Ein weiteres Highlight des Kochtreffens war dieses indische Reisgericht mit gemischten Pilzen, das fast wie ein Risotto gekocht wird, mit einem Eis aus der Sauce vom Butterchicken.

Das köstliche Kichdi wird mit Basmati-Reis zubereitet, dadurch wird es natürlich nicht zu schlotzig wie ein mediterraner Risotto. Dass Pilze prima mit Trüffel harmonieren, wissen wir spätestens seit dem Vincisgrassi. Dazu das kräutrig-würzige Chutney sowie das süss-pikante Eis und du hast glückliche Gäste, die verzückt ihr Essen in sich reinlöffeln, und die Reste des Chutneys sowie der Makhani-Sauce betteln und hinter deinem Rücken den Topf mit dem Kichdi leerfuttern.

Ein wirklich grosser Spass und Genuss! Das Chutney kann man gut vorbereiten, das Eis auch, die Pilze und das Kichdi sollte man aber a la minute zubereiten.

Da der Pilzhändler meines Vertrauens leider in Urlaub ist, mussten wir die Pilze durch das ersetzen, was ich bei meinem Lieblingsgemüsemann bekam. So wurden grosse Champignons verwendet statt der Portobellos, ausserdem Kräuterseitlinge statt Steinpilzen und Morcheln.

Das Rezept dafür stammt aus dem tollen Kochbuch “Rasoi: New indian kitchen“*, worin man moderne, feine indische Gerichte findet.

 

Wildpilz-Kichdi mit Trüffelöl, Makhni-Tomaten-Eis, geröstete Feldpilze

Wild mushroom kichdi laced with truffle oil, makhni tomato ice cream, roasted field mushrooms

Zutaten für 8 im Menue:

Für die Makhni-Sauce:

  • 2 EL Pflanzenöl
  • 150 g Tomatenpüree
  • 1 EL Ingwerpaste (alternativ selbe Menge frisch pürierter Ingwer)
  • 1 EL Knoblauchpaste (alternativ selbe Menge frisch pürierter Knoblauch)
  • 1 TL Curcuma, gemahlen
  • 3/4 TL rotes Chilipulver (Kashmirchili ist am besten – indischer Lebensmittelhandel oder bei Amazon kaufen*)
  • 1 TL Kreuzkümmelsaat, gemahlen
  • 1 TL Koriandersaat, gemahlen
  • 1 TL getrocknetes Bockshornkleegrün (indischer Lebensmittelhandel oder bei Amazon kaufen* – oder weglassen)
  • 2 EL Zucker
  • 4 EL Sahne
  • 2 EL Butter
  • Salz

Für das Chutney:

  • 40 g Minzblätter
  • 200 g Koriandergrün, gehackt
  • 1/2EL grüne Chili, fein gehackt
  • 1 Knoblauchzehen, gehackt
  • 4 EL griechischer Joghurt
  • 3/4 Zitrone, Saft davon
  • 3/4 TL Zucker
  • 1 EL Mayonnaise
  • Salz

Für das Eis:

  • 240 ml Makhni-Sauce (s.o.)
  • 3 TL getrocknetes Bockshornkleegrün
  • 80 ml Sahne
  • 60 g Zucker
  • Salz

Für das Wildpilz-Kichdi:

  • 4 EL Olivenöl
  • 60 g Butter
  • 2 EL Kreuzkümmelsaat
  • 2 EL Knoblauch, fein gehackt
  • 4 Bananenschalotten, in feinen Streifen
  • 2 EL Ingwer, fein gehackt
  • 3 TL grüne Chili, fein gehackt
  • 100 g Shiitake, in Scheiben
  • 60 g Steinpilze, in Scheiben
  • 60 g Morcheln, in Scheiben
  • 100 g weisse Champignons, in Scheiben
  • 320 g Basmati (der Beste ist von Tilda – indischer Laden, Asialaden oder bei Amazon kaufen*)
  • 800 ml Hühnerfond
  • 100 g Joghurt
  • 40 g Butter
  • 2 EL Trüffelöl
  • Salz

Für die gerösteten Wiesenchampignons:

  • 8 Portobellos, Stiele entfernt
  • 4 EL Olivenöl
  • Salz

 Zum Servieren:

  • Kräuterchutney
  • 10 Mini-Papadams

Zubereitung:

Makhni-Sauce – Pflanzenöl, Tomatenpüree, Ingwer, Knoblauch und alle gemahlenen Gewürze mit Ausnahme des Bockshornklees in einen Topf geben und gut vermischen. Auf mittlerer Hitze kochen, bis es blubbert, dann die 2,5fache Menge Wasser zugeben und zum Kochen bringen. Zugedeckt für 5 Minuten kochen, dann die Hitze reduzieren und für 15 Minuten simmern lassen. Bockshornklee, Zucker und Salz zugeben, Sahne einrühren und zum Kochen bringen, dann Hitze herunterschalten und für 4 Minuten köcheln. Zuletzt die Butter einrühren.
Chutney – Alle Zutaten mit Ausnahme der Mayonnaise in einem Blender zu einer feinen Paste verarbeiten, ein bisschen Wasser zugeben, falls nötig. Mayonnaise zugeben und abschmecken. Haltbar für 2 Tage im Kühlschrank.
Eis – Alle Zutaten gut vermischen und in der Eismaschine frieren.
Kichdi – Öl mit Butter in einer Pfanne erhitzen, Kreuzkümmel zufügen. Wenn sie zu springen beginnen, Knoblauch zugeben und goldbraun braten. Schalotten zugeben und anschwitzen, bis sie leicht durchsichtig sind, dann Ingwer und Chili zugeben und für 2 Minuten anschwitzen. Pilze zugeben und braten, bis sie weich sind. Reis zugeben, salzen und und unter Rühren anschwitzen. Brühe zugeben, zum Kochen bringen , dann Hitze herunterschalten und köcheln, bis der Reis beinahe gar ist. Joghurt zugeben und für ein paar Minuten köcheln, bis der Reis durch ist.
Butter und Trüffelöl unterrühren und abschmecken.
Geröstete Pilze – Backblech und Ofen auf 200 Grad vorheizen. Backpapier auf das Backblech geben, dann Pilze darauf ausbreiten und mit Olivenöl und Salz benetzen. Für 5 Minuten im Ofen rösten, bis sie weich sind.
Servieren – Etwas Kräuterchutney auf jeden Teller streichen, einen Wiesenchampignon darauf setzen. Kichdi darauf löffeln, ein Papadam daraufsetzen und darauf eine Nocke Makhni-Eis.
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Unglaublich, dass hier noch ein Rezept liegt, das im Dezember schon gekocht wurd und es jetzt erst ins Blog schafft. Aber irgendwie habe ich die gekochten Rezepte aus Tanja Grandits wunderschönem Buch “Gewürze“* vor mir her geschoben, genauso wie die Rezension des Kochbuchs. Aber versprochen, bald habe ich meine Buchkritik für euch fertig.

Tanja Grandits hat sich hier ein schönes Rezept überlegt. Das zimtige Ducca kommt salzig-würzig und ein bisschen nussig daher und harmoniert wunderbar mit dem süss-erdigen Risotto und dem aromatischen Feta. Ein Hauch Orient gepaart mit einem europäischen Reisgericht – passt!

Nur an den Mengen von Frau Grandits musste ich ein wenig feilen, denn die Menge Gemüsebrühe passte so gar nicht zur Reismenge, aber seht selbst.

Rote-Bete-Risotto mit Feta und Zimt-Ducca

Zutaten für 2:

Für das Ducca:

  • 4 EL Sesam, geröstet
  • 2 EL Koriander, geröstet
  • 1 EL Kreuzkümmel, geröstet
  • 1/2 TL schwarzer Pfeffer, gemörsert
  • 1/4 TL Zimtpulver
  • 3 EL Haselnüsse, geröstet und grob gehackt
  • 1 EL Fleur de Sel

Für den Risotto:

  • 1 kleine Rote Bete
  • 1 Schalotte, fein gewürfelt
  • 1 EL Olivenöl
  • 125 g Risottoreis, hier Arborio
  • 1 kleines Lorbeerblatt
  • 50 ml Weisswein
  • 25 ml Rote-Bete-Saft
  • 200-250 ml Gemüsefond (Tina – die doppelte Menge und erhitzt)
  • 20 g Butter
  • 25 g Feta, zerbröselt
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer aus der Mühle
  • Rote-Bete-Kresse zum Garnieren

Zubereitung:

Ducca – Alle Zutaten vermischen und leicht mörsern.

Risotto – Die Rote Bete in etwa reiskorngrosse Stifte schneiden. Die Schalottenwürfel im Öl glasig dünsten. Reis und Lorbeerblatt zugeben und mitdünsten. Mit Wein und Rote-Bete-Saft ablöschen und diese einköcheln lassen. Die Rote-Bete-Stifte zugeben, knapp mit Fond bedecken und unter Rühren weiterköcheln lassen. Immer wieder etwas Fond nachgiessen, bis der Risotto bissfest ist. Die Butter und zwei Drittel des Feta darunterrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Servieren – Den Risotto in tiefen Tellern anrichten, den verbliebenen Feta und etwas Zimt-Ducca darüberstreuen. Mit Rote-Bete-Kresse garnieren (Tina – weggelassen)

 

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Natürlich ist die Idee, ein Risotto mit Thai-Aromen zu kochen, nicht neu, aber auch nicht wirklich alltäglich. Es reiht sich ein mit anderen Fusion-Risotti, die ich schon gekocht habe, wie diesem MISOtto oder dem indisch angehauchten RisIndia.

Hier habe ich nun etwas Kokosmilch verwendet und grüne Currypaste, sodass der Risotto schön würzig und leicht pikant daherkommt. Die Garnelen habe ich mit etwas Sojasauce, grosszügig Reiswein und Sweet&Spicy-Sauce abgelöscht. Dadurch bekamen sie eine tolle Farbe und ein eher süsses Aroma, was perfekt mit dem Risotto harmonierte. Ich überlegte, ob ich noch etwas klein gehacktes Zitronengras darübergebe, aber ich glaube, es wäre hier ein bisschen zuviel gewesen.
Die Cremigkeit kommt von der Kokosmilch und einem guten Stich Butter, den ich zum Schluss dazugab – auch wenn das nicht wirklich zur Thaiküche passt ;-)
Ansonsten habe ich mich mit Zutaten zurückgehalten, es war halt schnelle Feierabendküche ohne noch gross Kram zu besorgen…

 

Grüner Thaisotto mit Erbsen und Garnelen
Würziger Risotto mit Erbsen und Garnelen

Autor:
Kueche: Fusion
Rezepttyp: Hauptgericht
Portionen: 2

Vorbereitungszeit: 
Kochzeit: 
Gesamtzeit: 

Zutaten
  • 150 g Risottoreis, hier Vialone Nano
  • 440 ml Gemüsebrühe
  • 160 ml Kokosmilch, das ist eine kleine Dose
  • Reisöl oder anderes Pflanzenöl
  • 4 Frühlingszwiebeln, in feinen Ringen
  • 1 EL grüne Currypaste
  • 75 ml Weisswein
  • 500 g frische Erbsen, gepuhlt, oder 200 g TK-Erbsen
  • Fischsauce
  • 1 guter Stich Butter
  • 100 g Garnelen, vorgekocht, ohne Schale
  • helle Sojasauce
  • Reiswein
  • Sweet&Spicy-Sauce

Zubereitung
  1. Kokosmilch mit Gemüsebrühe erhitzen.
  2. Reisöl in einem Topf erhitzen, Frühlingszwiebel zugeben und anschwitzen. Currypaste zugeben und kurz angehen lassen, dann Reis zugeben, diesen auch kurz angehen lassen. Mit Weisswein ablöschen und diesen reduzieren.
  3. Erbsen zugeben.
  4. Dann schöpfkellenweise unter Rühren die Kokosmilch-Brühe zugeben, bis keine Brühe mehr da ist und de Reis gar ist. Mit ein paar Spritzern Fischsauce abschmecken.
  5. Einen guten Stich Butter unterrühren und beiseite stellen.
  6. Die Garnelen in ein bisschen Reisöl anbraten und mit ein paar Spritzern Sojasauce, einem guten Schuss Reiswein und ein bisschen Sweet&Spicy-Sauce ablöschen, dann auf dem Risotto servieren.

 

 

Es war an der Zeit für einen frühlingshaften Risotto. Dafür kaufte ich frösche Erbsen – aus Italien *schäm* – und nutzte Reste von Fröschkäse und Daikonkresse. Mhm, das passte richtig gut zusammen.

Komischerweise fiel mir der Verzicht auf Spargel bis zur hiesigen Ernte nicht so schwer, bei den Erbsen kann ich mich aber kaum zurückhalten und sehne auch schon die ersten Dicken Bohnen herbei. So schleiche ich tagelang um das Erbsenangebot beim Gemüsemann m.V., bis ich dann voller Jieper zuschlage. Am Mittwoch war das wieder der Fall, aber ich habe es nur kurz bereut, so köstlich kam dieser Risotto daher.

Die Senfschärfe der Daikonkresse, die Süsse der frischen Erbsen und eine gehörige Portion Pfeffer – hier Wayanad-Pfeffer, der sehr rund daher kommt und der beste Pfeffer der Welt sein soll (Nuja!) – harmonieren prima miteinander und der Frischkäse bringt eine leichte Cremigkeit mit… Du siehst mich immer noch gut begeistert!

Für die Punkte-, Kalorien-, wasauchimmer-Zähler unter euch lohnt sich dieser Risotto auch, denn ich habe Parmesan sowie die Butter zum Schluss durch den Frischkäse ersetzt. Glyxianer und Dukanfans müssen aber leider draussen bleiben, böse Kohlehydrate! ;-)

 

Risotto mit Erbsen, Frischkäse und Daikonkresse
Frisches Frühlingsrisotto

Autor:
Kueche: europäisch
Rezepttyp: Hauptgerichte
Portionen: 2

Vorbereitungszeit: 
Kochzeit: 
Gesamtzeit: 

Zutaten
  • 150 g Risottoreis, hier Vialone Nano
  • 600 ml Gemüsebrühe, heiss
  • 1 Schalotte, fein gehackt
  • Butter
  • Olivenöl
  • 500 g frische Erbsen, aus der Schote gepuhlt oder 150 g TK-Erbsen
  • 1 Schuss Weisswein
  • 2 grosszügige EL Frischkäse
  • Salz
  • Wayanadpfeffer, frisch gemahlen, alternativ anderen Pfeffer
  • Daikonkresse

Zubereitung
  1. Olivenöl mit Butter in einem Topf erhitzen, dann Schalotten darin anschwitzen. Reis zugeben und auch kurz anschwitzen.
  2. Mit Weisswein ablöschen und diesen nahezu vollständig einkochen lassen.
  3. Nun auf mittlerer Hitze schöpfkellenweise die Brühe zugeben und immer wieder rühren. Nach der Hälfte der Brühe die Erbsen unterrühren. Immer wenn die Brühe vom Reis aufgesogen wurde, wieder eine Schöpfkelle Brühe zugeben, bis nichts mehr vom Brühe da und der Reis gar ist.
  4. Mit Pfeffer würzen, Frischkäse unterrühren, mit Salz abschmecken und mit Daikonkresse bestreut servieren.

Weitere frühlingshafte Risotto-Rezepte:

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