..und das Ganze irgendwie chinesisch!

Die Entenbrust wurde trocken auf der Haut angebraten und zum Garziehen im Ofen mit aromatischer Meistersauce bepinselt. Die Zuckerschoten mit gemischten Pilzen habe ich mit Shaoxing-Wein und würziger Pilz-Sojasauce kurz durch den Wok geschickt. Dazu hatten wir einfach weissen, ungewürzten Jasminreis. Es hat wirklich gut geschmeckt.

Der Mann freut sich sehr, dass ich momentan über Zutaten sinniere, die es nicht oft in unsere Küche schaffen, weil ich sie zwar esse, aber sie mir ziemlich egal sind. Dazu gehört sicher Brokkoli, den wir dieser Tage zu Schweinefilet und Kartoffelgratin hatten, ausserdem Zuckerschoten, die ich in der europäischen Variante nicht wirklich mag. Aber in die asiatische Form (knackiger, dicker, süsser, erbsiger) der Zuckerschote (unser Gemüsehändler d.V. klärte uns auf, dass es unterschiedliche Pflanzen sind) habe ich mich so verliebt, dass sie ständig auf den Tisch kommt. Den Mann freut’s.
Als ich dann dieser Tage auch noch Ente ansprach, war sein Glück perfekt. Die darf er sonst nämlich gerne auswärts essen, weil ich mir so gar nichts draus mache.

Für die Entenbrust haben wir chinesische Meistersauce verwendet, die ich letztens auf Vorrat gemacht habe. Die Chinesen kochen darin Fleisch und Geflügel und schütten sie dann nicht weg, sondern verwenden sie weiter. Dadurch wird sie immer intensiver, reduzierter und mit unterschiedlichen Fleischaromen angereichert. Natürlich muss man die Sauce nach Verwendung nochmal aufkochen und absieben, damit sie nicht schimmelt. Ausserdem sollte sie kühl und dunkel stehen. Ein Rezept mit Schweinebauch findest du bei Claus
Wir verwenden sie meist, um Fleisch (zuletzt Nacken vom Durocschwein, den wir danach auf dem Teppanyaki gegrillt haben) darin zu marinieren bzw. die Haut von Geflügel damit einzureiben.
Ich habe auch schon Wirsing damit gekocht, der sah dann zwar nicht mehr lecker aus, schmeckte aber wirklich toll.
Wenn die Sauce zu intensiv wird, verlängert man sie einfach mit Wasser. Ist sie zu mild, gibt man noch was Reiswein und Sojasauce  zu.
Wie du sie herstellst, erzähle ich dir jetzt:

Meistersauce (Rezept aus Culinaria China)

  • 1-2 EL Sternanis
  • 1-2 EL Süssholzwurzel (Tina – weggelassen)
  • 3 Zimtstangen (Tina – Cassia)
  • 1-2 EL Orangenchale
  • 1 EL Fenchelsamen
  • 1 TL Ingwerpulver
  • 1 EL Sichuanpfeffer
  • 10 Gewürznelken
  • 3 l Wasser
  • 500 ml helle (chinesische) Sojasauce (Tina – unsere Standardsauce)
  • 250 ml Shaoxing-Reiswein
  • 1,5 EL Salz
  • 350 g brauner Zucker
  • 4 Frühlingszwiebeln
  • 4 dicke Scheiben Ingwer

Die Gewürze in einen heissen Wok geben und unter Rühren anrösten, bis sie duften. Das Wasser, die Sojasauce und den Reiswein dazugeben. Dann das Salz und Zucker einrühren. Die Zwiebeln und den Ingwer zugeben und die Sauce bei mittlerer Hitze etwas einkochen lassen.
Die Sauce durch ein Haarsieb geben, die Gewürze wegwerfen. Die Brühe hält sich 1-2 Wochen (Tina – heiss abgefüllt bisher ewig), sollte aber etwa alle 4 Tage aufgekocht werden (Tina – bei mir steht sie einfach nur kalt)

——

Und was wir damit gekocht haben, siehst du hier:

 

5.0 from 1 reviews

Entenbrust auf Zuckerschoten mit Pilzen
Rosa Entenbrust mit Meistersauce auf Zuckerschoten-Pilz-Gemüse

Autor:
Kueche: chinesisch
Rezepttyp: Hauptgericht
Portionen: 2

Vorbereitungszeit: 
Kochzeit: 
Gesamtzeit: 

Zutaten
  • —FÜR DIE ENTE:
  • 1 Entenbrust a ca. 400 g, Haut kreuzweise eingeschnitten
  • Meistersauce
  • Sichuanpfeffer, frisch gemahlen
  • —FÜR DAS GEMÜSE:
  • 1 Handvoll Austernpilze, längs geschnitten
  • 1 Handvoll Shiitake, halbiert oder geviertelt, je nach Grösse
  • 100 g Zuckerschoten, ca. 5 Minuten in Salzwasser blanchiert
  • 1 Möhre, in feinen Julienne
  • 2 Knoblauchzehen, in Scheiben
  • Pilz-Sojasauce (Asiamarkt)
  • Shaoxing-Reiswein (Asiamarkt)
  • Sichuanpfeffer, frisch gemahlen
  • 1 rote Chili, schräg geschnitten
  • 2 dünne Frühlingszwiebeln, in Ringen
  • Reisöl, alternativ Pflanzenöl

Zubereitung
  1. Ofen auf 90 Grad vorheizen
  2. Die Entenbrust mit der Haut in die kalte Pfanne legen und auf mittlerer Hitze langsam anbraten, bis fast alles Fett aus der Haut ausgebraten ist. Nun von allen anderen Seiten kräftig anbraten.
  3. Mit Sichuanpfeffer bestreuen und die Haut mit der Meistersauce grosszügig einpinseln. In den Ofen geben und ca. 20-30 Minuten gar ziehen lassen. Unsere Entenbrust hatte eine Kerntemperatur von 61 Grad.
  4. Währenddessen Öl im Wok erhitzen, Knoblauch darin anbraten, dann Pilze zugeben und unter Rühren scharf anbraten.
  5. Mit Reiswein ablöschen (ca. 50 ml), kurz einkochen lassen.
  6. Möhren und Zuckerschoten zugeben und grosszügig Pilz-Sojasauce (ca. 50 ml) einrühren. Nach Bedarf mit Wasser verlängern. Chili zugeben und mit Sichuanpfeffer würzen.
  7. Frühlingszwiebel zugeben und servieren.

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Die Ottolenghi-Festspiele gehen weiter!
Diesmal wieder ein Rezept aus “Genussvoll vegetarisch” und es nimmt kein Ende, wenn ich die ganzen “Koch mich”-Zettel am Rand des Buches rauslugen sehe….

Ich fand die Kombination mit Nudeln, geröstetem Pankomehl, Brokkoli und Pilzen schon beim Lesen total spannend und wurde auch nicht enttäuscht. Mit dem Pankomehl und Knoblauch, Petersilie sowie Zitronenzeste wird eine Art Gremolata hergestellt und teilweise über das fertige Gericht gestreut. Und auch wenn es viele Arbeitsschritte mit eher wenig Zutaten (ja, ich bin da von der indischen Küche anderes gewohnt) erscheinen, lohnen sie sich doppelt. Du wirst mit einem Versprechen von Sommer (ja, ich weiss, dass er keine Saison hat, aber er lag da so frierend am Marktstand und wollte mit) und einem trotz Sahne leicht anmutenden, frischen Pastagericht für deine Mühen belohnt. Schnell geht diese Pasta schon, nur kocht sie sich nicht von alleine ;-)

 

Knusprige Pappardelle mit Brokkoli und Pilzen
Köstlich-leichte Pasta

Autor:
Kueche: mediterran
Rezepttyp: Hauptgericht
Portionen: 2

Vorbereitungszeit: 
Kochzeit: 
Gesamtzeit: 

Zutaten
  • 50 ml Olivenöl
  • 250 g Champignons, halbiert
  • 100 ml Weisswein
  • 1 Lorbeerblatt
  • 3 Zweige Thymian, Blättchen abgezupft und gehackt
  • ½ TL Zucker
  • 150 g Sahne
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer
  • 1 Zitrone, die Schale davon gerieben
  • 1 Knoblauchzehe, zerdrückt
  • 3 EL Blattpetersilie, gehackt
  • 20 g Pankomehl
  • 250 g (junger) Brokkoli, in nicht zu kleine Röschen zerteilt
  • 250 g Pappardelle

Zubereitung
  1. Das Olivenöl in einem grossen Topf erhitzen. die Pilze unter gelegentlichem Rühren darin anbraten, bis sie etwas Farbe annehmen. Den Weisswein, das Lorberblatt, den Thymian und den Zucker hinzufügen. Zum Kochen bringen und die Flüssigkeit auf ein Drittel einkochen lassen. Die Sahne zugiessen und unterrühren. Probieren und grosszügig mit Salz und Pfeffer würzen.
  2. Die Zitronenschale mit dem Knoblauch und der Petersilie vermischen. Die Semmelbrösel in einer heissen Pfanne unter gelegentlichem Rühren goldgelb rösten.
  3. Den Brokkoli in kochendem Salzwasser 2 Minuten blanchieren, dann abtropfen lassen. (Tina – mit eiskaltem Wasser abschrecken)
  4. Die Pasta in reichlich kochendem Salzwasser garen. Sobald die Nudeln gerade eben gar sind, den Brokkoli zum Erwärmen in die Sauce geben. Die Pappardelle abgiessen, dabei das Kochwasser auffangen und etwas davon in die Sauce geben. Die Hälfte der Petersilienmischung unterrühren. Sollte die Sauce trocken erscheinen, noch etwas aufgefangenes Kochwasser hinzufügen.
  5. Die Pappardelle in eine Servierschüssel und die Sauce darüber geben. Die restliche Petersilienmischung zu den Semmelbröseln geben und grosszügig über die Pasta streuen.

Und jetzt trage ich das Kochbuch wieder in die Küche, heute abend wird schon wieder daraus gekocht :-)

 

Nach einer Reihe einfacher indischer Rezepte habe ich heute ausnahmsweise mal wieder ein etwas komplizierteres Rezept für dich. Kompliziert bezieht sich hier definitiv auf die Menge an Gewürzen und deren Beschaffung.
Ansonsten ist dieses Rezept für Matar (Erbsen) Khumb (Pilze) Masala (in Gewürzen) wirklich kiki-einfach -
du brätst Zwiebeln und Gewürze an, wirfst alles für die Sauce in den Topf und dann die Pilze und Erbsen, kochst das ein bisschen und feddisch ist das lecker indisch-vegetarische Essen.

Die Gewürze bekommst du allesamt im indisch-orientalisch orientierten Lebensmittelgeschäft. Die Cashews und der weisse Mohn wird vor allen Dingen zum Dicken der Sauce verwendet, die Tomaten bringen eine feine Säure mit und die Gewürze machen es schön scharf-würzig und wunderbar aromatisch.

Dazu hatten wir Basmati mit Ghee und darin angebratenen Curryblättern

 

Matar-Khumb-Masala
Aromatische Erbsen-Pilz-Masala

Autor:
Kueche: indisch
Rezepttyp: Hauptgericht
Portionen: 2-3

Vorbereitungszeit: 
Kochzeit: 
Gesamtzeit: 

Zutaten
  • 200 g braune Champignons, grosse geviertelt, kleine halbiert
  • 100 g TK-Erbsen
  • 2 Schalotten, in Halbringen
  • 3 mittelgrosse Tomaten, geviertelt
  • 3 EL Pflanzenöl
  • 2 Nelken
  • 2 grüne Kardamomkapseln
  • 3 cm Zimtstange
  • 1 EL Ingwerpaste, alternativ selbe Menge frischer pürierter Ingwer
  • 1 EL Knoblauchpaste, alternativ selbe Menge frischer pürierter Knoblauch
  • 10 Cashewkerne, eingeweicht für 15 Minuten und Wasser abgeschüttet
  • 2 EL weisse Mohnsaat, eingeweicht für 15 Minuten und Wasser abgeschüttet
  • 1,5 TL Chilipulver
  • 2 TL Koriandersaat, gemahlen
  • 2 TL Kreuzkümmelsaat, gemahlen
  • 1 TL Garam Masala
  • ½ TL Curcuma, gemahlen
  • Salz
  • Koriandergrün

Zubereitung
  1. Cashews mit dem Mohn in einem Blender gut pürieren, dann eine Schalotte und die Tomaten zugeben und pürieren, sodass eine Paste entsteht.
  2. Öl in einem Topf erhitzen und die ganzen Gewürze für 3 Minuten anschwitzen, dann Schalotte zugeben und glasig andünsten. Knoblauch- und Ingwerpaste zugeben und auch kurz angehen lassen.
  3. Tomatenpaste mit 200 ml Wasser zugeben und kurz aufkochen lassen, dann die gemahlenen Gewürze zugeben und salzen.
  4. Erbsen und Pilze zugeben und für 10 Minuten auf mittlerer Hitze köcheln, bis die Pilze durch sind.
  5. Mit Koriandergrün bestreut servieren.

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Diese Fastenzeit mutiert wirklich zu Ottolenghi-Festspielen. Aber es sind auch die besten vegetarischen Rezepte, die Fleisch meist nicht vermissen lassen.
So wie diese Kräuterpolenta mit Pilzen aus “Genussvoll vegetarisch
, die würzig lecker und geschmakclich wieder sehr ausgewogen daher kommt. Zudem hat sie mich überzeugt, der Polenta doch noch eine weiter Chance zu geben. Mein letzter Versuch mit weicher, ungebratener Polenta liegt schon Jahre zurück und war nicht wirklich überzeugend. Vielleicht liegt es an dem Mehr an Erfahrung oder einfach daran, dass Geschmäcker sich ändern können, wer weiss das schon.

Varianten dieses Rezeptes findest du übrigens bei Sammelhamster, Ruby, Bengelchen und mint in eden. Und hier kommt nun die nächste Variation – ich habe den Parmesen und den Taleggio ersetzt, als Pilze gab es Shiitake und kleine Austernpilze, die Kräuter waren getrocknet und das Trüffelöl habe ich weggelassen.

 

Kräuterpolenta mit Pilzen
Würzige Polenta mit knackigen Pilzen

Autor:
Kueche: mediterran
Rezepttyp: Hauptgericht
Portionen: 2

Vorbereitungszeit: 
Kochzeit: 
Gesamtzeit: 

Zutaten
  • 4 EL Olivenöl
  • 350 g gemischte Pilze, grosse Exemplare halbiert – hier junge Austernpilze und Shiitake
  • 2 Knoblauchzehen, zerdrückt
  • 1 EL Estragon, gehackt (Tina – getrockneter)
  • 1 EL Thymian (Tina – getrockneter)
  • 1 EL Trüffelöl (Tina – weggelassen)
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer
  • 500 ml Gemüsebrühe
  • 80 g Polenta
  • 80 g Parmesan, gerieben (Tina – Pecorino)
  • 30 g Butter
  • 1 TL Rosmarin, gehackt (Tina – getrockneter)
  • 1 EL Kerbel, gehackt (Tina – getrockneter)
  • 100 g Taleggio, in 1 cm dicke Scheiben geschnitten (Tina – holländischer Ziegenkäse)

Zubereitung
  1. Die Hälfte des Öls in einer grossen Bratpfanne erhitzen. Sobald es heiss ist, die Hälfte der Pilze jineingeben und einige Minuten braten, bis sie grade eben gar sind, dabei nicht zuviel umrühren, damit sich goldbraune Flecken auf den Pilzen bilden können. Aus der Pfanne nehmen und mit dem restlichen Öl und den restlichen Pilzen wiederholen. Die Pfanne vom Herd nehmen, alle Pilze hineingeben und den Knoblauch, den Estragon, Thymian, das Trüffelöl (Tina – weggelassen) sowie etwas Salz und Pfeffer hinzufügen. Warm stellen.
  2. Die Brühe in einem Topf zum Kochen bringen. Die Polenta langsam unter Rühren einrieseln lassen, dann auf niedrigster Temperatur garen, dabei mit einem Kochlöffel unablässig rühren. die Polenta ist fertig, wenn sie sich vom Topfrand löst, jedoch immer noch dickflüssig ist. Falls Instantpolenta verwendet wird, sollte dies nicht länger als 5 Minuten dauern; bei traditioneller Polenta können bis zu 50 Minuten vergehen (falls sie dabei auszutrocknen droht, mehr Brühe oder Wasser zugiessen, jedoch immer nur so viel, dass sie eine breiige Konsistenz beibehält).
  3. Den Backofengrill vorheizen. Sobald die Polenta fertig gegart ist, den Parmesan (Tina – Pecorino), die Butter, den Rosmarin und die Hälfte des Kerbels unterrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen. Die Polenta auf eine ofenfeste Platte streichen und mit den Taleggiowürfeln (Tina – holländischer Ziegenkäse) bestreuen.
  4. Unter dem Grill erhitzen, bis der Käse Bläschen wirft. Die Polenta aus dem Ofen nehmen, mit den Pilzen und ihrer Garflüssigkeit decken, dann nochmals 1 Minute unter den Backofengrill stellen. Mit dem restlichen Kerbel bestreuen und heiss servieren.

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