.. geht anders, aber lecker, schnell und einfach nicht ;-)

Der Plan war, den Fenchel wie Schmorzwiebeln zuzubereiten und dann auf die frische, grobe Bratwurst – hier vom Demeter-Rind – zu drappieren. Dazu kam Resteverwertungstomate und Kartoffeln, übrigens auch Reste. Morgen muss ich neue kaufen.

Und so sah’s dann aus, unser tomatisierter Kartoffelstampf mit Rindswurst und Fenchel mit rotem Kampotpfeffer (den habe ich übrigens von Hennes Finest, die Jungs sind echt töfte):

Ich habe zwar für die Fotos vom Gericht bei Facebook einige Likes eingesammelt, kann das aber nicht ganz nachvollziehen. Eigentlich wollte ich es auch gar nicht bloggen, aber es war so köstlich und einfach, dass ich es festhalten muss ;-)

Wenn du Gas gibst, hast du es in einer halben Stunde auf dem Tisch, wenn du trödelst, brauchst vielleicht 45 Minuten.

Du kochst die geschälten Kartoffeln (500 g) in reichlich Salzwasser, halbierst den Fenchel (einen grösseren), entfernst den Strunk und schneidest ihn dann in dünne Streifen, legst aber das Grün beiseite. Die eher kleineren Tomaten (4!) entsaftest du kalt (ca. 100 ml) und stellst den Saft auch beseite. Ohne Entsafter pürierst du die Tomaten einfach fein oder nimmst gekauften Tomatensaft.
Während die Kartoffeln kochen, gibst du die Wurst (2!) in eine Pfanne mit reichlich Fett und brätst sie ordentlich (Röstaromen!) und den Fenchel schwitzt du in Olivenöl an, löschst ihn dann mit Gemüsebrühe (150 ml) ab und schmorst ihn bis alles andere gar ist. Abschmecken mit Salz und frisch gemahlenem roten Kampotpfeffer (oder so)
Die Kartoffeln stampfst du dann mit einem grosszügigen Stück Butter und dem Tomatensaft. Fenchelgrün hackst du und beim Anrichten (Wurstbratfett nicht vergessen) hast du hoffentlich bessere Ideen als ich ;-)

Durch die Tomate bekommt der Kartoffelstampf eine gehörige Portion Umami, der Fenchel kommt aromatisch daher und die Wurst, wenn du eine gute Quelle hast, schmeckt auch entfernt von fad ;-)

 

 

Momentan ist Saison für Gänseeier und das muss ausgenutzt werden.
Seit wir diese aromatischen Eier vor Jahren auf dem Wochenmarkt entdeckt haben, freuen wir uns jedes Jahr auf das Frühjahr, wenn es sie wieder gibt. Sie schmecken intensiver als Hühnereier und werden von uns meist für diese Tortilla verwendet. Aber auch Rührei haben wir schon damit zubereitet. Nur normal gekocht oder als Spiegelei gab es sie hier noch nicht.

Nach Auskunft eines Verkäufers sollen sie auch von Hühnereiweiss-Allergikern gut vertragen werden. Pfannkuchen und Kuchen gehen damit bestimmt auch gut. Du kannst ein Gänseei statt 3 Hühnereiern rechnen.

Diese Tortilla kannst du natürlich auch mit Hühnereiern zubereiten, schmeckt auch gut und wird ausserhalb der Saison auch so von uns gemacht. Dieses Rezept gab’s hier schonmal, aber da ich es ein bisschen verändert und dazu noch etwas hübschere Fotos davon gemacht habe, bekommt es einen neuen Beitrag spendiert.

Wenn du die Tortilla gerne etwas pikanter magst, reibe etwas Käse über die Pfanne, bevor du die Chorizo auflegst und ersetze Teile des milden geräucherten Paprikapulvers durch die scharfe Variante. Die Menge ist für 2 ausgehungerte Erwachsene, gestern haben wir nur die Hälfte geschafft, meist schaffen wir  drei Viertel. Die Reste kannst du kalt essen oder am nächsten Tag im Ofen oder der Ping aufwärmen.

 

Tortilla mit Gänse-Eiern und Chorizo
Würziges Eier-Kartoffel-Gericht

Autor:
Kueche: europäisch
Rezepttyp: Hauptgericht
Portionen: 2-3

Vorbereitungszeit: 
Kochzeit: 
Gesamtzeit: 

Zutaten
  • 2 Gänse-Eier, alternativ 6 Hühnereier
  • 100 ml Milch
  • 4 mittelgrosse Kartoffeln, in Scheiben
  • 1 Schalotte, fein gehackt
  • 2 Knoblauchzehen, in Scheiben
  • 1 TL Brühpulver, selbstgemacht, alternativ Salz, dann aber weniger
  • 1,5 TL Pimenton de la Vera mild (geräuchertes Paprikapulver)
  • 50 g Chorizo-Aufschnitt
  • Salz
  • Olivenöl

Zubereitung
  1. Gänseeier mit der Milch, dem Pimenton und dem Brühpulver gut vermischen. Die Mischung sollte leicht salzig schmecken.
  2. Olivenöl in einer grossen Pfanne erhitzen, Kartoffelscheiben, Schalotte und Knoblauch zugeben. Salzen. Unter gelegentlichem Rühren zugedeckt für ca. 20 Minuten auf mittlerer Hitze braten, bis die Kartoffeln nahezu gar sind.
  3. Eiermilch darübergiessen, mit Chorizo belegen und weitere 15 Minuten auf mittlerer Hitze zugedeckt stocken lassen.
  4. Vierteln und servieren, wenn die Eier gar sind.

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Ostermontag kochte ich für uns und des Mannes Eltern ein kleines Menue, das möglichst stressfrei zuzubereiten sollte, da ich etwas malad bin. Ausserdem durfte es nicht zuviel sein, denn die älteren Herrschaften essen ja nicht mehr soviel. Mehr als 3 kleine Gänge waren da nicht drin. Passte also alles ;-)

Und das gab’s (Rezepte folgen unten):

  • Erbsen-Minz-Süppchen mit Sugarsnaps
  • Spanferkelfilets mit Ras el Hanout, Sauce mit Lampong-Pfeffer und schwarzem Kardamom, Möhren mit Kreuzkümmel und Zitrone, dazu Kartoffelstampf mit Büffelbutter
  • Malabi, ein Pudding mit Rosenwasser, und darauf selbstgekaufter Maracuja-Sirup

Die Suppe war schön frühlingshaft, vegetarisch und aus meinem neuen Kochbuch von Rose Elliot “Vegetarisch auf die Schnelle“. Ich geb’s ja zu, ich war zuallerst von den Cover-Farben angefixt, aber der Inhalt ist wirklich toll. Die Zuckerschoten/Sugarsnaps habe ich letztens im Asialaden entdeckt und liebe sie heiss und innig. So viel besser als der – auch importierte – Kram, den unsere Gemüsehändler sonst so haben. Sie wurden von uns einfach in Salzwasser für 5 Minuten blanchiert und auf die Suppe gelegt.
Ich habe die Suppe nicht, wie im Rezept verlangt, durch ein Sieb gestrichen, sondern sie so rustikal gelassen. Uns gefiel das diesmal sehr gut.

 

Erbsensuppe mit Minze
Leichte, frühlingshafte Erbsensuppe

Autor:
Kueche: europäisch
Rezepttyp: Suppe
Portionen: 4-6 als Vorspeise

Vorbereitungszeit: 
Kochzeit: 
Gesamtzeit: 

Zutaten
  • 15 g Butter (Tina – Öl)
  • 1 Zwiebel, gehackt (Tina – Schalotte)
  • 125 g mehligkochende Kartoffel, gewürfelt (Tina – vf)
  • 450 g TK-Erbsen, aufgetaut
  • 4-5 Stängel Minze, abgezupft
  • 1 l Gemüsebrühe
  • Salz
  • frisch gepresster Zitronensaft

Zubereitung
  1. Die Butter in einem grossen Topf schmelzen und die Zwiebel und die Kartoffelwürfel darin für ca. 10 Minuten leicht anbraten.
  2. Die Erbsen, Minze und die Brühe zugeben. Alles zum Kochen bringen und 10-15 Minuten köcheln lassen, bis die Kartoffeln und Zwiebeln weich sind.
  3. Die Suppe mit einem Küchenmixer oder mit einem Stabmixer pürieren und durch ein Sieb zurück in den Topf streichen. Nach Belieben mit etwas Wasser verdünnen und nochmals langsam erhitzen. Mit Salz und ein bisschen Zitronensaft abschmecken und servieren.

 

Für den Hauptgang haben wir Spanferkelfilets mit rotem Ras el Hanout aus dem arabischen Supermarkt eingerieben, auf dem Teppanyaki angebraten und dann im Ofen bei 80 Grad gar ziehen lassen, während die Kartoffeln für den Stampf mit Büffelbutter kochten.
Die Sauce wurde mit Kalbsfond, schwarzen, rauchigen Kardamomkapseln (Bezug – indischer Supermarkt) und zitronig-frischen, leicht bitteren Lampongpfeffer-Körnern (Bezug über Ingo Holland) gekocht, Nachdem ich Schalottenwürfel in Butter angebraten und mit Pinot Grigio abgelöscht hatte. Reduziert um zwei Drittel habe ich sie püriert und mit eiskalter Butter montiert. Ein wirklich feines Sösschen…

Die Möhren habe ich nach einem weiteren Rezept von Rose Elliot zubereitet. Wieder ein feines erfrischendes Gericht, vor allen Dingen für jemanden wie mich, der warme süsse Möhren so gar nicht mag. Hier kommen sie würzig und leicht zitronig daher. Sehr schön…

Geschmorte Möhren mit Kreuzkümmel

Zutaten:

  • 750 g junge Möhren, gründlich abgerieben (Tina – 1 Bund)
  • 4 EL Olivenöl
  • 4 Knoblauchzehen, in Scheiben
  • 1 TL Kreuzkümmel, gemahlen
  • 1 TL Kreuzkümmel, ganz
  • 1/2 Zitrone, der Saft davon
  • Salz
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 2 EL Blattpetersilie, gehackt

Zubereitung:

Die Möhren mit dem Olivenöl, dem Knoblauch, dem gemahlenen und ganzen Kreuzkümmel, dem Zitronensaft und 150 ml Wasser sowie etwas Salz und Pfeffer in einen Topf (Tina – Kupferpfanne) geben. Zum Kochen bringen und die Möhren zugedeckt etwa 30 Minuten köcheln lassen, dabei aufpassen, dass sie nicht anbrennen. (Tina – nach Bedarf weiteres Wasser zugeben)

Die Möhren sind gar, wenn sie sich mit der Messerspitze eingestochen sehr weich anfühlen und das Wasser zu einer zähflüssigen, schimmernden Glasur eingekocht ist. Mit frisch gehackter Blattpetersilie bestreut servieren.

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Heute habe ich wieder ein einfaches und schnelles indisches Gericht für dich – Aloo (Kartoffel) Gobi (Kohl) Sabzi (Gemüse). Das kocht sich fast von selbst, bis auf ein bisschen Geschnippel vorab.
Du brauchst dafür nur wenige exotische Gewürze, die du einfach im Supermarkt kaufen kannst. Wenn du allerdings einen Asialaden in der Nähe hast, kauf sie lieber dort, denn das ist eine ganz andere Qualität als die Supermarktware.

Zu diesem vegetarisch-veganen würzigem Gemüse passt Basmati-Reis, gib da einfach einen grosszügigen Stich Ghee oder Butterschmalz dran. Und wenn dir da das Fleisch fehlt, mach dieses einfache Hühnercurry oder dieses simple Garnelencurry dazu.

 

Aloo Gobi Sabzi
Kartoffel-Kohl-Gemüse

Autor:
Kueche: indisch
Rezepttyp: Hauptgericht
Portionen: 2-3

Vorbereitungszeit: 
Kochzeit: 
Gesamtzeit: 

Zutaten
  • 1 kleiner Spitzkohl, geviertelt und in Streifen geschnitten
  • 3 mittlere Kartoffeln, gewürfelt
  • 1 Schalotte, gehackt
  • 2 Knoblauchzehen, gehackt
  • 2 Tomaten, gewürfelt
  • 2 TL Tomatenmark
  • 1 TL Kreuzkümmelsamen
  • 2 EL Pflanzenöl
  • ½ TL Curcuma
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Kreuzkümmel, gemahlen
  • 1 TL Chili-Pulver
  • ¼ TL Zucker
  • 100 g Erbsen (hier TK)
  • Koriandergrün, gehackt

Zubereitung
  1. Öl in einer Pfanne erhitzen, die Kreuzkümmelsamen zugeben und leicht rösten. Knoblauch und Schalotte zugeben und ein paar Minuten anschwitzen. Kartoffeln zugeben und ca, 5 Minuten köcheln lassen. Curcuma, Kreuzkümmelpulver, Chilipulver, Zucker und Salz zugeben und köcheln lassen bis die Gewürze aromatisch duften.
  2. Tomaten, Tomatenmark und Wasser hinzufügen und wieder ein paar Minuten köcheln lassen. Den Wirsing und 125 ml Wasser zugeben und gut untermischen. Pfanne abdecken und ca. 15-20 Minuten schmoren bis die Kartoffeln durch sind. Die Erbsen zugeben und nochmal ein paar Minuten kochen. Abschmecken und mit Koriandergrün bestreut servieren.

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