Da schlummerten noch Ziegenkäse und Rucolapesto im Kühlschrank, dazu gesellte sich Sahne, die laut MHD schon seit einem Monat abgelaufen war, aber noch prima roch, und eine Restpackung Spaghetti alla chitarra.
Der Mann wurde genötigt, noch Grünspargel und Tomätchen mitzubringen. Im TK schnarchte noch ein halbes Hähnchenbrustfilet vor sich hin, welches ich dann unsanft weckte.

Da Ganze wurde dann zu einfacher, schneller Feierabendküche und einem wirklich köstlichen Gericht. Wenn Sie mir bitte folgen wollen ;-)

Den Spargel habe ich unten an der holzigen Stelle abgebrochen, die Stangen dann gedrittelt und für 5 Minuten in kochendem Salzwasser blanchiert, dann unter eiskaltem Wasser abgeschreckt.

Das Hähnchenbrustfilet wurde in Streifen geschnitten und mit Oregano, Salz, Olivenöl und selbstgemachtem Tomatenpulver eingerieben und kurz auf der Grillplatte mit ein paar halbierten Tomätchen angebraten, dann im Ofen bei 80 Grad geparkt.

Während die Nudeln kochten, habe ich Ziegenfrischkäse mit Sahne und Rucolapesto vermischt und erhitzt, abgeschmeckt mit Salz und Pfeffer und ein paar rosa Pfefferkörner dran geworfen. Kurz bevor die Nudeln gar waren, habe ich die Spargel in die Sauce gegeben.

Zum Servieren habe ich die Nudeln mit der Sauce vermischt und die Hähnchenbruststreifen mit den Tomaten darüber gegeben.

So einfach, so lecker!

 

Endlich sind sie da, die Dicken Bohnen, auch Sau- oder Ackerbohnen genannt. Ich liebe sie sehr, sie kommen für mich – wenn ich denn eine Hitliste hätte -  knapp nach frischen Erbsen und noch vor Spargel.

Leider muss man schon richtig viel Dicken Bohnen in Schote kaufen, um ein Häufchen verwertbare Bohnenkerne zu erhalten. Aber man wird belohnt für die Arbeit. Diesmal sind von knapp 1200 g Dicken Bohnen nur etwa 300 g Bohnen in Lederhaut geblieben, die ich kurz blanchiert habe, um dann nach Entfernung der Häutchen auf den kümmerlichen Rest von knapp über 200 g Bohnenkerne zu blicken.

Wie für den ersten Spargel hatte ich mir auch für die ersten Dicken Bohnen ein Rezept zurecht gelegt – Lasagne mit Dicken Bohnen und Ziegenkäse aus dem phantastischen Kochbuch “Vegetarisch auf die Schnelle” von Rose Elliot.
Wenn man mal von der Bohnenpuhlerei absieht, ist das ein wirklich schnelles Gericht und superlecker noch dazu. Aber auch die Bohnen sind mit etwas Übung schnell nackig gemacht.

Begeistert an diesem Gericht hat mich vor allen Dingen, dass diese Lasagne keine Auflaufform braucht, mit ofenfesten Tellern kannst du sie auch direkt darauf in den Ofen stecken. Sie kommt recht leicht daher, natürlich nur, wenn man nicht auf Fett und Kalorien schaut. Aber wer tut das schon *hust* ;-)

Für den Parmesan obendrüber habe ich diesmal Reste verwendet und alles drüber gerieben, was an Parmigiano-, Pecorino-, Kefalotiri-Stückchen, die im Kühlschrank schlummerten und noch verwertbar waren. Was sich so ansammelt… Unglaublich…

 

Lasagne mit Dicken Bohnen und Ziegenkäse
leichte, vegetarische Lasagne

Autor:
Kueche: europäisch
Rezepttyp: Hauptgericht
Portionen: 2

Vorbereitungszeit: 
Kochzeit: 
Gesamtzeit: 

Zutaten
  • Salz
  • 1200 g Dicke Bohnen in Schote
  • oder 330 g Dicke Bohnen in Lederhaut
  • oder 210 g Dicke Bohnen, nackt
  • 3 Lasagneplatten
  • 125 g Ziegenfrischkäse
  • schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
  • 4 EL Sahne
  • 30 g Parmesan, frisch gerieben

Zubereitung
  1. Reichlich Salzwasser zum Kochen bringen und die gepuhlten Dicken Bohnen darin für 2 (Tina – 5, da frische Bohnen, Rose verwendet TK-Bohnen) Minuten blanchieren.
  2. Die Bohnen über einer Schüssel in ein Sieb abgiessen. Das aufgefangene Kochwasser zurück in den Topf giessen, wieder aufkochen und die Lasagneplatten darin etwa 8-10 Minuten garen.
  3. Die Bohnen unter fliessendem kalten Wasser abschrecken und die ledrigen Hülsen entfernen (Tina – ohne Abschrecken)
  4. Den Ziegenfrischkäse cremig rühren, ggfs etwa 4 EL kaltes Wasser zugeben. Die Dicken Bohnen zugeben, alles gut verrühren und kräftig mit Salz und Pfeffer würzen.
  5. Die Lasagneblätter abgiessen und bis zur Verwendung in kaltes Wasser legen. Den Backofen auf 200 Grad vorheizen.
  6. Die Teigplatten halbieren, sodass sie etwa quadratisch sind. Ein Backblech oder eine Auflaufform mit Backpapier auslegen, um ein Anbrennen der Lasagneblätter zu verhindern. 2 Nudelquadrate darauf verteilen.
  7. Auf jedes Quadrat einige Löffel Bohnen-Käse-Mischung geben, eine zweite Lage Nudelquadrate darüberlegen, dann wieder Bohnen und mit einer letzten Lage Nudelquadrate abschliessen. Über jeden Stapel 2 EL Sahne giessen und geriebenen Parmesan darüber streuen (Tina – umgekehrt)
  8. Die Lasagne im Backofen etwa 5 (Tina – 10) Minuten überbacken, bis sie richtig warm ist und eine goldbraune Kruste hat.

Notizen
Rose Elliot empfiehlt dazu einen knackigen Sommersalat mit frischer Minze.

 


 

Ein richtiges Rezept mit grammgenauen Angaben habe ich heute nicht für dich, denn ich hätte nicht gedacht, dass unser gestriges Reste-Essen so legga sein würde, dass ich darüber schreiben muss.

Es versammelten sich – etwas Ziegenfrischkäse, ein grosszügiger Schluck Sahne, um die 200 g Rinderhüfte, die noch im TK schlief, eine grosse Handvoll Zuckerschoten (die tollen vom Asiamarkt), Basilikum, der ganz laut “Verbrauch mich” aus dem Kühlschrank rief und Nudeln, die restlos frisch gekocht waren. Dafür aber war der Wein, den wir dazu tranken, ein Rest vom Ostermenue ;-)

Und das kam dabei raus:

Orecchiette in Ziegenkäserahm mit “Sieben” von Ingo Holland, darauf  Rinderhüfte und Zuckerschoten in weissem Port

Die Zuckerschoten habe ich vorher 5 Minuten in Salzwasser blanchiert, dann mit eiskaltem Wasser abgeschreckt. Die Hüfte haben wir in kleine Streifen geschnitten und mehliert. Eine Schalotte spielte kleingewürfelt auch noch mit und den Ziegenfrüschkäse habe ich mit Sahne glattgerührt. 150 ml Gemüsebrühe habe ich aus selbstgemachtem Brühpulver auch noch abgerührt.

Die Nudeln habe ich nach Anweisung in Salzwasser gekocht. Für die Sauce habe ich Schalottenwürfel in Butter angeschwitzt, mit ca. 100 ml Gemüsebrühe abgelöscht, Ziegenfrischkäse-Sahnemischung zugegeben und und sanft köcheln lassen. Mit “Sieben” wurde grosszügig abgeschmeckt. Während ich mich um Nudeln und Sauce kümmerte, briet der Mann die Hüftstreifen in Butterschmalz an, löschte das Ganze mit einem Schluck weissem Portwein ab und gab die restliche Brühe hinzu. Die Zuckerschoten kamen auch noch dazu, sie sollten nur noch warm werden und nicht mehr wirklich garen.

Zum Servieren habe ich den Basilikum abgezupft und mit den Nudeln zur Sauce gegeben, kurz untergerührt und dann auf Teller gegeben. Rindfleisch mit Zuckerschoten drauf und schwarzen Pfeffer frisch darüber gemahlen. Genialst, ich schwör!

Gebt mir den Rest!

 Zufällig veranstaltet Sabine von “Hamburg kocht” momentan ein Event zur Resteküche, da schiebe ich meinen Beitrag gerne hin!

 

 

Und heute gibt es nochmal ein jüdisches Gericht, diesmal aus Israel und aus dem wirklich schönen und informativen Kochbuch “Die neue israelische Küche” von Janna Gur.
Einen Monat ist es schon her, dass ich mich für dieses Pastagericht mit Ptitim, auch israelisches Couscous genannt, entschied. Lange habe ich diese gerösteten Pastakügelchen gesucht und endlich bei einem Koscher-Laden in Düsseldorf gefunden. Online findet man sie auch, auch das ist ja keine Herausforderung ;-)
Das Ptitim schmeckt
durch das Rösten ein bisschen nussig, aber ansonsten ähnlich neutral wie andere Pasta. Wenn du dieses Gericht anchkochen willst, was ich dir sehr empfehle, weil es wirklich köstlich ist, auch wenn es nicht so aussiehtAlso, wenn du es nachkochen willst, kannst du natürlich auch Risoni oder Kritiraki verwenden, schmeckt dann anders, aber bestimmt nicht schlechter.

Du brauchst hierfür Hawaij, eine jemenitische Gewürzmischung, die du leicht selbst aus 1 EL gemahlenem schwarzen Pfeffer, 1 EL gemahlenem Kreuzkümmel. 3/4 EL gemahlener Curcuma, 1/2 EL gemahlenem Kümmel, 1/2 EL gemahlenem Koriander, 1/2 EL gemahlenem Kardamom, 1/2 TL gemahlenen Nelken und 1/2 EL getrockneten Korianderblätter herstellen kannst. Alternativ kannst du auch Currypulver mit Ras el Hanout vermischen, schmeckt dann anders usw. s.o. ;-)

Für deine Mühern erhältst du ein einfaches, aber aromatisches Gericht, das auch in kurzer Zeit auf deinem Tisch stehen kann und sich nahezu alleine kocht.

 

Ptitim-Eintopf mit Hühnchen und Gemüse
Einfacher, aromatischer Eintopf mit Pasta

Autor:
Kueche: jüdisch, israelisch
Rezepttyp: Hauptgericht
Portionen: 2-3

Vorbereitungszeit: 
Kochzeit: 
Gesamtzeit: 

Zutaten
  • 2 EL Pflanzenöl
  • 1 Zwiebel, fein gehackt
  • 1 Möhre, fein gehackt
  • 200 g Hühnerbrust, gewürfelt
  • 100 g Wiesenchampignons, in Scheiben
  • 1 Tomate, gewürfelt
  • 180 g Ptitim
  • ½ TL Hawaij, siehe oben
  • ¼ TL Curcuma
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
  • 250 ml Hühnerbrühe, heiss
  • Koriandergrün, gehackt

Zubereitung
  1. Das Öl in einem Topf erhitzen und die Zwiebeln darin glasig dünsten. Möhren und Champignons dazugeben und in 4 Minuten goldbraun anbraten. Das Hühnchen hinzufügen und unter Rühren anbraten, bis es weiss ist.
  2. Tomaten, Ptitim und Gewürze dazugeben, umrühren und die heisse Brühe angiessen. Abschmecken, aufkochen, dann die Hitze reduzieren, abdecken und etwa 20 Minuten köcheln, bis die Flüssigkeit aufgenommen und das Ptitim weich ist.
  3. Mit einer Gabel auflockern, gehaclten Koriander unterrühren, abdecken und vor dem Servieren ca. 10 Minuten ruhen lassen.

Dort findest du noch einige mehr von Janna Gurs Rezepten

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