[vegan] Ale-Pie mit Pilzen und Kartoffeln

Wie aus Ale Alt wurde

Kein Ale zu kriegen hier in der Stadt. Da habe ich die Gelegenheit genutz, nochmal einen Kasten Alt zu kaufen – zum Trinken und zum Kochen! Ein bisschen davon durfte dann in diese wirklich köstliche Pie aus Vegan Love Story: tibits & Hiltl – Das Kochbuch, der man gar nicht anmerkt, dass sie vegan ist. Köstritzer wäre sicher auch gegangen, aber da ich hier in einer Altbier-Gegend wohne, lag das Gute einfach zu nah.

Lustig fand ich übrigens den Hinweis mit dem veganen Blätterteig. An den meisten Blätterteigen, die man im Supermarkt kaufen kann, ist doch eh die Butter nur dran vorbei gelaufen. An meinem Notfallpaket, dass im Tiefkühler schlummerte, übrigens auch. Mittlerweile kaufe ich nur noch frischen Blätterteig mit Butter, da war ich froh, dass ich den Blätterteig aus dem TK nun verbrauchen konnte.

 

[vegan] Ale-Pie mit Pilzen und KartoffelnAle-Pie mit Pilzen und Kartoffeln

Ich war wirklich überrascht vom angenehmen Geschmack dieser Pie. Kein Aroma stach unangenehm hervor, die Zutaten verbanden sich zu einem harmonischen Ganzen. Meine Bedenken wegen der Miso-Paste verflogen auch sehr schnell.

Das Schöne an so einer Pie, dass du nicht ewig in der Küche stehen musst. Ein bisschen Schnippeln, anbraten, weitere Zutaten dazu werfen, eine Zeit lang garen, ab in die Auflaufform, Blätterteig drüber, inzwischen den Backofen vorheizen und dann nur noch zurücklehnen und den Ofen seine Arbeit machen lassen. Ein wirklich gelassenes Gericht und so langsam verstehe ich, warum Pies so beliebt sind.

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[vegan] Fregola Sarda mit Artischocken und Chilisauce

Weil’s geht ;-)

Ein Ottolenghi-Rezept veganisieren? Kann ich! Zugegeben, es war diesmal recht einfach, denn er hat ausnahmsweise mal nicht mit Molkereiprodukten um sich geworfen in dem Rezept, das ich in Yotam Ottolenghis neuem Kochbuch Plenty more* (deutsch Vegetarische Köstlichkeiten*) fand. Ich habe einfach die Butter weggelassen.

Auch wenn ich mich momentan vegetarisch ernähre – bis auf sonntags – möchte ich versuchen, meinen Konsum von Joghurt, Sahne und co zu reduzieren. Einfach weil’s geht und weil ich mich so auf eine Entdeckungsreise begebe, die sehr spannend ist und mein Leben bereichert. Immer schön neugierig bleiben ist die Devise!

So war es auch bei der Fregola Sarda, den kleinen gerösteten Nudelkügelchen aus Sardinien. Schon lange schleiche ich um Rezepte mit dieser würzigen Pastasorte herum. Mir fehlten nur zu meinem Glück eben diese Kügelchen, die ich aber dann zufällig im italienischen Feinkostladen fand. Gekauft! Erstmal verschwanden sie in den Tiefen meiner Vorratsschränke, aber gestern waren sie fällig. Und es wird sie wieder geben auf meinem Esstisch, denn sie schmeckten wirklich gut. Mir gefällt diese – Mist, wenn einem kein deutsches Wort einfällt – chewy Konsistenz und die feinen Röstaromen.

[vegan] Fregola Sarda mit Artischocken und Chilisauce

Fregola Sarda mit Artischocken und Chilisauce

Yotam Ottolenghi verwendet in seinem Rezept frische Artischocken. Weil ich aber bequem bin und eh noch Artischockenherzen bei mir im Kälteschlaf schlummerten, habe ich diese genutzt. Das kürzt auch das ganze Rezept und die Zubereitungszeit ab. Wunderbar, so steht dieses Gericht schnell auf dem Tisch.

Du wirfst alle Zutaten für die Chilisauce in den Mixer, karamellisierst die Zwiebeln, gibst Fregola, Brühe und Artischocken dazu und lässt es vor sich hin köcheln. Runter von der Platte und noch was Ruhe gönnen, dann Essig und Mandeln unterrühren und FERTIG! Noch eben Petersilie und Chilisauce drauf und geniessen… ;-)

Weil’s vegan ist ohne Ersatzprodukte, darf das Rezept auch rüber zum Tierfreitag!

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[vegan] Chili-Bohnen-Eintopf

Gelegenheit genutzt

Als ich das Rezept für dieses Chili sin carne in Vegan Love Story: tibits & Hiltl – Das Kochbuch* fand, nutzte ich die Gelegenheit Sojahack auszuprobieren. Ich bin ja kein Fan von Fleischersatz, aber man sollte ja immer wissen, worüber man so schreibt. ;-) Sowas wie Tofuwürstchen habe ich schon vor Ewigkeiten ausprobiert und fand sie eher suboptimal, aber vielleicht hat sich das ja geändert. Wirklich scharf bin ich aber nicht darauf.
Also ab in den Biomarkt und frisches Sojahack gekauft. Damit wollte ich dann zwei Rezepte nachkochen, eins war dieser Chili-Bohnen-Eintopf, das andere war ein anglo-indisches Gericht, das ich dir auch noch vorstellen werde. Zu diesem Eintopf hier muss ich aber sagen – der Anteil an dem Hack ist hier so verschwindend gering, dass du es auch einfach weglassen kannst.

[vegan] Chili-Bohnen-Eintopf

Chili-Bohnen-Eintopf

Aus dem Rezept habe ich grösstenteils mein eigenes gestrickt, weil ich zu faul war, ein paar Hülsenfrüchte einzuweichen, aber auch weil ich hier noch ein paar Dosen im Vorrat stehen hatte. Als “vegane Saucencreme”, was auch immer das ist, habe ich Hafer Cuisine von Oatly* verwendet, die ich mal im Biomarkt mitgenommen hatte, um sie auszuprobieren. Und ich bin echt begeistert davon. Nicht mördersüss und auch kein Vanillearoma zugesetzt, wie bei vielen anderen Produkten. Da geht noch was ;-)

Weil ich hier Dosenware verwende, ist diese wirklich leckere und sättigende Gericht schnell auf dem Tisch. Du brauchst wirklich nur alles nacheinander in den Pott zu werfen und ein bisschen zu köcheln und fertig ist ein wunderbar wärmender Chili-Eintopf. Den besonderen Kick geben die gestifteten Essiggurken. Sie ersetzen die Sourcream, die man als Nichtveganer sonst auf das Chili geben würde. Eine nette knackige Alternative!

Nimm einfach Sahne statt einem Ersatzprodukt, falls du es vegetarisch zubereiten möchtest. Und das Sojahack kannst du einfach weglassen.

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[chinesisch] Suan la dou hua – sauer-scharfer Tofu

Meine Fastenzeit

Dieses Jahr war ich leider ein bisschen später dran, weil ich die Fastenzeit mit einer feinen Grippe begann. Aber seit Montag bin ich dabei.

Ich faste schon seit ein paar Jahren in der Zeit vor Ostern Fleisch. Letztes Jahr dann erstmals auch vor Weihnachten, denn auch die Zeit zwischen Sankt Martin und Weihnachten war früher mal eine Fastenzeit. Dabei richte ich mich nach dem alten katholischen Brauch, in diesen fast 7 Wochen 40 Tage zu fasten. Ich breche also einmal die Woche, meist am Wochenende, mein Fasten und esse das, was ich mir sonst versage. Es geht mir dabei nicht um religiöse Gründe, sondern um mehr vegetarische Mahlzeiten in meiner Ernährung zu verankern. Das gelingt mir immer besser auch ausserhalb der Fastenzeit. Mittlerweile ernähre ich mich sicher zu mehr als 70 % fleischlos. Was anfangs noch schwer fiel, ist Alltag geworden – auch für den Mann immer mehr. Haben wir uns noch vor ein paar Jahren meist auf Gerichte verständigt, wo er sich einfach ein Stück Fleisch zu braten kann – meist etwas, was ich eh nicht esse – ist das nun, zumindest in dieser ersten Woche kein Thema. Mal sehen, wie wir die nächsten Wochen wuppen.

Da es mir aber mittlerweile wirklich leicht fällt, auf Fleisch zu verzichten, habe ich meine diesjährige Fastenzeit ein bisschen verschärft und habe Schokolade und Knabberkram wie Chips und co. für mich verbannt. Nicht, dass ich viel davon essen würde, denn ich habe mich gut im Griff, aber mal eben abends beim Mann ein Stück Schoki zu klauen, fällt damit weg. Und diesem Impuls zu widerstehen ist nicht einfach für mich. Mein Knabberkram besteht momentan aus Paranüssen und Brotsticks. Geht auch ;-)

Was ist mit dir? Fastest du und wenn ja, auf was verzichtest du? 

 

[chinesisch] Suan la dou hua - sauer-scharfer Tofu

Suan la dou hua – sauer-scharfer Tofu

Noch vor meiner Fastenzeit gab’s diesen köstlichen Tofu aus Fuchsia Dunlops Every grain of rice*. Ich nutze immer die Gelegenheit, wenn ich mal bei den asiatischen Geschäften in Düsseldorf bin, frischen Tofu aus der grossen Wanne mitzunehmen, weil er einfach am besten schmeckt. So musste bei meinem letzten Ausflug dorthin natürlich auch ein Stück Tofu mit.

Das Gericht wird eigentlich mit Seidentofu zubereitet. Da ich den nicht so mag und ausserdem nur der feste Tofu da war, musste der dann halt dran glauben. Ich glaube, dass es geschmacklich nicht soviel ausmacht, welchen Tofu man nimmt, nur die andere Konsistenz hat sicher einen Effekt. Ich habe die doppelte Menge Sauce zusammengerührt, weil es mir ein bisschen wenig erschien und ich den Reis dazu auch nicht trocken essen wollte.

Die Zubereitung ist mehr als simpel – du kochst den Tofu, rührst währenddessen die Sauce zusammen und frittierst ein paar Reisnudeln. Fertig! Ich glaube, der Reis kocht länger als diese Speise aus Sichuan braucht, um auf dem Tisch zu stehen.

Auf jeden Fall ist dieses Gericht genau richtig für Fans von sauer-scharfem Essen! Und weil es auch ein originär veganes Gericht ist, wo der Tofu keinen Fleischersatz darstellt, passt es auch wunderbar zum Tierfreitag.
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