingwersauce

Zutaten für 2:

  • 1 Stängel Zitronengras (Wochenmarkt, Supermarkt oder Asialaden)
  • 1 Kaffirlimettenblatt (im Asialaden im TK-Schrank, hält sich ewig auch zuhause im TK)
  • 1 (Thai-)Schalotte (oder kleine europäische Schalotten verwenden, Thai-Schalotten gibt’s im Asialaden)
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 kleine Korianderwurzel (Wochenmarkthändler fragen, besser im Asialaden Koriander mit Wurzeln kaufen, Wurzeln abschneiden und Reste einfrieren, ansonsten weglassen)
  • 1 getrocknete Chilischote (Asialaden oder bei Amazon kaufen*)
  • 200 ml Hühnerbrühe
  • 250 g Hähnchenbrustfilet
  • 1 kleine Frühlingszwiebel
  • 25 g Ingwer
  • 1 kleine rote Chilischote
  • 1 EL Öl
  • 2,5 EL helle Sojasauce (Asialaden oder gut sortierter Supermarkt, ich empfehle diese hier*)
  • 1,5 EL Reisessig (Asialaden oder bei Amazon kaufen*, alternativ durch Weissweinessig ersetzen)
  • 1 EL Fischsauce (Asialaden oder bei Amazon kaufen*)
  • 1 TL heller Palmzucker (Asialaden oder bei Amazon kaufen*, ersatzweise Rohrzucker)
  • 2 Stängel Koriandergrün

Zubereitung:

Das Zitronengras putzen, die Limettenblätter waschen, beides grob zerkleinern. Schalotten, Knoblauch und Korianderwurzel schälen, in grobe Stücke schneiden. Alles mit der getrockneten Chilischote und der Hühnerbrühe in einen flachen Topf geben und aufkochen lassen.

Währenddessen Hähnchenfleisch kalt abbrausen und trocken tupfen. In die Brühe legen und zugedeckt bei kleiner Hitze in ca. 15 Minuten gar ziehen lassen. (Tina – 2/3 der Zeit wenden, da es etwas wenig Flüssigkeit ist)

Inzwischen für die Sauce die Frühlingzwiebel putzen, waschen und in feine Ringe schneiden. Ingwer schälen, sehr fein würfeln. Die frische Chilischote waschen, putzen, halbieren, entkernen (Tina – mit Kernen) und in feine Streifen schneiden.

Einen Wok oder kleinen Topf aufheizen und das Öl darin erhitzen. Frühlingszwiebel, Ingwer und Chili darin anbraten. Sojasauce, Essig, Fischsauce und Zucker einrühren. Vom Herd nehmen.

Hähnchenfleisch aus der Bühe heben. Warm halten. Die Brühe auf ca. 75 ml einkochen lassen. Nach Belieben Koriandergrün waschen, trocken schütteln und grobe Stiele entfernen. Eingekochte Brühe durch ein Sieb in den Wok oder Topf giessen. Die Ingwersauce aufkochen und abschmecken. Das Hähnchenfleisch quer in Scheiben schneiden, zum Servieren mit der heissen Sauce begiessen und mit Koriandergrün bestreut servieren.

Dazu passt thailändischer Duftreis oder Jasminreis.

 

 

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Quelle – Asiatisch gut gekocht!*

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