Eigentlich hab ich’s ja nicht so mit den Vorsätzen, aber dieses Jahr musste es einfach sein.
Ich habe hier soviel asiatische Zutaten angesammelt und habe sie bisher mehr oder minder strikt auch nur für die entsprechende Länderküche verwendet. Das wollte ich dieses Jahr ändern und habe am Wochenende direkt damit begonnen. Ausserdem sollte unser neues Sous-vide-Schatzi aka Hendi Sous vide wieder mehr eingesetzt werden. Und dazu wollte ich eh mehr in der Küche experimentieren.
So haben wir uns am Samstag und Sonntag an zwei verschiedenen Fleischstücken mit dem Sous-vide-Verfahren versucht, crossover mit asiatischen Zutaten gewerkelt und ein bisschen gebastelt. Heraus kamen:
Bürgermeisterstück mariniert mit Sojasauce sv, dazu gebratener Ingwerreis, Knoblauch-Böhnchen und Miso-Sternanis-Sauce

Der Mann hat das dicke Ende des Bürgermeisterstück (ca. 300 g) mit süsser und salziger chinesischer Sojasauce eingerieben, eingeschweisst und dann bei 52 Grad eine Stunde im Wasserbad schwimmen lassen. Dann scharf angebraten und eine kurze Zeit im 70 Grad warmen Ofen ruhen lassen.
Währenddessen habe ich die TK-Bohnen mit Knoblauch in ein bisschen Erdnussöl gebraten und mit geröstetem Sesamöl und Salz abgeschmeckt.
Den gekochten Reis habe ich mit etwas Ingwer in Erdnussöl leicht angeschwitzt, dann mit Mirin und Tamari abgeschmeckt und Frühlingszwiebelröllchen dran geworfen.
Für die Sauce habe ich Schalotten mit ein bisschen Sternanis in Butter angeschwitzt, mit Rinderfond abgelöscht und um die Hälfte reduziert, dann mit dem Stabmixer püriert (vorher natürlich den Sternanis entfernt), etwas Miso eingerührt und dann mit kalter Butter montiert. Noch einen Hauch frisch gemahlenen weissen Pfeffer dazu und fertig war ein Hammersösschen.
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Eine weitere Bastelei am Wochenende war diese
Schweinehüfte in Sojasauce und Szechuanpfeffer sv, vietnamesischer Curryrosenkohl, gedämpften Ajowan-Kartoffeln und Sauce vom Vortag

Der Mann hat ein Stück Schweinehüfte (ca. 300 g) mit süsser und salziger chinesischer Sojasauce und Szechuanpfeffer für ein paar Stunden mariniert und dann für 2 Stunden bei 64 Grad im Tank gehabt. Danach hat er es scharf angebraten und auch kurz im Ofen bei 70 Grad ruhen lassen.
Das Sösschen liess sich prima aufwärmen.
Den Rosenkohl habe ich in Salzwasser gekocht, dann mit eiskaltem Wasser abgeschreckt, um ihn dann in Butter mit vietnamesischem Currypulver zu schwenken.
Die Kartoffeln habe ich über Wasser, an das ich Ajowan - Königskümmel – gegeben habe, gedämpft und zum Servieren mit Maldon Sea Salt bestreut.
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Fazit:
Zeit und Temperatur waren für den Bürgermeister genau richtig, hätte vielleicht auch noch etwas weniger sein können. Bei der Schweinehüfte war die Temperatur imho zu hoch, das üben wir dann nochmal.
Rosenkohl mit Curry ist ja eine sichere Bank und auch mit dem sehr anislastigen vietnamesischen Currypulver war er toll. Die Kartoffeln erinnerten entfernt an Krankenhauskost, unaromatisiert möchte ich sie nicht haben, mit der leichten Ajowan-Note ging es aber gut. Dämpfen mit Aromen wird also weiter ausgebaut.
Die Sauce aber war ein richtiger Knaller und wird sicher noch ausgebaut.
Reis und Bohnen waren solide lecker
Weitere Sous-vide-Basteleien von mir findest du dort














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