Endlich sind sie da, die Dicken Bohnen, auch Sau- oder Ackerbohnen genannt. Ich liebe sie sehr, sie kommen für mich – wenn ich denn eine Hitliste hätte -  knapp nach frischen Erbsen und noch vor Spargel.

Leider muss man schon richtig viel Dicken Bohnen in Schote kaufen, um ein Häufchen verwertbare Bohnenkerne zu erhalten. Aber man wird belohnt für die Arbeit. Diesmal sind von knapp 1200 g Dicken Bohnen nur etwa 300 g Bohnen in Lederhaut geblieben, die ich kurz blanchiert habe, um dann nach Entfernung der Häutchen auf den kümmerlichen Rest von knapp über 200 g Bohnenkerne zu blicken.

Wie für den ersten Spargel hatte ich mir auch für die ersten Dicken Bohnen ein Rezept zurecht gelegt – Lasagne mit Dicken Bohnen und Ziegenkäse aus dem phantastischen Kochbuch “Vegetarisch auf die Schnelle” von Rose Elliot.
Wenn man mal von der Bohnenpuhlerei absieht, ist das ein wirklich schnelles Gericht und superlecker noch dazu. Aber auch die Bohnen sind mit etwas Übung schnell nackig gemacht.

Begeistert an diesem Gericht hat mich vor allen Dingen, dass diese Lasagne keine Auflaufform braucht, mit ofenfesten Tellern kannst du sie auch direkt darauf in den Ofen stecken. Sie kommt recht leicht daher, natürlich nur, wenn man nicht auf Fett und Kalorien schaut. Aber wer tut das schon *hust* ;-)

Für den Parmesan obendrüber habe ich diesmal Reste verwendet und alles drüber gerieben, was an Parmigiano-, Pecorino-, Kefalotiri-Stückchen, die im Kühlschrank schlummerten und noch verwertbar waren. Was sich so ansammelt… Unglaublich…

 

Lasagne mit Dicken Bohnen und Ziegenkäse
leichte, vegetarische Lasagne

Autor:
Kueche: europäisch
Rezepttyp: Hauptgericht
Portionen: 2

Vorbereitungszeit: 
Kochzeit: 
Gesamtzeit: 

Zutaten
  • Salz
  • 1200 g Dicke Bohnen in Schote
  • oder 330 g Dicke Bohnen in Lederhaut
  • oder 210 g Dicke Bohnen, nackt
  • 3 Lasagneplatten
  • 125 g Ziegenfrischkäse
  • schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
  • 4 EL Sahne
  • 30 g Parmesan, frisch gerieben

Zubereitung
  1. Reichlich Salzwasser zum Kochen bringen und die gepuhlten Dicken Bohnen darin für 2 (Tina – 5, da frische Bohnen, Rose verwendet TK-Bohnen) Minuten blanchieren.
  2. Die Bohnen über einer Schüssel in ein Sieb abgiessen. Das aufgefangene Kochwasser zurück in den Topf giessen, wieder aufkochen und die Lasagneplatten darin etwa 8-10 Minuten garen.
  3. Die Bohnen unter fliessendem kalten Wasser abschrecken und die ledrigen Hülsen entfernen (Tina – ohne Abschrecken)
  4. Den Ziegenfrischkäse cremig rühren, ggfs etwa 4 EL kaltes Wasser zugeben. Die Dicken Bohnen zugeben, alles gut verrühren und kräftig mit Salz und Pfeffer würzen.
  5. Die Lasagneblätter abgiessen und bis zur Verwendung in kaltes Wasser legen. Den Backofen auf 200 Grad vorheizen.
  6. Die Teigplatten halbieren, sodass sie etwa quadratisch sind. Ein Backblech oder eine Auflaufform mit Backpapier auslegen, um ein Anbrennen der Lasagneblätter zu verhindern. 2 Nudelquadrate darauf verteilen.
  7. Auf jedes Quadrat einige Löffel Bohnen-Käse-Mischung geben, eine zweite Lage Nudelquadrate darüberlegen, dann wieder Bohnen und mit einer letzten Lage Nudelquadrate abschliessen. Über jeden Stapel 2 EL Sahne giessen und geriebenen Parmesan darüber streuen (Tina – umgekehrt)
  8. Die Lasagne im Backofen etwa 5 (Tina – 10) Minuten überbacken, bis sie richtig warm ist und eine goldbraune Kruste hat.

Notizen
Rose Elliot empfiehlt dazu einen knackigen Sommersalat mit frischer Minze.

 


 

Ich könnte mich immer noch über diesen wohl srilankischen Namen für Kohlrabi beömmeln. Er passt wirklich wie Faust auf Auge in unserer Sprache. Und scheinbar ist Kohlrabi ein beliebtes Gemüse auf Sri Lanka, was mich sehr verwunderte.

Aber egal, ich mag Kohlrabi und ich mag Curries, daher musste Amilas Knol Khol Curry zügig nachgekocht werden.
Es ist ein würziges Curry, das mit wenig Zutaten auskommt. Wir haben dafür unser Sri Lanka Curry verwendet, du kannst sicher auch ein Currypulver deiner Wahl verwenden. Aber wenn du eh für die Curryblätter und den Bockshornklee zum Asiamarkt gehst, schau mal, ob du dort auch ein Currypulver aus Sri Lanka findest.
Ich mag den Bockshornklee wirklich sehr gerne, wenn ich auf die weichgekochten Samen beisse. Das gibt kleine, intensive Geschmacksexplosionen im Mund. Lecker! Du bekommst den Bockshornklee auch im Bioladen und beim Gewürzhändler, bestimmt haben die auch getrocknete Curryblätter dort. Sie sind aber ein eher schlechter Ersatz für frische Blätter, da viel Aroma beim Trocknen verloren geht.

Das Curry ist sehr einfach und schnell gemacht. Probier es aus!

 

Knol Khol Curry
Würziges, vegetarisches Kohlrabicurry

Autor:
Kueche: Sri Lanka
Rezepttyp: Curry
Portionen: 2

Vorbereitungszeit: 
Kochzeit: 
Gesamtzeit: 

Zutaten
  • 1 mittelgrosser Kohlrabi, gewürfelt
  • 2-3 Blätter Kohlrabigrün, grob gehackt – alternativ weglassen
  • 1 Schalotte, fein gehackt
  • 1 Zweig Curryblätter, abgezupft
  • 1 TL Chilipulver
  • ¼ TL Curcuma, gemahlen
  • 1 TL (Sri Lanka) Currypulver
  • 1 TL Bockshornkleesaat
  • 1 kleines Stück Zimt, hier Cassia
  • Salz
  • 160 ml Kokosmilch, das ist eine kleine Dose

Zubereitung
  1. Alle Zutaten bis auf die Kokosmilch in einen Topf geben und kurz anschwitzen, dann 100 ml Wasser zugeben.
  2. Für 10 Minuten kochen, bis der Kohlrabi nahezu durch ist. Kokosmilch zugeben, salzen und kochen, bis der Kohlrabi durch und die Kokosmilch etwas reduziert ist.
  3. Abschmecken und mit weissem Reis servieren.

 

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Ostermontag kochte ich für uns und des Mannes Eltern ein kleines Menue, das möglichst stressfrei zuzubereiten sollte, da ich etwas malad bin. Ausserdem durfte es nicht zuviel sein, denn die älteren Herrschaften essen ja nicht mehr soviel. Mehr als 3 kleine Gänge waren da nicht drin. Passte also alles ;-)

Und das gab’s (Rezepte folgen unten):

  • Erbsen-Minz-Süppchen mit Sugarsnaps
  • Spanferkelfilets mit Ras el Hanout, Sauce mit Lampong-Pfeffer und schwarzem Kardamom, Möhren mit Kreuzkümmel und Zitrone, dazu Kartoffelstampf mit Büffelbutter
  • Malabi, ein Pudding mit Rosenwasser, und darauf selbstgekaufter Maracuja-Sirup

Die Suppe war schön frühlingshaft, vegetarisch und aus meinem neuen Kochbuch von Rose Elliot “Vegetarisch auf die Schnelle“. Ich geb’s ja zu, ich war zuallerst von den Cover-Farben angefixt, aber der Inhalt ist wirklich toll. Die Zuckerschoten/Sugarsnaps habe ich letztens im Asialaden entdeckt und liebe sie heiss und innig. So viel besser als der – auch importierte – Kram, den unsere Gemüsehändler sonst so haben. Sie wurden von uns einfach in Salzwasser für 5 Minuten blanchiert und auf die Suppe gelegt.
Ich habe die Suppe nicht, wie im Rezept verlangt, durch ein Sieb gestrichen, sondern sie so rustikal gelassen. Uns gefiel das diesmal sehr gut.

 

Erbsensuppe mit Minze
Leichte, frühlingshafte Erbsensuppe

Autor:
Kueche: europäisch
Rezepttyp: Suppe
Portionen: 4-6 als Vorspeise

Vorbereitungszeit: 
Kochzeit: 
Gesamtzeit: 

Zutaten
  • 15 g Butter (Tina – Öl)
  • 1 Zwiebel, gehackt (Tina – Schalotte)
  • 125 g mehligkochende Kartoffel, gewürfelt (Tina – vf)
  • 450 g TK-Erbsen, aufgetaut
  • 4-5 Stängel Minze, abgezupft
  • 1 l Gemüsebrühe
  • Salz
  • frisch gepresster Zitronensaft

Zubereitung
  1. Die Butter in einem grossen Topf schmelzen und die Zwiebel und die Kartoffelwürfel darin für ca. 10 Minuten leicht anbraten.
  2. Die Erbsen, Minze und die Brühe zugeben. Alles zum Kochen bringen und 10-15 Minuten köcheln lassen, bis die Kartoffeln und Zwiebeln weich sind.
  3. Die Suppe mit einem Küchenmixer oder mit einem Stabmixer pürieren und durch ein Sieb zurück in den Topf streichen. Nach Belieben mit etwas Wasser verdünnen und nochmals langsam erhitzen. Mit Salz und ein bisschen Zitronensaft abschmecken und servieren.

 

Für den Hauptgang haben wir Spanferkelfilets mit rotem Ras el Hanout aus dem arabischen Supermarkt eingerieben, auf dem Teppanyaki angebraten und dann im Ofen bei 80 Grad gar ziehen lassen, während die Kartoffeln für den Stampf mit Büffelbutter kochten.
Die Sauce wurde mit Kalbsfond, schwarzen, rauchigen Kardamomkapseln (Bezug – indischer Supermarkt) und zitronig-frischen, leicht bitteren Lampongpfeffer-Körnern (Bezug über Ingo Holland) gekocht, Nachdem ich Schalottenwürfel in Butter angebraten und mit Pinot Grigio abgelöscht hatte. Reduziert um zwei Drittel habe ich sie püriert und mit eiskalter Butter montiert. Ein wirklich feines Sösschen…

Die Möhren habe ich nach einem weiteren Rezept von Rose Elliot zubereitet. Wieder ein feines erfrischendes Gericht, vor allen Dingen für jemanden wie mich, der warme süsse Möhren so gar nicht mag. Hier kommen sie würzig und leicht zitronig daher. Sehr schön…

Geschmorte Möhren mit Kreuzkümmel

Zutaten:

  • 750 g junge Möhren, gründlich abgerieben (Tina – 1 Bund)
  • 4 EL Olivenöl
  • 4 Knoblauchzehen, in Scheiben
  • 1 TL Kreuzkümmel, gemahlen
  • 1 TL Kreuzkümmel, ganz
  • 1/2 Zitrone, der Saft davon
  • Salz
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 2 EL Blattpetersilie, gehackt

Zubereitung:

Die Möhren mit dem Olivenöl, dem Knoblauch, dem gemahlenen und ganzen Kreuzkümmel, dem Zitronensaft und 150 ml Wasser sowie etwas Salz und Pfeffer in einen Topf (Tina – Kupferpfanne) geben. Zum Kochen bringen und die Möhren zugedeckt etwa 30 Minuten köcheln lassen, dabei aufpassen, dass sie nicht anbrennen. (Tina – nach Bedarf weiteres Wasser zugeben)

Die Möhren sind gar, wenn sie sich mit der Messerspitze eingestochen sehr weich anfühlen und das Wasser zu einer zähflüssigen, schimmernden Glasur eingekocht ist. Mit frisch gehackter Blattpetersilie bestreut servieren.

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Wie schön, wenn einem morgens der Rechner abraucht, wo frau doch möglichst früh vom Dessert beim Kochtreffen schreiben will. Jetzt bastelt er schon seit Stunden sein Raid neu und ich bin froh, dass er mittlerweile annähernd bedienbar ist.

Da nutze ich schnell die Chance, dir diesen leckeren Pudding namens Malabi vorzustellen, den ich das erste Mal in der Kurve, einem jüdischen Restaurant in Düsseldorf gegessen habe. Dazu hatten wir Kompott aus getrockneten Früchten (beide Rezepte aus Janna Gurs “Die neue israelische Küche”) und tolle, klatschsüsse Mandelzigarren aus dem wundervollen Buch “Saffron Shores – Jewish Cooking of the Southern Mediterranean” von Joyce Goldstein.

Bei den Zigarren haben die Mengen nicht so ganz hingehauen, es war zuviel Füllung für die Menge an Filoteig. Wenn du das nachbasteln möchtest, nimm am besten nur die Hälfte oder dreiviertel der Füllung. Das wird wohl reichen.
Der Pudding hat uns sehr überzeugt, er ist nicht zu süss und kann gut mit anderen Toppings bedeckt werden. Zu Ostern werden wir wohl die Variante mit Himbeersirup und Pistazien versuchen. Eigentlich soll er übrigens ganz weiss sein, aber mangels weissem Zucker (aber um die 10 Sorten Palmzucker, brauner Zucker usw. ;-) ) in diesem Haushalt hat er eine schöne cremige Farbe erhalten.

Malabi

Zutaten

  • 1 l Milch
  • 75 g Speisestärke
  • 1 EL Rosenwasser
  • 240 ml Schlagsahne
  • 100 g Zucker

Zubereitung

In einer Schüssel eine Tasse Milch mit Stärke und Rosenwasser verrühren, bis die Stärke sich vollständig aufgelöst hat.

Die restliche Milch mit Sahne und Zucker erhitzen. Wenn sie zu köcheln beginnt, die aufgelöste Stärke hinzufügen und unter Rühren auf kleiner Flamme 2-3 Minuten köcheln lassen, bis die Mischung eindickt.

Vom Herd nehmen und in kleine Servierschälchen giessen. Mit Klarsichtfolie abdecken, auf Zimmertemperatur abkühlen lassen und mindestens 4 Stunden in den Kühlschrank stellen.

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Kompott aus getrockneten Früchten

Zutaten

  • 1 Tasse getrocknete Aprikosen
  • 1 Tasse Trockenpflaumen
  • ½ Tasse getrocknete Apfelringe
  • ¾ Tasse Rosinen
  • ½ Tasse Zucker
  • 1 Zimtstange
  • ½ Zitrone

Zubereitung

Alle Zutaten in einen grossen Topf geben. Wasser bis zur doppelten Höhe der Früchte dazugiessen.

Aufkochen, die Hitze reduzieren und 30 Minuten köcheln lassen. Abschmecken uund nach Geschmack mehr Zucker zugeben.

Abkühlen lassen und gut gekühlt servieren.

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Mandelzigarren

Zutaten

  • —FÜLLUNG:
  • 300 g Mandeln ohne Haut, blanchiert
  • 150 g Zucker
  • ½ TL getrockneter Ingwer, gemahlen
  • ½ TL Nelken, gemahlen
  • ½ TL Ceylon-Zimt, gemahlen
  • 1 Eigelb
  • ½ EL Orangenblütenwasser
  •  ½ Eiweiss, bei Bedarf
  • —ZIGARREN:
  • 10 Blätter Filoteig 30×30 cm
  • ½ Eiweiss, leicht verschlagen
  • 100 g Butter, geschmolzen

Zubereitung

Für die Füllung Mandeln mit Zucker in Teilmengen in Mixer grob zerkleinern. Gewürze, Eigelb und Orangenwasser zugeben. Wenn die Masse zu trocken sein sollte, etwas Eiweiss zugeben. 10 Bällchen aus der Paste formen und beiseite stellen.

Jeweils ein Filoteigblatt mit Butter einstreichen, dann längs dritteln, die Lagen übereinander legen. Ein Mandelbällchen zu einer Zigarre formen, auf den Filoteig legen, die Seiten einschlagen und zu einer Zigarre rollen, das Ende mit Eiweiss bestreichen und gut andrücken. Mit den anderen Zigarren ebenso verfahren.

Ofen  auf 180 Grad vorheizen, die Zigarren auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und für ca. 30 Minuten backen.

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