Ha, mein erster selbstgemachter Tofu! Aufgrund einiger Schwierigkeiten bei der Zubereitung möchte ich dir aber noch nicht mehr dazu erzählen. Aber ich werde weiter experimentieren und bald berichten.

Für meine Premiere hatte ich mir ein feines, einfaches Tofu-Gericht aus Sichuan, einer chinesischen Provinz ausgesucht – den Fischduft-Tofu. Es heisst nicht etwa so, weil es nach Fisch riecht, sondern eher, weil es mit Zutaten gekocht wird, die für eine bestimmte Fischzubereitung verwendet werden.

Hier hatte ich ein solches Gericht schon mal mit Auberginen verbloggt. Wir mögen diese Aromen sehr gerne, sodass die Entscheidung für diese aromatische Zubereitung leicht fiel. Und ein Rezept aus Fuchsia DunlopsLand of Plenty“* ist eigentlich auch schon ein Garant für’s Gelingen.

Die Speise vereinigt salzig mit süss, dazu kommen knackige Gemüse wie reichlich Frühlingszwiebel, Ingwer und Knoblauch sowie der frittierte Tofu, aussen etwas crunchy und innen wunderbar zart. Dazu eine grosszügige (asiatische) Portion Duftreis und man is(s)t im Himmel.
Das ist eine schnelle Zubereitung, der Tofu ist ruckzuck frittiert und mit den anderen Zutaten in den Wok geworfen. Laut Fuchsia Dunlop gibt es auch schon frittierten Tofu zu kaufen, habe ich aber in Deutschland noch nicht gesehen.

Yu Xiang Dou Fu

Fischduft-Tofu

Zutaten für 2:

  •  Erdnussöl
  • 3 TL Ingwer, fein gehackt
  • 3 TL Knoblauch, fein gehackt
  • 3 Frühlingszwiebeln, weisse Enden nur, in steilem Winkel zu “Pferdeohren” geschnitten
  • 2 EL eingelegte Chilipaste, alternativ Sambal Oelek* (Tina – Chili-Bohnen-Paste*)
  • 250 g frittierter Tofu, alternativ festen Tofu in 1 x 2,5 cm grossen Stücken selbst frittieren, bis er aussen goldbraun und innen noch weich und hell ist
  • 180 ml Geflügelbrühe, alternativ Gemüsebrühe für fleischlose Zubereitung
  • 2 TL leichte Sojasauce (Asialaden oder bei Amazon kaufen*)
  • 1 TL Zucker
  • 1/4 TL Salz

Zubereitung:

Etwas 3 EL Erdnussöl in einem Wok auf grosser Hitze erhitzen, bis es raucht. Dann Ingwer, Knoblauch, Frühlingszwiebel und Chilipaste zugeben und für 1 Minuten unter Rühren braten, bis das Öl rot und sehr duftend ist. Aufpassen, dass man die Gemüse nicht verbrennt,´und die Hitze notfalls runterschalten.

Tofu und Brühe zugeben, zum Kochen bringen und mit Sojasauce, Zucker und Salz würzen. Gut vermischen und und Hitze runterschalten. Für 10 Minuten unter gelegentlichem Rühren kochen, bis die meiste Flüssigkeit verdunstet ist.

Die Tofustücke auf eine Servierplatte geben und das Gemüse darüber geben. Kalt oder warm servieren.

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Das erste Gericht beim Kochevent war dieser vegetarische Salat, der schön erfrischte mit seiner feinen Säure.

Gefunden hatte ich das Rezept im Kochbuch des Rasoi, dem indischen Sternerestaurant in London – “Rasoi: New Indian Kitchen“*
Ein tolles Kochbuch und eine wahre Fundgrube für moderne indische Küche. Wie auch in anderen Länderküchen verwischen manchmal die Grenzen und man verwendet auch Zutaten aus anderen Ländern. Macht Spass und ist für mich ein neues Feld zum Experimentieren.

Hier finden wir Tomatenketchup und Granatapfelsirup, die man sonst eher nicht in indischen Rezepten findet. ;-) Die beiden zeichnen sich zuständig zusammen mit der Tamarindenpaste für eine mächtige süss-saure Note, die zum Glück nicht an chinesische Gerichte oder auch den heimischen Kartoffelsalat erinnern. Auch das Ananas-Chutney ist aromatisch süss, mit einem Hauch Säure und einer anständigen Pfeffernote. Dazu kommen die leicht scharfen Mandeln mit den gerösteten Curryblättern und Chaat Masala, die neben den Granatapfelkernen ein bisschen Knack mitbringen.

Auf jeden Fall lässt sich die Speise gut vorbereiten und zum Servieren zusammenbauen. Klasse!

Pomegranate and potato salad, roasted almonds, pineapple chutney dressing

Granatapfel-Kartoffel-Salat, geröstete Mandeln, Ananas-Chutney-Dressing

Zutaten für 8 im Menue:

Für das Chutney:

  • 2 EL Pflanzenöl
  • 1 TL Fenchelsaat, grob gemörsert
  • 1 TL Knoblauch, fein gehackt
  • 1 TL Ingwer, fein gehackt
  • 1/2 Ananas, geschält, entkernt und gehackt
  • 1 EL Weissweinessig
  • 1 TL schwarzer Pfeffer, grob gemörsert
  • 3 EL Zucker
  • 1/2 TL Kardamom, gemahlen
  • 1/2 TL Fenchelsaat, geröstet und grob gemörsert

Für den Salat:

  • 4 grosse Kartoffeln
  •  Schalotte, fein gehackt
  • 1 TL Ingwer, fein gehackt
  • 1/2 TL grüne Chili, fein gehackt
  • 2 EL Koriandergrün, fein gehackt
  • 1/2 TL Chaat Masala (Indisches Lebensmittelgeschäft oder bei Amazon kaufen*)
  • 4 EL Granatapfelsirup (Türkischer Laden, Reformhaus, Bioladen)
  • 2 EL Tamarindenpaste (Asialaden, indischer Laden oder bei Amazon kaufen*)
  • 2 EL Tomatenketchup
  • 1/2 TL getrockneter Ingwer, gemahlen
  • 2 Granatäpfel
  • Salz
  • Baby-Rucola zum Garnieren

Für die gerösteten Mandeln:

  • 32 blanchierte Mandeln
  • 1 TL rotes Chilipulver (ich empfehle Kaschmirchili, weil es so schön rot färbt – Indischer Lebensmittelladen oder bei Amazon kaufen*)
  • 12 Curryblätter (Indischer Lebensmittelladen im Kühlschrank, Reste lassen sich abzupfen und prima einfrieren)
  • 1 TL Chaat Masala

Für das Dressing:

  • 10 EL Ananas-Chutney (s.o.)
  • 4 EL Olivenöl
  • 1 TL Chaat Masala

Zubereitung:

Chutney – Öl in einem Topf erhitzen, Fenchelsaat zugeben und, wenn sie Farbe nehmen, Knoblauch und Ingwer zugeben. Für eine Minute anschwitzen, dann die Ananas zugeben. Für 3 Minuten anschwitzen, dann soviel Wasser zugeben, dass die Ananas bedeckt ist. Zum Kochen bringen, dann auf mittlerer Hitze simmern lassen, bis die Ananas weich und matschig geworden ist und das Wasser nahezu verschwunden ist. Essig, Pfeffer und Zucker zugeben und für 3 Minuten kochen. Kardamom und gerösteten Fenchel zugeben und zum Kochen bringen. Dann von der Platte nehmen und abkühlen lassen.
Mandeln – Mandeln in eine Auflaufform geben, Chilipulver und Curryblätter darüber geben und bei 150 Grad im Ofen für 8 Minuten rösten, bis sie goldig sind. Zum Abkühlen auf eine Platte geben, die Curryblätter zwischen den Fingern zerreiben, bis sie ein feines Pulver sind. Chaat Masala darüber streuen und abkühlen lassen.
Dressing – Alle Zutaten in einem Blender zerkleinern, bis sie eine geschmeidige Masse ergeben.
Salat – Kartoffeln in Salzwasser kochen, bis sie weich sind. Abschütten, abkühlen lassen, dann pellen und in 1 cm grosse Würfel schneiden.
Alle Zutaten bis auf die Kartoffeln und Granatapfelkern zusammenmischen, dann Kartoffeln und Granatapfel zugeben. Kalt stellen.
Zum Servieren den Salat in die Mitte eines Tellers geben, den Rucola obenauf, die Mandeln drumherum und das Dressing ebenso.

 

 

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Schon wieder ein Gurkensalat, diesmal ein vollwertiger Kandidat, der verblüffend sättigt.

Gefunden habe ich ihn in “Vegan genial“*, einem von ca. 6 veganen und vegetarischen Kochbüchern, die ich mir für meinen Fleischverzicht in der Fastenzeit rausgesucht und die ich durchgeackert habe, sodass mir für jeden Tag etwas leckeres, fleischloses einfällt. Dies hier war mein Mittagessen und ich habe wie immer bei Gurkensalat die Menge für 2 Personen zubereitet. Ich hab’s nicht aufbekommen, denn der geräucherte Tofu machte erstaunlich satt.

Der Tofu wird bei dieser Speise nicht als Fleischersatz verwendet. Klar, dass es mir schmeckte. Als Fleischersatz geht Tofu bei mir einfach nicht, aber so passte er wunderbar. Tage später habe ich die Tofureste in einer veganen “Carbonara” verarbeitet, was uns beide nicht wirklich ansprach. Fleischersatz halt… Geht nicht!

Die Misopaste harmoniert erstaunlich gut mit der Gurke und der Räuchertofu war schön kross und würzig. Schnell gemacht war der Salat ausserdem. Wunderbar!

Miso-Gurkensalat mit geräuchertem Sesamtofu

Zutaten für 2 normale Esser:

Für den Salat:

  • 1 Salatgurke
  • 1/2 Limette, Saft und Schale davon
  • 1/8 Chilischote (Tina – ein bisschen Chiliflocken)
  • 3 Tropfen Sesamöl (Asialaden, gut sortierter Supermarkt oder bei Amazon kaufen*)
  • 1 TL helle Misopaste (Asialaden, gut sortierter Supermarkt oder bei Amazon kaufen*)
  • 1 EL Öl
  • Salz

Für den Tofu:

  • 100 g Räuchertofu (Asialaden, Bioladen, Reformhaus, gut sortierter Supermarkt oder bei Amazon kaufen*)
  • 1,5 EL Speisestärke
  • 1 EL süsse Chilisauce (Asialaden, gut sortierter Supermarkt oder bei Amazon kaufen*)
  • 1/2 EL Sesam
  • Öl zum Braten

Zubereitung:

Salat – Salatgurken mit dem Sparschäler längs in feine Streifen scheiden, dabei das Kerngehäuse entfernen. (Tina – halbiert, entkernt und in Scheiben geschnitten) Zutaten für die Marinade gut vermischen und dazugeben. Erst kurz vor dem Servieren mit Salz abschmecken.

Tofu – Tofu in Würfel schneiden. In einer Schüssel mit Stärke, Chilisauce und Sesam vermischen. Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen und den Tofu darin unter gelegentlichem Wenden knusprig braten.

 

 

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Ne, ne, ne…. Ich bezeichne das Gericht jetzt nicht wie Rose Elliot in ihrem Buch “Vegetarisch auf die Schnelle“* als Linsenbolognese, denn unter uns Erbsenzählern ist diese Sauce einfach keine Bolognese ;-)
Vielleicht könnte man sie als “Sauce nach Art einer Bolognese” bezeichnen, aber letzten Endes ist es doch egal, wie das Kind heisst, denn es ist köstlich.

Ich hatte Glück, dass ich beim italienischen Feinkostladen meines Vertrauens frische Dinkelvollkornnudeln erwischt hatte, die auch wirklich schmecken und das auch zum Glück nicht allzu gesund. Aber so ein bisschen öko fühlte ich mich schon – so ein bisschen 80er-Öko mit flaschengrünen Hosen, Birkenstocks auch im Winter, dicken selbstgestrickten Socken, übergrossen lila Strickpullis und ganz wichtig den ai-Kalender in der Jutetasche ;-)
Aber es war einfach zu lecker, als dass diese Gedanken mich länger beschäftigt hätten und schliesslich war ich in den 80ern kein Öko, sondern eher eine Dauerwell-Strähnchen-Tussi.

Mal Spass beiseite, wenn dir die Vollkornnudeln zuviel öko sind, nimm einfach normale. Mach ich ja auch meistens, weil die gängigen Vollkornnudeln nicht so ganz nach meinem Geschmack sind. Die Linsensauce schmeckt bestimmt auch zu schönen Hartweizennudeln primstens.

Nudeln mit Linsensauce “nach Art einer Bolognese”

Zutaten für 2:

  • 2 EL Olivenöl
  • 1 Zwiebel, fein gehackt
  • 1 Möhre, fein gehackt
  • 1 Selleriestange, fein gehackt
  • 2 Knoblauchzehen. zerdrückt
  • 1/2 EL Oregano
  • 1 Dose (400g) grüne Tellerlinsen, abgetropft, Flüssigkeit aufbewahrt
  • 200 stückige Tomaten aus der Dose
  • 1 EL Tomatenmark
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
  • 170 g Spaghetti (oder andere Nudeln)
  • Parmesan, frisch gerieben (ohne Parmesan ist es vegan)

Zubereitung:

Olivenöl in einem Topf erhitzen, die Zwiebeln hineingeben und darin etwa 5 Minuten leicht bräunen. Dann die Möhren, den Sellerie, den Knoblauch und den Oregano hinzufügen und die Sauce zugedeckt unter gelegentlichem Rühren etwa 15 Minuten leise köcheln lassen.

Die Linsen mit den Tomatenstücken und dem Tomatenmark zur Zwiebelmischung geben. Von der aufbewahrten Flüssigkeit der Linsen so viel dazugeben, dass die Mischung schön sämig wird. Mit Salz und schwarzem Pfeffer würzen und bei kleiner Hitze köcheln lassen.

Inzwischen in einem zweiten Topf die Nudeln in reichlich sprudelnden Wasser nach Packungsanweisung kochen und abgiessen.

Die Sauce zu den Nudeln geben, sorgfältig untermischen und die Pasta servieren. Nach Belieben frisch geriebenen Parmesan darübergeben.

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