[vegan] Linsen mit geschmortem Rosenkohl

Das Richtige für Linsen-Liebhaber

Ich mag wirklich gerne Linsen und andere Hülsenfrüchte und Rosenkohl geht für mich einfach immer im Winter. Daher sprang mich dieses Rezept in Hugh Fearnley-Whittingstalls neuem Kochbuch “light & easy“* (meine Rezension findet ihr dort) natürlich sofort an und schrie “Koch mich!”
Da der Mann aber nicht annähernd so ein grosser Hülsenfrüchte-Fan ist ist wie ich, erhöhte ich die Menge an Rosenkohl. Aber auch mir kam die doppelte Menge Rosenkohl sehr passend vor.
Bisher konnte mich allerdings die im Ofen geröstete Version von Rosenkohl nicht wirklich begeistern, aber nach diesem Rezept in Kombination mit der fein knoblauchigen Vinaigrette und den Linse bin ich wirklich versöhnt mit geröstetem Rosenkohl.

[vegan] Linsen mit geschmortem Rosenkohl

Linsen mit geschmortem Rosenkohl

Die erdigen Puy-Linsen harmonieren toll mit dem ofengerösteten Rosenkohl, der so ein bisschen nussig-süss wird, und der fein süss-sauren Vinaigrette mit dem zarten Knoblaucharoma. Ich hätte nicht gedacht, dass der Rosenkohl in der kurzen Zeit im Ofen wirklich gar wird, aber es hat funktioniert. Wie oben schon geschrieben, habe ich die Menge an Rosenkohl verdoppelt, was bei uns beiden sehr gut ankam. Beim nächsten Mal würde ich auch die Menge an Vinaigrette verdoppeln, weil ich doch ein kleiner Saucenfan bin.
Die Walnüsse habe ich durch angeröstete Pinienkerne ersetzt, weil Walnüsse in diesem Haushalt nicht wirklich geliebt werden. Das passte auch ganz wunderbar.

Die Linsen mit Rosenkohl sind schnell auf dem Tisch, während der Kohl im Ofen vor sich hin röstet hat man ruckzuck die Sauce zusammengerührt und die Linsen kochen sich ja quasi auch von selbst. Bestimmt ist es auch gut zum mitnehmen in einem kleinem Lunchpaket.

Sicher kann man das Gericht auch als Beilage zu Fleisch wie gebratenem Hühnchen oder einem Steak reichen. Ohne Fleischbeilage ist die Speise vegan und daher perfekt für den Tierfreitag, weil es auch ganz ohne Ersatzprodukte auskommt.
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Rosenkohl & Maronen

Rosenkohl mit einem “Milchsösschen” ist eine ähnliche Kindheitsnummer wie Ärpel un Schlat, das Rezept hatte ich dir dieser Tage ja schon vorgestellt. Getoppt werden konnte der Rosenkohl mit der weissen Sauce später eigentlich nur durch Rosenkohl, der durch Bratwurstfett geschwenkt wurde.

Und nun kommt dank “Deutschland vegetarisch” eine weitere Zubereitung dazu, zwar auch mit einer weissen Sauce, hier nur etwas gehaltvoller mit Sahne sowie aufgepeppter und moderner als von der Oma. Stevan Paul wirft dazu auch noch ein paar Maronen hinein. Herzhafte und nicht unfeine Winterküche könnte man es nennen, mit einem Schwung Zitrusnoten und wärmendem Muskat, der das Gericht auch noch besser verdaulich macht.

Ich habe noch nicht oft Maronen gegessen in meinem Leben, aber ich könnte ein neuer Fan werden. Gut, dass ich noch reichlich davon im TK habe. Für Maronenrezepte aus den Weiten des Internets bin ich grade somit sehr empfänglich ;-)

Diesmal habe ich es aber nicht bei diesem fleischlosen Gericht belassen, dazu kamen noch Bratkartoffeln und ein Stück Wildschweinrücken. Beim nächsten Mal dann wieder vegetarisch!

Rosenkohl & Maronen

Zutaten für 2:

  • 250 g Rosenkohl, Strünke kreuzförmig eingeschnitten, grössere Exemplare halbiert (Tina – 300 g)
  • Salz
  • 1/2 EL frisch abgeriebene Zitronenschale
  • 25 g Butter
  • 225 ml kalte Gemüsebrühe
  • 75 ml Sahne
  • 7 g Mehl
  • 1/4 TL getrocknetes Bohnenkraut
  • Muskatnuss
  • 100 g gekochte, geschälte Maronen, grob gehackt (Tina – TK-Ware)
  • weisser Pfeffer aus der Mühle
  • Prise Zucker

 Zubereitung:

Rosenkohl in kochendem Salzwasser in 8-10 Minuten bissfest garen. (Tina – TK-Maronen auch 6-8 Minuten in kochendem Wasser garen)
 
Butter mit Brühe, Sahne, Mehl und Zitronenschale mit einem Schneebesen in einem Topf verrühren.
Topf auf den Herd setzen und bei mittlerer Hitze unter ständigem Rühren mit dem Schneebesen aufkochen. Sauce mit Bohnenkraut und einer Prise frisch geriebener Muskatnuss würzen und noch 1 Minute unter Rühren kochen.
 
Abgetropften Rosenkohl und Maronen in die Sauce geben und einmal aufkochen. Mit einem Spritzer Zitronensaft, Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken

Rosenkohl mit Senf-Ahornsirup-Glasur

Ich bin ja eigentlich ein Fan klassischer Rosenkohzubereitungen wie z. B. in Milchsösschen wie bei Oma oder in Bratwurstfett wie bei Mama. Aber ab und zu muss dann mal was neues ausprobiert werden.

Nach einem missglückten Versuch mit einem amerikanischen Rezept für “Oven roasted brussels sprouts” mit Balsamico und anderem Kram, das mir zu trocken und zu balsamicolastig war, habe ich mich gestern an ein Rezept aus Rose Elliots “Vegetarisch auf die Schnelle” gemacht und das überzeugte sofort. Schade, dass man satt wird, aber der Vorteil ist, dass ich jetzt noch Reste für heute Mittag habe.

Eine tolle Idee, die gekochten Rosenköhlchen in einer Mischung aus Ahornsirup und Senf zu schwenken und mit zitronig-pikantem Szechuanpfeffer zu bestreuen. Das kommt öfter auf meinen Tisch, zumal es nicht nur schnell gekocht ist, sondern auch mit nur 5 Zutaten auskommt. Und wenn mal kein Szechuanpfeffer da ist, tut’s bestimmt auch anderer Pfeffer. Schmeckt dann anders, aber bestimmt nicht schlechter. Ein Versuch wäre es wert ;-)

Ergänzt wurde das vegane Rezept bei uns durch Mangalicafilet, das noch in den Tiefen des TK schlummerte und weg wollte ;-) Aber ich kann es mir auch gut mit Reis oder Ebly vorstellen, oder vielleicht auch Kartoffelstampf dazu… mit ein bisschen Olivenöl und Zitrönchen… Lecker, ich könnt schon wieder…

 

Zutaten für 2 als Beilage:

  • 500 g Rosenkohl, geputzt und halbiert
  • Meersalz

Glasur:

  • 3 EL Dijonsenf (Tina -selbstgemachter Rosmarinsenf)
  • 4 EL Ahornsirup

Topping:

  • 1 TL Szechuanpfeffer
  • 1 TL Meersalz

Zubereitung:

Die halbierten Röschen in einen Topf mit 1 cm hohem Salzwasser geben, aufkochen und für ca. 5 Minuten kochen, bis sie nicht mehr roh, aber noch nicht zu weich sind. Dann abgiessen.

Währenddessen für die Glasur Senf und Ahornsirup gut miteinander verrühren und beiseite stellen.

Den Szechuanpfeffer kurz ohne Fett in einer Pfanne anrösten, bis er würzig duftet. Dann auf auf einen kühlen Teller zum Abkühlen geben. Nun mit Salz in einem Mörser zerstossen.

Den gegarten heissen Rosenkohl zur Glasur geben und gut vermengen, dann mit dem Pfeffer-Salz-Topping bestreut servieren.

 

 

Kulinarische Vorsätze und ein bisschen Sous-vide-Kram

Eigentlich hab ich’s ja nicht so mit den Vorsätzen, aber dieses Jahr musste es einfach sein.

Ich habe hier soviel asiatische Zutaten angesammelt und habe sie bisher mehr oder minder strikt auch nur für die entsprechende Länderküche verwendet. Das wollte ich dieses Jahr ändern und habe am Wochenende direkt damit begonnen. Ausserdem sollte unser neues Sous-vide-Schatzi aka Hendi Sous vide wieder mehr eingesetzt werden. Und dazu wollte ich eh mehr in der Küche experimentieren.

So haben wir uns am Samstag und Sonntag an zwei verschiedenen Fleischstücken mit dem Sous-vide-Verfahren versucht, crossover mit asiatischen Zutaten gewerkelt und ein bisschen gebastelt. Heraus kamen:

Bürgermeisterstück mariniert mit Sojasauce sv, dazu gebratener Ingwerreis, Knoblauch-Böhnchen und Miso-Sternanis-Sauce

Der Mann hat das dicke Ende des Bürgermeisterstück (ca. 300 g) mit süsser und salziger chinesischer Sojasauce eingerieben, eingeschweisst und dann bei 52 Grad eine Stunde im Wasserbad schwimmen lassen. Dann scharf angebraten und eine kurze Zeit im 70 Grad warmen Ofen ruhen lassen.

Währenddessen habe ich die TK-Bohnen mit Knoblauch in ein bisschen Erdnussöl gebraten und mit geröstetem Sesamöl und Salz abgeschmeckt.
Den gekochten Reis habe ich mit etwas Ingwer in Erdnussöl leicht angeschwitzt, dann mit Mirin und Tamari abgeschmeckt und Frühlingszwiebelröllchen dran geworfen.
Für die Sauce habe ich Schalotten mit ein bisschen Sternanis in Butter angeschwitzt, mit Rinderfond abgelöscht und um die Hälfte reduziert, dann mit dem Stabmixer püriert
(vorher natürlich den Sternanis entfernt), etwas Miso eingerührt und dann mit kalter Butter montiert. Noch einen Hauch frisch gemahlenen weissen Pfeffer dazu und fertig war ein Hammersösschen.

Eine weitere Bastelei am Wochenende war diese

Schweinehüfte in Sojasauce und Szechuanpfeffer sv, vietnamesischer Curryrosenkohl, gedämpften Ajowan-Kartoffeln und Sauce vom Vortag

Der Mann hat ein Stück Schweinehüfte (ca. 300 g) mit süsser und salziger chinesischer Sojasauce und Szechuanpfeffer für ein paar Stunden mariniert und dann für 2 Stunden bei 64 Grad im Tank gehabt. Danach hat er es scharf angebraten und auch kurz im Ofen bei 70 Grad ruhen lassen.
Das Sösschen liess sich prima aufwärmen.
Den Rosenkohl habe ich in Salzwasser gekocht, dann mit eiskaltem Wasser abgeschreckt, um ihn dann in Butter mit vietnamesischem Currypulver zu schwenken.
Die Kartoffeln habe ich über Wasser, an das ich Ajowan
- Königskümmel – gegeben habe, gedämpft und zum Servieren mit Maldon Sea Salt bestreut.

Fazit:
Zeit und Temperatur waren für den Bürgermeister genau richtig, hätte vielleicht auch noch etwas weniger sein können. Bei der Schweinehüfte war die Temperatur imho zu hoch, das üben wir dann nochmal.

Rosenkohl mit Curry ist ja eine sichere Bank und auch mit dem sehr anislastigen vietnamesischen Currypulver war er toll. Die Kartoffeln erinnerten entfernt an Krankenhauskost, unaromatisiert möchte ich sie nicht haben, mit der leichten Ajowan-Note ging es aber gut. Dämpfen mit Aromen wird also weiter ausgebaut.
Die Sauce aber war ein richtiger Knaller und wird sicher noch ausgebaut.
Reis und Bohnen waren solide lecker ;-)

Weitere Sous-vide-Basteleien von mir findest du dort