Gnirf, da hatte ich gestern abend eine so nette Idee, was ich dir zu der Suppe erzählen wollte. Aber wie so oft, fällt es mir heute nicht mehr ein. Ich sollte wirklich dann aufstehen und direkt darüber schreiben, als nochmal drüber zu schlafen. Sowas ärgert mich meist kollossal, denn die anscheinend besten Ideen, Texte und co. habe ich beim Sinnieren im Bett.
Es gibt leider auch keine Möglichkeit, mir Zettel und Stift neben das Bett zu legen. Eh ich meine Brille Marke “Glasbaustein” gefunden habe, bin ich komplett wach. Wenn ich das Licht anmache, der Mann auch….

Egal, hier kommt nun die Suppe von unserer kleinen thailändischen Kochsession am Samstag. Wir hatten uns für Tom (Kochen) Yam (Vermischen) Gung (Garnelen) entschieden, eine leichte sauer-scharfe Suppe mit Garnelen und Pilzen. Oft findet man sie mit Champignons, das Rezept aus “Thai Street Food” sieht Reisstrohpilze (Het Fang) oder Austernpilze vor. Nach samstäglichem Aufsuchen von drei Asialäden, davon einer thailändisch, ein anderer eher chinesisch und ein weiter koreanisch-japanisch, hatten wir keine frischen Reisstrohpilze bekommen, die unsere erste Wahl gewesen wären. Wir verwendeten stattdessen braune Champignons. Gestern haben die Suppe erneut gekocht, weil sie so köstlich war und da wir hübschere Fotos davon haben wollten. Dafür hatte ich beim Pilzhändler m.V. kleine, junge Austernpilze gekauft. Im direkten Vergleich gefiel mir die Variante mit den Champis besser. Aber ich gebe die Suche nach Reisstrohpilzen nicht auf und werde das sicher auch nochmal probieren, wenn ich fündig geworden bin.

 

Tom Yam Gung
sauer-scharfe Garnelensuppe

Autor:
Kueche: Thai
Rezepttyp: Suppe
Portionen: 4

Vorbereitungszeit: 
Kochzeit: 
Gesamtzeit: 

Zutaten
  • 250 g Garnelen
  • 1 l Wasser
  • 1 EL Chilipaste (Nam Prik Pao – Asialaden)
  • 3 EL Limettensaft
  • 4 Zitronengrasstängel, aufgeschlitzt
  • 6 Scheiben Galgant
  • 8 Kaffirlimettenbrlätter
  • 2 Schalotten, in Ringen
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 EL Fischsauce. nach Bedarf mehr
  • 1 Handvoll Reisstrohpilze, kleine Austernpilze oder geschnittene Champignons
  • 2-4 Chilis, nach Gusto entkernt
  • 1 Handvoll Kirschtomaten, halbiert
  • 1 Handvoll Koriandergrün, gehackt
  • 2 Frühlingszwiebeln, in Ringen

Zubereitung
  1. Rote Chilipaste mit Limettensaft vermischen und beiseite stellen.
  2. Wasser erhitzen, Zitronengras, Galgant, Kaffirlimettenblätter, Schalotten, Knoblauchzehen und Fischsauce zugeben und aufkochen. Pilze zugeben.
  3. Nach zwei Minuten die Garnelen zugeben. Wenn diese sich rot färben, sind sie gar.
  4. Den Topf vom Herd ziehen und Chilis sowie Tomaten zugeben.
  5. Einen Teelöffel Chili-Limetten-Mischung in jede Suppenschale geben, mit der Suppe übergiessen und mit Koriandergrün und Frühlingszwiebel bestreut servieren.

 

 

 

Am Samstag haben wir dann etwas ausprobiert, was der Mann so schonmal an Songkran, dem thailändischen Neujahr (am Wochenende ist es wieder soweit) bei unseren Stamm-Thai/Laoten gegessen hat, nämlich Phad (gebraten) Pak Kanaa (chinesischer Brokkoli) Moo (Schwein) Khrob (knusprig).
Für uns alleine können wir das nicht zubereiten, da ich ja so meine Probleme mit der Konsistenz von Schweinebauch habe. Da kam uns das Treffen mit Freunden grade richtig.

Der Mann mochte den chinesischen Brokkoli schon beim ersten Essen sehr gerne, ich brauchte da anscheinend mehrere Anläufe. Aber jetzt bin ich auch von ihm angefixt. Beim nächsten Mal werden wir ihn aber mal eher europäisch zubereiten, das kann ich mir sehr gut vorstellen. Der Kohl ist mit Grünkohl und Brokkoli verwandt, eigentlich beste Voraussetzungen für ein köstliches, leicht bitteres Gemüse. Du findest ihn im gut sortierten Asiamarkt, es könnte dann auch statt Pak Kanaa Kailan draufstehen

Das hier ist kein scharfes Gericht, kommt aber doch würzig daher. Austernsauce und Fischsauce am Gemüse, dazu der salzig-knusprige Schweinebauch.. Wunderbar…. Der Schweinebauch braucht ein bisschen Arbeit ein paar Tage vorher, aber nicht wirklich viel. Das machst wirklich so nebenher. Man muss nur dran denken ;-)

Wir haben Spanferkelbauch verwendet, da der noch im TK schlummerte, du kannst aber sicher auch normalen Schweinebauch nehmen.

Und so am Rande bin ich bannig stolz auf mich, dass ich nach den Entenkeulen wieder ein Fleischgericht nahezu alleine zubereitet habe – mit Anfassen! ;-)

Das Rezept habe ich in Thai Street Food von Tom Vandenberghe und Eva Verplaetse gefunden, einer sehr schönen Sammlung von Rezepte von Strassengerichten und Reisetipps.

 

Phad Pak Kanaa Moo Khrob
Knuspriges Schwein auf chinesischem Brokkoli

Autor:
Kueche: Thai
Rezepttyp: Hauptgericht
Portionen: 4

Vorbereitungszeit: 
Kochzeit: 
Gesamtzeit: 

Zutaten
  • —FÜR DEN SCHWEINEBAUCH:
  • 3 EL helle Sojasauce
  • 1 Prise Salz
  • 1 Prise Zucker
  • 1 kg Schweinebauch mit Schwarte, küchenfertig
  • 5 EL Salz
  • 3 EL Essig
  • Öl zum Frittieren
  • —FÜR DAS GEMÜSE:
  • 2 EL Öl
  • 1 Knoblauchzehe, fein gehackt
  • 1 Chilischote, fein gehackt
  • 500 g chinesischen Brokkoli (Pak Kanaa, Kailan), in mundgerechten Stücken
  • 4 EL Austernsauce
  • 2 EL Fischsauce
  • 1 TL Zucker
  • 6 EL Hühnerbrühe
  • ½ TL schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen

Zubereitung
  1. Drei bis vier Tage vorher: Sojasauce mit Salz und Zucker verrühren. Den Schweinebauch damit einpinseln und zwei Tage marinieren, dabei gelegentlich wenden.
  2. Ein bis zwei Tage vorher: Das marinierte Fleisch 30 Minuten gar dämpfen. An einem kühlen Ort, jedoch nicht im Kühlschrank, auskühlen lassen. Nun die Schwarte, nicht das darunter liegende Fleisch, mit einem scharfen Messer ½ cm tief längs einritzen. Das Fleisch mehrfach mit einer Gabel einstechen und grosszügig mit Salz und Essig einreiben. Mindestens eine Nacht trocknen lassen, besser sind 48 Stunden.
  3. Am Tag: Überschüssiges Salz abbürsten und den Schweinebauch frittieren, bis die Schwarte aufbricht. Gut abtropfen und abkühlen lassen. In Scheiben schneiden.
  4. Für das Gemüse: Den Wok auf mittlere Temperatur erhitzen, Knoblauch und Chili dazugeben. Einige Sekunden Sekunden unter rühren anbraten. Chinesischen Brokkoli zugeben, Hitze erhöhen und bei starker Hitze eine Minute anbraten.
  5. Unter ständigem Rühren Austernsauce, Fischsauce und Zucker zugeben. Nach einer Minute Hühnerbrühe zugiessen und 30 Sekunden weiterrühren.
  6. Wenn er gar, aber noch knackig ist, mit dem Schweinebauch servieren.

 

Beim Kochen mit Freunden am Samstag gab es nach langer Zeit nochmal Gaeng (Curry bzw. Suppe) Panang (Panangstyle) Gai (Huhn), ein eher mildes cremiges Curry. Man kann es auch mit Rindfleisch oder Lamm zubereiten. Wir entschieden uns – wie so oft bei Curries – für Huhn.

Ein Panang-Curry ist nicht so scharf wie zum Beispiel ein rotes oder grünes Curry. Es ist eher süsslich, die vielen Kaffirlimettenblätter (TK-Schrank im Asiamarkt) geben einen schönen zitronigen Kontrast. Ich mag es sehr, schon alleine weil ich da ungestraft ganze Erdnüsse hineinwerfen darf, die der Mann nicht so gerne in seinem Essen mag. Herzhaft-scharfe Zubereitungen mit Erdnüssen konnten mich immer schon begeistern, ähnlich wie klitsch-süsser Kram damit. Über die erste Schokolade mit Erdnüssen bin ich damals wirklich hergefallen, ähnlich ging es mit den ersten Erdnüssen, die ohne Fett geröstet wurden und mit einer Würzmischung statt Salz verkauft wurden. Was habe ich dieses Zeug als Teenie geliebt.

Wenn dir das Curry zu scharf ist, nimm lieber weniger Chilis bzw. entferne aus den Chilis die Kerne und weissen Häutchen. Damit sparst du schon einiges an Schärfe ein. Du kannst auch grössere, mildere Chilis nehmen. Die kleinen Chilis, die wir verwenden, sind schon ziemlich biestig.
Wenn du weniger Paste nimmst, bekommst du natürlich auch weniger Geschmack an das Curry, daher bleib ruhig bei der Menge und nimm lieber zum Abmildern mehr Kokosmilch. Fett schluckt einiges an Schärfe.

 

5.0 from 1 reviews

Gaeng Panang Gai
Cremiges Thai-Curry mit Huhn

Autor:
Kueche: Thai
Rezepttyp: Curry
Portionen: 5-6

Vorbereitungszeit: 
Kochzeit: 
Gesamtzeit: 

Zutaten
  • 600 g Hähnchenbrustfilet, in dünnen Streifen
  • 400 ml Kokosmilch – NICHT schütteln – die Creme, die sich oben absetzt, wird zuerst benötigt
  • 100 ml Geflügelbrühe
  • 6 EL Panang-Paste
  • 3 EL Palmzucker, alternativ brauner Zucker
  • 3 EL Fischsauce
  • 3 EL Erdnüsse
  • 10 Kaffirlimettenblätter, die Hälfte davon in feinen Streifen, die andere Hälfte gehackt
  • 6 Chilis, teils gehackt, teils in Streifen

Zubereitung
  1. Die feste Creme von der Kokosmilch abheben und im Wok auf hoher Temperatur erhitzen, bis sich Öl absetzt. Currypaste zufügen und unter Rühren braten, bis es riecht und sich rotes Öl oben absetzt.
  2. Die restliche Kokosmilch, Brühe, Palmzucker, Fischsauce, Erdnüsse, gehackte Kaffirlimettenblätter und Chilis zufügen. Kurz aufkochen, dann die Hähnchenstreifen zufügen und kurz gar ziehen lassen.
  3. Mit den Kaffirlimettenblatt- und Chilistreifen garnieren und servieren.

 

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Gestern haben wir mit Freunden ein paar thailändische Gerichte gekocht. Es war ein wunderschöner Abend mit köstlichem Essen.

Ich hatte ein Schüsselchen mit Prik Nam Pla vorbereitet, das sind chön charfe Chilis in Fischsauce, die gerne zum Nachwürzen und -schärfen genommen werden. Daneben siehst du die sauer-scharfe Garnelensuppe Tom Yam Gung. Im Hauptgang hatten wir Khua Kling Moo, gebratenes sehr scharfes Schweinehack, dazu ein Panang-Curry mit Huhn und knusprigen Schweinebauch auf chinesischem Brokkoli.

Die Rezepte stelle ich dir in den nächsten Tagen vor, du darfst also gespannt sein.

Einen schönen, frühlingshaften Sonntag wünsch ich dir!

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