Einer der Stars beim indischen Gourmet-Kochevent! So schnell konntest gar nicht gucken, wie die Suppe und die Reste davon im Topf verputzt waren. Und auch ohne Muscheleinlage schmeckt diese Brühe fantastisch, das haben ich und ein weiterer Teilnehmer nämlich erfolgreich ausprobiert.

Dies ist eine moderne und sehr gelungene Abwandlung eines südindischen Rasams, was soviel wie Saft bedeutet, und als Mulligatawny Einzug in die englische Küche hielt. Ursprung hat die Mulligatawny als milagu (Pfeffer) thanni (Wasser) in Tamil Nadu, was einem südindischen Milagu Rasam entspricht. Und wer kennt nicht das legendäre Dinner for one, wo eben diese Suppe serviert wird.

Der Begriff Pfefferwasser trifft auch auf diese Brühe zu. Sie kommt mit einer angenehmen Chilischärfe daher, die du auf den Lippen und ein bisschen hinten im Hals spürst, ausserdem füllt der wärmende Pfeffer deinen Mund aus, nicht so sehr mit seinem Geschmack, aber mit seiner Wärme. Fein austariert mit einer feinen Säure und ganz leichten Süsse passt sie wunderbar zu den Muscheln. Süss, sauer, scharf – da ist der Himmel nicht fern… Zumindest nicht für mich und die Teilnehmer sahen es wohl ähnlich.

Das Süppchen lässt sich prima vorbereiten bis zu dem Punkt, wo die Muscheln zugegeben werden. Die Tadka, ein Würzöl, auch Chaunk genannt, sollte frisch kurz vor dem Servieren hergestellt werden, was aber auch schnell und einfach getan ist.

Auch dieses Rezept stammt aus einem Kochbuch eines indischen Toprestaurants in Grossbritannien, das indische Gerichte modern interpretiert, dem Cinnamon Club Cookbook*

Mussels in tomato and curry leaf broth

Miesmuscheln in Tomaten-Curryblatt-Sud

Zutaten für 4 als grosse Vorspeise bzw. 8 als kleine Vorspeise:

  • 2 EL Pflanzenöl
  • 4 Knoblauchzehen, zerdrückt
  • 2,5 cm Ingwer, zerdrückt
  • 1 Zweig frische Curryblätter (Indischer Lebensmittelladen im Kühlschrank, Reste lassen sich abzupfen und prima einfrieren)
  • 12 Tomaten, halbiert
  • 1/4 TL Curcuma, gemahlen
  • 1/4 TL rotes Chilipulver (ich empfehle Kaschmirchili, weil es so schön rot färbt – Indischer Lebensmittelladen oder bei Amazon kaufen*)
  • 1/2 TL Tamarindenpaste (Asialaden, indischer Laden oder bei Amazon kaufen*)
  • 800 ml Fischfond
  • 1 TL schwarze Pfefferkörner
  • 1 TL Kreuzkümmelsaat
  • 50 g Korianderwurzeln (im Asialaden Koriander mit Wurzeln kaufen oder beim Gemüsemann auf dem Wochenmarkt bestellen)
  • 1 TL Salz
  • 1/2 TL Zucker
  • 400 g frische Muscheln

 Zum Garnieren

  • 1 Tomate, entkernt und in 5mm grosse Würfel geschnitten
  • 1 EL Koriandergrün, gehackt

 Tadka

Zubereitung

Suppe – Öl in einem Topf erhitzen, Knoblauch und Ingwer zugeben und für 1 Minute anschwitzen. Curryblätter und Tomaten zugeben und kochen, bis die Tomaten weich sind. Curcuma, Chilipulver und Tamarinde zugeben und für 2 Minuten kochen. Fond zugeben und zum Kochen bringen. Kreuzkümmel und Pfeffer in einem Mörser zerkleinern, dann zusammen mit den Korianderwurzeln zugeben und für 20 Minuten kochen. Brühe gründlich durch ein Sieb streichen, dann Salz und Zucker zugeben.
Muscheln – Muscheln unter kaltem fliessendem Wasser säubern, Barte entfernen und alle Muscheln entfernen, die sich beim Draufklopfen nicht schliessen. Suppe zum Kochen bringen, Muscheln zugeben und für 2 Minuten kochen, bis sie sich öffnen. Von der Hitze nehmen und Tomaten sowie Koriandergrün zugeben.
Tadka – Öl in einer kleinen Pfanne stark erhitzen, Senfkörner zugeben und springen lassen. Chilis und Curryblätter zugeben, dann Asafoetida. Zur heissen Suppe geben und servieren.

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Der zweite Gang beim niederländischen Kochtreffen war diese Groninger Garnelensuppe mit kleinen Nordseekrabben und Fischbällchen.

Die Suppe wurde leicht gebunden und mit viel Gemüse darin serviert, dazu dann feine Omelettstreifen, Nocken (danke, Harm) aus Schellfisch und den leckersten kleinen Krabben, die das Frischeparadies auftreiben konnte. Ich freu mich schon auf den nächsten Delft-Urlaub, dann esse ich die kleinen Schatzis wieder in superfrisch.

Nicht einer der grossen Stars des Tages, aber eine solide Suppe, die man sicher auch mal als Hauptgericht auftischen kann.

Groningse garnalensoep

Groninger Krabbensuppe

Zutaten für 10 als Vorspeise, für 4 als Hauptgericht:

  • 2 kleine Schellfische, filiert (Kopf und Gräten verwahren, Kiemen entfernen) (Tina – einer reichte)
  • 100 g Nordseegarnelen
  • 1 Scheibe Zwieback, zerkrümelt
  • 3 Eier, verkleppert
  • 80 g Butter
  • 1/2 Porreestange, in dünnen Ringen
  • 2 EL Stärkemehl
  • 4 TL Groninger Senf (Tina – Dijonsenf)
  • 4 EL Staudensellerie, fein gehackt
  • Salz
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 100 g Nordseegarnelen zum Garnieren

Für die Suppe:

  • 1 Porreestange
  • 4 Möhren
  • 4 Kartoffeln
  • 16 Sellerieblätter
  • 2 Lorbeerblätter
  • Salz

Zubereitung:

In einem Topf 1,5 l Wasser erhitzen und Fischkopf, -gräten und das Suppengemüse sowie Salz zufügen, aufkochen und für 30 Minuten köcheln lassen.
 
Wenn nötig, die Haut vom Schellfisch enfernen, dann den Fisch in der Küchenmaschine pürieren. Mit Garnelen, Zwieback, Salz und Pfeffer in einer Schüssel gut vermischen mit soviel Ei, wie nötig ist, um eine feste Masse zu erhalten. Bällchen formen und beiseite stellen.
Butter in einer beschichteten Pfanne schmelzen und die Bällchen sowie Lauchringe darin für 10 Minuten braten, bis die Bällchen rundherum leicht braun sind. Mit einem Schaumlöffel aus der Pfanne nehmen und beiseite stellen. 
 
Das über gebliebene Ei in die Pfanne geben, etwas Salz zugeben und stocken lassen. Aus der Pfanne nehmen und in Streifen schneiden.
 
Brühe durch ein Sieb schütten und in einen Topf geben. Kartoffeln und Möhren fein würfeln und zur Brühe zurückgeben, Restgemüse entsorgen.
 
Stärkemehl mit etwas Wasser verrühren und die Suppe damit binden. Senf, Staudensellerie, Fischbällchen, Porreeringe und Eierstreifen zugeben und mir Nordseegarnelen garniert servieren.
 

Ich mach ja oft Suppen, wenn des Mannes Eltern zum Essen kommen, denn sein Vater mag sie so gerne und da macht es doppelt Spass, neue Rezepte rauszusuchen und zu kochen. Diesmal war aber alles anders….

Nicht, dass es ihm nicht geschmeckt hätte, aber Schwiegermutter in spe frohlockte förmlich und fragte schon nach wenigen Löffeln nach dem Rezept. Joah, da hab ich wohl mal alles richtig gemacht. ;-)

Das Süppchen war übrigens eine Zwiebelrahm-Weinsuppe nach “Deutschland vegetarisch” von Katharina Seiser und Stevan Paul – bei Amazon bestellen*. Ein wirklich tolles Buch, das ich gerne in die Hand nehme und daraus gekocht habe ich auch schon einiges, ausserdem steht es auf meiner neuen Kochbuchempfehlungsliste, die sicher noch viiiiel länger wird.

So unspektakulär diese Suppe aussieht, so lecker war sie aber auch. Schön cremig und mit einer feinen Zwiebelnote kommt sie daher. Die grosse Menge Sahne daran verteilt sich auf zig Portionen, wenn man sie als Vorspeise geniesst. Ich denke, so 8 Portionen bekommt man schon daraus und daher braucht man auch kein Hüftgold zu befürchten.

Stevan Paul empfiehlt, einen Gewürztraminer zu verwenden und auch dazu zu trinken. Das haben wir so gemacht und es passte wirklich wunderbar.

Als Finish habe ich kräftigen Muntokpfeffer*darüber gemahlen, der hervorragend dazu passte, guter weisser Pfeffer tut’s aber bestimmt auch.

Von mir und meiner Schwiegermutter in spe gibt’s also eine uneingeschränkte Nachkochempfehlung. Deutschland, jauchze! (*gnihihi*)

Zwiebelrahm-Weinsuppe

Zutaten für 8 als Vorspeise:

  • 300 g mehlig kochende Kartoffeln, in Würfeln
  • 4 Gemüsezwiebeln, in Streifen
  • 40 g Butter
  • 200 ml Weisswein – Gewürztraminer
  • 800 ml Gemüsebrühe
  • 1/2 TL getrockneter Majoran
  • 1 Knoblauchzehe, in Scheibchen
  • 250 ml Sahne
  • Salz
  • weisser Pfeffer aus der Mühle (Tina – Muntokpfeffer*)
  • Muskatnuss

Zubereitung:

Kartoffeln und Zwiebeln in schäumender Butter glasig dünsten. Mit 200 ml Weisswein ablöschen und aufkochen. Brühe zugiessen und zugedeckt 30 Minuten kochen.

Majoran und Knoblauch zusammen mit der Sahne zur Suppe geben und noch 5 Minuten offen kochen. Suppe mit dem Schneidstab fein pürieren. Mit Salz, Pfeffer und einer Prise geriebener Muskatnuss würzen und vor dem Servieren mit einem zusätzlichen Spritzer Wein abrunden. (Tina – Muntokpfeffer* frisch drüber mahlen und servieren)

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Als leichte Vorspeise bei unserem indonesischen Kochtreffen hatte ich diese leicht süss-säuerliche Suppe mit Gemüse und einem Hauch Erdnuss ausgesucht.

Gut ist sie angekommen und auch nicht zu scharf gewesen. Leider bekam ich keine Chayote - nuja, eigentlich schon, aber 3 kg wollte ich dann doch nicht davon abnehmen – wir haben sie mit gelber Zucchini ersetzt, was auch sehr lecker war.

Die exotischen Zutaten wie die Garnelenpaste Trassi und andere bekommst du im gut sortierten Asiamarkt oder online. Ersetzen ist schwierig, aber bestimmt nicht unlecker. Schmeckt dann halt nur ziemlich anders ;-)

Zutaten für 10 als Vorspeise:

Für die Gewürzpaste:

  • 5 Schalotten, gehackt
  • 3 Knoblauchzehen, gehackt
  • 2,5 cm Galgant, gehackt
  • 2 rote Chilis, entkernt und gehackt
  • 25 g rohe Erdnüsse
  • 1 cm Trassi
  • 1,2 l Geflügelbrühe
  • 75 g salzige Erdnüsse, leicht zerdrückt
  • 1-2 EL dunkelbrauner Zucker
  • 5 ml Tamarindenpaste in 75 ml Wasser aufgelöst
  • Salz

Für das Gemüse:

  • 1 Chayote, dünn geschält, entkernt und in feinen Scheiben (Tina – gelbe Zucchini)
  • 115 g Keniabohnen, geschnitten
  • 50 g Mais
  • Handvoll Wasserkresse
  • 1 grüne Chili, in Scheiben

Zubereitung:

Die Gewürzpaste im Mörser aus Schalotten, Knoblauch, Galgant, Chilis, rohen Erdnüssen und Trassi herstellen. Ein bisschen Brühe zugeben, um die Paste anzufeuchten, dann die Mischung in einen Topf geben und die restliche Brühe zugeben. Für 15 Minuten mit den salzigen Erdnüssen und Zucker kochen.

 Chayote, Bohnen und Mais zugeben und für 5 Minuten kochen. Wasserkresse zugeben, salzen und servieren.

Rezeptquelle – Indonesian cooking around the world

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