[genussvoll vegetarisch] Linsen mit Tomaten und Gorgonzola

Das Schöne an meiner momentanen fleischlosen Ernährung ist auf jeden Fall, dass so einige vegetarische Kochbuchschätzchen wieder hervorgeholt werden. Darunter auch “Genussvoll vegetarisch“* von Yotam Ottolenghi, aus dem dieses wirklich geniale Rezept stammt.

Auf jeden Fall wird dieser “Salat” auch für den Sommer vorgemerkt. Es passt bestimmt super auch zu Gegrilltem und lässt sich gut kalt essen.

Aromatisch sehr dicht kommt er daher, auch wenn man wie ich andere Linsen als die von Ottolenghi empfohlenen Castelluccio-Linsen verwendet. Fein kräuterig, ein bisschen säuerlich, die Süsse von den Tomaten (die ich übrigens selbst eingelegt hatte nach einem Kochtrotz-Rezept) und der herbe Gorgonzola. Auch wenn man die milde Variante verwendet, kommt er richtig gut durch. Einen kräftigen Gorgonzola würde ich jeden Fall nicht verwenden.

Frisch zubereitet schmeckt er lauwarm einfach klasse, aber auch am nächsten Tag gut durchgezogen hat er Qualitäten, zum Lieblings-Linsensalat aufzusteigen.

 

(Castelluccio-)Linsen mit Tomaten und Gorgonzola

Zutaten für 2:

  • 1/2 kleine, rote Zwiebel, in sehr dünne Scheiben geschnitten
  • 1/2 EL guter Rotweinessig
  • 1/2 TL Maldon Sea Salt
  • 125 g Castelluccio-Linsen (Tina – Puy-Linsen)
  • 1,5 EL Olivenöl
  • 1/2 Knoblauchzehe, zerdrückt
  • 1,5 EL Kerbel, gehackt
  • 1,5 EL Schnittlauchröllchen
  • 2 EL Dill, gehackt
  • 40 g milder Gorgonzola, in unregelmäßige Stücke geschnitten
  • Pfeffer

Ofengetrocknete Tomaten: (Tina – selbst eingelegte)

  •   2,5 Flaschentomaten
  • 4 Zweige Thymian
  • 1/2 EL Olivenöl
  • 1 EL Balsamico
  • Salz

Zubereitung:

Zuerst die ofengetrockneten Tomaten zubereiten. Dazu den backofen auf 130° vorheizen, die Tomaten längs vierteln und mit der Hautseite nach unten auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen.
Die Thymianzweige darauf verteilen. Mit dem Olivenöl und dem Balsamico beträufeln und mit etwas Salz bestreuen.

Für 90 min in den Backofen stellen, bis die Tomaten halb getrocknet sind. Den Thymian entfernen und die Tomaten auf dem Blech kurz abkühlen lassen.

Während die Tomaten trocknen, kann man alles andere gut machen: die Zwiebelscheiben in einer mittelgroßen Schüssel mit dem Rotweinessig übergießen und mit dem salz bestreuen. Umrühren und einige Minuten marinieren, damit die Zwiebeln etwas weicher werden.

Die Linsen in einen Topf mit kochendem Wasser geben (das Wasser sollte etwa drei Zentimeter über den Linsen stehen) und 20-30 Minuten köcheln lassen, bis sie gar sind. In einem Sieb abgießen, gut abtropfen lassen und noch warm zu den Zwiebelringen geben. Das Olivenöl, den Knoblauch und etwas schwarzen Pfeffer hinzufügen, alles vermischen und abkühlen lassen. Nach dem Abkühlen behutsam die Kräuter unterheben, probieren und bei Bedarf nachwürzen.

Zum Servieren die Linsen hügelförmig auf einen großen Teller oder in einer Schüssel anrichten, dabei die Gorgonzolastückchen und die ofengetrockneten Tomaten nach und nach mit einbauen. Zum Schluss nach Belieben mit der beim Garen der Tomaten ausgetretenen Flüssigkeit beträufeln und servieren.

 

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[genussvoll vegetarisch] Karamellisierter Fenchel mit Ziegenquark

Mensch, echt lange keinen Ottolenghi mehr im Blog gehabt! Abba gezz!

Ich habe mir quasi die Hacken abgelaufen, um diesen Ziegenquark zu bekommen. Und plötzlich liegt er da im Reformhaus in der Kühltheke. Musste natürlich sofort mit! Yotam Ottolenghi meint zwar in seinem “Genussvoll vegetarisch“*, dass man auch stattdessen jungen und frischen Ziegenkäse verwenden kann, aber wenn ich einmal angefixt bin, muss es genau diese Zutat sein. Das brachte mir mit der Zeit auch ein ordentliches Trockenlager ein. Verhungern würde ich hier wochenlang nicht ;-)

Aber es hat sich gelohnt, denn der Ziegenquark war wirklich wunderbar cremig, fast fluffig. Die feine Ziegennote passte wunderbar zum süsslichen Fenchel. Das Gericht merke ich mir für den Sommer, wenn bei des Mannes Eltern wieder gegrillt wird und ich dann gerne kleine, leichte Häppchen mitbringe.

Die Menge war für 2 nicht so hungrige Esser, wovon einer noch ein Steak dazu aß, genau richtig. Fenchelfans und Vielesser sollten vielleicht die doppelte Menge machen oder reichlich Beilage dazu einplanen.

Karamellisierter Fenchel mit Ziegenquark

Zutaten für 2:

  • 2 kleine Knollen Fenchel
  • 20 g Butter
  • 2 EL Olivenöl, plus mehr zum Beträufeln
  • 1 EL Zucker
  • 1/2 TL Fenchelsamen
  • Grobes Meersalz
  • schwarzer Pfeffer
  • 1/2 Knoblauchzehe, zerdrückt
  • 25 g Dill, grob gehackt
  • 70g Ziegenquark (oder cremiger junger Ziegenkäse)
  • Abgeriebene Schale von einer halben unbehandelten Zitrone

Zubereitung

Zuerst die Fenchelknollen vorbereiten. Dazu die Stängel mit dem Grün abschneiden und für die Garnitur beiseitelegen. Dann vom Wurzelansatz eine Scheibe abschneiden und trockene oder bräunlich verfärbte äußere Schichten entfernen, dabei darauf achten, dass die Basis intakt bleibt. Die vorbereiteten Knollen der Länge nach 1-1,5cm dicke Scheiben hobeln.

Die Butter mit der Hälfte des Öls in einer großen Bratpfanne bei hoher Temperatur erhitzen. Sobald die Butter zu schäumen beginnt, einige Fenchelscheiben nebeneinander in die Pfanne legen. Nicht zu viele Scheiben gleichzeitig hineingeben und die Scheiben nicht umdrehen oder in der Pfanne bewegen, bevor sie eine leicht goldbraune Färbung angenommen haben, was etwa 2 Minuten dauert. Mithilfe einer Küchenzange wenden und weitere 1-2 Minuten braten. Aus der Pfanne nehmen. Die restlichen Fenchelscheiben in der übrigen Butter-Öl-Mischung auf dieselbe Weise braten.

Sobald der gesamte Fenchel angebraten ist, den Zucker, die Fenchelsamen sowie reichlich Salz und Pfeffer ihn die Pfanne geben. 30 Sekunden erhitzen, dann alle Fenchelscheiben zurück in die Pfanne legen und 1-2 Minuten sanft karamellisieren (im inneren sollten sie noch fest bleiben, daher nur so lange in der Pfanne wende, bis sie ringsum mit dem schmelzigen Zucker und den Fenchelsamen überzogen sind). Den Fenchel aus der Pfanne nehmen und auf einem Teller abkühlen lassen.

Zum Servieren den Fenchel mit dem Knoblauch und dem Dill in eine Schüssel geben und vermischen. Auf einer Platte anrichten und löffelweise den Ziegenquark daraufsetzen. Mit etwas Olivenöl beträufeln und mit der Zitronenschale bestreuen. Mit dem Fenchelgrün garnieren. Bei Raumtemperatur servieren.

 

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Rauchige Frittata nach Yotam Ottolenghi

Nach langer Zeit habe ich noch einmal Yotam Ottolenghis “Genussvoll vegetarisch“* rausgekramt und der Frittata mit Blumenkohl und geräuchertem Scamorza noch eine Chance gegeben.

Ich habe schon viele Rezepte aus den Ottolenghi-Kochbüchern gekocht (die verbloggten Rezepte findest du dort), aber mit der Frittata wurde ich nicht so recht warm. Mittlerweile denke ich, dass es an dem Käse lag, der einfach über den Punkt geräuchert war.

Für dieses Mal habe ich beim italienischen Grosshandel m.V. wunderbaren Scamorza Affumicata, so nennt man die geräucherte Variante des Brühkäses, der verwandt ist mit Mozzarella und Provolone, gekauft. Und diesmal hat die rauchige Frittata auch wunderbar geschmeckt.

Die Frittata ist schnell zubereitet und macht sich auch fast von selbst, prima für Blumenkohlreste, man steckt ja nicht immer drin, wie die Grösse der angebotenen Kohlköpfe ist. Da lohnt es sich, einen grossen zu kaufen und am zweiten Tag diese Frittata in den Ofen zu schieben.

Yotam meint, dass diese Rezeptmenge für 4-6 Personen reicht. Ich meine, dass zwei gute Esser damit satt werden. Wir haben allerdings noch ein Viertel als Rest gehabt, die ich mir am nächsten Mittag aufgewärmt habe. Wir hatten allerdings auch den empfohlenen pfeffrig angemachten Salat, den Ottolenghi dazu empfiehlt, vergessen.

 

Rauchige Frittata

Zutaten für 2-3 (nach Tina) oder 4-6 (nach Ottolenghi):

  • 1 kleiner Blumenkohl, in mittelgroßen Röschen
  • 6 Eier
  • 4 EL Crème Fraîche
  • 2 EL Dijonsenf
  • 2 TL mildes geräuchertes Paprikapulver – Pimenton de la vera dulce (Gewürzhändler, gut sortierter Supermarkt oder bei Amazon kaufen*)
  • 150g geräucherter Scamorza, mit Rinde gerieben (Käsehändler, italienisches Feinkostgeschäft oder bei Amazon kaufen*)
  • 50g gereifter Cheddar, gerieben (Käsehändler, gut sortierter Supermarkt oder bei Amazon kaufen*)
  • Pfeffer, Salz
  • 2 EL Olivenöl

Zubereitung:

Den Blumenkohl in einem grossen Topf mit kochendem Salzwasser 4-5 Minuten garen, bis er fast weich ist. Abgiessen und abtropfen lassen.

Den Backofen auf 190 Grad vorheizen.

Eier, Crème fraîche, Senf und Paprikapulver gut miteinander verquirlen, anschliessend den Schnittlauch und 2/3 des Käses untermischen. Kräftig mit Pfeffer und Salz würzen.

Das Olivenöl in einer ofenfesten Bratpfanne erhitzen. Darin den Blumenkohl etwa 5 Minuten anbraten, bis er auf einer Seite eine goldbraune Färbung angenommen hat. Mit der Eiermasse übergießen, dann die Röschen mit Hilfe einer Gabel gleichmäßig in der Pfanne verteilen. Etwa 5 Minuten bei mittlerer Hitze garen.

Mit dem restlichen Käse bestreuen, dann die Pfanne in den Backofen stellen. 12–15 Minuten backen, bis die Frittata vollständig gestockt ist.

Aus dem Ofen nehmen und 2–3 Minuten ruhen lassen. Danach in Tortenstücke schneiden und sofort zusammen mit einem pfeffrig angemachten Blattsalat servieren.

 

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Quelle – Yotam Ottolenghis “Genussvoll vegetarisch” (bei Amazon kaufen*)
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Warme Glasnudeln mit Edamame

Glasnudeln sind hier nicht sonderlich beliebt, aber sie bekamen noch eine Chance, da ich dieses schöne Rezept in Yotam Ottolenghis “Genussvoll vegetarisch” fand. Wieder einmal ;-)

Und was soll ich sagen, das Gericht war echt lecker, vielleicht ein bisschen zu sehr auf der sauren Seite. Ich glaube, meine Limetten waren einfach zu gross und ich zu gierig beim Zusammenmischen des Dressings. Ich habe weniger Edamame verwendet, was für uns gut war und die Sesamsaat nicht aus purer Faulheit nicht geröstet.
Ich hatte am Tag vorher mit einer Freundin Katharina Seisers Chili-Öl (Nachmachen, unbedingt! Lohnt sich)  hergestellt und den Wok nur mit einem Küchentuch ausgewischt
. Daher waren unsere Glasnudeln auch äusserst .. ähm … pikant.

Das Gericht wird auf jeden Fall für den Sommer vorgemerkt, wenn es in unserer Wohnung wieder zu warm zum Kochen ist. Denn das hier geht so schnell und ist wirklich erfrischend, ideal für den Hochsommer.

Edamame sind übrigens unreife, grüne Sojabohnen, du findest sie beim Asialaden in der TK-Truhe.

Warme Glasnudeln mit Edamame
Leichtes, erfrischendes Glasnudelgericht
Autor:
Küche: asiatisch
Art: Hauptgericht
Portionen: 2
Vorbereitungszeit: 
Kochzeit: 
Gesamtzeit: 
Zutaten
  • 100 g Glasnudeln
  • 1 EL Pflanzenöl
  • 2 Knoblauchzehen, zerdrückt
  • 150 g Edamame (TK), kurz blanchiert (Tina - 100 g)
  • 2 Frühlingszwiebeln, in dünnen Ringen
  • 1 rote Chilischote, in dünnen Ringen
  • 1,5 EL Koriandergrün, gehackt plus ein paar Blätter zum Garnieren
  • 1,5 EL Minze, gehackt
  • 1,5 EL Sesamsamen, geröstet
  • Salz
  • ---DRESSING:
  • 1 EL Ingwer, gerieben
  • 2 Limetten, Saft davon
  • 2 EL Erdnussöl
  • 1 EL Palmzucker
  • 1 TL Tamarindenpaste
  • ½ TL Tamari
  • ½ TL Meersalz
Zubereitung
  1. Die Nudeln etwa 5 Minuten in einer Schüssel mit heissem Wasser einweichen. In ein Sieb giessen und abtropfen lassen.
  2. In einer kleinen Schüssel die Saucenzutaten verrühren und beiseitestellen.
  3. Das Pflanzenöl in einer grossen Bratpfanne oder einem Wok erhitzen und den Knoblauch hineingeben. Sobald er eine goldene Färbung annimmt, die Pfanne vom Herd ziehen, die Sauce und die Nudeln zufügen. Behutsam untermischen, dann den Grossteil der Edamame, die Frühlingszwiebeln, die Chili, das Koriandergrün und die Minze zugeben. Die Pfanne für einige Sekunden auf den Herd stellen, um die Zutaten kurz zu erwärmen, dabei alles vermischen. Nach Belieben mit Salz abschmecken.
  4. Das Nudelgericht auf einer grossen Platte oder in einer flachen Schale anrichten, mit den restlichen Edamame und den Sesamsamen garnieren. Mit Korianderblättern bestreut servieren.