[indisch vegetarisch] Tamatar ke Chawal – Tomatenreis

Meist gibt es hier als Beilage zu indischen Curries einfachen Basmati-Reis mit ein bisschen Salz und ein bisschen mehr Ghee. Oder ich backe schnell ein paar Chapatis, gerne zu Gerichten ohne viel Sauce, die man sonst über den Reis geben könnte.
Solch ein Gericht mitohne Sauce gab’s letztens auch und die Idee, statt Brot dazu ein aromatisches Reisgericht zu reichen, reifte in mir heran. Schnell mal in den Kochbuch-Neuzugang “Echt Indien vegetarisch“* von Vidhu Mittal geschaut und die Entscheidung war schnell getroffen. Tomatenreis (Tamatar = Tomate, Chawal=Reis) sollte es geben, da dafür alles im Haus war.

Tamatar ke Chawal - TomatenreisDas fein aromatische Reisgericht macht Spass mit seiner Tomatennote und dem leichten Knack durch Erdnüsse und Hülsenfrüchte. Die ideale Beilage für indische Speisen, die nicht durch ihre Sauce mit dem Aroma des Reis konkurrieren müssen, indem man den Reis zum Sauceaufnehmen benutzt.

Tamatar ke Chawal - Tomatenreis
Das fein aromatische Reisgericht macht Spass mit seiner Tomatennote und dem leichten Knack durch Erdnüsse und Hülsenfrüchte.
Autor:
Kueche: indisch
Rezepttyp: vegetarisch, Beilage
Portionen: 3-4
Vorbereitungszeit: 
Kochzeit: 
Gesamtzeit: 
Zutaten
  • 175 g Basmatireis (siehe Hinweise unten)
  • 1 EL Ghee, alternativ Butterschmalz (siehe Hinweise unten)
  • ¼ TL schwarze Senfsaat (siehe Hinweise unten)
  • ¼ TL Kreuzkümmelsaat
  • 15 Curryblätter (siehe Hinweise unten)
  • 2 TL Chana Dal - geschälte, gespaltene Kichererbsen, 2 Stunden eingeweicht (siehe Hinweise unten)
  • 2 TL Urad Dal - geschälte, gespaltene Urdbohnen, 2 Stunden eingweicht (siehe Hinweise unten)
  • 150 g Zwiebeln, fein gehackt
  • ¼ TL Curcuma
  • ¼ TL Chilipulver (siehe Hinweise unten)
  • 400 g pürierte Tomaten
  • Salz
  • 2 EL Koriandergrün, gehackt
  • 2 EL Erdnusskerne (Tina - weggelassen)
Zubereitung
  1. Den Reis waschen, in reichlich Wasser 30 Minuten einweichen und abgiessen (Tina - ohne einweichen und waschen). Den Reis anschliessend in Wasser garen, abgiessen und beiseitestellen.
  2. Das Ghee bei mittlerer Hitze in einer Pfanne zerlassen. Senfsaat, Kreuzkümmel, Curryblätter, Kichererbsen und Urdbohnen dazugeben und unter Rühren erhitzen.
  3. Die Zwiebeln dazugeben und leicht braun braten. Curcuma und Chilipulver untermischen. Das Tomatenpüree einrühren und weitergaren, bis die Flüssigkeit andickt. Die Hitze reduzieren und den Reis unterheben, mit Salz würzen. Den Koriander und die Erdnüsse unterheben und den Reis unter gelegentlichem Rühren weitere 5 Minuten garen.

Wo bekommst du die Zutaten:

  • Basmatireis von Tilda (der Beste) – indisches Lebensmittelgeschäft, bei India Store* oder bei Amazon*
  • Ghee – indisches Lebensmittelgeschäft, bei India Store* oder bei Amazon*
  • Senfsaat – indisches Lebensmittelgeschäft, bei India Store* oder bei Amazon*
  • Curryblätter – frisch im indischen Lebensmittelhandel, als schlechte Alternative getrocknet bei Amazon*
  • Chana Dal – indisches Lebensmittelgeschäft, bei India Store* oder bei Amazon*
  • Urad Dal – indisches Lebensmittelgeschäft, bei India Store* oder bei Amazon*
  • Chilipulver, ich empfehle Kashmirchili – indisches Lebensmittelgeschäft, bei India Store* oder bei Amazon*

 

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[asiastyle] Kokos-Risotto mit Tatsoi und Kaninchen im Schinkenmantel

Da wir keinen eigenen Garten haben und der Vater des Mannes einen grossen, grünen Daumen hat, steht unser essbaren Grünzeug dort im Garten. Wie jedes Jahr gibt es verschiedene Tomatensorten, aber diesmal auch Thai-Basilikum und Tatsoi, ein asiatisches Blattgemüse ähnlich dem Spinat. Am Wochenende waren wir dann dort, um ein paar Pflänzchen zu ernten.

Kokos-Risotto mit Tatsoi und Kaninchen im Schinkenmantel

 

Schnell stand der Plan, den Tatsoi in einem Risotto zu verarbeiten. Das Kaninchen war quasi auch schon gesetzt, denn es schlummerte schon länger in den Tiefen des Tiefkühlschranks und sollte endlich vernichtet werden. Zum asiatischen Kraut gesellten sich dann noch Frühlingszwiebeln und Kokosmilch, das Kaninchen wurde mit Schinken, Curry und Thai-Basilikum vermählt und durfte im Thermalisierer eine Runde schwimmen, bevor es angebraten wurde.

Der Risotto wurde wunderbar cremig und der Kaninchenrücken bekam feinen Pep durch Currypaste, das süssliche Basilikum und Schinken. Den Tatsoi kann man prima durch Spinat oder Mangold ersetzen, und das Kaninchen kann gut verpackt wie Serviettenknödel im normalen Wassertopf gekocht werden – ganz ohne grossen Gerätepark ;-)

5.0 from 1 reviews
[asiastyle] Kokos-Risotto mit Tatsoi und Kaninchen im Schinkenmantel
Cremiger Risotto mit würzig-zartem Kaninchen
Autor:
Kueche: asiastyle
Rezepttyp: Hauptgericht
Portionen: 2
Vorbereitungszeit: 
Kochzeit: 
Gesamtzeit: 
Zutaten
Für den Risotto:
  • 1 EL Butter
  • 1 EL Pflanzenöl
  • 2 Frühlingszwiebeln, in feinen Ringen
  • 125 g Risottoreis, hier Roma
  • 50 ml Weisswein
  • 250 ml Geflügelbrühe
  • 250 ml Kokosmilch, ungesüsst
  • 2 grosse Handvoll Tatsoi, alternativ Spinat oder Mangold
  • Salz
  • Pfeffer, hier grüner Pfeffer
  • Sojasauce
Für das Kaninchen:
  • 4 kleine Kaninchenrücken ohne Knochen, geputzt und trockengetupft
  • 1 kleine Handvoll Thai-Basilikum
  • 1 TL gelbe Currypaste
  • 1 EL Kokosmilch, ungesüsst
  • Fischsauce
  • 4 Scheiben Rohschinken, hier Prosciutto Crudo
Zubereitung
Für das Kaninchen:
  1. Thermalisierer auf 56,5 Grad aufheizen (Alternativ Wasserbad zum Kochen bringen)
  2. Kokosmilch mit Currypaste vermischen und ein paar Spritzer Fischsauce zugeben. Die Kaninchenrücken damit bestreichen.
  3. Klarsichtfolie ausbreiten und mit dem Schinken leicht überlappend belegen, bis die Länge der Kaninchenrücken erreicht ist. Einen Rücken auflegen, diesen mit Thai-Basilikum belegen und dann einen weiteren Rücken entgegengesetzt darauf legen. Das Paket fest mit der Folie zusammenrollenund dann nochmal in Alufolie.
  4. Gut verschliessen und für 30 Minuten im Thermalisierer - alternativ im nicht kochenden Wasserbad - garen.
  5. Dann in etwas Pflanzenöl kräftig anbraten und schräg aufgeschnitten zum Risotto servieren.
Für den Risotto:
  1. Stiele vom Tatsoi entfernen und fein wiegen, die Blätter sehr grob wiegen.
  2. Kokosmilch mit Brühe vermischen und aufkochen.
  3. Öl mit Butter in einem Topf erhitzen.
  4. Die Frühlingszwiebel mit den Tatsoistielen darin kurz andünsten. Reis zugeben und mitdünsten.
  5. Mit Wein ablöschen und diesen einköcheln lassen.
  6. Reis knapp mit Kokosbrühe bedecken und unter Rühren weiterköcheln lassen. Immer wieder etwas Brühe nachgiessen, bis der Risotto bissfest ist.
  7. Die Tatsoiblätter unterrühren, mit Salz, Sojasauce und Pfeffer abschmecken. Mit dem Kaninchen servieren.

 

[Frühlingsküche] Stubenkükensaltimbocca mit Grünspargelrisotto

Zum Kochevent-Thema “Jung und knackig” durfte natürlich auch ein junges Tier nicht fehlen. Die Wahl fiel dann auf die Stubenküken, die man auch in guter Qualität im Grosshandel oder Feinkostladen bekommt.

Die kleinen Vögel waren schnell zerlegt, wir brauchten nur Brust und Keule. Aus dem Rest habe ich einen prima Fond gekocht, der nur darauf wartet, ein Risotto zu beglücken.

Hier hatten wir zum Stubenküken auch ein Risotto, fein mit grünem Spargel. Den Parmaschinken ersetzten wir durch einen sehr guten Prosciutto crudo. Was juckt’s das französische Stubenküken, ob der Schinken aus einer bestimmmten Region kommt. ;-)

Insgesamt ein harmonisches Gericht mit knackigem Spargel und saftig-aromatischem Hähnchenfleisch. Macht Spass und belohnt für die Arbeit, die man mit dem Zerlegen des Vögelchens hat.

Die Inspiration für das Stubenküken bekam ich in “Deutschlands junge Spitzenköche, Ihre Restaurants und schönsten Rezepte“*

 

Stubenkükensaltimbocca mit Grünspargelrisotto

Zutaten für 8:

Für den Risotto

  • 250 g Risottoreis
  • 1 l Geflügelbrühe, heiss
  • 1 kg Grünspargel
  • 50 g Butter
  • 50 ml Olivenöl
  • 2 grosse Schalotten, fein gehackt
  • 200 ml Weisswein
  • 50 g Parmesan, frisch gerieben
  • Salz
  • Pfeffer

Für die Stubenküken

  • 8 Stubenkükenbrüste
  • 8 Stubenkükenschenkel
  • Pfeffer
  • Salz
  • 22 Salbeiblätter
  • 16 dünne Scheiben Parmaschinken
  • 2 EL Olivenöl
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 Thymianzweige
  • 2 Rosmarinzweige
  • 2 EL Butter

Zubereitung:

Risotto – Spargel in kurze Stücke schneiden, die Spitzen dabei intakt lassen. In Geflügelbrühe für 5 Minuten blanchieren, bis sie fast gar sind. Abschütten und Brühe auffangen, Spargel in Eiswasser abschrecken.

Die Schalottenwürfel im Öl glasig dünsten. Reis zugeben und mitdünsten. Mit Wein ablöschen und diesen einköcheln lassen. Reis knapp mit Spargelbrühe bedecken und unter Rühren weiterköcheln lassen. Immer wieder etwas Fond nachgiessen, bis der Risotto bissfest ist. Die Butter, den Parmesan und die Spargelstücke unterrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Stubenküken – Die Stubenkükenteile pfeffern und nur leicht salzen. Die Brüstchen und Schenkel nun mit je einem Salbeiblatt belegen und danach mit dem Schinken umwickeln. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, Stubenkükensaltimbocca einlegen und rundherum schön braun anbraten. Knoblauch schälen und fein hacken. Thymianblättchen, Rosmarinnadeln und restliche Salbeiblätter fein hacken. Die Hitze reduzieren, Knoblauch, Kräuter und Butter hinzugeben und die Filets mit dieser Butter übergiessen. In 4-5 Minuten fertig braten.

Anrichten – Je ein Brüstchen und ein Schenkel auf das mittig platzierte Risotto geben und etwas von der Bratbutter herum giessen.

 

 

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[Heimatküche] Stiewe Ries mit Zieheknies

Na, wer von euch denkt jetzt “Wasn das?”

Stiewe Ries mit Zieheknies ist in meiner Familie und vielleicht auch in meiner Heimatstadt im Raum Aachen ein Begriff für ganz simplen Milchreis mit Zimt und Zucker. Auf Hochdeutsch würde es recht unappetitlich “Steifer Reis mit Zehenschmand” heissen. Ich denke, ich muss dem geneigten Leser das Wort Zehenschmand nicht näher erläutern ;-)

Milchreis ist für mich eine echte Kindheitsnummer, ähnlich wie Kohlrabi in Milchsösschen mit Salzkartoffeln und Bratwurst oder auch Kohleintöpfe mit Brot, wie meine Uroma es gerne aß und ich es von ihr übernommen habe.
Meine Oma machte Milchreis immer mit Eischnee, der grob untergehoben wurde. Ausserdem gab sich jeder selbst Zimt und Zucker darüber. Auf dem spärlich bestückten Küchenregal – Salz im blauen Steingut, weisser Pfeffer, Fondor, Maggi, Gewürzmischung Nr. 5 oder so – stand immer ein Döschen Zimtpulver einer gängigen Supermarktmarke, worein man auch etwas Zucker gemischt hatte. Das machte das Dosieren von Zimt und Zucker natürlich wesentlich einfacher.

Wie der Name “Steifer Reis” schon sagt, war der Milchreis auch eher fest und nicht suppig. Etwas Fluffigkeit bekommt er durch den untergeschlagenen Eischnee und die schöne Farbe kommt vom Eigelb, das vorher untergerührt wird. Man könnte ihn so auch sicher für belgischen Reisfladen verwenden, den ich auch sehr gerne mag.

Ich habe den Milchreis wesentlich zuckerärmer gekocht als meine Oma es tun würde. Wenn du es nachkochst, nimm einfach Zucker nach deinem Gusto. Mein süsser Zahn ist längst nicht mehr so ausgeprägt wie früher.
Ausserdem solltest du aufpassen, dass er dir nicht anbrennt, also lieber einmal mehr als zuwenig drin rühren.

Und wie magst du deinen Milchreis? Ist das auch eine Kindheitserinnerung?

 

 

Stiewe Ries mit Zieheknies

Milchreis mit Eischnee und Zimt und Zucker

Zutaten für 4:

  • 1 Liter Milch
  • 250 g Milchreis
  • 1 EL Zucker
  • Zimt
  • Salz
  • 2 Eier, getrennt

Zubereitung:

Milch mit einer Prise Salz aufkochen, dann Milchreis und Zucker zugeben. Auf kleiner Hitze unter regelmässigem Rühren für 30-40 Minuten köcheln, bis der Reis gar ist.

Das Eigelb verkleppern und unter den Milchreis rühren. Aus dem Eiweiss einen steifen Eischnee herstellen und unter den Milchreis heben.

Mit Zimt und Zucker nach Geschmack bestreut servieren.