[altdeutsche Küche] Räucherfisch mit Buttermayonnaise und Endiviensalat mit Oma-Dressing

Salat mit “Oma-Dressing”

Das ist die Salatsauce meiner Oma, die ich heute wie damals liebe. An normalen Wochentagen gab es diese Sauce mit Büchsenmilch, am Sonntag oder zu Festlichkeiten gönnte Oma uns sogar Sahne daran. Ich nehme meist Kaffeesahne dafür, weil die immer im Kühlschrank steht, um mal ein leichtes Rahmsösschen oder ähnliches zu zaubern.

Da ich diese Sauce wie meine Oma auch seit Jahr und Tag us dr lameng zubereite, kann ich dir keine konkreten Mengen nennen. Nur soviel – für einen Kopfsalat nehme ich Saft einer Zitrone mit dem abgeriebenen Fruchtfleisch, für den Endiviensalat habe ich Saft von zwei Zitronen verwendet. Den Saft gebe ich in eine Schüssel, füge Salz und Pfeffer hinzu sowie zwei Esslöffel Zucker und verrühre es mit einem Schneebesen. Dann rühre ich die Kaffeesahne unter, soviel dass eine cremige, nicht allzu dünne Sauce entsteht. Dann schmecke ich ab mit Salz und Zucker, bis sie fein süss-sauer schmeckt. Meine Oma würde noch Fondor zugeben, aber diese Zutat habe ich mir schon vor Jahren abgewöhnt. Als Kind konnte ich Fondor sogar pur vom Handrücken lecken, aber die Zeiten sind lange vorbei ;-)

[altdeutsche Küche] Räucherfisch mit Buttermayonnaise und Endiviensalat mit Oma-Dressing

Der Knaller – Buttermayonnaise

Eigentlich sah mein Rezept vor, Fischfilets nach alter Art zu pochieren. Allerdings fand ich am Tag des Treffens feine geräucherte Heideforellen am Fischstand auf dem Wochenmarkt, so dass ich den Plan wieder verwarf. Eine gute Idee, denn die Räucherforellen begeisterten die Gäste, ähnlich wie die Buttermayonnaise, die konsistenzmässig irgendwo zwischen einer Sauce Hollandaise und einer Mayonnaise rangierte. Wir waren uns einig, dass das Geheimnis der Mayonnaise wohl der Kräuteressig und die mit Petersilie – natürlich wie früher die krause Sorte – aromatisierte Butter sind.

Gefunden habe ich das Rezept für die buttrige Mayonnaise in “Neues illustriertes Kochbuch herausgegeben v. Josephine Huber, Regensburg” aus dem Jahr 1907. Es begeistert mich, dass man in den alten Kochbuch-Schätzchen doch den ein oder anderen Glückstreffer landen kann. Diese Mayonnaise wird uns allen in guter Erinnerung bleiben und so mancher wird sie sicher noch mehr als einmal zubereiten. … [read more]

[chinesisch] Tofu-Sprossen-Salat

Tofu NICHT als Fleischersatz

Genau so mag ich ihn! Auch wenn ich gerne vegetarisch und vegan koche, schmecken mir diese veganisierten Fleischgerichte mit Tofuschnitzel und Sojawürstchen nicht wirklich. Da freue ich mich immer über authentische Gerichte mit Tofu, die aus Traditionen in China und anderen asiatischen Ländern stammen. Noch mehr freue ich mich aber, dass in ein paar Tagen ein Kochbuch erscheinen wird von der sehr geschätzten Katharina Seiser. Sie hat Rezepte aus vielen Ländern gesammelt, die immer schon vegan waren, daher auch der sehr naheliegende Titel “Immer schon vegan“*. Ich habe es vorbestellt und warte schon hibbelig darauf.

[chinesisch] Tofu-Sprossen-Salat

Mr Pengs Tofu-Sprossen-Salat

Dieses Rezept allerdings ist wieder aus Hunan: A Lifetime of Secrets from Mr Peng’s Chinese Kitchen* und kommt mit knusprigem Tofu mit einem fluffigen Innenleben daher, aromatischen Bohnensprossen und einer feinen Sauce, die ihren Kick besonders von Essig und Chilisauce bekommt. Da tat’s auch keinen Abbruch, dass ich die Chilisauce, die Mr Peng empfiehlt, nicht selber gemacht, sondern durch Chili-Bohnen-Paste ersetzt habe. Passt!

Wie die anderen Rezepte aus dem Kochbuch, die ich in den letzten Tagen gepostet habe, ist der Salat schnell gemacht und eine feine Beilage bei einem chinesischen Essen. Etwas Reis dazu, vielleicht ein Fleischgericht und etwas Gemüse aus dem Wok – wunderbar!
tierfreitag

 

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[indisch] Mila Jula Salaad – Salatmix mit Jaggery-Dressing

Beim indisch-vegetarischen Kochtreffen durfte natürlich ein frischer Salat nicht fehlen.
Auch wenn Salate in Indien nicht so weit verbreitet sind, gibt es sie doch. Meist in der Variante, dass man einfach Zwiebeln, Gurken und Tomaten zusammenwirft und Zitrone darüber spritzt, aber auch viele moderne Inder wie Vidhu Mittal in ihrem Kochbuch “Echt Indien vegetarisch” orientieren sich an westlichen Küchen. So kam es wohl zu diesem Rezept für eine frisch-knackige Salatkreation, das einer der Stars beim Kochevent war.

Mila Jula Salaad - Salatmix mit Jaggery-Dressing
Mila Jula Salaad
Salatmix mit Jaggery-Dressing

Der Salat aus knackigen Gemüsen und einem frischen süss-sauren Dressing ist eine geniale Beilage zu einem indischen Curry, das oftmals ein bisschen schwer und fettig daher kommt. Passt einfach wunderbar und macht ein indisches Menue wunderbar harmonisch. Das Geschnippel ist übersichtlich und auch die Sauce ist schnell hergestellt. Wenn du etwas Zitrone über die Äpfel gibst, kannst du sie auch schon vorab schneiden, sodass du den Salat vor dem Servieren einfach nur zusammenwerfen musst. Perfekt!

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[für die Lunchbox] Kohlrabisalat mit Pep

Auch wenn ich nicht aus dem Haus muss, habe ich doch gerne mittags ein leichtes Essen, das auch schnell geht. Vor allen Dingen jetzt im Sommer, wenn die Sonne die Wohnung knackig warm macht, mag man doch auch nicht ewig in der Küche stehen.

Da kam mir dieses Rezept, das schnell gemacht ist und mit wenigen Zutaten auskommt, gerade recht. Noch dazu kann man diesen Salat auch prima auf Vorrat zubereiten, da er sich wohl im Kühlschrank mehrere Wochen hält.

Kohlrabisalat mit Pep

Der Salat ist schön knackig, fein säuerlich und bekommt ordentlich Pep durch die grüne Currypaste. Allerdings halte ich die Menge Currypaste im Kochbuch “genießen wie es mir gefällt: Das Kochbuch mit dem Schlank-Joker“* für ein bisschen zu viel. Wenn man richtige Thai-Currypaste nimmt – die grüne ist die schärfste Paste, knallt das ganz schön. Das war selbst mir ein bisschen zu scharf und das heisst schon was ;-) Also nehmt lieber etwas weniger, vor allen Dingen, wenn ihr nicht allzu scharf essen könnt.

5.0 from 1 reviews
Kohlrabisalat mit Pep
Knackig-scharfer Salat mit feiner Säure, gut auf Vorrat zu machen.
Autor:
Küche: asiastyle
Art: Salat
Portionen: 2
Vorbereitungszeit: 
Kochzeit: 
Gesamtzeit: 
Zutaten
  • 2 Kohlrabi (ca. 700 g)
  • 3 TL Salz
  • 2 TL Zucker
  • 4 EL Balsamico bianco
  • 2 TL grüne Thai-Currypaste (wird sehr scharf, lieber weniger nehmen)
Zubereitung
  1. Kohlrabi grosszügig schälen, damit auch alle holzigen Stellen und Fasern entfernt werden. Geschälte Kohlrabi halbieren und auf einer Gemüsereibe in feine Streifen hobeln. Die Scheiben dann übereinanderlegen und in feine Streifen schneiden. (Tina - Spiralschneider verwendet)
  2. Kohlrabistreifen und Salz in eine Schüssel geben und mit den Händen kräftig durchkneten, 30 Minuten Wasser ziehen lassen.
  3. Zucker, Essig und Currypaste zu einer Marinade verrühren. Kohlrabi mit den Händen kräftig ausdrücken und das gezogene Wasser am Schüsselrand ablaufen lassen. Alternativ Kohlrabi in einem Sieb auspressen. Kohlrabi mit der Marinade vermengen und abschmecken. Salat in ein grosses Einmachglas füllen, gut verschliessen und vor dem Essen im Kühlschrank mindestens über Nacht ziehen lassen.
Notizen
Der Kohlrabisalat hält sich im Kühlschrank einige Wochen, daher bietet es sich an, gleich mehr davon zuzubereiten.

 

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