[vegan] Chili-Bohnen-Eintopf

Gelegenheit genutzt

Als ich das Rezept für dieses Chili sin carne in Vegan Love Story: tibits & Hiltl – Das Kochbuch* fand, nutzte ich die Gelegenheit Sojahack auszuprobieren. Ich bin ja kein Fan von Fleischersatz, aber man sollte ja immer wissen, worüber man so schreibt. ;-) Sowas wie Tofuwürstchen habe ich schon vor Ewigkeiten ausprobiert und fand sie eher suboptimal, aber vielleicht hat sich das ja geändert. Wirklich scharf bin ich aber nicht darauf.
Also ab in den Biomarkt und frisches Sojahack gekauft. Damit wollte ich dann zwei Rezepte nachkochen, eins war dieser Chili-Bohnen-Eintopf, das andere war ein anglo-indisches Gericht, das ich dir auch noch vorstellen werde. Zu diesem Eintopf hier muss ich aber sagen – der Anteil an dem Hack ist hier so verschwindend gering, dass du es auch einfach weglassen kannst.

[vegan] Chili-Bohnen-Eintopf

Chili-Bohnen-Eintopf

Aus dem Rezept habe ich grösstenteils mein eigenes gestrickt, weil ich zu faul war, ein paar Hülsenfrüchte einzuweichen, aber auch weil ich hier noch ein paar Dosen im Vorrat stehen hatte. Als “vegane Saucencreme”, was auch immer das ist, habe ich Hafer Cuisine von Oatly* verwendet, die ich mal im Biomarkt mitgenommen hatte, um sie auszuprobieren. Und ich bin echt begeistert davon. Nicht mördersüss und auch kein Vanillearoma zugesetzt, wie bei vielen anderen Produkten. Da geht noch was ;-)

Weil ich hier Dosenware verwende, ist diese wirklich leckere und sättigende Gericht schnell auf dem Tisch. Du brauchst wirklich nur alles nacheinander in den Pott zu werfen und ein bisschen zu köcheln und fertig ist ein wunderbar wärmender Chili-Eintopf. Den besonderen Kick geben die gestifteten Essiggurken. Sie ersetzen die Sourcream, die man als Nichtveganer sonst auf das Chili geben würde. Eine nette knackige Alternative!

Nimm einfach Sahne statt einem Ersatzprodukt, falls du es vegetarisch zubereiten möchtest. Und das Sojahack kannst du einfach weglassen.

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[immer schon vegan] Rishta bi adds – Linsen mit Nudeln und karamellisierten Zwiebeln

Ich mag Gerichte, die vom Ursprung her vegan sind

Und genau solche Gerichte findet man in Katharina Seisers Immer schon vegan*, ein Kochbuch, über das ich mich bannig gefreut habe und das direkt bei Erscheinen im Januar hier einziehen musste. Denn, wie ihr bestimmt wisst, stehe ich Ersatzprodukten wie Tofuwürstchen und co sehr skeptisch gegenüber. Mir schmeckt das einfach nicht und passt auch nicht zu meiner sonstigen Ernährung, wo ich hochverarbeitete Lebensmittel wie eben auch diese Fleischersatzprodukte zu vermeiden versuche.

Aber ich liebe die Gerichte aus aller Herren Länder, die schon seit Generationen vegan zubereitet werden, entweder aus religiösen Gründen wie bei vielen Indern wie den Jain oder einfach, weil nicht genug Fleisch da ist und es auch keine Tradition gibt, Milchprodukte zu essen. Auch wenn aus mir in diesem Leben kein Veganer mehr wird, esse ich gerne fleischlos und ersetze auch gerne Milchprodukte durch pflanzliche Alternativen. Ganz ohne Sahne, Butter und Eier geht es bei mir trotzdem nicht. Und auch auf Fleisch möchte ich nicht ganz verzichten, reduziere aber schon seit ein paar Jahren den Konsum, nicht nur die Anzahl an Mahlzeiten mit Fleisch, sondern auch die Fleischmenge pro Mahlzeit, was sicher auch mit meiner Gewichtsabnahme und den damit verbundenen kleineren Portionen zusammenhängt.

Katharina Seisers neues Kochbuch, dass sich ganz undogmatisch und ohne Gesundheitsaposteltum mit veganer Küche vor allen Dingen auf der Genussebene beschäftigt, passt natürlich wunderbar zu dieser Entwicklung und meiner Vorliebe für authentische Länderküche. Wer ähnlich tickt wie ich sollte sich unbedingt dieses Kochbuch zulegen!

[immer schon vegan] Linsen mit Nudeln und karamellisierten Zwiebeln

Rishta bi adds – Linsen mit Nudeln und karamellisierten Zwiebeln

Aus dem Libanon und aus Syrien stammt diese Speise, wo die Nudeln zusammen mit den Linsen gegart werden. So simpel, so gut, ähnlich wie die karamellisierten Zwiebeln, die in einer Pfanne parallel dazu geschmort werden, bis sie schön dunkel und fein süss sind. Dann musst du nur noch ein paar Kräuter hacken und alles mit ein paar Gewürzen und einem grosszügigen Spritzer Zitronensaft zusammenmischen. Ein wärmendes Wintergericht mit den süssen Zwiebeln und den erdigen Linsen, aber nicht zu schwer und auch leicht erfrischend durch Kräuter und Zitronensaft. Perfekt!

Die Bandnudeln habe ich übrigens durch Rumfort-Nudeln ersetzt, denn da lag noch eine angebrochene Packung Ppura-Nudeln mit genau der richtigen Menge für dieses Gericht. Und statt Zwiebeln wanderten Schalotten in die Pfanne, einfach weil sie da waren ;-)

Natürlich wandert auch dieses Rezept zum Tierfreitag, Kathas Sammelstelle für vegane Gerichte ohne Ersatzprodukte!

tierfreitag

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[vegan] Linsen mit geschmortem Rosenkohl

Das Richtige für Linsen-Liebhaber

Ich mag wirklich gerne Linsen und andere Hülsenfrüchte und Rosenkohl geht für mich einfach immer im Winter. Daher sprang mich dieses Rezept in Hugh Fearnley-Whittingstalls neuem Kochbuch “light & easy“* (meine Rezension findet ihr dort) natürlich sofort an und schrie “Koch mich!”
Da der Mann aber nicht annähernd so ein grosser Hülsenfrüchte-Fan ist ist wie ich, erhöhte ich die Menge an Rosenkohl. Aber auch mir kam die doppelte Menge Rosenkohl sehr passend vor.
Bisher konnte mich allerdings die im Ofen geröstete Version von Rosenkohl nicht wirklich begeistern, aber nach diesem Rezept in Kombination mit der fein knoblauchigen Vinaigrette und den Linse bin ich wirklich versöhnt mit geröstetem Rosenkohl.

[vegan] Linsen mit geschmortem Rosenkohl

Linsen mit geschmortem Rosenkohl

Die erdigen Puy-Linsen harmonieren toll mit dem ofengerösteten Rosenkohl, der so ein bisschen nussig-süss wird, und der fein süss-sauren Vinaigrette mit dem zarten Knoblaucharoma. Ich hätte nicht gedacht, dass der Rosenkohl in der kurzen Zeit im Ofen wirklich gar wird, aber es hat funktioniert. Wie oben schon geschrieben, habe ich die Menge an Rosenkohl verdoppelt, was bei uns beiden sehr gut ankam. Beim nächsten Mal würde ich auch die Menge an Vinaigrette verdoppeln, weil ich doch ein kleiner Saucenfan bin.
Die Walnüsse habe ich durch angeröstete Pinienkerne ersetzt, weil Walnüsse in diesem Haushalt nicht wirklich geliebt werden. Das passte auch ganz wunderbar.

Die Linsen mit Rosenkohl sind schnell auf dem Tisch, während der Kohl im Ofen vor sich hin röstet hat man ruckzuck die Sauce zusammengerührt und die Linsen kochen sich ja quasi auch von selbst. Bestimmt ist es auch gut zum mitnehmen in einem kleinem Lunchpaket.

Sicher kann man das Gericht auch als Beilage zu Fleisch wie gebratenem Hühnchen oder einem Steak reichen. Ohne Fleischbeilage ist die Speise vegan und daher perfekt für den Tierfreitag, weil es auch ganz ohne Ersatzprodukte auskommt.
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[griechisch] Geschmortes Lamm mit grünen Bohnen und Tomaten

Es war einmal ein Schmor-DAU…

Manmanman, was habe ich mich lange Zeit dämlich angestellt. Als ich mit Anfang 20 plötzlich für mich und meinen damaligen Partner kochen musste, habe ich Braten und co wirklich nicht hinbekommen. An den Stücken konnte man sich die Zähne ausbeissen. Rouladen und Gulasch gingen grade so, aber alles andere versemmelte ich gnadenlos. Ich hatte von nix eine Ahnung und verwendete die beliebten Fix-Tütchen, weil ich es nicht besser wusste. Etwas besser wurde es, als ich den Bratschlauch entdeckte. Darin bereitete ich immer einen Schinkenbraten zu, den ich fertig mariniert im Supermarkt kaufte. Das war ganz ok aus meiner damaligen Sicht.

Richtig zu kochen lernte ich aber erst mit “dem Mann”, aber Geschmortes wollte immer noch nicht so recht gelingen, so dass ich es einfach sein ließ. Erst in den letzten Jahren nähere ich mich einem guten Ergebnis. Einerseits natürlich, weil ich besseres Fleisch verwende als damals und keine Fix-Tütchen mehr im Hause Foodina wohnen. Andererseits liegt es sicher auch an mehr Erfahrung und Wissen über das Schmoren. So wagte ich mich in diesem Winter schon mehrfach an Schmorgerichte und bin schier begeistert über die Ergebnisse. Toll war das italienische Gericht mit geschmortem Rindfleisch, Sardellen und Salsiccia, das ich Weihnachten auf den Tisch brachte. Ähnlich begeisternd war auch dieses geschmorte Lammfleisch auf griechische Art, das ich heute für euch habe.

[griechisch] Geschmortes Lamm mit grünen Bohnen und Tomaten

Geschmortes Lamm mit griechischen Aromen, Bohnen und Kartoffeln

Gefunden habe ich das Rezept in “Smashing Plates: Greek Flavors Redefined“* von Maria Elia, einer wahren Fundgrube moderner griechischer Rezepte und Zubereitungen. Das Lammfleisch wird in Brühe und Tomaten mit Zimt und Lorbeer geschmort, bevor die Kartoffeln und grünen Bohnen zugegeben und mit in dem Sud gekocht werden. Aber vorher muss man es mit einem Gemisch aus Zitronenzesten, Knoblauch und Salz einreiben und ihm etwas Ruhe zum marinieren geben. Ich habe dafür ein Stück obere Lammkeule beim Moschee-Metzger erworben, dort bekomme ich einfach das beste Lammfleisch. Ein Stück Lammschulter hätte ich auch genommen, aber die Menge passte wunderbar, so dass es die Keule wurde. Zuhause hat der Mann das Fleisch von der Keule gelöst und in grobe Stücke geteilt. Aus der Fettdecke haben wir Griebenschmalz hergestellt. Ich bin sehr gespannt, wie das schmeckt. Der Test steht noch aus, weil ich erkältungsbedingt noch nicht wirklich viel schmecke. Der Knochen mit den für’s Schmoren unbrauchbaren Fleischabschnitten wurde ein köstlicher Lammfond. Auf jeden Fall wurde das Lammfleisch herrlich zart und liess sich mit der Gabel nahezu zerdrücken.

Ein wunderbares Schmorgericht voller griechischer Aromen, man fühlt sich wie im Urlaub. Am besten serviert man es mit ein paar Stücken rustikalem Weissbrot, um den ungebundenen und reichlichen Sud aufzustippen. Am nächsten Tag schmeckt das Schmorlamm übrigens noch besser.

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