[thailändisch] Nam Prik Aong – ein Currydip mit Tomate und Huhn

Das kommt davon, wenn man was auslässt

Als ich das Rezept in Saiphin Moores Rosa’s Thai Cafe: The Cookbook* fand, dachte ich Doofie allen Ernstes, dass diese Speise ein Curry sei. Hätte ich mal auf den Thai-Namen geguckt, wäre mir sofort aufgefallen, dass das nicht sein kann. So ging mir der Kronleuchter erst auf, als ich den Thai-Namen googelte und feststellte, das das eher ein Dip ist. Und es fiel mir wie Schuppen aus den Haaren, warum im Rezept dieses rohe Gemüse stand. Da habe ich nämlich weggelassen, weil kein Markttag war, als ich es kochte.

Egal, schmeckte auch sehr gut mit Jasminreis, den ich wie immer nach der Verdunstungsmethode zubereite. Noch hat es kein Reiskocher in meinen Haushalt geschafft, obwohl ich ja sehr küchengeräteaffin bin. Also mach es so wie ich oder kauf dir ein paar Gemüse, die man roh essen kann. ;-)

 

[thailändisch] Nam Prik Aong - ein Currydip mit Tomate und Huhn

Nam Prik Aong – ein Currydip mit Tomate und Huhn

Fein würzig, schön tomatig und sehr schnell auf dem Tisch! Das gefällt mir – besonders, wenn es mal wieder schnell gehen muss wegen spontaner Lustlosigkeit oder einfach Zeitmangel.

Du hackst das Hähnchenfleisch, wirfst die Zutaten für die Paste in den Mixer und dann alles mit wenigen anderen Zutaten in den Wok. Dazu schnell den Reis gekocht (wie manche Leute auf 30 Minuten Zubereitungszeit kommen, ist mir eh ein Rätsel) und ein bisschen Gemüse geschnippelt – oder halt auch nicht ;-)

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[thailändisch] Pad Prig Daeng – scharfes rotes Curry mit Huhn

Kennst du das auch? Du siehst ein Rezept….

.. und bist sofort angefixt, weil es sich so strange liest, dass du es ausprobieren musst. So ging es mir mit dem Pad (gebraten) Prig (Chili) Daeng (rot) aus Saiphin Moores Rosa’s Thai Cafe: The Cookbook*, das letztens bei mir einziehen durfte und schon mit zig Klebezetteln versehen auf meinem Couchplatz liegt. Dieses Curry ist nicht mit Kokosmilch zubereitet, auch wenn es so aussieht. Ne, in Rosa’s Thai Cafe wird dieses Gericht mit Kondensmilch zubereitet. Und da ich gerne Kondensmilch und Kaffeesahne zum Kochen verwende, musste das Rezept gekocht werden. Schön scharf zum Vertreiben meiner letzten Grippe-Geister, die ich mir aus Brüssel mitgebracht habe. Ein Mitbringsel, das echt nicht nötig gewesen wäre.

Pad Prig Daeng – scharfes rotes Curry mit Huhn

So simpel und schnell zubereitet! Huhn in Streifen schneiden, Currypaste anbraten, Huhn dazu, Kondensmilch, Fischsauce und Palmzucker dran, Thai-Basilikum druntergerührt und fertig. Jetzt noch ein paar Chilis drüber und ab auf den Tisch mit einer guten Portion Jasminreis. Den brauchst du auch, denn es ist wirklich ganz schön scharf!

Ein bisschen habe ich das Rezept verändert – da mir das Huhn und die Paste zu verbrennen drohten, habe ich schon früher etwas mehr Kondensmilch als gefragt zugegeben, ausserdem ca. 100 ml Wasser. Das Thai-Basilkum hatte ich im Sommer selbst gezogen und in Öl eingelegt, daher sieht es nicht ganz so hübsch aus, schmeckte aber fantastisch.
Ausserdem habe ich für uns die Menge an Hühnerfleisch reduziert, ein halbes Kilo sind uns mittlerweile selbst für 3 Portionen zuviel. Meine Menge reichte, um uns am Abend satt zu machen und dass der Mann noch etwas ins Büro mitnehmen konnte.
Das Curry soll scharf, süss und salzig schmecken, eine Kombination, die ich sehr verehre!

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[indisch] Chicken Cafreal – grünes Hühnercurry

Wie immer gilt – keine Bedenken bei längeren Zutatenlisten ;-)

Eigentlich ist es nämlich ganz einfach! Und meist ist es wesentlich einfacher, als die lange Liste vermuten lässt. Vor allen Dingen, wenn es keine allzu exotischen Zutaten sind, die viele im Küchenschrank haben. Zum Rantrauen habe ich aus Kumar & Suba Mahadevans From India* (deutsch – Die indische Küche) dieses Chicken Cafreal, ein portugiesisch angehauchtes grünes Curry aus Goa mitgebracht, das seinen besonderen Geschmack vom verwendeten Rum bekommt. Richtig schön grün und leicht kräuterig wird es durch Koriander und Minze, die es auch schön erfrischend werden lassen.

[indisch] Chicken Cafreal - grünes Hühnercurry

Chicken Cafreal – grünes Hühnercurry

Kein Hexenwerk und auch für Ungeübte in der indischen Küche gut zu kochen! Du schneidest die Hähnchenbrust der Länge nach in dicke Streifen, vermischst die Zutaten für die Marinade und reibst die Hähnchenstreifen damit ein. Dann lässt du sie eine Weile im Kühlschrank schlafen. Das kannst du auch schon morgens vor der Arbeit machen, wenn du es abends zubereiten willst. Dann packst du alle Zutaten für die Masalapaste in einen Mixer. Ich schreddere immer die trockenen Bestandteile zuerst, bevor ich die feuchten Zutaten zugebe. Das stellt sicher, dass die trockenen Zutaten auch tatsächlich geschreddert sind. Du brätst das Hähnchen an, gibt’s die Masalapaste hinzu und lässt das Ganze zugedeckt eine Weile köcheln, dann nimmst du den Deckel ab und reduzierst die Sauce ein bisschen. Schon bist du fertig!

Ganz einfach eigentlich, oder?

5.0 from 1 reviews
Chicken Cafreal - grünes Hühnercurry
Autor:
Küche: indisch
Art: Hauptgericht
Portionen: 2-3
Vorbereitungszeit: 
Kochzeit: 
Gesamtzeit: 
Zutaten
  • 1 TL Curcuma, gemahlen
  • ½ EL Ingwer, fein gehackt
  • 1 TL Knoblauch, fein gehackt
  • ½ EL Malzessig
  • 400 g Hähnchenbrust, in dicke Streifen geschnitten
  • 40 ml Pflanzenöl
  • Chili-Öl zum Garnieren
Für die Masala-Paste:
  • ½ Bund Koriandergrün, gehackt
  • ¼ Bund Minze, gehackt
  • ½ Zwiebel, gehackt
  • 2 kleine grüne Chilis, gehackt
  • 2,5 cm Ingwer, gehackt
  • ½ EL weisser Zucker
  • 3 Knoblauchzehen
  • 2,5 cm Zimtstange (Tina - Cassia)
  • 6 schwarze Pfefferkörner
  • 3 Gewürznelken
  • 1 TL Kreuzkümmelsaat
  • 1,5 EL dunkler Rum
  • 1 EL Malzessig
Zubereitung
  1. Curcuma, Ingwer, Knoblauch, Essig und ¼ TL Salz vermischen, dann das Huhn damit einreiben. Eine Stunde im Kühlschrank marinieren.
  2. Für die Masalapaste alle Zutaten in einem Mixer zu einer feinen Paste verarbeiten, dabei zuerst die trockenen Zutaten zerkleinern und dann erst die feuchten Zutaten zugeben.
  3. Öl in einer schweren Pfanne auf mittlerer Hitze erwärmen, Hähnchen zugeben und unter Wenden braten, bis es von allen Seite goldbraun ist.
  4. Masalapaste unterrühren und für 15-20 Minuten auf kleiner Hitze zugedeckt köcheln, bis das Huhn gar ist. Dann 3 Minuten offen köcheln lassen, um die Sauce etwas zu reduzieren.
  5. Mit etwas Chili-Öl beträufelt servieren.

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[altdeutsche Küche] Hühnercremesuppe

Kochtreffen “Altdeutsche Küche”

Am Samstag fand in meiner Küche wieder ein Kochtreffen statt. Diesmal hatte der Mann das Thema gewählt, denn sammelt alte Kochbücher. Wir kochten also altdeutsche Küche mit Rezepten von vor 1950. Was wir alles kochten und welche Rezepte dich in den nächsten Tagen erwarten, kannst du auf meiner Facebookseite sehen.

[altdeutsche Küche] Hühnercremesuppe

Hühnercremesuppe oder auch Königinsuppe

Den Anfang macht eine cremige Hühnersuppe mit einer Einlage aus Hähnchenbrust und Croutons. Das Rezept fand ich in “Illustriertes Kochbuch von Mary Hahn” in einer Ausgabe von 1933.

Ich musste das Rezept ein bisschen abändern, da es vorsah, dass über ein Kilo Rindfleisch und Suppengemüse zusätzlich darin gekocht werden sollte. Da wir keine Verwendung für das gekochte Rindfleisch hatten, wurde das Huhn beim Kochtreffen in einer leichten Rinderbrühe gekocht. Ein altes Huhn forderte das Rezept, also kaufte ich ein Suppenhuhn, was eine grosse Menge an Suppe ergab, mehr als wir als Vorspeise essen konnten. Du findest hier nun die Version mit einem normalen Huhn, denn das reicht völlig als Vorspeise für 10 Personen.

Auf jeden Fall war die Suppe einer der Stars des Kochtreffen. Cremig und gehaltvoll ist diese Königinsuppe, bestimmt auch gut für die Erkältungszeit, weil sie dich stärkt und päppelt.

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