[light & easy] Bloody-Mary-Steak mit Avocado

Schnell auf dem Tisch

Das ging ja ruckzuck… Die Sauce ist in Windeseile zusammengeklöppelt, die Avocado und Tomaten geschnitten und dann muss nur noch das Steak durch die Pfanne gejagt werden. So genial und köstlich wünsche ich mir die schnelle Küche! Dieses irre Rezept mit der würzigen Tomatensauce fand ich in Hugh Fearnley-Whittingstalls  “light & easy“* (meine Rezension findest du hier).

Auch wenn ich nicht der grosse Avocado-Fan bin, schmeckte mir das Gericht sehr gut und es wird wohl noch öfter in Variationen auf den Tisch kommen, denn für das schnelle Kochen nach Feierabend ist es wirklich ideal.[light & easy] Bloody-Mary-Steak mit Avocado

Bloody-Mary-Steak mit Avocado

Eine tolle Idee, eine pikante Tomatensauce zu Steak und Avocado zu reichen! Die feine Säurenote passt wunderbar zu den Tomaten und der cremigen Avocado, auch das in Streifen geschnittene saftige Steak harmoniert richtig gut mit der Sauce. Ich habe statt des Rump- oder Lendensteak das kleine Filet von der Hüfte verwendet – das ist der kleine Teil einer kompletten Rinderhüfte, erkennbar an der kleinen Sehne, die sich durch das Fleischstück zieht. Leider war das Fleisch wohl noch etwas unter Zimmertemperatur, so dass das Stück nach dem Braten wie im Rezept beschrieben eine zu niedrige Kerntemperatur hatte. Nach ein bisschen Ruhen im 80 Grad warmen Ofen, wo ich auch immer die Teller vorwärme, und kurzem Nachbraten in der Pfanne war es aber sehr gut.

Frau muss sich halt nur zu helfen wissen ;-)… [read more]

[altdeutsche Küche] Züricher Fleischkloss, Rahmgrünkohl und panierte Kartoffeln

Der Hauptgang des altdeutschen Kochtreffens

In unseren alten Kochbüchern fanden wir einige Schätze, die wir zu einem harmonischen Hauptgang zusammenstellten. Rahmgrünkohl kannten wir alle noch nicht und so probierten wir das Rezept aus “Grosses illustriertes Kochbuch” von Erhardt-Mathis aus dem Jahr 1914 gerne aus. Eine wirklich spannende Kombination, die Sahne zieht nahezu komplett in den Kohl ein und gibt ihm so einen rahmigen Geschmack. Die panierten Kartoffeln hatten der Mann und ich schon einmal ausprobiert, so dass wir das Rezept dem oben genannten Kochbuch gerne beim Kochtreffen vorstellten. Sie wurden sogar noch besser als bei unserem Erstversuch. Probiert das mal aus statt Kroketten, eure Gäste werden überrascht sein.

[altdeutsche Küche] Züricher Fleischkloss, Rahmgrünkohl und panierte Kartoffeln

Natürlich durfte bei so einem Kochtreffen ein Rezept von Henriette Davidis nicht fehlen, hier liegt ihr “Praktisches Kochbuch” aus 1896. Unsere Wahl fiel auf den Züricher Fleischkloss, ein Reste-Essen, das schnell zusammengestellt eine Weile gedämpft. Dazu gab’s Düsseldorfer ABB-Senf, wenn schon rustikal, dann richtig!

Der Grünkohl fand seine Fans, die sich freuten, die Reste mitnehmen zu dürfen, ähnlich wie der Fleischkloss und die Kartoffeln, die der Mann uns am Folgetag aufwärmte.

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[italienisch] Brasato al Barolo – Rindfleisch in Barolo

und dazu Scorzonera alle acciughe – Schwarzwurzeln mit Sardellen

Da braucht’s wirklich nur noch ein, zwei Stücke Brot zu, um die Sauce aufzutunken. ;-)

Gemeinsam mit unseren Freunden kochten wir als Hauptgang diese zwei köstlichen Gerichte aus dem “Silberlöffel“*, die schön miteinander harmonierten. Der Rinderbraten in der köstlichen Barolo-Sauce war eine tolle Idee. Noch nie hatten wir mit Barolo gekocht, der Preis schreckte doch zu sehr ab. Aber zum Glück fanden wir bei unserem italienischen Grosshändler ein gutes Angebot und ausserdem gab es auch was zu feiern. Da schenkt man doch auch gerne denselben Wein aus, der auch an der Sauce ist. Schwarzwurzeln mit Sardellen klingt ein bisschen komisch, war aber eine spannende Kombination von süsslichen Schwarzwurzeln und salziger Sauce.

[italienisch] Brasato al Barolo - Rindfleisch in Barolo, dazu Schwarzwurzeln mit Sardellen

Rezept für die Schwarzwurzeln

4 Personen, Vorbereitung 30 Minuten, Garzeit 30 Minuten

Zutaten:

  • 1 Zitrone, Saft davon
  • 675 g Schwarzwurzeln, in 5 cm grossen Stücken
  • 120 g Sardellenfilets, 10 Minuten in kaltes Wasser gelegt und abgetropft
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 EL Kapern, abgetropft und gehackt
  • 1 EL Weissweinessig
  • 1 Stängel Blattpetersilie, gehackt
  • Salz

Zubereitung:

  1. Einen grossen Topf mit Wasser füllen. Zitronensaft, 1 Prise Salz und die Schwarzwurzeln hineingeben und zum Kochen bringen. Danach die Temperatur reduzieren und die Schwarzwurzeln 30 Minuten köcheln lassen.
  2. Währenddessen die Sardellenfilets hacken, Das Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, die Sardellen zufügen und bei niedriger Temperatur unter gelegentlichem Rühren anbraten, dabei die Sardellenfilets mit einem Holzlöffel zerdrücken, bis sie püriert sind. Kapern und Essig zu dem Sardellenpüree geben und kochen, bis der Essig verdampft ist.
  3. Den Topf vom Herd nehmen. Die Schwarzwurzeln abgiessen. In eine vorgewärmte Servierschüssel geben, die Sardellen darüber verteilen, mit Petersilie bestreuen und servieren.

Rezept für Rindfleisch in Barolo

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[orientstyle] Pasta mit Gorgonzola-Sauce und würzigen Rinderstreifen

Ich habe noch mal ein Pasta-Rezept rausgekramt, was ich vor Jahren schon öfter zubereitet habe und das ein bisschen in Vergessenheit geraten ist. Schade eigentlich, denn es ist wirklich köstlich.

Ideal ist es wenn du Reste von mildem Gorgonzola und/oder Reste von Kurzbrat-Rindfleisch wie Filet oder Hüfte hast. Ich verwende meist die unschönen Endstücke von einer Steakhüfte dafür, die ich im Ganzen kaufe und selbst portioniere. Diese Abschnitte schliefen noch im Tiefkühler und ein Stück Gorgonzola war noch von den Ottolenghischen Linsen mit Tomaten und Gorgonzola über.

Die cremige Sauce mit der feinen Gorgonzolanote und dem orientalischen Hauch von Ras el Hanout passen wunderbar zu dem würzigen, leicht süss-sauren Fleisch, das so schön zart wird.

Das wird’s demnächst wieder öfter geben, zumal es schnell gemacht ist und die Zubereitung einfacher ist, als es scheint.

 

Pasta mit Gorgonzola-Sauce und würzigen Rinderstreifen

Zutaten für 2:

  • 200 g Pasta
  • Salz

Für die Sauce:

  • 100 g milder Gorgonzola
  • 100 ml Sahne
  • 100 ml Weisswein
  • 1 TL Ras el Hanout (Gewürzhändler oder bei Amazon kaufen)
  • 1/2 TL Macis/Muskatblüte, gemahlen (Gewürzhändler oder bei Amazon kaufen)

Für das Rindfleisch:

  • 200 g Rinderhüfte, in dünnen Streifen
  • 1 EL Mehl
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 Schalotte, fein gehackt
  • 100 ml Geflügelbrühe
  • 1 Schuss Rotweinessig
  • 1 Schuss Portwein
  • 1 Schuss Balsamico
  • frisch geriebener Parmesan

Zubereitung

Pasta nach Packungsaufschrift al dente kochen.

In einem Topf den Gorgonzola in Sahne und Weisswein auflösen, dann Ras el Hanout und Macis zufügen und abschmecken.

Das Fleisch im Mehl wenden. In einer Pfanne das Öl erhitzen, die Fleischstreifen auf starker Hitze rasch unter Rühren anbraten, salzen sowie pfeffern und die Schalotte hinzugeben. Kurz sautieren, dann herausheben und beiseite stellen.

Den Bratensatz mit etwas Geflügelbrühe, Rotweinessig und Portwein ablöschen. Einige Minuten köcheln, bis die Soße fast sirupartig ist, mit etwas Salz, Pfeffer und Balsamico würzen, dann das Fleisch in die Pfanne zurückgeben und darin schwenken.

Die Pasta zur Käsesauce geben, gut vermischen und auf den Tellern verteilen. Das Fleisch mitsamt seiner Sauce darauf anrichten. Zum Schluss Parmesan darüber reiben.