Glasnudeln sind hier nicht sonderlich beliebt, aber sie bekamen noch eine Chance, da ich dieses schöne Rezept in Yotam Ottolenghis “Genussvoll vegetarisch” fand. Wieder einmal ;-)

Und was soll ich sagen, das Gericht war echt lecker, vielleicht ein bisschen zu sehr auf der sauren Seite. Ich glaube, meine Limetten waren einfach zu gross und ich zu gierig beim Zusammenmischen des Dressings. Ich habe weniger Edamame verwendet, was für uns gut war und die Sesamsaat nicht aus purer Faulheit nicht geröstet.
Ich hatte am Tag vorher mit einer Freundin Katharina Seisers Chili-Öl (Nachmachen, unbedingt! Lohnt sich)  hergestellt und den Wok nur mit einem Küchentuch ausgewischt
. Daher waren unsere Glasnudeln auch äusserst .. ähm … pikant.

Das Gericht wird auf jeden Fall für den Sommer vorgemerkt, wenn es in unserer Wohnung wieder zu warm zum Kochen ist. Denn das hier geht so schnell und ist wirklich erfrischend, ideal für den Hochsommer.

Edamame sind übrigens unreife, grüne Sojabohnen, du findest sie beim Asialaden in der TK-Truhe.

Warme Glasnudeln mit Edamame
Leichtes, erfrischendes Glasnudelgericht

Autor:
Kueche: asiatisch
Rezepttyp: Hauptgericht
Portionen: 2

Vorbereitungszeit: 
Kochzeit: 
Gesamtzeit: 

Zutaten
  • 100 g Glasnudeln
  • 1 EL Pflanzenöl
  • 2 Knoblauchzehen, zerdrückt
  • 150 g Edamame (TK), kurz blanchiert (Tina – 100 g)
  • 2 Frühlingszwiebeln, in dünnen Ringen
  • 1 rote Chilischote, in dünnen Ringen
  • 1,5 EL Koriandergrün, gehackt plus ein paar Blätter zum Garnieren
  • 1,5 EL Minze, gehackt
  • 1,5 EL Sesamsamen, geröstet
  • Salz
  • —DRESSING:
  • 1 EL Ingwer, gerieben
  • 2 Limetten, Saft davon
  • 2 EL Erdnussöl
  • 1 EL Palmzucker
  • 1 TL Tamarindenpaste
  • ½ TL Tamari
  • ½ TL Meersalz

Zubereitung
  1. Die Nudeln etwa 5 Minuten in einer Schüssel mit heissem Wasser einweichen. In ein Sieb giessen und abtropfen lassen.
  2. In einer kleinen Schüssel die Saucenzutaten verrühren und beiseitestellen.
  3. Das Pflanzenöl in einer grossen Bratpfanne oder einem Wok erhitzen und den Knoblauch hineingeben. Sobald er eine goldene Färbung annimmt, die Pfanne vom Herd ziehen, die Sauce und die Nudeln zufügen. Behutsam untermischen, dann den Grossteil der Edamame, die Frühlingszwiebeln, die Chili, das Koriandergrün und die Minze zugeben. Die Pfanne für einige Sekunden auf den Herd stellen, um die Zutaten kurz zu erwärmen, dabei alles vermischen. Nach Belieben mit Salz abschmecken.
  4. Das Nudelgericht auf einer grossen Platte oder in einer flachen Schale anrichten, mit den restlichen Edamame und den Sesamsamen garnieren. Mit Korianderblättern bestreut servieren.

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Die Ottolenghi-Festspiele gehen weiter!
Diesmal wieder ein Rezept aus “Genussvoll vegetarisch” und es nimmt kein Ende, wenn ich die ganzen “Koch mich”-Zettel am Rand des Buches rauslugen sehe….

Ich fand die Kombination mit Nudeln, geröstetem Pankomehl, Brokkoli und Pilzen schon beim Lesen total spannend und wurde auch nicht enttäuscht. Mit dem Pankomehl und Knoblauch, Petersilie sowie Zitronenzeste wird eine Art Gremolata hergestellt und teilweise über das fertige Gericht gestreut. Und auch wenn es viele Arbeitsschritte mit eher wenig Zutaten (ja, ich bin da von der indischen Küche anderes gewohnt) erscheinen, lohnen sie sich doppelt. Du wirst mit einem Versprechen von Sommer (ja, ich weiss, dass er keine Saison hat, aber er lag da so frierend am Marktstand und wollte mit) und einem trotz Sahne leicht anmutenden, frischen Pastagericht für deine Mühen belohnt. Schnell geht diese Pasta schon, nur kocht sie sich nicht von alleine ;-)

 

Knusprige Pappardelle mit Brokkoli und Pilzen
Köstlich-leichte Pasta

Autor:
Kueche: mediterran
Rezepttyp: Hauptgericht
Portionen: 2

Vorbereitungszeit: 
Kochzeit: 
Gesamtzeit: 

Zutaten
  • 50 ml Olivenöl
  • 250 g Champignons, halbiert
  • 100 ml Weisswein
  • 1 Lorbeerblatt
  • 3 Zweige Thymian, Blättchen abgezupft und gehackt
  • ½ TL Zucker
  • 150 g Sahne
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer
  • 1 Zitrone, die Schale davon gerieben
  • 1 Knoblauchzehe, zerdrückt
  • 3 EL Blattpetersilie, gehackt
  • 20 g Pankomehl
  • 250 g (junger) Brokkoli, in nicht zu kleine Röschen zerteilt
  • 250 g Pappardelle

Zubereitung
  1. Das Olivenöl in einem grossen Topf erhitzen. die Pilze unter gelegentlichem Rühren darin anbraten, bis sie etwas Farbe annehmen. Den Weisswein, das Lorberblatt, den Thymian und den Zucker hinzufügen. Zum Kochen bringen und die Flüssigkeit auf ein Drittel einkochen lassen. Die Sahne zugiessen und unterrühren. Probieren und grosszügig mit Salz und Pfeffer würzen.
  2. Die Zitronenschale mit dem Knoblauch und der Petersilie vermischen. Die Semmelbrösel in einer heissen Pfanne unter gelegentlichem Rühren goldgelb rösten.
  3. Den Brokkoli in kochendem Salzwasser 2 Minuten blanchieren, dann abtropfen lassen. (Tina – mit eiskaltem Wasser abschrecken)
  4. Die Pasta in reichlich kochendem Salzwasser garen. Sobald die Nudeln gerade eben gar sind, den Brokkoli zum Erwärmen in die Sauce geben. Die Pappardelle abgiessen, dabei das Kochwasser auffangen und etwas davon in die Sauce geben. Die Hälfte der Petersilienmischung unterrühren. Sollte die Sauce trocken erscheinen, noch etwas aufgefangenes Kochwasser hinzufügen.
  5. Die Pappardelle in eine Servierschüssel und die Sauce darüber geben. Die restliche Petersilienmischung zu den Semmelbröseln geben und grosszügig über die Pasta streuen.

Und jetzt trage ich das Kochbuch wieder in die Küche, heute abend wird schon wieder daraus gekocht :-)

 

Diese Fastenzeit mutiert wirklich zu Ottolenghi-Festspielen. Aber es sind auch die besten vegetarischen Rezepte, die Fleisch meist nicht vermissen lassen.
So wie diese Kräuterpolenta mit Pilzen aus “Genussvoll vegetarisch
, die würzig lecker und geschmakclich wieder sehr ausgewogen daher kommt. Zudem hat sie mich überzeugt, der Polenta doch noch eine weiter Chance zu geben. Mein letzter Versuch mit weicher, ungebratener Polenta liegt schon Jahre zurück und war nicht wirklich überzeugend. Vielleicht liegt es an dem Mehr an Erfahrung oder einfach daran, dass Geschmäcker sich ändern können, wer weiss das schon.

Varianten dieses Rezeptes findest du übrigens bei Sammelhamster, Ruby, Bengelchen und mint in eden. Und hier kommt nun die nächste Variation – ich habe den Parmesen und den Taleggio ersetzt, als Pilze gab es Shiitake und kleine Austernpilze, die Kräuter waren getrocknet und das Trüffelöl habe ich weggelassen.

 

Kräuterpolenta mit Pilzen
Würzige Polenta mit knackigen Pilzen

Autor:
Kueche: mediterran
Rezepttyp: Hauptgericht
Portionen: 2

Vorbereitungszeit: 
Kochzeit: 
Gesamtzeit: 

Zutaten
  • 4 EL Olivenöl
  • 350 g gemischte Pilze, grosse Exemplare halbiert – hier junge Austernpilze und Shiitake
  • 2 Knoblauchzehen, zerdrückt
  • 1 EL Estragon, gehackt (Tina – getrockneter)
  • 1 EL Thymian (Tina – getrockneter)
  • 1 EL Trüffelöl (Tina – weggelassen)
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer
  • 500 ml Gemüsebrühe
  • 80 g Polenta
  • 80 g Parmesan, gerieben (Tina – Pecorino)
  • 30 g Butter
  • 1 TL Rosmarin, gehackt (Tina – getrockneter)
  • 1 EL Kerbel, gehackt (Tina – getrockneter)
  • 100 g Taleggio, in 1 cm dicke Scheiben geschnitten (Tina – holländischer Ziegenkäse)

Zubereitung
  1. Die Hälfte des Öls in einer grossen Bratpfanne erhitzen. Sobald es heiss ist, die Hälfte der Pilze jineingeben und einige Minuten braten, bis sie grade eben gar sind, dabei nicht zuviel umrühren, damit sich goldbraune Flecken auf den Pilzen bilden können. Aus der Pfanne nehmen und mit dem restlichen Öl und den restlichen Pilzen wiederholen. Die Pfanne vom Herd nehmen, alle Pilze hineingeben und den Knoblauch, den Estragon, Thymian, das Trüffelöl (Tina – weggelassen) sowie etwas Salz und Pfeffer hinzufügen. Warm stellen.
  2. Die Brühe in einem Topf zum Kochen bringen. Die Polenta langsam unter Rühren einrieseln lassen, dann auf niedrigster Temperatur garen, dabei mit einem Kochlöffel unablässig rühren. die Polenta ist fertig, wenn sie sich vom Topfrand löst, jedoch immer noch dickflüssig ist. Falls Instantpolenta verwendet wird, sollte dies nicht länger als 5 Minuten dauern; bei traditioneller Polenta können bis zu 50 Minuten vergehen (falls sie dabei auszutrocknen droht, mehr Brühe oder Wasser zugiessen, jedoch immer nur so viel, dass sie eine breiige Konsistenz beibehält).
  3. Den Backofengrill vorheizen. Sobald die Polenta fertig gegart ist, den Parmesan (Tina – Pecorino), die Butter, den Rosmarin und die Hälfte des Kerbels unterrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen. Die Polenta auf eine ofenfeste Platte streichen und mit den Taleggiowürfeln (Tina – holländischer Ziegenkäse) bestreuen.
  4. Unter dem Grill erhitzen, bis der Käse Bläschen wirft. Die Polenta aus dem Ofen nehmen, mit den Pilzen und ihrer Garflüssigkeit decken, dann nochmals 1 Minute unter den Backofengrill stellen. Mit dem restlichen Kerbel bestreuen und heiss servieren.

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Da hat er mich wieder erwischt, der Herr Ottolenghi. Eigentlich suchte ich nur nach einer Resteverwertung für Granatapfelkerne, die noch im Kühlschrank schlummerten. Frag mich bitte nicht nach einer einfachen Methode, wie man die Kerne aus dem Apfel bekommt, denn ich habe keine und stehe meditierender- und kernprokelnderweise in der Küche und sinniere vor mich hin ;-) Ähnliches übrigens bei dicken Bohnen…

Dieses tolle Rezept ist aus “Jerusalem” von Yotam Ottolenghi und Sami Tamimi. das letztens auch auf deutsch erschienen ist und das ich sehr mag, wie alle Ottolenghi-Bücher. Und auch in “Jerusalem” findet man viele vegetarische Gerichte wie dieser geröstete Blumenkohl, der so einfach herzustellen ist. Er braucht halt nur Zeit, aber nicht viele Arbeitsschritte und besondere Zutaten. Du wirst belohnt mit würzigem Blumenkohl-Geschmack, knackigen Nüssen, einem leicht bittersüssen Dressing und einer frischen Note von Staudensellerie und Granatapfel. Wenn du es nicht fleischlos magst, brate dir noch eine Merguez oder auch Salsicca dazu, wie es der Mann getan hat.


 

4.5 from 2 reviews

Gerösteter Blumenkohl mit Granatapfel und Haselnüssen
Aromatischer Blumenkohl mit Granatapfel und Haselnüssen

Autor:
Kueche: mediterran
Rezepttyp: Salat
Portionen: 2-3

Vorbereitungszeit: 
Kochzeit: 
Gesamtzeit: 

Zutaten
  • 1 mittlerer blumenkohl, in kleine Röschen zerteilt
  • 5 EL Olivenöl
  • 1 Stengel Staudensellerie (ca. 70 g), in dünnen Streifen
  • 30 g Haselnüsse
  • 10 g Blattpetersilie, von den Stielen gezupft
  • 50 g Granatapfelkerne
  • ⅓ TL Zimt, gemahlen
  • ⅓ TL Piment, gemahlen
  • 1 EL Sherryessig (Tina: Champagneressig)
  • 1,5 TL Ahornsirup
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen

Zubereitung
  1. Ofen auf 220 Grad vorheizen.
  2. Blumenkohl mit 3 EL Olivenöl, ½ TL Salz und schwarzem Pfeffer vermischen. In einer feuerfesten Form ausbreiten und im Ofen für 25-35 Minuten rösten, bis er goldbraun ist. Dann in eine Schüssel geben und leicht abkühlen lassen.
  3. Ofentemperatur auf 170 Grad fallen lassen, dann die Haselnüsse im Ofen für 17 Minuten zugedeckt mit Backpapier backen. Herausnehmen, ein bisschen abkühlen lassen und grob hacken.
  4. Dann alles miteinander vermischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Bei Zimmertemperatur servieren.

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