[indisch] Curry mit Blumenkohl und Kichererbsen

Der Hugh kann auch indisch

Ich ärgere mich immer wieder, wenn ich sehe, was in manchen Kochbüchern als (indisches) Curry bezeichnet wird. Da werden ein paar Zutaten zusammengeworfen, Currypulver dran gepackt und dann bekommt das Kind den Namen “Curry mit irgendwas”

Bei den meisten indischen Curries wird zuerst mit Gewürzen, meist Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer und des öfteren auch Tomaten eine Saucenbasis hergestellt, worin die restlichen Zutaten fertig gegart werden. Als Finish wird oft auch Garam Masala zugegeben, was das Gericht aromatisch abrundet. Ähnlich die thailändischen Curries, auch hier werden erst die Gewürze, meist in Form einer Paste angebraten und dann mit Kokosmilch und/oder Brühe eine Sauce zubereitet.

Da war ich sehr glücklich, dass ich in Hugh Fearnley-Whittingstalls Täglich vegetarisch – Die schönsten Rezepte aus dem River Cottage* ein echtes Curry fand, das nicht irgendwie europäisiert ist. Da merkt man die Nähe der Inselbewohner zur indischen Küche.

Natürlich musste ich das Rezept direkt ausprobieren, schon alleine weil der Blumenkohl eine meiner liebsten Gemüse für indische Zubereitungen ist. Und Kichererbsen kommen eh zu selten auf unseren Tisch.

Das Ergebnis war ein nahrhaftes und aromatisch ausgewogenes Gericht, das nicht für Hüftgold sorgt – ausser man isst noch gehaltvolles Paratha, ein Brot aus blättrigem Teig, der immer wieder ausgerollt,  mit Ghee bestrichen und gefaltet wird, oder andere eher fettige Beilagen dazu.

[indisch] Curry mit Blumenkohl und Kichererbsen

Curry mit Blumenkohl und Kichererbsen

Ganz einfach – Blumenkohl kochen, dann Masala herstellen aus Zwiebeln, Knoblauch, Ingwer und Gewürzen, daraus die Sauce zubereiten mit den Dosentomaten, Kichererbsen und Blumenkohl dazu. Mit etwas Wasserzugabe fertig garen, abschmecken mit Garam Masala und Koriandergrün und zu Basmatireis oder Naan servieren. Köstlich!

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[indisch] Hariyali Paneer – gegrillter Paneer in grüner Masala mit schnellem Tamarindenchutney

Paneer mal anders

Das ist das, was mich an dem Rezept begeisterte. Nicht in Sauce ertränkt, sondern lecker würzig mariniert und gegrillt. Und so wandelbar! Als kleiner Snack oder Vorspeise ohne Brot oder Reis, als Hauptgericht oder auch als Streetfood, wenn man eine Tasche in das Naan schneidet und den gegrillten Paneer mit ein paar in Zitrone marinierten Zwiebelstreifen oder etwas Salat und dem Tamarindenchutney dort hinein füllt. Mein liebstes Naan-Rezept findet ihr dort und diese köstlichen Paneer-Häppchen stammen aus Mister Todiwalas Bombay – Originalrezepte und Erinnerungen aus Indien*

So schön fluffig ist der Paneer in dieser Zubereitung, dazu die Kräuternote in der Marinade und ein bisschen scharf ist es auch. Wie immer haben wir die Chilis mit Samen verwendet. Wenn du eher schärfe-intolerant bist, entferne die Samen und die weissen Häutchen, dann wird die Marinade wesentlich milder. ;-)

[indisch] Hariyali Paneer - gegrillter Paneer in grüner Masala mit schnellem Tamaridenchutney

Das schnelle Tamarindenchutney

Ich liebe Imli Chutney (Imli ist Hindi für Tamarinde) seit ich das erste Mal in einem indischen Restaurant war. Leider bin ich meist zu bequem, es selbst mit diesen gepressten Tamarindenblöcken zu kochen und gekauftes Chutney kommt nicht in Frage. Da halfen mir Anjum Anands Kochbücher endlich weiter. Sie kocht das Tamarindenchutney in ein paar Minuten ohne viel Schnickschnack. Und da letztens eine Mikrowelle bei mir eingezogen ist, habe ich die Kochzeit nochmal verkürzt. Yeah, es kann so einfach sein!

Du gibst 2 gehäufte TL Tamarindenpaste, 35 g Palmzucker oder anderen braunen Zucker, 3/4 TL Kreuzkümmel, 1/2 TL frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer und eine Prise Salz in einen Topf, verrührst es mit 75 ml Wasser und kochst es für 3 Minuten. Alternativ gibst du alles in ein Mikrowellengefäss und “pingst” es für 2 Minuten auf hoher Stufe. Es sollte ein wenig kochen. Abkühlen lassen und kalt stellen. Wunderbar, seitdem habe ich immer mein Lieblingschutney im Kühlschrank.

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[indisch] Lammhaxen aus Hyderabad

Angefixt!

Das war der Mann, nachdem er in Indische Küche in London: Kulinarische Spaziergänge und Originalrezepte* diese Lammhaxen sah. Er isst Lammhaxe wirklich sehr gerne und wo immer in einem Restaurant Lammhaxe auf der Karte steht, bestellt er sie sich – ausser es ist grade Hochsommer und ihm steht der Sinn eher nach etwas leichterem. Leider kann ich mich so gar nicht für Haxen und co begeistern. So kam uns die Idee, ähnlich kochverrückte Freunde zum gemeinsamen Kochen und Essen einzuladen und mit ihnen dieses Menue zu kochen.

Die Lammhaxen sollten der Hauptgang und das Highlight des Abends werden und das wurden sie auch. Ich habe mich damit begnügt, mein Naan in die köstliche Sauce zu stippen, die war traumhaft und genug, dass wir jetzt so etwas wie eine chinesische Meistersauce haben. Die Reste wurden schon mehrfach wieder aufgekocht, einmal zu Lammlachsen genossen, ein anderes Mal haben wir Lammschulter sousvide zubereitet und nochmal kurz in der Sauce ziehen lassen. Mittlerweile schmeckt die Sauce etwas anders, aber immer noch sehr köstlich. Mal sehen, was wir als nächstes dort hinein werfen ;-)

Die Lammhaxen wurden wunderbar zart und die Sauce erinnerte an eine gute deutsche Bratensauce mit indischen Aromen. Zum Niederknien! Ein feine Lammnote, harmonische Gewürze und eine leichte Schärfe begeisterten unsere Gäste.

[indisch] Lammhaxen aus Hyderabad

Hyderabadi Shanks

Das Rezept aus dem Tamarind in London erfordert keine umfangreichen Kenntnisse der indischen Küche, auch brauchst du keinen überladenen Gewürzschrank, um es nachzukochen. Nur ein Händchen für’s Schmoren von Fleisch wäre ganz gut!

Du stellst die Sauce her aus den indischen Grundzutaten wie Ingwer, Knoblauch, Zwiebeln und Tomaten sowie Gewürzen, schmorst die Lammhaxen darin und erfreust dich an dem Duft, der bald durch die Küche zieht. Mhhhm…. Als Finish kommt nur noch ein bisschen Garam Masala darüber sowie Koriandergrün und fertig ist ein wunderbares Schmorgericht auf indische Art.

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[indisch] Duck Tikka mit grünem Chutney

Wünsch dir was….

Das sagte ich zum Mann, als es um das Kochen indischer Gerichte mit Freunden ging, wo Gerichte zubereitet wurden mit Zutaten, die ich nicht esse oder mir auch einfach egal sind. Die Ente gehört zu letzterem. Ich kann das freudige “Oh, guck mal, es gibt Ente!” nicht nachvollziehen. Ich esse zwar Entenfleisch, wenn ich es nicht vermeiden kann, aber sonst ist es mir einfach schnuppe. Der Mann mag es gerne, muss zwar nicht  unbedingt beim Asiaten unbedingt Ente bestellen – das tat er meines Wissens nach nur einmal in den letzten Jahren und das war ein Larb Ped, ein thailändischer Salat mit Ente, den man selten auf den Speisekarten findet. Nun hat er die Gelegenheit genutzt und sich diese Duck Tikka aus Indische Küche in London: Kulinarische Spaziergänge und Originalrezepte* gewünscht. Der Rest der Bagage freute sich auch darüber und ich konnte prima drumrum essen ;-)

Die Gäste waren begeistert, der Mann zufrieden. Alles richtig gemacht![indisch] Duck Tikka mit grünem Chutney

Duck Tikka mit grünem Chutney

Bis auf die Marinierzeiten ist das eine schnelle Vorspeise und sie kommt ohne viel exotischen Schnickschnack aus. Die zwei Marinaden lassen sich unkompliziert herstellen. Die Entenwürfel müssen darin einmal für 30 Minuten und dann nochmal über Nacht in der Marinade ruhen und sind dann schnell im Backofengrill oder auch auf Spiesse gereiht auf einem normalen Grill fertig. Das Chutney braucht nur wenige Minuten in der Herstellung. Da solltest du nur darauf achten, dass du es bis zum Servieren gut abdeckst, weil es sonst seine hellgrüne Farbe verliert und eher dunkelgrün-gräulich wird.

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