Heute habe ich wieder ein recht einfaches indisches Gericht für dich – Murgh (Huhn) Jalfrezi (scharfes Essen). In der englischen Wikipedia habe ich eine schöne Erklärung für den Namen gefunden: Es war wohl ein Essen mit Fleischresten und der Name ist indirekt chinesisch, setzt sich aber aus Jhal (Bengali für scharfes Essen) und Parhezi (Urdu/Persisch für Diät, Ernährung) zusammen.

Meist kommt dieses Gericht mit grünen Chilis oder bunten Paprika daher und ist eher scharf, man musste damals ja auch unangenehme Geschmäcker des Restefleischs überdecken. Du findest es oft auf den Speisekarten indischer Restaurants hier in Deutschland. Ursprünglich kommt es wohl aus Kolkata, wo es den Mitgliedern der britischen Ostindien-Kompanie häufig serviert wurde.

In diesem Rezept werden die Paprikastücke nicht wie sonst oft üblich totgekocht, sondern bleiben schön knackig. Dem Mann gefällt’s, ich mag die getötete Variante lieber. Wenn du sie lieber ähnlich matsche gekocht magst wie ich, brat sie einfach länger. Zutatentechnisch sollte dich dieses würzige Gericht auch nicht vor grosse Herausforderungen stellen, wenn du schon ein bisschen in die indische Küche reingeschnuppert hast, stehen die verwendeten Gewürze bestimmt in deinem Schrank.

 

Murgh Jalfrezi
Paprika-Hühnchen auf indisch

Autor:
Kueche: indisch
Rezepttyp: Curry
Portionen: 2-3

Vorbereitungszeit: 
Kochzeit: 
Gesamtzeit: 

Zutaten
  • 300 g Hähnchenbrustfilet, in mundgerechten Stücken
  • 1 EL Zitronensaft
  • ½ TL Salz
  • 2 EL Pflanzenöl
  • 1 mittlere Zwiebel, fein gehackt
  • 1 TL Knoblauchpaste, alternativ selbe Menge frisch geriebener Knoblauch
  • 1 TL Ingwerpaste, alternativ selbe Menge frisch geriebener Ingwer
  • ¼ TL Curcuma, gemahlen
  • ½ TL Kreuzkümmel, gemahlen
  • 1 TL Koriander, gemahlen
  • ½ TL Chilipulver
  • 1 grosse Tomate, gehackt
  • 1 rote Paprika, in Stücken nach Gusto
  • ½ TL Garam Masala
  • Salz

Zubereitung
  1. Hähnchen mit Zitronensaft und Salz vermischen und für 20 Minuten im Kühlschrank marinieren.
  2. In einem schweren Topf 1 ELÖl auf mittlerer Hitze erwärmen, dann die Zwiebel zugeben und für 10 Minuten unter Rühren anschwitzen. Knoblauch- und Ingwerpaste zufügen und für 3 Minuten dünsten.
  3. Die trockenen Gewürze bis auf Garam Masala zugeben und unter Rühren 1 Minute braten. Tomaten zugeben und für 3 Minuten angehen lassen.
  4. Huhn zugeben, Hitze steigern und unter rühren anbraten. Mit 80 ml warmem Wasser ablöschen und aufkochen, dann Hitze reduzieren und gar ziehen lassen.
  5. In einer Pfanne das restliche Öl erhitzen, Paprika darin für 2 Minuten anbraten, dann Garam Masala zugeben.
  6. Paprika unter Curry rühren und servieren.

 

Und darf ich dir heute noch die neue grosse Linkliste deutscher Foodblogs vorstellen -> Köstlich & Konsorten

Dieser Index ist blitzeneu und wächst momentan stündlich, ausserdem wird er aktuell gehalten, sodass du nicht auf Karteileichen triffst. Es lohnt sich also, sich die Seite zu bookmarken und regelmässig vorbeizusurfen!


Köstlich & Konsorten

 

Gestern musste es nochmal ein indisches Curry sein. Mangels Motivation, zig Kochbücher durchzuackern und am Nachmittag nochmal raus zu müssen, um bestimmte Zutaten zu kaufen, wurde improvisiert.

Fest stand, dass das Curry eher südindisch werden sollte mit Kokosmilch und chön chaf, damit meine Erkältung den Rückzug antritt. Scheint auch funktioniert zu haben. Tomaten, die üblichen Verdächtigen Zwiebel, Knoblauch, Ingwer und frische Curryblätter komplettierten das Curry. Schärfetechnisch entschied ich mich für Chilipulver, das ein bisschen spitze Schärfe und vor allen Dingen seine teufelaustreibende Wirkung mitbringen sollte. Da wir uns ja in der südindischen Küche bedienen wollten, nahm ich noch frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer, der eine wohlig warme Schärfe mitbrachte. Eine wirklich gute Idee und daher darf das Rezept auch ins Blog.

Dazu hatten wir wie so oft in letzter Zeit Basmatireis mit Ghee, da könnt ich mich immer wieder reinlegen.

 

5.0 from 1 reviews

Südindisches Hühnercurry mit Kokosmilch und schwarzem Pfeffer
Würzig-warmes Hühnercurry

Autor:
Kueche: indisch
Rezepttyp: Curry
Portionen: 2-3

Vorbereitungszeit: 
Kochzeit: 
Gesamtzeit: 

Zutaten
  • 300 g Hähnchenbrustfilet, in mundgerechten Stücken
  • 1 EL Ingwer, fein gehackt
  • 1 EL Knoblauch, fein gehackt
  • 1 TL Chilipulver
  • 1 EL Limettensaft
  • 250 ml Kokosmilch
  • Kokosöl, alternativ anderes Pflanzenöl
  • 1 Schalotte, fein gehackt
  • 3 Tomaten, geachtelt
  • ½ TL Curcuma, gemahlen
  • 1 EL Koriandersaat, gemahlen
  • 1 Handvoll frische Curryblätter
  • schwarzer Pfeffer
  • Salz

Zubereitung
  1. Aus Ingwer, Knoblauch, Chilipulver und Limettensaft eine Marinade herstellen und die Hähnchenstücke für ca. 1 Stunde im Kühlschrank darin marinieren.
  2. Kokosöl in einem Topf erhitzen, Schalotten darin farblos anschwitzen. Curcuma zugeben und ebenso anschwitzen.
  3. Hähnchenstücke mit Marinade zugeben und kurz anbraten, bis sie aussen weiss sind. Tomatenachtel zugeben und für 5 Minuten unter Rühren leicht zerfallen lassen.
  4. Mit Kokosmilch ablöschen, salzen und zugedeckt für 10 Minuten sanft köcheln lassen.
  5. Gemahlenen Koriander unterrühren, Curryblätter zugeben und kurz köcheln lassen.
  6. Mit frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer abschmecken. Das Curry soll eine warme Schärfe haben.

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Von wegen Indische Küche bräuchte soviele exotische Zutaten und es dauert auch solange, bis man sich was gekocht hat. Hier kommt nun das einfachste und schnellste indische Curry in diesem Blog! In der Zeit, wo der Basmati vor sich hin gart, hast du dieses Curry gekocht MIT ALLEN Vorbereitungen! Versprochen!
Nuja, ausser du brauchst wirklich lange, um eine Schalotte zu schnippeln ;-)

So, los geht’s:
Du setzt Basmatireis mit der doppelten Menge Wasser auf, bringst das zum Kochen, dann drehst du die Platte ab und lässt den Reis zugedeckt ziehen bis du mit al
lem anderem fertig bist. Zum Servieren gibt’s einen Stich Ghee oder Butterschmalz und Salz dran. Während der Reis aufsteht, machst du dich an das Palak (Spinat) Makai (Mais) Malai (Sahne)-Curry aus dem Moti Mahal Cookbook “On the butter chicken trail” (BTW – ganz klare Kaufempfehlung!)

 

Palak Makai Malai
Süss-pikantes, cremiges Curry

Autor:
Kueche: indisch
Rezepttyp: Curry
Portionen: 2

Vorbereitungszeit: 
Kochzeit: 
Gesamtzeit: 

Zutaten
  • 200 g Babyspinat
  • 1 kleine Dose Mais a 150 g
  • 1,5 EL Pflanzenöl
  • 2 Schalotten, in Halbringen
  • 1 TL Knoblauchpaste, alternativ frisch geriebener Knoblauch
  • 1 TL Ingwerpaste, alternativ frisch geriebener Ingwer
  • ¾ TL Garam Masala
  • ¾ TL Kreuzkümmel, gemahlen
  • ¾ TL Chilipulver
  • 1 TL Salz
  • 1 EL Butter
  • 3 EL Sahne

Zubereitung
  1. Öl in einer hohen Pfanne erhitzen, Schalotten darin glasig anschwitzen. Knoblauch- und Ingwerpaste zugeben und kurz anschwitzen.
  2. Spinat dazugeben und zusammenfallen lassen, Mais zugeben und Gewürze gut unterrühren.
  3. Butter und Sahne zugeben und kurz köcheln, dann servieren.

Und jetzt lasse ich nur noch “Ich mag aber keinen Spinat/Mais” gelten ;-)

 

Nach einer Reihe einfacher indischer Rezepte habe ich heute ausnahmsweise mal wieder ein etwas komplizierteres Rezept für dich. Kompliziert bezieht sich hier definitiv auf die Menge an Gewürzen und deren Beschaffung.
Ansonsten ist dieses Rezept für Matar (Erbsen) Khumb (Pilze) Masala (in Gewürzen) wirklich kiki-einfach -
du brätst Zwiebeln und Gewürze an, wirfst alles für die Sauce in den Topf und dann die Pilze und Erbsen, kochst das ein bisschen und feddisch ist das lecker indisch-vegetarische Essen.

Die Gewürze bekommst du allesamt im indisch-orientalisch orientierten Lebensmittelgeschäft. Die Cashews und der weisse Mohn wird vor allen Dingen zum Dicken der Sauce verwendet, die Tomaten bringen eine feine Säure mit und die Gewürze machen es schön scharf-würzig und wunderbar aromatisch.

Dazu hatten wir Basmati mit Ghee und darin angebratenen Curryblättern

 

Matar-Khumb-Masala
Aromatische Erbsen-Pilz-Masala

Autor:
Kueche: indisch
Rezepttyp: Hauptgericht
Portionen: 2-3

Vorbereitungszeit: 
Kochzeit: 
Gesamtzeit: 

Zutaten
  • 200 g braune Champignons, grosse geviertelt, kleine halbiert
  • 100 g TK-Erbsen
  • 2 Schalotten, in Halbringen
  • 3 mittelgrosse Tomaten, geviertelt
  • 3 EL Pflanzenöl
  • 2 Nelken
  • 2 grüne Kardamomkapseln
  • 3 cm Zimtstange
  • 1 EL Ingwerpaste, alternativ selbe Menge frischer pürierter Ingwer
  • 1 EL Knoblauchpaste, alternativ selbe Menge frischer pürierter Knoblauch
  • 10 Cashewkerne, eingeweicht für 15 Minuten und Wasser abgeschüttet
  • 2 EL weisse Mohnsaat, eingeweicht für 15 Minuten und Wasser abgeschüttet
  • 1,5 TL Chilipulver
  • 2 TL Koriandersaat, gemahlen
  • 2 TL Kreuzkümmelsaat, gemahlen
  • 1 TL Garam Masala
  • ½ TL Curcuma, gemahlen
  • Salz
  • Koriandergrün

Zubereitung
  1. Cashews mit dem Mohn in einem Blender gut pürieren, dann eine Schalotte und die Tomaten zugeben und pürieren, sodass eine Paste entsteht.
  2. Öl in einem Topf erhitzen und die ganzen Gewürze für 3 Minuten anschwitzen, dann Schalotte zugeben und glasig andünsten. Knoblauch- und Ingwerpaste zugeben und auch kurz angehen lassen.
  3. Tomatenpaste mit 200 ml Wasser zugeben und kurz aufkochen lassen, dann die gemahlenen Gewürze zugeben und salzen.
  4. Erbsen und Pilze zugeben und für 10 Minuten auf mittlerer Hitze köcheln, bis die Pilze durch sind.
  5. Mit Koriandergrün bestreut servieren.

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