[für die Lunchbox] Kohlrabisalat mit Pep

Auch wenn ich nicht aus dem Haus muss, habe ich doch gerne mittags ein leichtes Essen, das auch schnell geht. Vor allen Dingen jetzt im Sommer, wenn die Sonne die Wohnung knackig warm macht, mag man doch auch nicht ewig in der Küche stehen.

Da kam mir dieses Rezept, das schnell gemacht ist und mit wenigen Zutaten auskommt, gerade recht. Noch dazu kann man diesen Salat auch prima auf Vorrat zubereiten, da er sich wohl im Kühlschrank mehrere Wochen hält.

Kohlrabisalat mit Pep

Der Salat ist schön knackig, fein säuerlich und bekommt ordentlich Pep durch die grüne Currypaste. Allerdings halte ich die Menge Currypaste im Kochbuch “genießen wie es mir gefällt: Das Kochbuch mit dem Schlank-Joker“* für ein bisschen zu viel. Wenn man richtige Thai-Currypaste nimmt – die grüne ist die schärfste Paste, knallt das ganz schön. Das war selbst mir ein bisschen zu scharf und das heisst schon was ;-) Also nehmt lieber etwas weniger, vor allen Dingen, wenn ihr nicht allzu scharf essen könnt.

Kohlrabisalat mit Pep
Knackig-scharfer Salat mit feiner Säure, gut auf Vorrat zu machen.
Autor:
Kueche: asiastyle
Rezepttyp: Salat
Portionen: 2
Vorbereitungszeit: 
Kochzeit: 
Gesamtzeit: 
Zutaten
  • 2 Kohlrabi (ca. 700 g)
  • 3 TL Salz
  • 2 TL Zucker
  • 4 EL Balsamico bianco
  • 2 TL grüne Thai-Currypaste (wird sehr scharf, lieber weniger nehmen)
Zubereitung
  1. Kohlrabi grosszügig schälen, damit auch alle holzigen Stellen und Fasern entfernt werden. Geschälte Kohlrabi halbieren und auf einer Gemüsereibe in feine Streifen hobeln. Die Scheiben dann übereinanderlegen und in feine Streifen schneiden. (Tina - Spiralschneider verwendet)
  2. Kohlrabistreifen und Salz in eine Schüssel geben und mit den Händen kräftig durchkneten, 30 Minuten Wasser ziehen lassen.
  3. Zucker, Essig und Currypaste zu einer Marinade verrühren. Kohlrabi mit den Händen kräftig ausdrücken und das gezogene Wasser am Schüsselrand ablaufen lassen. Alternativ Kohlrabi in einem Sieb auspressen. Kohlrabi mit der Marinade vermengen und abschmecken. Salat in ein grosses Einmachglas füllen, gut verschliessen und vor dem Essen im Kühlschrank mindestens über Nacht ziehen lassen.
Notizen
Der Kohlrabisalat hält sich im Kühlschrank einige Wochen, daher bietet es sich an, gleich mehr davon zuzubereiten.

 

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[fleischlos] Ringelbeete-Salat mit Ziegenkäse und Fenchel

So, der Sommer ist da, das Blog strahlt im beerigen Sommerlayout, die Feiertage haben wir hinter uns gelassen und vor den Ferien habe ich noch die Rezepte vom letzten Kochtreffen für euch. Ausserdem wirft ein grosses Event mit prominenter Beteiligung seine Schatten voraus. Mehr dazu später!

Als frisches, knackiges Salätchen zu Menuebeginn hatte ich diesen Salat mit bunt-gestreiften Verwandten der Roten Beete, würzigem Ziegenkäse und jungem Fenchel ausgesucht. Die geringelten Beete sind weniger erdig als Rote Beete, erinnerten roh ein wenig an Steckrüben, schmecken aber auch jemandem wie mir, die grade von süsslichen Wurzelgemüsen abgeschreckt wird. Mein Gemüsehändler hatte mir gelb-weiss gestreifte Beete besorgt, die auf dem Teller mit der roten Sauce wettleuchteten. Daniel Humm und Will Guidara verwenden in ihrem Kochbuch “I love New York“* (deutsche Ausgabe hier*) rosa-weiss gestreifte Ringelbeete, die auch sehr hübsch aussehen. Es gibt wohl soviel verschiedene Farbkombinationen, sagte mein Gemüsemann, dass man sich munter austoben kann.
Ich denke aber auch, dass der Salat mit Eiszapfen, Mairübchen, Teltower Rübchen und co auch phantastisch schmecken wird.

Bei meinen Gästen war die Humm’sche Komposition aus Wurzelgemüse, himbeerigem Dressing, aromatischem Ziegenkäse und fein gehobeltem Fenchel auf jeden Fall ein Highlight. Und auch hier steht der Salat auf der Wiederkochliste

Ringelbeete-Salat mit Ziegenkäse und Fenchel

Zutaten für 8:

Für den Himbeeressig (Tina – gekauften Himbeeressig verwendet):

  • 1 Tasse a 240 ml Himbeeren
  • 500 ml weisser Balsamico
  • 1 EL Selleriegrün
  • 1 TL ganzer schwarzer Pfeffer, angestossen
  • 1/2 TL Fenchelsaat

Für die Ringelbeete:

  • 32 kleine Ringelbeeten, ganz und mit Schale
  • 1 l Olivenöl
  • 360 ml Rotweinessig
  • 4 EL Zucker
  • Salz

Für die Vinaigrette:

  • 500 ml Rote Beete Saft
  • 120 ml Himbeeressig (s.o.)
  • 120 ml Orangensaft
  • 6 EL Olivenöl
  • Salz

Zum Anrichten:

  • 4 kleine Ringelbeeten, auf einer Mandoline in dünne Scheiben gehobelt
  • 4 TL Olivenöl
  • 2 Fenchelknollen
  • 300 g Ziegenkäse
  • Fenchelblüten (Tina – wegegelassen)
  • Fenchelgrün

Zubereitung:

Himbeeressig – Die Himbeeren mit einem Löffelrücken in einer Schüssel zerdrücken. Essig darüber geben, dann Selleriegrün, Pfeffer und Fenchelsaat zugeben und in ein verschliessbaeres Glassgefäss geben. Für 3 Wochen bei Raumtemperatur ziehen lassen. Dann durch ein Sieb giessen und aufbewahren.Ringelbeete – Ofen auf 200 Grad vorheizen. Beete gut waschen und in ein ofenfestes Gefäss geben. Öl mit Essig, Zucker und einem Liter Wasser vermischen, salzen und über die Beete geben. Mit Alufolie verschliessen und für 40-50 Minuten in den Ofen geben. Dann aus der Flüssigkeit nehmen und abkühlen lassen. Nun die Haut abziehen. 24 Beete ganz lassen und 8 Stück vierteln

Vinaigrette – In einer Sauteuse Rote Beete Saft und Himbeeressig mit 500 ml Wasser erhitzen und auf ca 250 ml einkochen. Abkühlen lassen, dann mit dem Orangensaft vermischen. Olivenöl unterrühren und mit Salz abschmecken-

Anrichten – Alle Ringelbeeten mit dem Olivenöl vermischen und auf Platten bunt anrichten. Vom Fenchel den Boden und die äusseren Lagen entfernen, dann auf seinen Boden setzen und vierteln. Den Fenchel längs auf einer Mandoline dünn hobeln und auf den Platten arrangieren. Die leeren Stellen mit kleinen Bröckchen Ziegenkäse füllen. Vinaigrette darüber träufeln und mit Fenchelgrün und -blüten garnieren.

 

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[Heimatküche] Stiewe Ries mit Zieheknies

Na, wer von euch denkt jetzt “Wasn das?”

Stiewe Ries mit Zieheknies ist in meiner Familie und vielleicht auch in meiner Heimatstadt im Raum Aachen ein Begriff für ganz simplen Milchreis mit Zimt und Zucker. Auf Hochdeutsch würde es recht unappetitlich “Steifer Reis mit Zehenschmand” heissen. Ich denke, ich muss dem geneigten Leser das Wort Zehenschmand nicht näher erläutern ;-)

Milchreis ist für mich eine echte Kindheitsnummer, ähnlich wie Kohlrabi in Milchsösschen mit Salzkartoffeln und Bratwurst oder auch Kohleintöpfe mit Brot, wie meine Uroma es gerne aß und ich es von ihr übernommen habe.
Meine Oma machte Milchreis immer mit Eischnee, der grob untergehoben wurde. Ausserdem gab sich jeder selbst Zimt und Zucker darüber. Auf dem spärlich bestückten Küchenregal – Salz im blauen Steingut, weisser Pfeffer, Fondor, Maggi, Gewürzmischung Nr. 5 oder so – stand immer ein Döschen Zimtpulver einer gängigen Supermarktmarke, worein man auch etwas Zucker gemischt hatte. Das machte das Dosieren von Zimt und Zucker natürlich wesentlich einfacher.

Wie der Name “Steifer Reis” schon sagt, war der Milchreis auch eher fest und nicht suppig. Etwas Fluffigkeit bekommt er durch den untergeschlagenen Eischnee und die schöne Farbe kommt vom Eigelb, das vorher untergerührt wird. Man könnte ihn so auch sicher für belgischen Reisfladen verwenden, den ich auch sehr gerne mag.

Ich habe den Milchreis wesentlich zuckerärmer gekocht als meine Oma es tun würde. Wenn du es nachkochst, nimm einfach Zucker nach deinem Gusto. Mein süsser Zahn ist längst nicht mehr so ausgeprägt wie früher.
Ausserdem solltest du aufpassen, dass er dir nicht anbrennt, also lieber einmal mehr als zuwenig drin rühren.

Und wie magst du deinen Milchreis? Ist das auch eine Kindheitserinnerung?

 

 

Stiewe Ries mit Zieheknies

Milchreis mit Eischnee und Zimt und Zucker

Zutaten für 4:

  • 1 Liter Milch
  • 250 g Milchreis
  • 1 EL Zucker
  • Zimt
  • Salz
  • 2 Eier, getrennt

Zubereitung:

Milch mit einer Prise Salz aufkochen, dann Milchreis und Zucker zugeben. Auf kleiner Hitze unter regelmässigem Rühren für 30-40 Minuten köcheln, bis der Reis gar ist.

Das Eigelb verkleppern und unter den Milchreis rühren. Aus dem Eiweiss einen steifen Eischnee herstellen und unter den Milchreis heben.

Mit Zimt und Zucker nach Geschmack bestreut servieren.

[indisch] Ande Aalu Rase wale – Eiercurry mit Kartoffeln

Mal wieder ein Gericht, das für mich kulinarische Liebe auf den ersten Blick war. Die Kombination von indischen Aromen mit Kartoffeln ist für mich einfach unschlagbar. Dazu noch Resteverwertung – die bunten Eier von Ostern mussten weg – und alles ist gut.

Einfach und schnell zu machen ist dieses Curry und solltest du nicht alle Einzelgewürze im Haus haben, gib einfach Currypulver in selber Menge zu. Schmeckt bestimmt nicht schlechter!

Das Curry schmeckt wirklich köstlich, würzig und ein bisschen scharf. Dazu knackige Kartoffeln und hartgekochte Eier, das alles in tomatiger Sauce. Ein Träumchen!

Neeta Saluja empfiehlt in ihrem Kochbuch “Six Spices: A Simple Concept of Indian Cooking“* dazu Chapatis, wir haben es mit Reis (Basmati mit Ghee <3 )gegessen.

 

 

Ande Aalu Rase wale

Eiercurry mit Kartoffeln

Zutaten für 2:

  • 1 kleine Zwiebel, gehackt
  • 1/4 TL Ingwer, fein gehackt
  • 1/4 TL Knoblauch, fein gehackt
  • 1/8 TL rotes Chilipulver
  • 1/8 TL Curcuma, gemahlen
  • 1/2 TL Koriandersaat, gemahlen
  • 250 g Kartoffeln, in Würfeln
  • 2 EL Pflanzenöl
  • 1 Tomate, gehackt
  • 1/2 TL Salz oder nach Geschmack
  • 240 ml Wasser
  • 3 Eier, hartgekocht und gepellt
  • 1/4 TL Garam Masala
  • 1 EL Koriandergrün, gehackt

Zubereitung:

Zwiebeln, Ingwer und Knoblauch in einem Mixer pürieren. Dann Chili, Curcuma und Koriander zugeben und für 10 Minuten sich setzen lassen.

Öl in einer schweren Pfanne erhitzen, Zwiebelmischung zugeben und auf mittlerer Hitze unter Rühren braten, bis die Mischung goldbraun ist.

Tomaten zugeben und unter Rühren köcheln, bis sich das Öl absetzt.

Kartoffeln und Salz zugeben. Gut vermischen, so dass alle Kartoffelstücke gut mit der Sauce (Masala) benetzt sind. Wasser zugeben und zugedeckt auf mittlerer Hitze unter gelegentlichem Rühren für 10 Minuten köcheln.

Zum Kochen bringen, Eier zugeben und auf kleiner Hitze köcheln, bis die Kartoffeln gar sind und die Sauce zur gewünschten Konsistenz eingedickt ist.

Mit Garam Masala und Koriandergrün bestreut servieren.

 

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