[Restaurant] Hanting Cuisine in Den Haag

Wir waren ja schon häufiger in Den Haag und haben dort auch immer gut gegessen, diesmal sollte es aber etwas besonderes sein. Denn nachts, wenn ich mal wieder nicht schlafen kann, sitze ich gerne mit dem Tablet auf der Couch, wühle mich durch Restaurantbewertungsportale und sinniere darüber, wo man im nächsten Kurzurlaub denn essen könnte.

So fiel mir Hanting Cuisine auf, ein Restaurant mit chinesisch-französischer Fusionküche, mitten in Den Haag in der Nähe der Grote Kerk. Chef Han Ji kombiniert 5000 Jahre traditioneller chinesischer Küche mit westlichen Aromen und modernen Küchentechniken. Das wollte ich kennenlernen!

Der Besuch im hochbewerteten Restaurant mit einem Michelin-Stern und 16 Gault Milleau-Punkten war mein zweiter Kontakt mit der Sterneküche. Über das erste Mal hüllen wir besser den Mantel des Schweigens, ich war damals einfach noch nicht reif dafür und ein viel zu mäkeliger Esser. ;-)
Diesmal sollte es anders sein und ich war wirklich experimentierfreudig.

Hanting Cuisine, Den Haag

Der Tisch war schnell gebucht über das Reservierungstool auf der Webseite, besondere Wünsche, Allergien und Unverträglichkeiten konnten wir direkt auch mitteilen. Am Tag des Restaurantbesuchs wurden wir noch telefonisch kontaktiert, ob wir den Termin auch wahrnehmen werden. Natürlich werden wir!… [read more]

Delft und Den Haag zum Chinesischen Neujahr – der Genuss

Wie schön, wenn man die eigene Karnevalsflucht mit dem chinesischen Neujahrsfest in der grossen chinesischen Gemeinde Den Haags – dazu aber später mehr – kombinieren kann. So hatten wir auch diesmal in unserer niederländischen Lieblingsstadt Delft unsere Zelte aufgeschlagen. Diesmal haben wir in den Museumshotels genächtigt, schön zentral gelegen, hübsche Ausstattung, nur die Betten sind zu weich und das Frühstück war erwartungsgemäss mit niederländischen Fluffybrötchen. :-(

Delft bei Nacht

Aber so schlecht wie das Hotelfrühstück, so gut ist das sonstige kulinarische Angebot. Da können sich so manche deutsche Gastronomen ein bis zwei Scheibchen abschneiden. Ein wirklich gutes Angebot für mittags auf extra Lunchkarten und dann kann der Niederländer dann auch anderes als Fluffybrötchen. Die Auswahl an Brot und Brodjes, auch Sauerteigprodukten und viel organischen (Bio)Zutaten war schon toll.
In vielen Gaststätten, Kneipen, Eetcafes, Diners usw. wirst du auch nahezu erschlagen von unterschiedlichen Biersorten. In unserer Lieblings”kneipe”, dem Stadscafe “De Waag” haben wir uns ein bisschen
durch die Bierkarte getrunken und noch nicht mal ein Drittel geschafft ;-)

Die Theke mit dem Extraplatz ;-)

die “kleine” Bierkarte mit über 30 Biersorten

Es lohnt sich wirklich, wegen des Essens und wegen der Bierauswahl, auch wenn viele aus Belgien kommen, in die Niederlande zu fahren. Wir haben authentische asiatische Küche genossen, sogar chinesisch ohne folgenden Glutamatkrampf, der mich die ganze Nacht beschäftigen kann. Und indonesische Küche ist dort eh der Hammer, da merkt man einfach, dass Indonesien früher eine holländische Kolonie war. Auf die Fritten und die gute holländische Mayo freue ich mir auch immer ein Loch in den Bauch. Aber schau selbst, was und wo wir gegessen haben. (nach dem Klick, weil es einige Fotos sind)… [read more]

Wiederholungstäter – SichuanKüche in Duisburg II

Wir haben es schon wieder getan, diesmal mit Freunden. Und es wird nicht unser letztes Mal gewesen sein, es gibt noch so viel neues zu kosten.

Weiterhin sind wir nachhaltig begeistert vom San Chuan, dem authentischen Sichuan-Restaurant in Duisburg, und haben wohl auch unsere Freunde damit angesteckt. Was ich über unseren ersten Besuch dort geschrieben habe, kannst du dort nachlesen. Hier gibt es jetzt ein paar nette Bildchen mit Untertiteln ;-)

Wir haben uns zu viert sechs Gerichte gegönnt, dabei waren zwei Wiederholungen vom ersten Besuch, weil wir so begeistert waren, dass unsere Freunde das auch kosten mussten.

Wiederholung – Mapo Tofu und immer noch ein Highlight

Auch eine Wiederholung – Rindfleisch mit Chili und Blütenpfeffer, ich liebe immer noch diese knusprigen Spitzpaprika

Schweinerippen mit Kreuzkümmel – hätte auch indisch sein können. Ich habe die Kartoffeln geknabbert, die super lecker waren, die anderen waren mit den Rippchen auch sehr zufrieden.

Gebratener Eisbergsalat mit Austernsauce – sehr spannend, wird aber wohl nicht unser Lieblingsgericht ;-)

Hähnchen nach KongPo-Art – NomNomNom, das war wohl eins der besten Gerichte an dem Abend. Ich liebe ja eh Erdnüsse im Essen, aber die anderen konnten sich auch für dieses Gericht begeistern.

Angebratener Schweinebauch mit Pepperoni – auch ganz lecker und ich konnte ihn sogar essen (ich habe so meine Probleme mit fettigem Fleisch). Beim nächsten Mal ist aber eher der rote Schweinebauch fällig, der auch auf der Karte steht ;-)

Ein paar Desserts haben wir dann direkt auch probiert. Vorweg – ich würde sie alle wieder bestellen, schon allein weil sie etwas so anderes sind und so besonders schmecken für unseren Gaumen.

Klebreisbällchen gefüllt mit roter Bohnenpaste – strange und nicht zu vergleich mit europäischen Desserts

Sesampaste – noch seltsamer und kaum zu beschreiben. Ich fand sie ganz lecker, hätte aber niemals soviel davon essen können

Gekochte Reiskugeln mit süsser Füllung – aussen ein bisschen schleimig und ein süsser Kern aus Erdnusspaste. Spannend, wirklich….

Aber die gebackenen Bananen durften auch nicht fehlen ;-)

 

Also los, hin und ausprobieren:

San Chuan
Asterlagerstrasse 210

47228 Duisburg-Rheinhausen
Fon: 02065 – 678 143
http://www.sanchuan-restaurant.de/

Sichuan-Küche in Duisburg

Eins vorweg – der Geniesser ist’s schuld (Und wir haben gehört, dass er auch schon bei der Bochumer Imbiss-Filiale war ;-) )

Wir verweigern ja seit Jahren den Besuch bei irgendwelchen Glutamat-Chinesen. Thomas mag das Essen dort eh nicht so gern und mein Körper wehrt sich heftigst gegen grössere Mengen Glutamat. Insgeheim warten wir aber immer auf den ultimativen Tipp, wo es in näherer Umgebung authentisches, chinesisches Essen geben kann. Und da kam dann des Geniessers Topfgucker-Beitrag um die Ecke, wo er unter anderem auf einen Artikel auf derwesten.de über einen Sichuan-Imbiss in Bochum, an den auch ein China-Restaurant in Duisburg angeschlossen ist.

Es traf sich gut, dass wir uns eh ein bisschen näher mit der Sichuan-Küche, einer chinesischen Regionalküche, beschäftigen wollen, die wohl viel mit Chili, Koriander und Kreuzkümmel arbeitet. Auch der Szechuanpfeffer, dem man eine zungenbetäubende Wirkung nachsagt, kommt von dort. Klar, dass uns sowas gefällt, wo wir doch kulinarisch in der indischen und thailändischen Küche quasi zu Hause sind.

Also ab nach Duisburg zum San Chuan, um nachhaltig begeistert wieder nach Hause zu fahren.

Wir waren am Maifeiertag am späten Mittag dort. Anscheinend hatten wir eine Zeit erwischt, wo aber nu gar nix los war. Gut für uns, denn wir hielten mit Cheffe Jie Liang mehr als nur ein Schwätzchen.

Das Restaurant liegt an einer Landstrasse, eingerichtet wie ein typisches China-Restaurant. Es gibt zwei Karten – die Sichuan-Karte und eine “Standard-Chinakarte”. Bestellt haben wir vier Hauptgerichte von der Sichuan-Karte, dafür waren wir ja da.

Jie Liang war sehr überrascht, dass wir extra aus Ratingen angereist waren und tischte uns wirklich leckere Sachen auf. Die Reste haben wir uns übrigens entgegen unserer sonstigen Art einpacken lassen, weil es einfach köstlich und vor allen Dingen glutamatfrei war. Manchmal ist es wirklich schade, dass man satt wird.

So begeistert wir von der Sichuan-Küche waren, so freute sich Jie Liang über unser ehrliches Interesse an seiner Heimatküche. Er erzählte, dass wohl nicht alle Gerichte auf der Sichuan-Karte rein aus Sichuan wären, aber auf jeden Fall authentisch chinesisch. Natürlich kamen wir auf dieses Blog zu sprechen und er versprach mir ein Rezept aus dem chinesischen Kochbuch, das er uns gezeigt hatte. Den handverlesenen Szechuanpfeffer bringt er selbst aus China mit und verglichen mit der Qualität, die man sonst hier in Asia-Läden kaufen kann, ist das wirklich Hammerzeug. Und das Beste ist – ich habe jetzt ein bisschen davon zuhause und könnte täglich wie ein Junkie daran schnuppern.

Aber ich kann euch wirklich viel erzählen. Schaut doch einfach mal.

Mapo Tofu, Hackfleisch mit Tofu in einer scharfen Sauce. Yessssss, so mögen wir auch Tofu. Darin waren ausserdem Szechuanpfeffer, getrocknete Chilis, Paprika, Lauch in einer scharfen Sauce.

Sauer-scharfe Kartoffelstreifen. Köstlich, wirklich… Die Kartoffelstreifen waren schön knackig, leicht sauer-scharf angemacht, darin waren noch Chilis und Koriandergrün.

Hähnchenbrust mit Szechuanpfeffer und Chili. Ich sach nur #NOM…. Auf dem Teller waren noch Paprika, Kohl, Staudensellerie und getrocknete Chilis

Eigentlich sollte das Rindfleisch mit Kreuzkümmel sein, aber die Küche hat sich vertan und Rind mit Szechuanpfeffer und Chili gemacht. Egal, war trotzdem klasse. Und wo man erwarten würde, dass bei den beiden letzten Gerichten einfach nur das Fleisch ausgetauscht wurde – weit gefehlt. Das war ein komplett anderes Gericht. Am meisten haben mich hier die knusprig gebratenen grossen Chilistücke begeistert. Ausserdem waren noch Paprika, Frühlingszwiebel, Erdnüsse, Staudensellerie und natürlich Chili und Szechuanpfeffer dran. Anscheinend hatte man auch Chili-Öl verwendet. Für mich der Anlass, endlich Katharina Seisers Chili-Öl nachzubauen. Im Bildhintergrund sieht man die Plastikbox mit Reis ;-)

Sieht das alles nicht toll aus? Für grobmotorische Langnasen wie uns gab es auch normales Besteck….

… und für meine Gewürzsammlung zwei neue Mitbewohner. Jetzt warte ich nur noch auf das Rezept.

Der nächste Termin steht übrigens auch schon, es gibt noch soviel zu probieren. Und dafür nehmen wir uns ein befreundetes Paar mit, zu viert lässt sich doch noch mehr kosten. Ik freu mir.

Und wenn ihr mal chinesisch essen gehen wollt, abseits der pseudo-chinesischen Küche der meisten Chinaläden, sollte ihr genau dorthin fahren:

San Chuan
Asterlagerstrasse 210

47228 Duisburg-Rheinhausen
Fon: 02065 – 678 143
http://www.sanchuan-restaurant.de/