[italienisch] Crostini ai fegatini di pollo e prosciutto – Hühnerlebercrostini mit Schinken

Wünsche, die man gerne erfüllt

Immer wieder sprach der Mann davon, mal was aus dem “Silberlöffel“* zu kochen, der sich selbst als Bibel der italienischen Küche bezeichnet. Irgendwie hat das Kochbuch vor Jahren den Weg zu uns gefunden und wurde bisher sträflichst vernachlässigt. Das sollte sich nun ändern – wir luden uns Freunde ein, die mit uns die Rezepte aussuchten und am letzten Samstag kochten. Was wir alles gekocht haben und was dich in den nächsten an Rezepten erwartet, erfährst du unter anderem auf meiner Facebookseite. Liken lohnt sich, denn dort findest du auch vieles mehr und kannst meinem Blog bequem folgen.

[italienisch] Crostini ai fegatini di pollo e prosciutto - Hühnerlebercrostini mit Schinken

Hühnerlebercrostini mit Schinken

Als Antipasti hat sich die kochwütige Meute diese köstlichen Crostini mit Hühnerleber und Schinken – wir verwendeten Pancetta – gewünscht. Die Zubereitung ist einfach, dauert aber etwas länger, weil die Zwiebel-Schinken-Mischung etwas länger angeschwitzt werden muss. So bekommen die Zwiebeln eine süssliche Note und das Fett des Schinkens schmilzt und kann sich so gut mit der Leber verbinden. So bekommst du eine feine Leberpaste mit einer würzigen Schinkennote. Zusätzliches Salz brauchst du voraussichtlich nicht, der Schinken würzt reichlich. Wunderbar harmoniert das knusprige Brot mit der weichen, aromatischen Paste. Ein feiner erster Gang eines italienischen Menues!

Reste von der Leberpaste kannst du mit etwas flüssiger Butter begossen bis zum nächsten Tag problemlos kaltstellen.

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[indisch] Mangalorean Chicken Curry

Ein südindisches Hühnercurry auf einfache Art

Oft suche ich extra für euch indische Rezepte heraus, die ihr einfach nachkochen könnt, weil sie ohne allzu viele Gewürze auskommen und sich auch einfach zubereiten lassen. Diesmal wurde ich wieder bei Pushpesh Pant (Kochbuch auf englisch* und auf deutsch*) fündig und möchte euch nun das köstlich-cremige Hühnercurry aus der südindischen Stadt Mangalore mit ein paar Tricks vorstellen.

[indisch] Mangalorean Chicken Curry

5 Tricks und “Abkürzungen” zum Mangalorean Chicken Curry

Das cremige und pikante Chicken Curry bringt eine feine Kokosnote mit und lässt sich ganz einfach zubereiten. Falls du keinen Zugriff auf frische Kokosnuss in guter Qualität – so wie ich – hast oder dir ein paar Gewürze fehlen, kannst du die Zubereitung so auf dich anpassen:

  1. Ersetze die frische Kokosnuss durch in Wasser eingeweichte Kokosraspeln. Bei der Menge für 2 Personen nehme ich 2 EL Kokosraspel und vermische sie mit etwas Wasser.
  2. Verwende Currypulver, um Curcuma, Koriandersaat und Bockshornkleesaat zu ersetzen, falls du die Gewürze nicht zur Hand hast. Hier würde ich auf meine Menge 2 TL Currypulver verwenden.
  3. Nimm gemahlenes Chilipulver, wenn du keine getrocknete Chilis im Haus hast. Mengenmässig würde ich hier 1,5 TL Chilipulver empfehlen, je nachdem wie scharf du es magst. Bedenke, dass die Kokosprodukte aufgrund ihres Fettgehalts einiges an Schärfe schlucken. Du darfst also ruhig etwas mutig mit dem Chilipulver sein ;-)
  4. Wenn du die Hähnchenkeulen nicht auslösen magst, verwende Hähnchenbrust, die du in mundgerechte Stücke schneidest. Das habe ich auch getan, weil die Hähnchenbrust grade im Haus war.
  5. Bei akuter Faulheit und falls du eh Curry- und Chilipulver verwendest, brauchst du die Gewürze nicht anrösten. Habe ich auch nicht getan, weil es mir zeitlich nicht passte.

Natürlich schmeckt das Curry dann anders, als Pushpesh Pant es sich gedacht hat, aber das tut es sowieso, weil es auch immer auf die Qualität und Frische der verwendeten Zutaten ankommt und die ist halt in jedem Haushalt – auch in Indien – immer anders. Also fühl dich frei, dein eigenes Mangalorean Chicken Curry zu basteln ;-)

Das Gericht wird klassisch südindisch mit Reis gegessen.

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[chinesisch] Huhn mit Baby-Oliven

Chinesisches Essen mit Oliven? Wirklich?

Yepp, warum nicht… So wie sich die deutsche Küche für Zutaten aus aller Welt öffnet – ich sag nur Currywurst ;-) – geschieht das in anderen Küchen auf der Welt auch.
Lange Zeit habe ich mich auch mit möglichst authentischen Rezepten besonders aus Asien und Indien beschäftigt, wollte das Ursprüngliche dieser Kochstile erfahren und bin nun auch offen für solche Fusion-Gerichte. Daher reizte mich Mr. Pengs Rezept mit den Oliven sehr. Ich war quasi total angefixt, diese Kombination auszuprobieren. Mr. Peng ist Chinese, betreibt in London eins der besten chinesischen Restaurants und hat ein Buch mit seinen Rezepten herausgebracht – Hunan: A Lifetime of Secrets from Mr Peng’s Chinese Kitchen*

[chinesisch] Huhn mit Baby-Oliven

Huhn mit Oliven auf chinesische Art

Passt! Mr. Peng schreibt, dass die Oliven dem Gericht eine trockene Süsse verleihen und eine sehr aromatische Note hinzufügen. Er verwendet kleine, grüne Oliven mit Kern, die ich leider nicht bekommen konnte. Stattdessen fand ich kleine, entkernte Kalamata-Oliven, die geschmacklich sicher ein bisschen anders sind, aber dennoch in dieses würzige Gericht mit Chili und viel Ingwer passten. Das Hühnerfleisch, hier empfiehlt Mr. Peng Hähnchenbrust, wird wunderbar zart und harmoniert prima mit der erfrischenden Sauce. Chili und Ingwer sorgen für eine nicht zu aufdringliche Schärfe und die Oliven machen es einfach besonders.

Wie so viele chinesische Gerichte ist diese Köstlichkeit schnell zubereitet und nebenher der Duftreis als Beilage gekocht. Noch eine Gemüsebeilage dazu, die man mit etwas Sojasauce durch den Wok jagt und fertig ist eine ausgewogene Mahlzeit.

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[indisch] Shahi Qorma – königliches Hühnercurry mit Safran und Gewürzen

Ein Korma aus der Mogul-Küche

Korma oder auch Qorma wie hier bei Pushpesh Pant (Kochbuch auf englisch* und auf deutsch*) ist eine Zubereitung mit einer langen Geschichte. Das Wort bedeutet “schmoren” und shahi steht hier für die königlich, majestätisch. Charakteristisch für ein solches Curry ist das Schmoren in Joghurt und Wasser bzw. Brühe mit meist vielen Gewürzen. Ausserdem werden oft gemahlene Nüsse zum Andicken oder auch ganze Nüsse zum Verfeinern und Dekorieren verwendet. Dieses Shahi Qorma ist meist kein alltägliches Gericht, sondern wird aufgrund der Zutaten zu besonderen Anlässen zubereitet. Kormas werden langsam und sanft geschmort, damit der Joghurt nicht ausflockt und grisselig wird.

[indisch] Shahi Qorma - königliches Hühnercurry mit Safran und Gewürzen

 

Eine aromatische Gewürzbombe

Was für ein Duft, was ein Geschmack! Eine Reihe von ganzen Gewürzen, die zu Anfang angeschwitzt werden, und gemahlenen Gewürzen, die später das Gericht abrunden, ergeben ein harmonisches Gesamtbild, das begeistert. Das Qorma ist nicht sehr scharf, bekommt aber durch Chili und weissen Pfeffer einen fein pikanten Geschmack, der die anderen Gewürze nicht überlagert und schön wärmt. Das richtige für kalte Tage!
In Indien würde man dafür ein kleines Huhn mit einem Beil zerteilen, ich habe hier ausgelöste Hähnchenschenkel verwendet, die noch vom letzten Huhn übrig waren. Ausserdem habe ich weniger Wasser zugegeben, damit es nicht zu suppig, sondern schön cremig wird.
Ich habe dazu Basmatireis serviert, den ich mit etwas Ghee sautiert habe.

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