[chinesisch] Yu Xiang Ji Si – Fischduft-Hähnchen

Da isse wieder!

Puh, 6 Wochen habe ich mich hier rar gemacht. Es war einfach zuviel los in meinem Leben und ein bisschen fehlte auch die Muße und Motivation etwas zu schreiben. Aber nachdem ich gestern zum wiederholten Male von Freunden darauf angesprochen wurde, dass man hier ja nix mehr zu lesen bekommt, bin ich wieder da. Und ich hoffe, diesmal wieder für länger ;-)

[chinesisch] Yu Xiang Ji Si - Fischduft-Hähnchen

Yu Xiang Ji Si – Fischduft-Hähnchen

Dieses Fischduft-Hähnchen hatte ich mit eben diesen Freunden zubereitet. Das Rezept hatte ich wie so oft in Fuchsia Dunlops “Land of Plenty“* gefunden, meiner Bibel für die Szechuanküche.

Fischduft übrigens nicht, weil das Gericht nach Fisch riecht, sondern weil Aromen verwendet werden, die man sonst für die Zubereitung von Fischen nutzt. Meist sind es warme Speisen mit diesen Aromen, aber in kalt funktioniert es ähnlich gut.

Ingwer, Knoblauch und Frühlingszwiebeln geben Knack und Biss, durch das Chili-Öl – bei mir immer nach diesem Rezept – und Chilipaste wird’s gut scharf, die feine salzige Umaminote bringt die Sojasauce mit und ein erfrischende, aber nicht spitze Säure erfährt das Gericht durch den schwarzen Essig. Ein perfektes Mahl mit Sichuan-Aromen!

Es lohnt sich, das gekochte Hühnerfleisch zu zupfen, statt zu schneiden. Die Fasern sind gröber und nehmen die Sauce besser auf, das Fleisch wirkt zarter als es eh schon ist.

Du kannst es gut vorbereiten und erst beim Servieren zusammensetzen. Stressfreier kann kochen kaum sein.

[read more]

[indisch] Chicken Vindaloo mit dem besonderen Dreh

Ein kleines indisches Menue mit Freunden

Letztens kochten wir mit Freunden ein paar indische Gerichte, die wir für uns alleine nicht kochen würden. Schon alleine, weil ich zwar mittlerweile keine pingelige Esserin mehr bin, aber doch so manche Dinge immer noch nicht essen kann. Dazu gehört fettiges Fleisch mit und ohne Knochen und auch grüne Paprika. Zwar sitze ich grade bei solchen Dingen wie Lammkeule oder Nackensteaks sabbernd am Tisch, aber runter bekomme ich solche Dinge leider nicht. Grüne Paprika ist mir einfach zu bitter und herb. Der Mann liebt sie, ähnlich wie Lammkeule. Da lag es nahe, eins seiner Lieblingsgerichte aus seiner Zeit in Indien auf den Plan zu setzen – Aloo Capsicum, nach einem Rezept von veg recipes of india, dazu einfache Parathas, auch nach einem Rezept von veg recipes of india. Ausserdem bastelten wir Duck Tikka mit grünem Chutney und Lammkeulen nach Hyderabad-Art, beides nach Rezepten indischer Köche in London. Zu den Lammkeulen reichte ich selbstgemachtes Naan sowie Safranreis – us dr lameng, kein Rezept ;-) – und damit die Lammkeulen-Verächter – ich war nicht alleine ;-) – nicht hungrig zu Bett gehen müssen, ein Chicken Vindaloo nach Anjum Anands “Indisch kochen ganz easy“*. Und darum soll’s heute gehen!

Die Rezepte für die Lammkeule und das Duck Tikka folgen in den nächsten Tagen.


Vindaloo geht immer

Ähnlich wie Julia bin ich ein richtiger Vindaloo-Fan. Ich mag es gerne sauer-scharf, auch einen süssen Dreh finde ich interessant. Und das ist mir diesmal richtig gut gelungen, auch wenn es eher ein Zufall war. Der Weissweinessig war ausgegangen und leider hat er es nicht auf die Einkaufsliste geschafft. So dachte ich, da wäre noch etwas. War aber nicht! So hatte ich die Wahl zwischen zig Fruchtessigen, Rotweinessig, Balsamico in diversen Abstufungen, den natürlich auch in weiss. Und der sollte es dann werden.

Wooooaaaahhh, wie geil ist das denn? Das Vindaloo hatte genau den richtigen Geschmack für mich. Fein säuerlich, schön scharf und mit einer dezenten süssen Note, die man mit Zucker so nicht erreicht. Weisser Balsamico unterstützt das süss-saure Aroma der Tamarinde und schiebt es ein wenig an. KNALLER! Das läuft meinem Standard-Vindaloorezept den Rang ab. Daher gab’s das Chicken Vindaloo schon mehrfach bei mir und ein Rest Paste vom indischen Kochen steht noch im Kühlschrank und wartet auf den nächsten Einsatz.

Chicken Vindaloo

Chicken Vindaloo – so geht’s

Zuerst stellst du eine Paste her, dabei solltest du darauf achten, dass du alle trockenen Gewürze im Mixer zerkleinerst bevor du die feuchten Zutaten hinzu gibst. Sonst bekommst du die Gewürze nicht mehr richtig klein und strapazierst den Mixer und damit auch dein Gehör mehr als nötig. Dann nimmst du entweder Hähnchenteile deiner Wahl ohne Haut oder wie ich Hähnchenbrust und zerteilst sie in mundgerechte Stücke. Bei Hähnchenbrust benötigst du weniger Garzeit als bei Stücken mit Knochen oder ausgelösten Schenkeln zum Beispiel.

Die Zwiebeln schwitzt du an, gibst die Gewürzpaste hinzu und schwitzt sie auch an. Dann Tomaten darin weich köcheln, dann auf grösserer Hitze anbraten, bis sie dunkler sind. Hähnchen mit etwas Wasser zugeben und zugedeckt schmoren, dann ohne Deckel etwas reduzieren.

Als kleine Ergänzung haben wir auch noch ein paar Curryblätter in Ghee angebraten, bis sie schön crisp sind und zum Schluss mit dem aromatischen Öl über das Curry gegeben.

[read more]

[thailändisch] Nam Prik Aong – ein Currydip mit Tomate und Huhn

Das kommt davon, wenn man was auslässt

Als ich das Rezept in Saiphin Moores Rosa’s Thai Cafe: The Cookbook* fand, dachte ich Doofie allen Ernstes, dass diese Speise ein Curry sei. Hätte ich mal auf den Thai-Namen geguckt, wäre mir sofort aufgefallen, dass das nicht sein kann. So ging mir der Kronleuchter erst auf, als ich den Thai-Namen googelte und feststellte, das das eher ein Dip ist. Und es fiel mir wie Schuppen aus den Haaren, warum im Rezept dieses rohe Gemüse stand. Da habe ich nämlich weggelassen, weil kein Markttag war, als ich es kochte.

Egal, schmeckte auch sehr gut mit Jasminreis, den ich wie immer nach der Verdunstungsmethode zubereite. Noch hat es kein Reiskocher in meinen Haushalt geschafft, obwohl ich ja sehr küchengeräteaffin bin. Also mach es so wie ich oder kauf dir ein paar Gemüse, die man roh essen kann. ;-)

 

[thailändisch] Nam Prik Aong - ein Currydip mit Tomate und Huhn

Nam Prik Aong – ein Currydip mit Tomate und Huhn

Fein würzig, schön tomatig und sehr schnell auf dem Tisch! Das gefällt mir – besonders, wenn es mal wieder schnell gehen muss wegen spontaner Lustlosigkeit oder einfach Zeitmangel.

Du hackst das Hähnchenfleisch, wirfst die Zutaten für die Paste in den Mixer und dann alles mit wenigen anderen Zutaten in den Wok. Dazu schnell den Reis gekocht (wie manche Leute auf 30 Minuten Zubereitungszeit kommen, ist mir eh ein Rätsel) und ein bisschen Gemüse geschnippelt – oder halt auch nicht ;-)

[read more]

[thailändisch] Pad Prig Daeng – scharfes rotes Curry mit Huhn

Kennst du das auch? Du siehst ein Rezept….

.. und bist sofort angefixt, weil es sich so strange liest, dass du es ausprobieren musst. So ging es mir mit dem Pad (gebraten) Prig (Chili) Daeng (rot) aus Saiphin Moores Rosa’s Thai Cafe: The Cookbook*, das letztens bei mir einziehen durfte und schon mit zig Klebezetteln versehen auf meinem Couchplatz liegt. Dieses Curry ist nicht mit Kokosmilch zubereitet, auch wenn es so aussieht. Ne, in Rosa’s Thai Cafe wird dieses Gericht mit Kondensmilch zubereitet. Und da ich gerne Kondensmilch und Kaffeesahne zum Kochen verwende, musste das Rezept gekocht werden. Schön scharf zum Vertreiben meiner letzten Grippe-Geister, die ich mir aus Brüssel mitgebracht habe. Ein Mitbringsel, das echt nicht nötig gewesen wäre.

Pad Prig Daeng – scharfes rotes Curry mit Huhn

So simpel und schnell zubereitet! Huhn in Streifen schneiden, Currypaste anbraten, Huhn dazu, Kondensmilch, Fischsauce und Palmzucker dran, Thai-Basilikum druntergerührt und fertig. Jetzt noch ein paar Chilis drüber und ab auf den Tisch mit einer guten Portion Jasminreis. Den brauchst du auch, denn es ist wirklich ganz schön scharf!

Ein bisschen habe ich das Rezept verändert – da mir das Huhn und die Paste zu verbrennen drohten, habe ich schon früher etwas mehr Kondensmilch als gefragt zugegeben, ausserdem ca. 100 ml Wasser. Das Thai-Basilkum hatte ich im Sommer selbst gezogen und in Öl eingelegt, daher sieht es nicht ganz so hübsch aus, schmeckte aber fantastisch.
Ausserdem habe ich für uns die Menge an Hühnerfleisch reduziert, ein halbes Kilo sind uns mittlerweile selbst für 3 Portionen zuviel. Meine Menge reichte, um uns am Abend satt zu machen und dass der Mann noch etwas ins Büro mitnehmen konnte.
Das Curry soll scharf, süss und salzig schmecken, eine Kombination, die ich sehr verehre!

[thailändisch] Pad Prig Daeng - scharfes rotes Curry mit Huhn [read more]