Da schlummerten noch Ziegenkäse und Rucolapesto im Kühlschrank, dazu gesellte sich Sahne, die laut MHD schon seit einem Monat abgelaufen war, aber noch prima roch, und eine Restpackung Spaghetti alla chitarra.
Der Mann wurde genötigt, noch Grünspargel und Tomätchen mitzubringen. Im TK schnarchte noch ein halbes Hähnchenbrustfilet vor sich hin, welches ich dann unsanft weckte.

Da Ganze wurde dann zu einfacher, schneller Feierabendküche und einem wirklich köstlichen Gericht. Wenn Sie mir bitte folgen wollen ;-)

Den Spargel habe ich unten an der holzigen Stelle abgebrochen, die Stangen dann gedrittelt und für 5 Minuten in kochendem Salzwasser blanchiert, dann unter eiskaltem Wasser abgeschreckt.

Das Hähnchenbrustfilet wurde in Streifen geschnitten und mit Oregano, Salz, Olivenöl und selbstgemachtem Tomatenpulver eingerieben und kurz auf der Grillplatte mit ein paar halbierten Tomätchen angebraten, dann im Ofen bei 80 Grad geparkt.

Während die Nudeln kochten, habe ich Ziegenfrischkäse mit Sahne und Rucolapesto vermischt und erhitzt, abgeschmeckt mit Salz und Pfeffer und ein paar rosa Pfefferkörner dran geworfen. Kurz bevor die Nudeln gar waren, habe ich die Spargel in die Sauce gegeben.

Zum Servieren habe ich die Nudeln mit der Sauce vermischt und die Hähnchenbruststreifen mit den Tomaten darüber gegeben.

So einfach, so lecker!

 

Eine weitere, einfache Variante von “Man nehme ein Huhn und ein Beil” (Episode 1 und Nr. 2) habe ich mit diesem Murg Rezhala bei Pushpesh Pant (englische und imho bessere Ausgabe und deutsche Übersetzung) gefunden. Er wiederum hat das Rezept aus Bengalen im Nordosten Indiens mitgebracht.

Eine sehr grüne und frische Abwandlung dieses Gerichtes haben wir schon vor längerem hier gekocht und vorgestellt. Es unterscheidet sich doch stark von Pushpesh Pants Version, ich vermute, dass wir hier die Alltagsversion vorliegen haben.

Es kommt mit wenigen Zutaten aus und ich bin immer wieder verblüfft, wie schnell man beim Zubereiten auch bei so wenig speziellen Zutaten schon in der Küche steht und schnuppert und genau weiss, dass da was indisches auf dem Herd steht. Der Mann vermutete, dass es hier die Verbindung von unseren süss assoziierten Weihnachtsgewürzen wie Kardamom und Zimt und anderen herzhaften Zutaten ist, die uns sofort an indisches Essen denken lässt.

Hier ist die Kombination von säuerlichem, konzentriertem Joghurt mit einem Hauch Zucker und Kardamom sowie Zimt – für herzhafte Gerichte verwende ich gerne den Cassiazimt – zum gehackten Hähnchenfleisch, die mich sehr begeistert hat. Der aromatische Safran rundet das alles wunderbar ab und die kleinen, gemeinen grünen Chilis sorgen für die Schärfekicks zwischendurch. Wir haben sie ausnahmsweise gemäss Rezept entkernt, denn 6 grüne Chilis mit Kernen in der Schärfe, die du beim indischen Laden kaufen kannst, sind selbst uns zuviel ;-)

Dazu hatten wir einfachen Basmatireis (Tilda, nichts anderes) mit Ghee und Salz… So mag ich ihn am liebsten!

Murg Rezhala
Huhn in Safran-Joghurtsauce mit Chili

Autor:
Kueche: indisch
Rezepttyp: Hauptgericht
Portionen: 2

Vorbereitungszeit: 
Kochzeit: 
Gesamtzeit: 

Zutaten
  • 1 grosse Prise Safranfäden
  • 125 ml lauwarme Milch
  • 200 g Hühnerfleisch, gehackt
  • 1 EL Ingwerpaste, alternativ selbe Menge frisch pürierter Ingwer
  • 2 TL Knoblauchpaste, alternativ selbe Menge frisch pürierter Knoblauch
  • 5 grüne Kardamomkapseln, angestossen
  • 1 Stück (Cassia-)Zimt, ca. 5 cm lang
  • 250 ml Joghurt (KEIN Lightprodukt)
  • 100 ml Pflanzenöl (Tina – wesentlich weniger, ca. 30-40 ml)
  • 6 grüne Chilis, halbiert und entkernt
  • 1 TL Zucker
  • Salz

Zubereitung
  1. Safran in eine Schüssel geben und mit der warmen Milch einweichen.
  2. Eine grosse schwere Pfanne auf mittlere Hitze stellen und alle Zutaten mit Ausnahme der Chilis und der Safranmilch hineingeben. Gut vermischen, dann die Hitze reduzieren und zugedeckt für 15 Minuten kochen.
  3. Dann unbedeckt bei grösserer Hitze köcheln, bis nahezu alle Flüssigkeit fort ist und das Öl sich an der Oberfläche absetzt.
  4. Safranmilch und Chilis zugeben und zugedeckt weitere 2 Minuten köcheln, dann heiss servieren.

Â

 

Ich habe anscheinend zu lange auf den ersten hiesigen Spargel gewartet, daher gibt’s bei uns grade einen kleinen Spargel-Hype. Gestern wieder asiatisch angehaucht mit den leckersten Zuckerschoten von Welt aus dem Asialaden und Radieschen. Köstlich und sehr schnell gemacht.

Näheres über die verwendeten Zutaten bei meinen exotischen Gerichten kannst du demnächst hier im Zutatenindex lesen, den ich kontinuierlich erweitern werde, so als kleinen Service für meine Leser.

Du blanchierst Zuckerschoten (250 g) 5 Minuten in kochendem Salzwasser, den in schräge Stücke geschnittenen weissen Spargel – 4 Stangen – gönnst du sogar 8 Minuten im kochenden Wasser. Die halbe Hähnchenbrust befreist du vom Knochen, die Haut lässt du dran. Die fein gewürfelten Radieschen – 5 Stück oder so – marinierst du mit Reisessig, Salz und ein bisschen geröstetem Sesamöl. Sie sollen säuerlich-pikant mit etwas Röstaromen schmecken. Du vermischst Hoisinsauce mit etwas Tamari oder anderer heller Sojasauce. Und du machst den Ofen auf 90 Grad an.

Dann brätst du das Huhn auf der Haut, bis sie kross ist und gönnst auch den anderen Seiten ordentlich Temperatur, pinselst sie mit der Hoisin-Tamari-Mischung ein und dann legst du sie in den vorgeheizten Ofen zum Garziehen, so 20 Minuten….

Jetzt gibst du etwas Reisöl oder anderes Pflanzenöl in den Wok, wirfst die Zuckerschoten rein und brätst sie an, dann die Spargelstücke hinterher, löschst mit einem guten Schuss Shaoxing-Wein ab und würzt mit heller Sojasauce. Feddisch.

Wie du es anrichten kannst, siehst du auf dem Foto. Wir haben noch ein bisschen frisch gemahlenen Sichuanpfeffer darüber gegeben – nicht wegen scharf, nur wegen zitronig-lecker!

——

Ich habe gestern auch ein Spargel-Board bei Pinterest gebastelt. Wenn du auch so verspargelt bist wie ich, freue ich mich, wenn du dem Board folgst oder sogar selber pinnen möchtest. Dann schicke ich dir gerne ein Invite!

 

Zu allererst: Ich habe an meinem “About” ein bisschen gefeilt, es gibt jetzt auch übergangsweise ein Bild der Autorin. Neugierige sollten hier klicken


Eins der beliebtesten Gerichte beim Kochevent war die Hähnchenleberpastete. Der Mann fiebert schon der nächsten Gelegenheit sie zu kochen entgegen. Kerstin hat über die Jahre wirklich ein tolles Rezept entwickelt. Schön cremig und geschmackvoll kommt die Chicken-Liver-Paté daher. Im Gegensatz zu Kerstins Rezept haben wir die Leber flambiert und dazu Cognac statt Sherry verwendet. Zum “Versiegeln” der Paté haben wir ein bisschen flüssige, geklärte Butter mit Thymian aromatisiert und zum Abschluss vor dem Kälteschlaf darüber gegeben.

Dazu gab’s einfach köstliches Olivenöl-Brot vom Biobäcker und spontan die Zwiebelmarmelade aus dem Vorrat (der ich auch mal ein neues Posting schenken könnte ;-) )

Und hier kommt nun Kerstins Rezept:

 

Chicken-Liver-Paté
Cremige, schmackhafte Hähnchenleberpastete

Autor:
Kueche: britisch, irisch
Rezepttyp: Vorspeise, Snack
Portionen: 12 als Vorspeise

Vorbereitungszeit: 
Kochzeit: 
Gesamtzeit: 

Zutaten
  • 500 g Hähnchenleber
  • 1 Zwiebel, fein gewürfelt
  • 1 Zehe Knoblauch, fein gewürfelt
  • Alkohol zum Ablöschen (z.B. Brandy, Sherry)
  • Salz
  • Pfeffer
  • ½ TL Senfpulver
  • etwas Muskatnuss
  • 220g Butter

Zubereitung
  1. Die Hähnchenleber putzen und in Stückchen schneiden.
  2. In etwas Butter die Zwiebel anbraten, später Knoblauch und Leber hinzufügen.
  3. Wenn alles gar ist mit Alkohol ablöschen, mit Salz, Pfeffer, Muskatnuss und Senfpulver abschmecken.
  4. Im Mixer pürieren, leicht abkühlen, erneut mit der Butter zusammen pürieren
  5. Terrinenform mit Frischhaltefolie auskleiden. Masse einfüllen und kühl stellen.

 

Â

© 2012 Foodina Suffusion theme by Sayontan Sinha