[Fingerfood] Süsskartoffelcreme mit Curry und knuspriger Pancetta

Wenn das analoge Leben wichtiger ist

Ja, dann fehlt einfach die Zeit und Muße zu bloggen. So war’s in der letzten Woche. Zuerst nervte mich eine Erkältung und dann hatte der Mann Urlaub und wir haben viel unternommen – z.B. nach Roermond ins Outlet-Center gefahren und ein Besuch auf dem Aachener Weihnachtsmarkt war auch noch drin. Solche Dinge erledigt man eh am besten unter der Woche bevor am Wochenende die Massen dort einfallen ;-) So liess ich Arbeit Arbeit und Lernen Lernen sein und wir machten uns ein paar schöne Tage. Jetzt bin ich wieder voll im Plan (höhöhö) und habe die weiteren Fingerfoodrezepte für euch, ausserdem demnächst auch noch ein paar Tipps für schöne Weihnachtsgeschenke – Töpfe, Pfannen, Messer und Messerschärfer und natürlich Kochbücher.

Süsskartoffelcreme mit Curry und knuspriger Pancetta

Und nun zur köstlichen Süsskartoffelcreme

Und die hatte so einige Fans beim Kochtreffen. Simpel in der Zubereitung begeisterte sie durch eine feine Currynote, die knusprige Pancetta passte perfekt dazu. Das Richtige für Süsskartoffelfans! Aber nichts für Leute wie mich, die warme süssliche Gemüse wie Möhren, Steckrüben und halt auch Süsskartoffeln einfach nicht mögen ;-) Natürlich hatte ich der Suppe eine Chance gegeben, aber dann dankend auf meine Portion verzichtet. Dafür freuten sich dann andere über eine zweite Portion. Passt!

Perfekt für euer Weihnachtsmenue

Falls ihr nicht schon einen festen Plan für Weihnachten haben solltet, wäre das ein schönes Süppchen für eure Lieben. Einfach gemacht, gut vorzubereiten und spannend im Geschmack. Probiert’s aus!

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[Suppe] Caesar-Suppe – nach Art eines Caesar Salad

Ein feines Süppchen

Diese spannende Suppe nach Art eines Caesar Salad habe ich zu meinem Geburtstag für Freunde gekocht. Die sehr aromatische Suppe, die so leicht herzustellen ist, harmoniert wunderbar mit den Einlagen, die schnell nebenher zu schnippeln sind. Sie ist eine schöne Vorspeise in herbstlichen oder winterlichen Menues, in den Sommer passt die gehaltvolle Suppe wohl eher nicht. Denn ein Leichtgewicht ist sie mit Sahne, Parmesan, Sardellen und Croutons eher nicht, da ändert auch die Salateinlage nichts dran.

Caesar-Suppe - nach Art eines Caesar Salad

Warum nach Art eines Caesar Salad?

Der Italo-Amerikaner Cesare Cardini hat diesen Salat wohl erfunden, indem er Römersalat mit Parmesan und Croutons vermischte und ein mayonnaisiges Dressing mit Knoblauch und Worcestersauce dazu reichte. Es gibt mittlerweile viele Variationen davon – mit Geflügel, Avocado, Garnelen oder auch Sardellen.

So finden sich in dieser köstlichen Suppe Parmesan und Sahne, ein bisschen Sambal Oelek statt der Worcestersauce und Senf. Als Einlage packt man selbst geröstete Croutons, Sardellen, Römersalatstreifen und noch ein paar Parmesanspäne dazu. Fertig ist die schnelle Suppe nach Art eines Caesar Salad.

Kleine Zubereitungstipps

Zu Beginn schmeckt die aromatische Suppe sehr mild und fein, je länger du sie köcheln lässt, desto mehr tritt der Parmesan in den Vordergrund und sie schmeckt dann recht kräftig. Du kannst also alleine über die Kochzeit entscheiden, wie kräftig deine Suppe sein soll. Wenn du oder deine Gäste keine Sardellen mögt, lass sie einfach weg. Ersetze sie durch Avocado oder Räucherforelle, lass dich von anderen Variationen des Salates inspirieren und mach sie zu DEINER Suppe. … [read more]

[Suppe] Rahmsuppe von Erbsen und Kopfsalat

So ein Kopfsalatsüppchen stand schon lange auf meiner Wunschliste, nur haperte es immer an der Umsetzung. Der Mann und ich sind nunmal keine grossen Suppenfans, meist gibt’s hier Suppen bei Kochevents oder wenn wir Gäste haben. Da beides aber meist in Herbst und Winter fällt und Kopfsalat dann nicht wirklich Saison hat, fand so eine Suppe bisher nicht statt.

Da nutzte ich die Gelegenheit, beim letzten Kochtreffen mit dem Thema “Jung und knackig” diese Kopfsalat-Rahmsuppe einzuplanen. Harald Rüssels Rezept in der SZ Bibliothek der Köche* sah Griessnocken und Flusskrebse vor, mein “Kompetenzteam” sinnierte über Schollenfilets, weil die Junischolle ja viel besser ist als ihre mickrigen Maikollegen. Leider ging beim Event dann etwas schief. Es fing damit an, dass der Händler mir ganze Schollen statt Filets eingepackt hatte, und endete darin, dass wir Schollenfetzen auf separaten Tellern zur Suppe hatten. Shit happens! Da wir noch Reste hatten, habe ich am Folgetag die Suppe sanft aufgewärmt, was gut funktionierte, einen Rest Kopfsalat untergemixt und Garnelen ganz simpel mit Salz und Pfeffer in etwas Öl gebraten und aufgespiesst. Wunderbar!

Ein wirklich feines Süppchen mit einem angenehmen Kopfsalatgeschmack und einem Hauch Erbsen, zwar gehaltvoll, aber nicht schwer. Man isst ja auch keine Massen davon ;-)

 

Rahmsuppe von Erbsen und Kopfsalat

Zutaten für 8:

  • 160 g weisses Mirepoix (Zwiebeln, Lauch und Sellerie)
  • 6 Champignons
  • 200 g TK-Erbsen
  • 2 Kopfsalate
  • 100 ml Riesling
  • 800 ml Geflügelfond
  • 1 Lorbeerblatt
  • 2 Nelken
  • 1 Prise Muskatblüte
  • 8 Zweige Petersilie
  • 900 ml Sahne
  • 20 g Speisestärke
  • Salz
  • Pfeffer
  • 120 g Butter

Zubereitung:

Das Wurzelgemüse und die Champignons anschwitzen, dann Erbsen und 1 Kopfsalat hinzugeben. Mit Riesling ablöschen und mit dem Geflügelfond auffüllen. Die Gewürze, Lorbeerblatt, Nelke und Muskat hinzugeben, ebenso die Petersilienzweige. Auf die Hälfte reduzieren und dann Sahne hinzufügen.

Wiederum kochen und mit Stärke samtig binden. Dann passieren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mit Butter aufmontieren und die restlichen Kopfsalatblätter in Streifen schneiden und reinmixen. Falls nötig, nochmal passieren.

 

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[indisch] Miesmuscheln in Tomaten-Curryblatt-Sud

Einer der Stars beim indischen Gourmet-Kochevent! So schnell konntest gar nicht gucken, wie die Suppe und die Reste davon im Topf verputzt waren. Und auch ohne Muscheleinlage schmeckt diese Brühe fantastisch, das haben ich und ein weiterer Teilnehmer nämlich erfolgreich ausprobiert.

Dies ist eine moderne und sehr gelungene Abwandlung eines südindischen Rasams, was soviel wie Saft bedeutet, und als Mulligatawny Einzug in die englische Küche hielt. Ursprung hat die Mulligatawny als milagu (Pfeffer) thanni (Wasser) in Tamil Nadu, was einem südindischen Milagu Rasam entspricht. Und wer kennt nicht das legendäre Dinner for one, wo eben diese Suppe serviert wird.

Der Begriff Pfefferwasser trifft auch auf diese Brühe zu. Sie kommt mit einer angenehmen Chilischärfe daher, die du auf den Lippen und ein bisschen hinten im Hals spürst, ausserdem füllt der wärmende Pfeffer deinen Mund aus, nicht so sehr mit seinem Geschmack, aber mit seiner Wärme. Fein austariert mit einer feinen Säure und ganz leichten Süsse passt sie wunderbar zu den Muscheln. Süss, sauer, scharf – da ist der Himmel nicht fern… Zumindest nicht für mich und die Teilnehmer sahen es wohl ähnlich.

Das Süppchen lässt sich prima vorbereiten bis zu dem Punkt, wo die Muscheln zugegeben werden. Die Tadka, ein Würzöl, auch Chaunk genannt, sollte frisch kurz vor dem Servieren hergestellt werden, was aber auch schnell und einfach getan ist.

Auch dieses Rezept stammt aus einem Kochbuch eines indischen Toprestaurants in Grossbritannien, das indische Gerichte modern interpretiert, dem Cinnamon Club Cookbook*

Mussels in tomato and curry leaf broth

Miesmuscheln in Tomaten-Curryblatt-Sud

Zutaten für 4 als grosse Vorspeise bzw. 8 als kleine Vorspeise:

  • 2 EL Pflanzenöl
  • 4 Knoblauchzehen, zerdrückt
  • 2,5 cm Ingwer, zerdrückt
  • 1 Zweig frische Curryblätter (Indischer Lebensmittelladen im Kühlschrank, Reste lassen sich abzupfen und prima einfrieren)
  • 12 Tomaten, halbiert
  • 1/4 TL Curcuma, gemahlen
  • 1/4 TL rotes Chilipulver (ich empfehle Kaschmirchili, weil es so schön rot färbt – Indischer Lebensmittelladen oder bei Amazon kaufen*)
  • 1/2 TL Tamarindenpaste (Asialaden, indischer Laden oder bei Amazon kaufen*)
  • 800 ml Fischfond
  • 1 TL schwarze Pfefferkörner
  • 1 TL Kreuzkümmelsaat
  • 50 g Korianderwurzeln (im Asialaden Koriander mit Wurzeln kaufen oder beim Gemüsemann auf dem Wochenmarkt bestellen)
  • 1 TL Salz
  • 1/2 TL Zucker
  • 400 g frische Muscheln

 Zum Garnieren

  • 1 Tomate, entkernt und in 5mm grosse Würfel geschnitten
  • 1 EL Koriandergrün, gehackt

 Tadka

Zubereitung

Suppe – Öl in einem Topf erhitzen, Knoblauch und Ingwer zugeben und für 1 Minute anschwitzen. Curryblätter und Tomaten zugeben und kochen, bis die Tomaten weich sind. Curcuma, Chilipulver und Tamarinde zugeben und für 2 Minuten kochen. Fond zugeben und zum Kochen bringen. Kreuzkümmel und Pfeffer in einem Mörser zerkleinern, dann zusammen mit den Korianderwurzeln zugeben und für 20 Minuten kochen. Brühe gründlich durch ein Sieb streichen, dann Salz und Zucker zugeben.
Muscheln – Muscheln unter kaltem fliessendem Wasser säubern, Barte entfernen und alle Muscheln entfernen, die sich beim Draufklopfen nicht schliessen. Suppe zum Kochen bringen, Muscheln zugeben und für 2 Minuten kochen, bis sie sich öffnen. Von der Hitze nehmen und Tomaten sowie Koriandergrün zugeben.
Tadka – Öl in einer kleinen Pfanne stark erhitzen, Senfkörner zugeben und springen lassen. Chilis und Curryblätter zugeben, dann Asafoetida. Zur heissen Suppe geben und servieren.

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