Das erste Gericht beim Kochevent war dieser vegetarische Salat, der schön erfrischte mit seiner feinen Säure.

Gefunden hatte ich das Rezept im Kochbuch des Rasoi, dem indischen Sternerestaurant in London – “Rasoi: New Indian Kitchen“*
Ein tolles Kochbuch und eine wahre Fundgrube für moderne indische Küche. Wie auch in anderen Länderküchen verwischen manchmal die Grenzen und man verwendet auch Zutaten aus anderen Ländern. Macht Spass und ist für mich ein neues Feld zum Experimentieren.

Hier finden wir Tomatenketchup und Granatapfelsirup, die man sonst eher nicht in indischen Rezepten findet. ;-) Die beiden zeichnen sich zuständig zusammen mit der Tamarindenpaste für eine mächtige süss-saure Note, die zum Glück nicht an chinesische Gerichte oder auch den heimischen Kartoffelsalat erinnern. Auch das Ananas-Chutney ist aromatisch süss, mit einem Hauch Säure und einer anständigen Pfeffernote. Dazu kommen die leicht scharfen Mandeln mit den gerösteten Curryblättern und Chaat Masala, die neben den Granatapfelkernen ein bisschen Knack mitbringen.

Auf jeden Fall lässt sich die Speise gut vorbereiten und zum Servieren zusammenbauen. Klasse!

Pomegranate and potato salad, roasted almonds, pineapple chutney dressing

Granatapfel-Kartoffel-Salat, geröstete Mandeln, Ananas-Chutney-Dressing

Zutaten für 8 im Menue:

Für das Chutney:

  • 2 EL Pflanzenöl
  • 1 TL Fenchelsaat, grob gemörsert
  • 1 TL Knoblauch, fein gehackt
  • 1 TL Ingwer, fein gehackt
  • 1/2 Ananas, geschält, entkernt und gehackt
  • 1 EL Weissweinessig
  • 1 TL schwarzer Pfeffer, grob gemörsert
  • 3 EL Zucker
  • 1/2 TL Kardamom, gemahlen
  • 1/2 TL Fenchelsaat, geröstet und grob gemörsert

Für den Salat:

  • 4 grosse Kartoffeln
  •  Schalotte, fein gehackt
  • 1 TL Ingwer, fein gehackt
  • 1/2 TL grüne Chili, fein gehackt
  • 2 EL Koriandergrün, fein gehackt
  • 1/2 TL Chaat Masala (Indisches Lebensmittelgeschäft oder bei Amazon kaufen*)
  • 4 EL Granatapfelsirup (Türkischer Laden, Reformhaus, Bioladen)
  • 2 EL Tamarindenpaste (Asialaden, indischer Laden oder bei Amazon kaufen*)
  • 2 EL Tomatenketchup
  • 1/2 TL getrockneter Ingwer, gemahlen
  • 2 Granatäpfel
  • Salz
  • Baby-Rucola zum Garnieren

Für die gerösteten Mandeln:

  • 32 blanchierte Mandeln
  • 1 TL rotes Chilipulver (ich empfehle Kaschmirchili, weil es so schön rot färbt – Indischer Lebensmittelladen oder bei Amazon kaufen*)
  • 12 Curryblätter (Indischer Lebensmittelladen im Kühlschrank, Reste lassen sich abzupfen und prima einfrieren)
  • 1 TL Chaat Masala

Für das Dressing:

  • 10 EL Ananas-Chutney (s.o.)
  • 4 EL Olivenöl
  • 1 TL Chaat Masala

Zubereitung:

Chutney – Öl in einem Topf erhitzen, Fenchelsaat zugeben und, wenn sie Farbe nehmen, Knoblauch und Ingwer zugeben. Für eine Minute anschwitzen, dann die Ananas zugeben. Für 3 Minuten anschwitzen, dann soviel Wasser zugeben, dass die Ananas bedeckt ist. Zum Kochen bringen, dann auf mittlerer Hitze simmern lassen, bis die Ananas weich und matschig geworden ist und das Wasser nahezu verschwunden ist. Essig, Pfeffer und Zucker zugeben und für 3 Minuten kochen. Kardamom und gerösteten Fenchel zugeben und zum Kochen bringen. Dann von der Platte nehmen und abkühlen lassen.
Mandeln – Mandeln in eine Auflaufform geben, Chilipulver und Curryblätter darüber geben und bei 150 Grad im Ofen für 8 Minuten rösten, bis sie goldig sind. Zum Abkühlen auf eine Platte geben, die Curryblätter zwischen den Fingern zerreiben, bis sie ein feines Pulver sind. Chaat Masala darüber streuen und abkühlen lassen.
Dressing – Alle Zutaten in einem Blender zerkleinern, bis sie eine geschmeidige Masse ergeben.
Salat – Kartoffeln in Salzwasser kochen, bis sie weich sind. Abschütten, abkühlen lassen, dann pellen und in 1 cm grosse Würfel schneiden.
Alle Zutaten bis auf die Kartoffeln und Granatapfelkern zusammenmischen, dann Kartoffeln und Granatapfel zugeben. Kalt stellen.
Zum Servieren den Salat in die Mitte eines Tellers geben, den Rucola obenauf, die Mandeln drumherum und das Dressing ebenso.

 

 

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Puh, die letzten zwei Wochen haben mich ordentlich durchgeschüttelt, so dass ich mich kaum um das Blog und euch kümmern konnte. Zuerst liess mich eine Erkältung nicht klar denken, dann fuhren wir für ein paar Tage in unsere Lieblingsstadt Delft, natürlich mit Erkältungsresten.
Aber es warten sooooo tolle Rezepte auf euch, deren Fotos mich nahezu täglich anstarren und mir zurufen “Blog mich!” Ausserdem hat meine Genussfreundin Julia ein phantastisches Kochbuch rezensiert (Sonntag!) und ein kleines Gewinnspiel (nächste Woche!) zur Feier des 150. indischen Rezeptes hier auf Foodina habe ich auch noch in Petto.

Aber nun zum Rezept – dieses Gericht aus Tanja Grandits “Gewürze“* gab’s schon im Dezember und ich schiebe es ähnlich wie die Vorstellung des Kochbuchs, die gerne schreiben würde, vor mir her. Da es aber bald schon frühlingt – am Wochenende sollen es bis zu 18 Grad warm werden hier im Rheinland – habe ich das Rezept heute für euch, denn diese Zwiebel-Kartoffel-Tarte ist mächtig und eher was für kalte Tage.

Tanja Grandits gibt an, dass die Rezeptmenge für 4 reicht, wir haben sie zu zweit gegessen und wir würden uns als normale Esser bezeichnen. Wir hatten allerdings auch nicht den empfohlenen Salat dazu ;-) Als Vorspeise kann ich es mir gut für 4-6 Personen vorstellen.

Dieses Gericht ist einfach zuzubereiten, nur ein bisschen Zeit braucht es im Ofen. Aber die Tarte schmeckt köstlich, kein Wunder bei Kartoffeln mit soviel Fett, das kann nur klappen ;-) Wunderbar würziger Käse zu süssen Zwiebeln, dazu ein Hauch Piment und etwas Ätherisches vom Thymian. Toll!
Auf jeden Fall ein Seelenwärmer für kalte Tage – ob es an der Temperatur oder am Umfeld liegt, damit fühlt man sich wohl und heimelig. Ein Bier dazu oder auch einen kräftigen Weisswein und die Welt ist in Ordnung.

Zwiebel-Kartoffel-Tarte mit Nelkenpfeffer und Thymian

Zutaten für 4:

  • 40 g Butter
  • 12 Zweige Thymian
  • 1 grosse Zwiebel, in dünnen Ringen (Tina – 3 kleine Schalotten)
  • 400 g festkochende Kartoffeln, in dünne Scheiben gehobelt
  • 2 EL Olivenöl
  • 160 g Gruyere, gerieben
  • 1/2 TL Nelkenpfeffer/Piment, gemörsert
  • Fleur de Sel

Zubereitung:

Die Butter in einer mittelgrossen ofenfesten Pfanne bei mittlerer Hitze schmelzen. Die Thymianzweige und die Zwiebelringe etwa 5 Minuten andünsten.
Die Kartoffelscheiben mit Gruyere, Öl, Nelkenpfeffer und Salz in einer Schüssel gut vermischen. Die Kartoffelmischung auf die Zwiebeln geben und im Ofen bei 200 Grad 45 Minuten goldbraun backen.
Zum Servieren in Kuchenstücke aufschneiden.
Dazu passt Sauerrahm und und ein Salätche.

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Wird wieder Zeit für was indisches, zumal ich auf das 150. indische Rezept in diesem Blog zusteuere. Bald ist es soweit, es muss nur noch gekocht, fotografiert und geschrieben werden. ;-)

Die Nr. 149 ist ein vegetarisches/veganes Kartoffel-Curry mit Bohnen, zu dem man indische Fladenbrote isst. Ich hatte mich für Chapatis entschieden, weil sie schnell gehen und lange nicht mehr in meiner Küche stattfanden.

Das Curry schmeckt angenehm pikant und fein-kokosig. Indische Kartoffelgerichte liebe ich eh und mit den Bohnen kommt ein bisschen mehr Biss und auch Farbe ins Spiel.

Man erkennt übrigens an mindestens drei Punkten im Rezept, dass es sich um ein Curry aus dem Süden Indien handelt – Curryblätter, Kokosmilch und schwarzer Pfeffer sind typisch für die südindische Küche.

Solltest du Schärfe nicht so gut vertragen können, taste dich besser mit den Chilis heran, falls es doch zu scharf für dich geworden ist, gib etwas mehr Kokosmilch an das Curry, das mildert die Schärfe etwas ab. Senfsaat und frische Curryblätter lassen sich nicht ersetzen, wenn du keine beschaffen willst oder kannst, lass sie einfach weg. Und als Ersatz für die Kombination Koriander, Garam Masala und Curcuma kannst du auch Currypulver nehmen. Schmeckt sicher dann alles anders, aber bestimmt nicht schlechter.

Das Rezept habe ich in “Curry: Die 120 besten Rezepte von Indien bis Afrika“* gefunden. Ein schönes Kochbuch, dass sich mit Currygerichten aus der ganzen Welt beschäftigt. Wenn du gerne Curries isst, findest du dort auch viele Gerichte aus Ländern, die du noch nicht so auf dem Schirm hast. Eine Anschaffung, die sich lohnt!

 

Kizhangu payaru

Kartoffel-Bohnen-Eintopf

Zutaten für 2 (im Buch für 4):

  • 2 EL Pflanzenöl
  • 1 TL Senfkörner (Asialaden oder bei Amazon kaufen*)
  • 2 getrocknete rote Chilischoten (Asialaden oder bei Amazon kaufen*)
  • einige (frische) Curryblätter (im indischen Lebensmittelgeschäft im Kühlschrank, lassen sich prima einfrieren)
  • 2 Zwiebeln, gehackt
  • 1/2 TL Koriandersaat, gemahlen
  • 1/2 TL Garam Masala (selbermachen, im Asialaden, im Gewürzladen oder bei Amazon kaufen*)
  • 1/2 TL Curcuma, gemahlen
  • 1/4 TL Chilipulver
  • 2 Tomaten, geviertelt
  • 300 g Kartoffeln, in Spalten oder Würfel geschnitten
  • 100 g grüne Bohnen, in 2,5 cm lange Stücke geschnitten (Tina – TK-Ware)
  • Salz
  • 200 ml Kokosmilch (Supermarkt, Asialaden oder bei Amazon kaufen*) – Aroy-D ist die beste Marke, verwendet auch keine Zusatzstoffe und Reste lassen sich prima in Twistoff-Gläsern im Kühlschrank lagern
  • 1 Prise zerstossener schwarzer Pfeffer

Zubereitung:

Das Öl in einem grossen Topf erhitzen und die Senfkörner hinzufügen. Wenn sie zu platzen beginnen, Chilischoten und Curryblätter dazugeben und 2 Minuten braten. Die Zwiebeln hineinrühren und bei mässiger Hitze etwa 5 Minuten garen, bis sie weich sind.

Koriander, Garam Masala, Curcuma und Chilipulver einrühren. Die Tomaten dazugeben und 5 Minuten garen. Die Kartoffeln sorgfältig untermischen und bei relativ schwacher Hitze 5 Minuten garen.

Grüne Bohnen mit Salz nach Geschmack hinzufügen und 1 Minute garen, dann auf ganz schwache Hitze herunterschalten. Die Kokosmilch sowie 100 ml Wasser in den Topf giessen und sorgfältig unterrühren. Den Topfinhalt noch einmal 15-20 Minuten garen, bis alle Gemüse weich sind. Den Eintopf mit dem schwarzen Pfeffer bestreuen und heiss servieren.

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Quelle: “Curry: Die 120 besten Rezepte von Indien bis Afrika“*

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Mhm, da hatte ich mich besonders drauf gefreut beim niederländischen Kochevent am letzten Samstag und wurde nicht enttäuscht.

Wirklich superfrischer köstlicher Zander mit erdig-salzigem Kartoffel-Queller-Püree hatte ich ausgesucht und die Meute hat es auch prima gekocht. War jetzt auch nicht so schwer ;-) Der Zander hätte ein bisschen knuspriger sein können, aber ansonsten war es ein schöner Zwischengang.

Und passt prima zu Peggys Süsswasserfisch-Event auf multikulinaria



Queller - auch Salicornes genannt – kommt ab jetzt öfter auf den Tisch!

Snoekbars met aardappel-zeekraal-puree

Zander auf Kartoffel-Queller-Püree

Zutaten für 10 als Vorspeise oder für 4 als Hauptgang:

  • 10 Zanderfilets mit Haut, je etwa 150 g
  • 1 kg etwas mehlig kochende Kartoffeln
  • 250 g Queller
  • 250 ml Milch
  • 50 g Butter
  • 6 EL Öl
  • Salz
  • Pfeffer

 Zubereitung:

Die Haut der Fisch mit einem scharfen Messer rautenförmig einschneiden, salzen und ruhen lassen. 
Währenddessen die Kartoffeln in 20 bis 25 Minuten gar kochen. Queller in grobe Stücke schneiden.
Die noch warmen Kartoffeln pellen und stampfen, sodass ein grobes Püree entsteht. Zurück in den Topf geben und mit Milch und Butter verrühren, bis eine glatte Masse entsteht. Den Queller zugeben und das Püree warm halten. (Tina – nach Bedarf salzen)
 
Eine Pfanne erhitzen, das Öl hineingeben und die Fischfilets mit der Hautseite nach unten hineinlegen. Die Filets ein paar Sekunden lang andrücken, sodass sie sich nicht krumm ziehen.
Die Temperatur etwas reduzieren und den Zander in etwa 4 Minuten kross braten. Umdrehen und die Fleischseite noch etwa eine Minute garen. (Tina – nach Bedarf salzen und pfeffern)
 
Das Püree auf vorgewärmte Teller verteilen und je ein Fischfilet darauflegen.
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