[indisch] Dhingri Dulma – Paneer mit Paprika und Pilzen

Der Rest des gekauften Paneers fand seine endgültige Bestimmung in diesem Rezept. Ab jetzt wird Paneer selbstgemacht! Ich werde berichten.

Das Rezept mit den drei P – Paneer, Pilze und Paprika – aus dem Awadh im Norden Indiens fand ich in meiner Bibel für indisches Essen “India: The Cookbook“* von Pushpesh Pant. Fruchtig und eher mild in der Schärfe schmeckt es fast unindisch. Sicher liegt das an den verwendeten Paprika, wir entschieden uns für ein oranges Exemplar. Pushpesh Pant nimmt in seinem Rezept rote, grüne und gelbe. Die grüne Paprika bringt sicher eine etwas herbere Note mit, aber da eine Person in diesem Haushalt (meinereiner) mit grünen Paprika auf Kriegsfuss steht und die orangen Paprika uns (den Mann) auf dem Wochenmarkt so anlachte, musste die halt mit.

Die Gewürze sind fein abgestimmt, die leichte, eher spitze Chilischärfe harmoniert wunderbar mit den wärmenden Pfeffer. Ein Hauch Kardamom und Nelke, der aromatische schwarze Kreuzkümmel – nicht zu verwechseln mit Schwarzkümmel – und eine gute Menge Ingwer machen die Speise schön rund.

Und wenn du den Paneer mit festem Tofu ersetzt, ist das Dhingri Dulma sogar vegan. Leicht ist es auf jeden Fall!

Dazu aßen wir türkisches Fladenbrot, weil’s da war und weg musste. Du kannst sicher auch Basmatireis oder indisches Fladenbrot dazu geniessen.

Dhingri Dulma

Paneer mit Paprika und Pilzen

Zutaten für 2:

  • 2 EL Pflanzenöl
  • 1/2 TL schwarze Kreuzkümmelsaat (indisches Geschäft oder bei Amazon kaufen*)
  • 2 Frühlingszwiebeln, in feinen Ringen
  • 2 TL Ingwerpaste oder entsprechende Menge selber pürieren
  • 2 TL Knoblauchpaste oder entsprechende Menge selber pürieren
  • 1/2TL Chilipulver (Kashmirchili ist am besten – indischer Lebensmittelhandel oder bei Amazon kaufen*)
  • 250 g Tomaten, gehackt
  • 100 g weisse Champignons, in Scheiben
  • 1/2 grüne Paprika, entkernt und in feinen Scheiben (Tina – 1 orange Paprika)
  • 1/2 rote Paprika, entkernt und in feinen Scheiben (Tina – weggelassen)
  • 1/2 gelbe Paprika, entkernt und in feinen Scheiben (Tina – weggelassen)
  • 225 g Paneer, in 1 cm Würfeln (indischer Käse – erhältlich im indischen Lebensmittelgeschäft)
  • 1/2 TL schwarzer Pfeffer, geröstet und gemahlen
  • 1 grosszügige Prise Kardamom, gemahlen
  • 1 grosszügige Prise Nelken, gemahlen
  • 1 grosszügige Prise Bockshornkleesaat, gemahlen (Reformhaus, Bioladen, Indialaden oder bei Amazon kaufen*)
  • 1 grosszügige Prise Kala Namak (schwarzes Salz – indischer Lebensmittelhandel oder bei Amazon kaufen* – oder ersetzen durch normales Salz, dann aber weniger)
  • 1,5 cm Ingwer, in Julienne geschnitten
  • Salz
  • Koriandergrün zum Servieren

Zubereitung:

Öl in einer schweren Pfanne erhitzen, schwarze Kreuzkümmelsaat zugeben und unter Rühren anbraten, bis sie zu springen beginnen. Dann Frühlingszwiebeln zugeben und für 1-2 Minuten unter Rühren anbraten. Knoblauch- und Ingwerpaste zugeben und für 10 Sekunden rührend anbraten, dann Chilipulver unterrühren. Tomaten zugeben und für 2-3 Minuten rührbraten.

Champignons zugeben und für 3-4 Minuten unter Rühren anbraten. Paprika zugeben und für 1 Minute rührbraten. Paneer zugeben und salzen, für 1 Minuten rühren braten, dann den Pfeffer und die anderen Gewürze zugeben sowie die Ingwerstreifen. Gut unterrühren, von der Platte nehmen, abschmecken und mit Koriandergrün bestreut servieren.

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[Indische Woche] Chili Chicken

Hot! Hot! HOT!!!

Zum Abschluss meiner kleinen indischen Woche gibt’s was echt scharfes!

Ein Chili Chicken, von chinesischen Einwanderern nach Indien mitgebracht und modifiziert, ist es ein indisches Gericht geworden, ähnlich wie Chicken Tikka Masala ziemlich britisch ist. Auf jeden Fall ist das nix für Mürbchen und Schärfeintolerante.
Aber es schmeckt wirklich toll, indisch mit einem chinesischen Einschlag. Macht Laune und “desinfiziert” ordentlich ;-) Kommt bestimmt wieder auf meinen Tisch und vielleicht auch auf deinen?

Nach längerem ist das auch wieder ein Rezept aus Pushpesh Pants “India: The Cookbook“* (deutsche Version hier*), meiner Bibel der indischen Küche.

Chili Chicken

Scharfes Hühnerfleisch

Zutaten für 2:

  • 350 g Hähnchenfleisch ohne Haut und Knochen, in mundgerechten Stücken
  • 2 EL Pflanzenöl
  • 100 g Frühlingszwiebeln, in Ringen
  • 35 g grüne Chilis, entkernt und gehackt
  • 1/2 EL Knoblauch, gehackt
  • 1/2 TL Mushroom Sojasauce (Asialaden oder bei Amazon kaufen*)
  • 1 EL Chilisauce (Sriracha – Asialaden oder bei Amazon kaufen*)
  • 2,5 EL Koriandergrün, gehackt
  • Stärkemehl

Für die Marinade

  • 1/2 EL Knoblauch, gehackt
  • 1 EL Mushroom Sojasauce
  • 1 TL chinesischer Reiswein (Asialaden oder bei Amazon kaufen*)
  • 1 EL Schwarze-Bohnen-Knoblauch-Sauce (Asialaden oder bei Amazon kaufen*)

Zubereitung

Für die Marinade alle Zutaten vermischen  und das Hühnerfleisch hineingeben. Gut mischen, damit alle Hühnerteile bedeckt sind und zugedeckt über Nacht im Kühlschrank marinieren. Vordem Braten im Stärke wälzen.

Einen Esslöffel Öl in einer schweren Pfanne erhitzen, Hähnchen dazugeben und für ca. 10 Minuten braten, bis es goldbraun ist. Aus der Pfanne nehmen.

Das überbleibende Öl in einer Pfanne erhitzen, Frühlingszwiebel, Chilis und Knoblauch zugeben und für 2 Minuten unter Rühren braten. Dann das Hühnerfleisch mit Sojasauce und Chilipaste zugeben und 5 Minuten zugedeckt köcheln.

Koriandergrün zugeben und servieren.

 

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Huhn in Safran-Joghurtsauce mit Chili

Eine weitere, einfache Variante von “Man nehme ein Huhn und ein Beil” (Episode 1 und Nr. 2) habe ich mit diesem Murg Rezhala bei Pushpesh Pant (englische und imho bessere Ausgabe und deutsche Übersetzung) gefunden. Er wiederum hat das Rezept aus Bengalen im Nordosten Indiens mitgebracht.

Eine sehr grüne und frische Abwandlung dieses Gerichtes haben wir schon vor längerem hier gekocht und vorgestellt. Es unterscheidet sich doch stark von Pushpesh Pants Version, ich vermute, dass wir hier die Alltagsversion vorliegen haben.

Es kommt mit wenigen Zutaten aus und ich bin immer wieder verblüfft, wie schnell man beim Zubereiten auch bei so wenig speziellen Zutaten schon in der Küche steht und schnuppert und genau weiss, dass da was indisches auf dem Herd steht. Der Mann vermutete, dass es hier die Verbindung von unseren süss assoziierten Weihnachtsgewürzen wie Kardamom und Zimt und anderen herzhaften Zutaten ist, die uns sofort an indisches Essen denken lässt.

Hier ist die Kombination von säuerlichem, konzentriertem Joghurt mit einem Hauch Zucker und Kardamom sowie Zimt – für herzhafte Gerichte verwende ich gerne den Cassiazimt – zum gehackten Hähnchenfleisch, die mich sehr begeistert hat. Der aromatische Safran rundet das alles wunderbar ab und die kleinen, gemeinen grünen Chilis sorgen für die Schärfekicks zwischendurch. Wir haben sie ausnahmsweise gemäss Rezept entkernt, denn 6 grüne Chilis mit Kernen in der Schärfe, die du beim indischen Laden kaufen kannst, sind selbst uns zuviel ;-)

Dazu hatten wir einfachen Basmatireis (Tilda, nichts anderes) mit Ghee und Salz… So mag ich ihn am liebsten!

Murg Rezhala
Huhn in Safran-Joghurtsauce mit Chili
Autor:
Kueche: indisch
Rezepttyp: Hauptgericht
Portionen: 2
Vorbereitungszeit: 
Kochzeit: 
Gesamtzeit: 
Zutaten
  • 1 grosse Prise Safranfäden
  • 125 ml lauwarme Milch
  • 200 g Hühnerfleisch, gehackt
  • 1 EL Ingwerpaste, alternativ selbe Menge frisch pürierter Ingwer
  • 2 TL Knoblauchpaste, alternativ selbe Menge frisch pürierter Knoblauch
  • 5 grüne Kardamomkapseln, angestossen
  • 1 Stück (Cassia-)Zimt, ca. 5 cm lang
  • 250 ml Joghurt (KEIN Lightprodukt)
  • 100 ml Pflanzenöl (Tina - wesentlich weniger, ca. 30-40 ml)
  • 6 grüne Chilis, halbiert und entkernt
  • 1 TL Zucker
  • Salz
Zubereitung
  1. Safran in eine Schüssel geben und mit der warmen Milch einweichen.
  2. Eine grosse schwere Pfanne auf mittlere Hitze stellen und alle Zutaten mit Ausnahme der Chilis und der Safranmilch hineingeben. Gut vermischen, dann die Hitze reduzieren und zugedeckt für 15 Minuten kochen.
  3. Dann unbedeckt bei grösserer Hitze köcheln, bis nahezu alle Flüssigkeit fort ist und das Öl sich an der Oberfläche absetzt.
  4. Safranmilch und Chilis zugeben und zugedeckt weitere 2 Minuten köcheln, dann heiss servieren.

 

Einfach indisch kochen – Lesson 3 ;-)

Kinners, es ist wirklich einfach und für viele Gerichte brauchst du auch nicht Massen von exotischen Gewürzen und weitern Zutaten. Daher kommt jetzt das dritte einfache indische Gericht in Folge

Diese Kartoffeln mit Erbsen und einem Fitzelchen Tomate sind ein solches Gericht. Die Senfsaat lässt du notfalls weg und die Kreuzkümmelsaat ersetzt du durch gemahlenen Kreuzkümmel, wenn du Cumin im Ganzen nicht besorgen kannst. Für beides und die Curcuma reicht aber auch ein guter Gewürzhändler, du musst also noch nicht mal zum Asia-/Indialaden.
Alles andere bekommst du beim Gemüsehändler deines Vertrauens.
Solltest du die Chilischärfe nicht gut vertragen können, entferne bitte die Kerne und/oder nehme grössere, milde Pepperoni.

Ich liebe indische Gerichte mit Erbsen und Kartoffeln und es gibt auch so einige davon hier im Blog, dieses Aloo (Kartoffel) Matar (Erbse) Sookhe (Trocken) von Pushpesh Pant übrigens auch. Aber es ist so köstlich aromatisch und dabei wirklich einfach zu kochen, dass es einen neuen Beitrag und ein besseres Foto verdient.

Probier es aus, so simpel, schnell und lecker kann die indische Küche sein! Julia vom German Abendbrot hat es auf jeden fall schon getan.



5.0 from 1 reviews
Aloo Matar Sookhe
Kartoffeln mit Erbsen
Autor:
Kueche: indisch
Rezepttyp: Gemüse
Portionen: 2
Vorbereitungszeit: 
Kochzeit: 
Gesamtzeit: 
Zutaten
  • 4 mittlere Kartoffeln, gewürfelt
  • 175 g TK-Erbsen, aufgetaut
  • Rapsöl
  • ½ EL braune Senfsaat
  • ½ EL Kreuzkümmelsaat
  • ½ EL Curcuma, gemahlen
  • 1 Tomate, gehackt
  • 2 grüne Chilis, in Ringen
  • Koriandergrün
  • Salz
Zubereitung
  1. Kartoffeln in Salzwasser kochen, bis sie halb gar sind.
  2. Öl in einer Pfanne erhitzen, Senfsaat sowie Kreuzkümmel zugeben und für eine Minute anbraten, bis sie zu springen beginnen. Curcuma zufügen, dann Kartoffeln, Erbsen und Tomaten. Salzen und für 10 Minuten braten, bis die Kartoffeln durch sind.
  3. Chilis und Koriandergrün unterrühren und servieren.