Nuja, was man so Restaurant in den Niederlanden nennt.
Dabei waren Eetcafes, der beste und der schlechteste Inder Delfts sowie unser Lieblingsindonesier in Den Haag.
Wir haben uns eine kleine Auszeit während des Karnevals – wir gehen ja zum Lachen in den Keller – in Delft und Umgebung gegönnt und zum Glück auch meist traumhaftes Wetter gehabt. Das Essen sowie das Hotel waren auch grösstenteils fein. Fotos aus Delft, Schiedam, Gouda, Hoek van Holland und ein Sonnenuntergang in Scheveningen werden folgen, genauso wie etwas über das Hotel und unsere Mitbringsel, darunter fieser holländischer Leckerkram für Stef…
Auf der Hinreise haben wir uns in Armersfoort zur Einstimmung quasi die volle Dröhnung Hollandfood gegeben


Klassischer Lunch in einem Eetcafe - Frites mit Kaassouffle, Kipnuggets und Majo für mich und einen Uitsmijter (sowas wie ein Strammer Max mit Käse, Schinken, 3 Spiegeleiern und wabbeligem holländischem Weissbrot) für den Pfannenmeister.
Am Abend waren wir dann bei Delfts anscheinend bestem Inder – dem Maharani. Sehr lecker und was mir positiv bei den indischen Restaurants aufgefallen ist -> man bekommt die vegetarischen Gerichte als Hauptgericht und nach Wunsch eine kleinere Portion als Beilage. In Deutschland ist sowas meist nicht möglich.




Wir hatten vorweg Pappadams mit Mangochutney, Minz-Raita und sauren Pickles. Dann Naan (nicht auf den Bildern), Reis, Palak Panir (2. Bils rechts, indischer Käse mit Spinat), Bhuna Murgh (3. Bild hinten, Hühnercurry), Gosht Vindaloo (3. Bild vorne links, Lamm-Vindaloo) und Aloo Mattar (3. Bils rechts, Kartoffeln mit Erbsen). Wirklich alles traumhaft lecker und am meisten hat uns das Bhuna Murgh verblüfft.
Wenn ihr gerne indisch esst und mal nach Delft kommt, geht dahin… Ihr werdet es nicht bereuen.
Am nächsten Mittag sollte es eigentlich nur eine Kleinigkeit sein… Was holländische Fischgeschäfte in Den Haag manchmal so unter Kleinigkeiten verstehen, seht ihr unten.


Das war ein kleiner *hust* Backfisch und eine kleine *huuuhuust* Portion Kibbelinge, das ist übrigens Backfisch in kleineren Stücken.
Aber bei dem, was uns abends noch erwarten sollte, war es gut, dass wir gut gegessen hatten, denn wir hatten den schlechtesten Inder Delfts erwischt. Solltet ihr mal in Delft sein, geht nicht zu dem Inder hinter der Niewe Kerk (Neue Kirche), das hat mit indischer Küche nicht mehr viel zu tun.




So schlechtes Tamarindenchutney und so furchtbar grüne Minzsauce zu so schlechten Mikrowellen-Papadams (Bild 1) hatte ich noch nie. Das Naan war wohl Convenience und nur schnell aufgebacken, das Murgh Jalfrezie (Bild 2, Hühnercurry) und das Gosht Balti (3. Bild, Lammcurry), auf das wir so gespannt waren, schmeckte eher nach Sossenpulver als nach indischen Gewürzen, die sicher da leicht drüber geflogen waren. Der irgendwie gemüsige Reis war nahezu geschmacklos… Bäh, never ever….
Am nächsten Mittag hatten wir im Boterhuis (Butterhaus) leckere Brodjes (quasi belegte Brötchen) zum Lunch, die richtig toll waren. Leider ohne Foto. Hatte ich schonmal erwähnt, dass ich diese Sitte mit den unterschiedlichen Lunch- und Abendkarten echt toll finde. Auf den Lunchkarten findet man meist so Brodjes, Toastis (nicht solche “Nicht-Schnitzel”), Uitsmijters, Omeletts und sonstige Kleinigkeiten…
Abends fielen wir dann endlich bei unserem Lieblingsindonesier mitten in Den Haags Chinatown ein. Im letzten Jahr bei unserem Den Haag Besuch haben wir uns spontan darin verliebt
und dieses Jahr waren wir noch begeisterter. Ich fahnde schon nach indonesischen Kochbüchern




Vorweg hatten wir Schweine- und Hähnchensates mit Erdnusssauce, danach Goelei Kambing (Bild 1 und 3, ein Ziegengericht) und Ajam Roedjak (Bild 2 und 4, ein scharfes Hühnergericht) sowie Nasi Goreng Djawa und Bami Goreng Djawa (gebratener Reis und Nudeln mit Gemüse und chön charf). Näh, wat lecker…
Ganz gute Pizza bekommt man auch in den Niederlanden, sogar ganz tourimässig in Gouda am Markt, aber in der Nebensaison ist das kein Problem…


Eine Contadina und eine Capricciosa, beides ganz gut.
Und an unserem letzten Abend sind wir nochmal bei Istana, dem Indonesier eingefallen, um einen kleinen Happen zu essen.


Gemischte Sates mit zweierlei Dip für den Herrn und die Dame hatte Ajam Kerrie, ein indonesisches Hühnercurry, dazu gab’s wieder Bami Goreng Djawa, scharfe gebratene Nudeln mit Gemüse. Yummie, ich könnt direkt wieder hinfahren, wenn es nicht so weit wäre…
Am letzten Tag haben wir auf der Rückreise noch die Jenever-Stadt Schiedam gestreift, um uns mit dem leckeren Gesöff einzudecken. Dabei haben wir uns noch die Stadt ein wenig angeschaut und nochmal echt holländische in einem Eetcafe geluncht…


Mangels fiesem frittiertem Zeuch (Yummie) auf der Karte hatte ich ein Omelett mit Käse, darunter war das oben erwähnte holländische Wabbelweissbrot und der Pfannenmeister genoss seinen letzten Uitsmijter…
Noch kurz am Ende Rande – In den Niederlanden bekommt man oft in den Eetcafe gut sortierte europäische Biere, besonders Tripel und Dubbels aus Belgien. Ein sehr grosses Sortiment findet man in De Waag im Delfter Zentrum. Wir sind dort zweimal abends für einen Absacker und fanden es sehr schade, dass man von diesen doch recht starken Bieren nicht soviel trinken kann ohne über die Strasse zu wanken. Aber das Tripel Karmeliet und das Westmalle Trappist haben wir probiert und waren schwer beeindruckt..

Letzte Kommentare