[thailändisch] Tom Yum Gai Ban Nork – sauerscharfe Hühnersuppe nach Art von Khao Khor

Ein schönes Thai-Kochtreffen war’s

  • Khao Khor Tom Yum Gai – sauerscharfe Hühnersuppe nach Art von Khao Khor
  • Nam Tok Nuea – Wasserfallsalat mit Rindfleisch
  • Larb Tod Moo – gebratene Schweinepatties auf nordthailändische Art
  • Yam Yai – Bunter Salat
  • Khao Niao – Klebreis

  • Guoi Chup Bang Tod – gebackene Banane mit Honig

Darunter waren viele Highlights wie das Hühnercurry, die Schweinepatties, der bunte Salat mit den überraschenden getrockneten Tintenfischen. Die Rezepte habe ich in den nächsten Tagen für euch und beginne heute mit der köstlichen Suppe. Von der gebackenen Banane darfst du das Rezept nicht erwarten – es hat nicht funktioniert und wurde von einer lieben Gästin gerettet.

[thailändisch] Tom Yum Gai Ban Nork - sauerscharfe Hühnersuppe nach Art von Khao Khor

Meine Tipps für Tom Yum Gai Ban Nork – sauerscharfe Hühnersuppe nach Art von Khao Khor

Für das Rezept aus Rosa’s Thai Cafe: The Cookbook* brauchst du einige Zutaten, ein paar davon kannst du gut ersetzen oder einfach weglassen – Galgant ist ein Ingwerverwandter und kann hier prima durch eben diesen ersetzt werden. Korianderwurzel bekommst du im gut sortierten Asialaden, kannst sie aber auch weglassen. Der chinesische Staudensellerie ist wesentlich dünner als unserer. Du solltest also die feinsten Stengel verwenden, wenn du keinen chinesischen bekommen kannst.
Statt der Austernpilze gehen auch Champignons gut oder auch Reisstrohpilze, die du im Asialaden als Dosenware bekommst.

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[indisch] Hyderabadi Kali Mirch ka Murg – pfeffriges Hühnercurry

Ein seltener Genuss!

Auch wenn die Chili ja erst spät mit den Portugiesen nach Indien einreiste und der Pfeffer schon lange vorher da war, gibt es wenige indische Speisen, wo die Schärfe vom Pfeffer kommt. Eine angenehme warme Schärfe, die dir noch eine Zeit im Mund bleibt.

Daher musste dieses Rezept, das ich in Atul Kochhars “Simple Indian“* (deutsche Übersetzung hier*) fand, unbedingt zubereitet werden. Ein einfaches Gericht, das du ohne viel Schnickschnack kochen kannst, denn es kommt nahezu ohne besondere Gewürze aus. Saftiges Hähnchenfleisch, eine süssliche Sauce und der wärmende Pfeffer – eigentlich eher ein Wintergericht, aber auch jetzt im Sommer macht es richtig Spass. Iss ein wenig Fladenbrot dazu, um die köstliche Sauce zu dippen.

Mirch hat übrigens mehrere Bedeutungen im Hindi – Kali Mirch heisst schwarzer Pfeffer, Hari Mirch ist grüner Chili, Lal Mirch roter Chili und Shimla Mirch ist Paprika. Dass man Chilis und Paprika in einen Topf wirft, kann ich ja noch verstehen, aber Kali Mirch überrascht mich immer wieder ;-)

[indisch] Hyderabadi Kali Mirch ka Murg - pfeffriges Hühnercurry

Meine Tipps für Hyderabadi Kali Mirch ka Murg – pfeffriges Hühnercurry

Atul Kochhar sieht in seinem Rezept eigentlich ein ganzes Huhn vor, dass mit Haut und Knochen in 8 Stücke geteilt wird. Da ich nicht soviele Esser hier habe, kaufe ich der Einfachheit halber eine Hähnchenbrust mit Haut und Knochen, die ich auslöse und Karkasse wie auch Haut für die nächste Brühe verwahre. Du kannst aber auch wie Atul ein ganzes oder auch halbes Huhn verwenden. Dann solltest du die Marinierzeit auf 2-3 Stunden verlängern und auch das Fleisch länger garen.

Der geröstete und gemörserte Pfeffer obendrauf gibt den Extrakick pfeffriger, warmer Schärfe. Meist wird diese Schärfe auch besser vertragen als Chilischärfe. Am besten tastest du dich da heran.

Das Mixergefäss von der pürierten Zwiebel spüle ich immer mit der Flüssigkeit aus, die ich später noch verwende. So wird auch nichts verschwendet.

Als Topping kannst du auch in feine Streifen geschnittenen Ingwer verwenden und vielleicht etwas Senfkresse, wenn du sie bekommen kannst.

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[chinesisch] Yu Xiang Ji Si – Fischduft-Hähnchen

Da isse wieder!

Puh, 6 Wochen habe ich mich hier rar gemacht. Es war einfach zuviel los in meinem Leben und ein bisschen fehlte auch die Muße und Motivation etwas zu schreiben. Aber nachdem ich gestern zum wiederholten Male von Freunden darauf angesprochen wurde, dass man hier ja nix mehr zu lesen bekommt, bin ich wieder da. Und ich hoffe, diesmal wieder für länger ;-)

[chinesisch] Yu Xiang Ji Si - Fischduft-Hähnchen

Yu Xiang Ji Si – Fischduft-Hähnchen

Dieses Fischduft-Hähnchen hatte ich mit eben diesen Freunden zubereitet. Das Rezept hatte ich wie so oft in Fuchsia Dunlops “Land of Plenty“* gefunden, meiner Bibel für die Szechuanküche.

Fischduft übrigens nicht, weil das Gericht nach Fisch riecht, sondern weil Aromen verwendet werden, die man sonst für die Zubereitung von Fischen nutzt. Meist sind es warme Speisen mit diesen Aromen, aber in kalt funktioniert es ähnlich gut.

Ingwer, Knoblauch und Frühlingszwiebeln geben Knack und Biss, durch das Chili-Öl – bei mir immer nach diesem Rezept – und Chilipaste wird’s gut scharf, die feine salzige Umaminote bringt die Sojasauce mit und ein erfrischende, aber nicht spitze Säure erfährt das Gericht durch den schwarzen Essig. Ein perfektes Mahl mit Sichuan-Aromen!

Es lohnt sich, das gekochte Hühnerfleisch zu zupfen, statt zu schneiden. Die Fasern sind gröber und nehmen die Sauce besser auf, das Fleisch wirkt zarter als es eh schon ist.

Du kannst es gut vorbereiten und erst beim Servieren zusammensetzen. Stressfreier kann kochen kaum sein.

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[indisch] Chicken Vindaloo mit dem besonderen Dreh

Ein kleines indisches Menue mit Freunden

Letztens kochten wir mit Freunden ein paar indische Gerichte, die wir für uns alleine nicht kochen würden. Schon alleine, weil ich zwar mittlerweile keine pingelige Esserin mehr bin, aber doch so manche Dinge immer noch nicht essen kann. Dazu gehört fettiges Fleisch mit und ohne Knochen und auch grüne Paprika. Zwar sitze ich grade bei solchen Dingen wie Lammkeule oder Nackensteaks sabbernd am Tisch, aber runter bekomme ich solche Dinge leider nicht. Grüne Paprika ist mir einfach zu bitter und herb. Der Mann liebt sie, ähnlich wie Lammkeule. Da lag es nahe, eins seiner Lieblingsgerichte aus seiner Zeit in Indien auf den Plan zu setzen – Aloo Capsicum, nach einem Rezept von veg recipes of india, dazu einfache Parathas, auch nach einem Rezept von veg recipes of india. Ausserdem bastelten wir Duck Tikka mit grünem Chutney und Lammkeulen nach Hyderabad-Art, beides nach Rezepten indischer Köche in London. Zu den Lammkeulen reichte ich selbstgemachtes Naan sowie Safranreis – us dr lameng, kein Rezept ;-) – und damit die Lammkeulen-Verächter – ich war nicht alleine ;-) – nicht hungrig zu Bett gehen müssen, ein Chicken Vindaloo nach Anjum Anands “Indisch kochen ganz easy“*. Und darum soll’s heute gehen!

Die Rezepte für die Lammkeule und das Duck Tikka folgen in den nächsten Tagen.


Vindaloo geht immer

Ähnlich wie Julia bin ich ein richtiger Vindaloo-Fan. Ich mag es gerne sauer-scharf, auch einen süssen Dreh finde ich interessant. Und das ist mir diesmal richtig gut gelungen, auch wenn es eher ein Zufall war. Der Weissweinessig war ausgegangen und leider hat er es nicht auf die Einkaufsliste geschafft. So dachte ich, da wäre noch etwas. War aber nicht! So hatte ich die Wahl zwischen zig Fruchtessigen, Rotweinessig, Balsamico in diversen Abstufungen, den natürlich auch in weiss. Und der sollte es dann werden.

Wooooaaaahhh, wie geil ist das denn? Das Vindaloo hatte genau den richtigen Geschmack für mich. Fein säuerlich, schön scharf und mit einer dezenten süssen Note, die man mit Zucker so nicht erreicht. Weisser Balsamico unterstützt das süss-saure Aroma der Tamarinde und schiebt es ein wenig an. KNALLER! Das läuft meinem Standard-Vindaloorezept den Rang ab. Daher gab’s das Chicken Vindaloo schon mehrfach bei mir und ein Rest Paste vom indischen Kochen steht noch im Kühlschrank und wartet auf den nächsten Einsatz.

Chicken Vindaloo

Chicken Vindaloo – so geht’s

Zuerst stellst du eine Paste her, dabei solltest du darauf achten, dass du alle trockenen Gewürze im Mixer zerkleinerst bevor du die feuchten Zutaten hinzu gibst. Sonst bekommst du die Gewürze nicht mehr richtig klein und strapazierst den Mixer und damit auch dein Gehör mehr als nötig. Dann nimmst du entweder Hähnchenteile deiner Wahl ohne Haut oder wie ich Hähnchenbrust und zerteilst sie in mundgerechte Stücke. Bei Hähnchenbrust benötigst du weniger Garzeit als bei Stücken mit Knochen oder ausgelösten Schenkeln zum Beispiel.

Die Zwiebeln schwitzt du an, gibst die Gewürzpaste hinzu und schwitzt sie auch an. Dann Tomaten darin weich köcheln, dann auf grösserer Hitze anbraten, bis sie dunkler sind. Hähnchen mit etwas Wasser zugeben und zugedeckt schmoren, dann ohne Deckel etwas reduzieren.

Als kleine Ergänzung haben wir auch noch ein paar Curryblätter in Ghee angebraten, bis sie schön crisp sind und zum Schluss mit dem aromatischen Öl über das Curry gegeben.

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