So, Ostern gut überstanden? Keine Fressnarkose mehr und keinen Eierflash bekommen?

Ich habe am Karfreitag meinen ersten Fisch seit langem genossen und darf jetzt auch wieder Fleisch essen, werde aber meinen Konsum weiter einschränken. Es gibt doch sooooviele leckere fleischlose Gerichte.

Dann mach ich mal weiter mit den Rezepten von unserem grossen Fingerfood-Kochevent, diesmal wieder ein Rezept aus Hubertus Tzschirners “Lollies & Cones: Fingerfood 3.0“*

Sieht übrigens komplizierter aus, als es tatsächlich ist, nur ein Grobmotoriker sollte man nicht sein. ;-) Der würzige Pilz harmoniert richtig gut mit der zitronigen Estragonbutter und als Highlight empfand ich die chön charfe Chili on top, die im Mund feine bitzelte.

Man kann auch andere Gemüse verwenden, die Champignons fand ich aber schon grosses Kino. Nur sollte man aufpassen, dass die Pilze oder anderes Gemüse nur noch zimmerwarm sind, sonst läuft die Butter davon und das wäre echt schade.

Wir haben hier kleine Holzgäbelchen zum Spiessen verwendet, es geht aber auch mit normalen Gabeln oder auch Pieksern.

Reste der Estragonbutter schlummern auch noch im Kühlschrank und wartet auf das nächste Steak. Passt auch prima!

Champignon mit Kräuterbutter, Estragon und Chili

Zutaten für 16:

Für den Champignon:

  • 8 Champignons
  • 1/4 TL Meersalz
  • 1 TL heller Balsamico
  • 15 g Butter
  • 1/2 Knoblauchzehe, zerdrückt
  • 1 Zweig Estragon
  • Olivenöl zum Braten

Für die Estragonbutter:

  • 1/4 Bund Kerbel
  • 3 Zweige Estragon
  • 4 EL weiche Butter
  • 1 Prise Meersalz
  • 1/4 Limone (Abrieb und Saft)
  • Olivenöl zum Frittieren

Zum Anrichten:

  • 1 kleine rote Thaichili

Zubereitung:

Champignon - Die Champignons putzen und längs in Scheiben (Tina – halbieren) schneiden. Dabei mittig durch den Stiel schneiden. sodass die Schnittfläche durchgehend gerade ist. In einer Pfanne etwas Olivenöl mit dem Meersalz erhitzen und die Pilzscheiben drin kurz und knackig von beiden Seiten anbraten. Mit dem Essig ablöschen und die Butter, den zerdrückten Knoblauch sowie den Estragon zugeben. Alles für etwa 1 Minuten weiterbraten. die Pilze aus der Pfanne nehmen und auf Spiesse oder Gabeln stecken.
Estragonbutter - Kerbel und Estragon waschen und trocken schütteln. Die Estragonblätter abzupfen. In einem Topf etwas Olivenöl erhitzen und 8 (Tina – 16) schöne Estragonblätter darin frittieren. Bis zum Anrichten auf Küchenpapier abtropfen lassen. die Kerbelblättchen ebenfalls abzupfen und mit den übrigen Estragonblättern sehr fein schneiden. Die Butter mit Meersalz, Abrieb und Saft der Limone mit einem Handrührgerät leicht aufschlagen. Die Kräuter mit der Butter mischen, nochmals abschmecken und wieder leicht aufschlagen. Die Butter in einen Spritzbeutel mit einer Tülle mit einem Durchmesser von 1,5 cm füllen und zu einem Strand oder zu einer Wurst auf eine ausgebreitete Klarsichtfolie spritzen. Mit der Klarsichtfolie einrollen und im Kühlschrank bis zum Anrichten kalt stellen.
Anrichten - Die Thaichili längs halbieren, entkernen, mit warmem Wasser ausspülen und längs in sehr feine Streifen schneiden. Feine längliche Stücke aus der Kräuterbutter schneiden. Die Pilzlollies mit Estragonbutter, frittiertem Estragon und Chilistreifen garnieren und sofort servieren.

 

 

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Das nächste Gericht vom Fingerfood-Event ist ein ganz einfaches Rezept, das schmackhaft daher kommt.

Die fluffigen Omelett-Röllchen gefüllt mit würzigem Oliven-Ricotta lassen sich prima bis zu einem Tag vorher vorbereiten und bis zum Servieren im Kühlschrank parken. Perfekt, oder?

 

Gerollte Petersilienfrittatine mit Olivenricotta

Zutaten für 20 Stück:

 Für die Frittatine:

  • 3 Eier, geschlagen
  • 3 EL Sahne
  • 1 EL zerlassene Butter
  • 1 EL Petersilie, fein gehackt
  • 1/8 TL Muskatnuss, gerieben
  • 1/2 TL Salz
  • 1/4 TL Pfeffer
  • 1 TL Butter für die Pfanne

Für die Füllung:

  • 125 g Ricotta
  • 150 g schwarze Oliven, entkernt und fein gehackt
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer

Zubereitung:

Frittatine - Alle Zutaten gut verrühren. Die Hälfte der Butter in einer schweren, beschichteten Pfanne zerlassen. Die Hälfte der Eiermasse hineingeben. In 5 Minuten auf beiden Seite goldbraun backen. Frittatine zum Abtropfen aus der Pfanne auf ein Küchenpapier gleiten lassen. Mit der restlichen Butter und dem verbliebenen Teig ebenso verfahren. Abkühlen lassen.
Füllung - Ricotta mit Oliven mischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Fertigstellen - Die abgekühlten Frittatine gleichmässig mit jeweils der Hälfte der Füllung bestreichen, dabei einen Rand von 1 cm lassen. Einzeln aufrollen. Die Rollen in Frischhaltefolie wickeln und die Enden festdrehen. Für ca. 1 Stunde in den Kühlschrank stellen. Mit einem Sägemesser die der Frittatine glatt schneiden. Jede Frittatina in 10 Scheiben schneiden. Danach die Folie entfernen. Auf Spiesse stecken und bei Zimmertemperatur servieren.
 

Ha, mein erster selbstgemachter Tofu! Aufgrund einiger Schwierigkeiten bei der Zubereitung möchte ich dir aber noch nicht mehr dazu erzählen. Aber ich werde weiter experimentieren und bald berichten.

Für meine Premiere hatte ich mir ein feines, einfaches Tofu-Gericht aus Sichuan, einer chinesischen Provinz ausgesucht – den Fischduft-Tofu. Es heisst nicht etwa so, weil es nach Fisch riecht, sondern eher, weil es mit Zutaten gekocht wird, die für eine bestimmte Fischzubereitung verwendet werden.

Hier hatte ich ein solches Gericht schon mal mit Auberginen verbloggt. Wir mögen diese Aromen sehr gerne, sodass die Entscheidung für diese aromatische Zubereitung leicht fiel. Und ein Rezept aus Fuchsia DunlopsLand of Plenty“* ist eigentlich auch schon ein Garant für’s Gelingen.

Die Speise vereinigt salzig mit süss, dazu kommen knackige Gemüse wie reichlich Frühlingszwiebel, Ingwer und Knoblauch sowie der frittierte Tofu, aussen etwas crunchy und innen wunderbar zart. Dazu eine grosszügige (asiatische) Portion Duftreis und man is(s)t im Himmel.
Das ist eine schnelle Zubereitung, der Tofu ist ruckzuck frittiert und mit den anderen Zutaten in den Wok geworfen. Laut Fuchsia Dunlop gibt es auch schon frittierten Tofu zu kaufen, habe ich aber in Deutschland noch nicht gesehen.

Yu Xiang Dou Fu

Fischduft-Tofu

Zutaten für 2:

  •  Erdnussöl
  • 3 TL Ingwer, fein gehackt
  • 3 TL Knoblauch, fein gehackt
  • 3 Frühlingszwiebeln, weisse Enden nur, in steilem Winkel zu “Pferdeohren” geschnitten
  • 2 EL eingelegte Chilipaste, alternativ Sambal Oelek* (Tina – Chili-Bohnen-Paste*)
  • 250 g frittierter Tofu, alternativ festen Tofu in 1 x 2,5 cm grossen Stücken selbst frittieren, bis er aussen goldbraun und innen noch weich und hell ist
  • 180 ml Geflügelbrühe, alternativ Gemüsebrühe für fleischlose Zubereitung
  • 2 TL leichte Sojasauce (Asialaden oder bei Amazon kaufen*)
  • 1 TL Zucker
  • 1/4 TL Salz

Zubereitung:

Etwas 3 EL Erdnussöl in einem Wok auf grosser Hitze erhitzen, bis es raucht. Dann Ingwer, Knoblauch, Frühlingszwiebel und Chilipaste zugeben und für 1 Minuten unter Rühren braten, bis das Öl rot und sehr duftend ist. Aufpassen, dass man die Gemüse nicht verbrennt,´und die Hitze notfalls runterschalten.

Tofu und Brühe zugeben, zum Kochen bringen und mit Sojasauce, Zucker und Salz würzen. Gut vermischen und und Hitze runterschalten. Für 10 Minuten unter gelegentlichem Rühren kochen, bis die meiste Flüssigkeit verdunstet ist.

Die Tofustücke auf eine Servierplatte geben und das Gemüse darüber geben. Kalt oder warm servieren.

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Der Rest des gekauften Paneers fand seine endgültige Bestimmung in diesem Rezept. Ab jetzt wird Paneer selbstgemacht! Ich werde berichten.

Das Rezept mit den drei P – Paneer, Pilze und Paprika – aus dem Awadh im Norden Indiens fand ich in meiner Bibel für indisches Essen “India: The Cookbook“* von Pushpesh Pant. Fruchtig und eher mild in der Schärfe schmeckt es fast unindisch. Sicher liegt das an den verwendeten Paprika, wir entschieden uns für ein oranges Exemplar. Pushpesh Pant nimmt in seinem Rezept rote, grüne und gelbe. Die grüne Paprika bringt sicher eine etwas herbere Note mit, aber da eine Person in diesem Haushalt (meinereiner) mit grünen Paprika auf Kriegsfuss steht und die orangen Paprika uns (den Mann) auf dem Wochenmarkt so anlachte, musste die halt mit.

Die Gewürze sind fein abgestimmt, die leichte, eher spitze Chilischärfe harmoniert wunderbar mit den wärmenden Pfeffer. Ein Hauch Kardamom und Nelke, der aromatische schwarze Kreuzkümmel – nicht zu verwechseln mit Schwarzkümmel – und eine gute Menge Ingwer machen die Speise schön rund.

Und wenn du den Paneer mit festem Tofu ersetzt, ist das Dhingri Dulma sogar vegan. Leicht ist es auf jeden Fall!

Dazu aßen wir türkisches Fladenbrot, weil’s da war und weg musste. Du kannst sicher auch Basmatireis oder indisches Fladenbrot dazu geniessen.

Dhingri Dulma

Paneer mit Paprika und Pilzen

Zutaten für 2:

  • 2 EL Pflanzenöl
  • 1/2 TL schwarze Kreuzkümmelsaat (indisches Geschäft oder bei Amazon kaufen*)
  • 2 Frühlingszwiebeln, in feinen Ringen
  • 2 TL Ingwerpaste oder entsprechende Menge selber pürieren
  • 2 TL Knoblauchpaste oder entsprechende Menge selber pürieren
  • 1/2TL Chilipulver (Kashmirchili ist am besten – indischer Lebensmittelhandel oder bei Amazon kaufen*)
  • 250 g Tomaten, gehackt
  • 100 g weisse Champignons, in Scheiben
  • 1/2 grüne Paprika, entkernt und in feinen Scheiben (Tina – 1 orange Paprika)
  • 1/2 rote Paprika, entkernt und in feinen Scheiben (Tina – weggelassen)
  • 1/2 gelbe Paprika, entkernt und in feinen Scheiben (Tina – weggelassen)
  • 225 g Paneer, in 1 cm Würfeln (indischer Käse – erhältlich im indischen Lebensmittelgeschäft)
  • 1/2 TL schwarzer Pfeffer, geröstet und gemahlen
  • 1 grosszügige Prise Kardamom, gemahlen
  • 1 grosszügige Prise Nelken, gemahlen
  • 1 grosszügige Prise Bockshornkleesaat, gemahlen (Reformhaus, Bioladen, Indialaden oder bei Amazon kaufen*)
  • 1 grosszügige Prise Kala Namak (schwarzes Salz – indischer Lebensmittelhandel oder bei Amazon kaufen* – oder ersetzen durch normales Salz, dann aber weniger)
  • 1,5 cm Ingwer, in Julienne geschnitten
  • Salz
  • Koriandergrün zum Servieren

Zubereitung:

Öl in einer schweren Pfanne erhitzen, schwarze Kreuzkümmelsaat zugeben und unter Rühren anbraten, bis sie zu springen beginnen. Dann Frühlingszwiebeln zugeben und für 1-2 Minuten unter Rühren anbraten. Knoblauch- und Ingwerpaste zugeben und für 10 Sekunden rührend anbraten, dann Chilipulver unterrühren. Tomaten zugeben und für 2-3 Minuten rührbraten.

Champignons zugeben und für 3-4 Minuten unter Rühren anbraten. Paprika zugeben und für 1 Minute rührbraten. Paneer zugeben und salzen, für 1 Minuten rühren braten, dann den Pfeffer und die anderen Gewürze zugeben sowie die Ingwerstreifen. Gut unterrühren, von der Platte nehmen, abschmecken und mit Koriandergrün bestreut servieren.

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